Öltemperatur und Ölkühler

  • Hallo zusammen,


    der Jetta 16V rollt nun endlich mit der H-Zulassung. Bei den Probefahrten ist mir aufgefallen, daß die Öltemperatur mit 110°C bei normaler Fahrweise doch recht hoch ist. Der Geber funktioniert auf's Grad genau. Welche Öltemperatur habt ihr in etwa. Hatte zudem die Überlegung einen Ölkühler von Racimex mit Thermostat zu verbauen. Welche Größe sollte ich nehmen und wo kann man diesen am besten anbauen? Hat jemand im Nachgang Probleme mit dem Öldruck? Ich wäre dankbar für Bilder vom Einbau. Der Wagen wird normal auf der Strasse bewegt und ist nicht leistungsgesteigert.


    Danke und Gruß

  • ich hab am PF einen 13 reihen kühler mit 80° thermostat verbaut.


    der kühler sitzt hinterm grill, vor dem wasserkühler.


    bei normaler fahrweise 90 - 94 grad. wenns mal richtig flott bergauf geht (also jeder gang gedreht wird) 104 - 108.


    das wasser steht seither auch bombenfest.


    kostet alles nicht die welt, ist schnell verbaut und was besseres als die thermische belastung in den griff zu bringen kannst dem motor gar nicht tun.


    13 reihen sind schon ein bissl groß, aber ich wollte damals auf nummer sicher gehen.


    die ölpumpe schafft das locker.


    lg

  • habe in meinem PF auch einen 13 reihigen von Racimex montiert.Direkt neben dem Wasserkühler.

    Hätte aber auch noch eine Frage?

    Seitdem komm ich nur auf maximal 80 Grad Öltemperatur und es dauert ewig bis der warm wird bzw im Fahrtwind geht die Temperatur wieder direkt auf 70 Grad runter.

    Hab den originalen Wärmetauscher aber ebenfalls noch montiert.

  • ne das ist der Flansch mit Thermostat was ab 80 Grad öffnet.

    Ja damals dachte ich ich geh auf nummer sicher und bau den direkt dran.

    Hatte extra das Rohr am Wärmetauscher verlängert und passend gedreht so konnte ich mit nem Polo Filter

    halt alles original dranlassen

  • Ein Ölkühler ist nicht zwingend notwendig wenn die Wassertemperatur passt. Heißt, erstmal einen größeren Wasserkühler verbauen samt Doppellüfter und einem Thermoschalter vom alten Audi A8 bzw VW T3 TD ( lässt den/die Lüfter ca. 10° früher anlaufen ). Gutes Motorenöl kann Öltemperaturen von 130°C locker ab. 90-110°C sind absolut problemlos, auch auf Dauer.

    Bei meinem Slalom-GTI ist nur ein großer Wasserkühler verbaut ( weil Zusatzölkühler laut Reglement bei sereinnahen Fahrzeugen nicht gestattet ! ) samt Audi A8 Thermoschalter...und das genügt selbst bei fast 40° Hitze/Lufttemperatur. Die Wassertemperatur geht auf max. 100°C und auch das Öl wird auch nur max. 115°C heiß, selbst bei dem diesjährigen Hitzesommer !!! Motoröl fahre ich das Total Quartz Racing in Visco 10w50...Öldruck ist ebenfalls ok, heißt min. 1 bar im Leerlauf bei 900 U/min und bei 110°C Öltemperatur.


    MERKE: Die Wassertemperatur zieht IMMER die Öltemperatur mit hoch, nie umgekehrt...deshalb zuerst den Wasserkreislauf optimieren.

  • Recht hat stahlwerk !

    Beim 16V ist ja auch gerne mal nur der 430er Kühler zum Einsatz gekommen. Das ist ohnehin schon nicht so optimal.

    Bei meinem RP habe ich den 630er Kühler, aber nur mit dem normalem Lüfter und Blech vom 535er, eingebaut, wegen Wohnwagenbetrieb. Dort ist auch bei diesem Sommer mit Wohnwagen und 100 km/h auf der AB die Öltemperatur nicht groß über 110°C gegangen, Landstraße eher so 94°C, Stadt auch.


    Aber bis 120°C sollte ein W40 Öl problemlos aushalten, denn die Temperaturen lassen auch mal das ganze Wasser im Öl ordentlich verdampfen.

    Aktuelle Autos haben bis 135°C und fahren mit 5W30 oder neu wohl auch schon mit 0W20 rum. :/

  • Es kommt halt immer ein wenig auf das Fahrprofil an denke ich. Aber grundsätzlich ist es immer gescheit seinen Temperaturhaushalt in Ordnung zu haben.


    Für ein Slalomauto wirst du auch einen Ölkühler brauchen. Die Läufe sind ja nicht lang. Da ist es viel wichtiger die Temperatur nach und zwischen den Läufen runter zu bekommen. Da brauchts kräftige Lüfter.


    Ich denke da nicht nur an die Schmierung und den mechanischen Verschleiß. Dichtungen, Gummis, Rohre usw. alles hält länger wenn es nicht permanenter Hitze ausgesetzt ist.


    Beim 1er GTI war er serienmäßig und das merkte man auch, dass der Ölhaushalt besser in Schuss ist als beim 2er.


    Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als alle die Golf 1 Ölkühler in ihre 2er verpflanzt haben. Die gabs ja haufenweise.


    Aber ihr habt schon recht. Ein vernünftiger Wasserkühler ist mal das um und auf.


    Trotzdem:


    Ich finds schon super, wenn man mal "drauflatschen" kann ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben.


    Mein Setup:


    Großer Wasserkühler ---> irgendwas ausm Zubehör ich meine Valeo


    Spallüfter (in ein Corrado G60 Lüfterblech eingepasst)


    70 oder 75° Thermostat ausm Zubehör

    (Ich weiß es nicht mehr genau. Ist ja fast 10 Jahre her)


    13 Reihen Ölkühler von Racimex mit Thermostat (80°)


    gewickelter Fächerkrümmer


    200 Zellen Metallkat


    10W60 Valvoline


    Alle Kühlerschläuche in Silikon neu gemacht. Neuer Wärmetauscher etc. etc.


    Vorher hatte ich wegen einem klemmenden Thermostat auf der Autobahn einen Kopfdichtungsschaden und immer wieder Stress weil mir der Wagen bei höherer Belastung angefangen hatte Zündung zu ziehen.


    Aber jetzt bewahrt er immer kühlen Kopf und zieht auch mal ne ganze Bergpassage bis zum Ende mit voller Leistung durch.

  • Naja, ich sehe das eher so, dass es auch keinen Sinn macht, das Öl nur möglichst unter 100°C zu halten, denn dann kommt das Wasser im Öl nicht mehr wirklich raus.

    Klar, Temperaturen jenseits der 120°C sollte man vermeiden. Spal-Lüfter? Wenn der Motor Leistung bringt, hat er Fahrtwind, man betreibt ja schließlich keinen Generator :wink:.

    Ansonsten schafft es auch der normale Lüfter.

    Und stahlwerk hat ja geschrieben, dass er nicht einmal beim Slalom mit der Öltemp. Probleme hat.

  • Das mit den 100°C ist auch wieder so ein Stammtisch-Mythos.

    Wer manchmal selbst an Herd steht, weiß dass Wasser auch schon unter 100 ° C ausdampft.

    Ähnlich ist es auch beim Verbrennungsmotor, es braucht keine 100° um Kondenswasser aus dem Öl zu bekommen. Der Effekt tritt schon viel früher ein und wird durch die Kurbelgehäuseentlüftung der Verbrennung zugeführt.


    Viel wichtiger ist dabei ist der Zeitraum über den das Ganze passiert.

    Der Klassiker sind diese völlig zugesetzten Rentnerfahrzeuge mit diesem gelb-beige-farbenen Ölschleim. Die Autos fahren so kurze Strecken, dass der Motor nie ausreichend Betriebstemperatur entwickelt und er sich nicht mehr selbst reinigen kann. Ergo: Er verschlammt.


    Von Betriebstemperatur sprechen wir bei rund 80°C.

    Die heißt deswegen so weil ab dieser Temperatur alle Medien in einem Motor ideal funktionieren.


    Regelmäßige Ölwechsel vorausgesetzt hat man keinerlei Probleme, wenn man das Auto unter 100°C Öltemperatur bewegt. Im Gegenteil: Es bietet nur Vorteile.


    Bedenklich sind allerdings diese offenen Systeme ohne Thermostat. Ein Kumpel von mir hat sowas in einem Polo 1 16V (Motor aus dem 6N GTI). Der fährt 20 km und mehr bis die Öltemperatur mal über 70 °C klettert.


    Da ist das Öl noch nicht wirklich im perfekt schmierfähigen Fenster ...


    Aber bei rund 90°C sind alle Werte im grünen Bereich.

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Reprint: Das große VW-GTI-Buch

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