Mein Golf II GL - zurück zur Originaloptik

  • Es ist leider so, wie es Franzmann erklärt hat. Das Wasser findet seinen Weg durch die kleinste Lücke, eine Falte reicht da schon aus. Und wenn die Folie über die Klipse geklebt wird, entstehen an den Seiten der Klipse kleine Lücken. Deshalb sollte man auch alte Klebereste vollständig entfernen, bevor man die neue Folie aufklebt, da diese eine Schwachstelle bilden. Eine unsauber geklebte Türfolie wird früher oder später undicht, die verzeiht Dir leider keinen Fehler, musste ich selbst schon erfahren. Deshalb ist die Vorbereitung der Tür der zeitintensivste Arbeitsschritt beim Anbringen von neuen Türfolien.

    Aus Zeitgründen habe ich es jetzt tatsächlich erst einmal so gelassen. Auch mit dem Hintergedanken, dass ich die Türen sowieso noch einmal neu machen werde. Und ob ich damit bis zum Winter warte, stelle ich mittlerweile auch in Frage. Im Sonnenschein am Auto zu arbeiten ist einfach angenehmer als in der engen und doch nicht wirklich warmen Garage. ^^



    Ich habe garkeine Türfolien, bereits seit über 3 Jahren. Stattdessen großflächig Alubutyl, aber die Clipse sind natürlich freistehend. Bisher habe ich kein Feuchtbiotop im Auto und er steht immer draussen. Also so schlimm kann es nicht sein mit den Clips ;) Ist ja nicht so das da Wasser mit Druck drauf gespritzt wird.

    Weshalb hast du denn Alubutyl verwendet? Wegen einer Hifi-Installation oder gibt es andere Gründe? Im Car-Hifi-Bereich kenne ich es eigentlich nur so, dass die Türhaut von innen mit Alubutyl beklebt wird um Schwingungen zu vermeiden?



    [...]


    Da scheinen wir divergierende Erfahrungswerte zu haben. Ist ja nicht so, dass nur du Erfahrungen mit unkaschierten Löchern gemacht hast :*. Der Kapillareffekt ist nicht zu verachten, Wasser sucht sich eben seinen Weg...

    Grundsätzlich geht es bestimmt auch ohne alles hermetisch abzudichten. Aber hier kommt es sicher auch auf das Auto und die Form der Türen an. Der Peugeot 206 meiner Frau hatte im letzten Frühjahr mal ein Feuchtigkeitsproblem, was ich letztendlich auf eine gerissene Türfolie zurückgeführt habe. Zumindest ist das Auto seit der Rebaratur trocken. Der Peugeot hat aber auch sehr stark gerundete Türen. Wenn das Wasser von der Scheibe tropft, kann es gerade bei Bordsteinparkern (Auto steht schräg) auf der Beifahrerseite gegen die Folie tropfen.


    Dem gegenüber steht mein Hyundai, bei dem ich vor zwei (?) Jahren alle Türen getauscht habe. Bei diesem Auto sind die Folien werkseitig mit Karosseriekleber und nicht mit Klebeband befestigt, daher wollte ich das genau so machen. Da es aber zu kalt war um Sikaflex zu verarbeiten, bin ich den ganzen Winter ohne Türfolien gefahren. Trotzdem blieben Auto und Türpappen trocken.



    Hallo Nachbar. :]

    Ich drücke dir die Daumen, dass es mit einem 2er klappt. Hast du denn den Madison schon angeschaut? ;)

    Da du ja schon mal einen 2er hattest, und mein Golf ursprünglich aus dem RE-Kreis kommt, bevor er an den Niederrhein verkauft wurde wo ich ihn dann entdeckt habe, kennst du ihn ja vielleicht. Sogar die ehemalige Besitzerin hat ihn bei uns in der Straße mal wiedererkannt:

    Neues gibt es nicht von dem Golf, seit dem Motorschaden ist er abgestellt. Aber gestern gab es eine Überraschung.


    Gekauft habe ich den Golf damals relativ verbastelt in Neukirchen-Vluyn. Das ist nicht gerade bei uns um die Ecke. Gestern klingelte es dann auf einmal an der Tür, und eine Frau, die zufällig den selben Nachnamen wie ich hat, fragte ob das unser Golf sei, der da vorne auf dem Stellplatz stehe. Es stellte sich dann heraus, dass sie eine Vorbesitzerin des Autos ist. :D
    Sie hatte den Golf schon öfters beim vorbeifahren bei uns stehen sehen, und dachte sich, dass der ihrem alten aber ganz schön ähnlich sähe. Gestern hat sie dann mal angehalten und sich den Golf näher angesehen und anhand von zwei drei markanten Beulen und Kratzern wiedererkannt.
    Das der Golf erstens wieder zurück nach Castrop-Rauxel kommt, und dann auch noch von einer froheren Besitzerin entdeckt wird, obwohl er nicht einmal direkt an der Straße steht... die Welt ist wohl doch sehr klein. :rolleyes:
    Zurück kaufen wollte sie ihn zum Glück nicht. Sie freute sich aber, den Golf noch mal (in guten Händen) wiederzusehen. :)

  • Franzmann Danke, dass Du nochmal darauf hinweist, das ist vielleicht noch nicht deutlich genug betont worden. Der wichtigste Bereich ist jener mit den schwarzen Klipsen an der Unterkante der Tür. An der Seite können ruhig kleinere Falten sein, auch wenn ich selbst dort niemals die Folie über die Klipse kleben würde. Schließlich sind die Klipse ziemlich fest eingepresst und geben der Folie nochmal zusätzlichen Halt. Warum also auf diesen zusätzlichen Effekt (neben der Abdichtung) verzichten?


    Habe es bei mir selbst schon an einer unsauber verklebten Türfolie beobachten können, dass das Wasser an der Innenseite der Folie runterläuft. Hatte an der Unterkante der Folie eine einzige kleine Falte, da ist das Wasser rausgetropft.


    Seitdem beginne ich mit dem Kleben der Türfolien immer von unten. Wenn der untere Abschluss nicht absolut sauber faltenfrei geklebt ist, reiße ich die Folie wieder raus, selbst wenn sie dabei zerstört wird, was bei den neuen VW-Folien leider der Regelfall ist. Da eine solche Folie nicht gerade billig ist, schmerzt es natürlich. Aber nur wenn es absolut sauber gemacht wurde hat man anschließend Ruhe, wenn man nicht wegen etwas anderem (Fensterheber etc.) wieder in die Tür muss.


    Deswegen auch der Rat mit dem vollständigen Entfernen der alten Klebereste. Die Oberfläche der Tür muss absolut glatt sein, damit das Klebeband dort ohne Einschlüsse luftdicht aufgepresst werden kann. Das kostet Zeit und ist eine lästige Arbeit, aber der Innenraum bleibt anschließend trocken und die Folie kann viele Jahre dicht bleiben.

  • Weshalb hast du denn Alubutyl verwendet? Wegen einer Hifi-Installation oder gibt es andere Gründe?

    HiFi ist ne nette Nebenwirkung, spielt aber bei der niedrigen Leistung die ich nutze keine große Rolle. Ich mag das höhere Gewicht der Tür und erhoffe mir davon einfach eine gewisse Dämmwirkung die in jedem Fall höher ist als die der Folie.

  • ein höheres Gewicht ist schon ganz nett, die Tür fällt ganz anders ins Schloss und klingt nicht mehr so blechern sondern richtig satt. Da empfiehlt sich noch die Nachrüstung des Seitenaufprallschutzes. Außerdem habe ich meine Türpappen an der Rückseite nochmal ordentlich gedämmt. Das merkt man alles.

  • Dämmung wird bei mir vermutlich auch noch ein Thema werden. Zum einen wegen dem satteren Klang der Tür, bzw. einer erhofften Dämmung der Fahrgeräusche. Und zum anderen wird wohl im Winter das Thema Hifi angegangen. Allerdings alles absolut unsichtbar, auf keinen Fall soll die originale Optik zerstört werden. Beim Subwoofer wird sich das vermutlich nicht ganz vermeiden lassen, aber auch der wird dezent ausfallen. Die Zeiten einer rollenden Disco mit dicker Basskiste sind bei mir vorbei, heute ist mir ein schöner Klang wichtiger.

    Die Pappe an der Fahrertür muss ich mir auch noch mal genauer ansehen, die ist verzogen und liegt im unteren Bereich nicht sauber an, bzw. springt immer wieder aus den Clips. Das hatte der Verkäufer mir aber vor einem Jahr beim Kauf schon gesagt. Eventuell muss die Pappe daher an der Unterseite geschraubt werden.


    Die letzte Woche habe ich dann ziemlich durchgeklotzt, auch meine Frau hat geholfen. Somit sah der Golf am Freitag Abend so aus:




    Das motiviert und macht Lust auf "mehr". ^^


    Jetzt kümmert sich ein Profi um den Rest. Diesmal jemand mit Ahnung und sehr guten Empfehlungen. :)



    Wie man sieht, hat uns der Golf beim Aufladen noch einiges an Arbeit beschert. Der Haken der Seilwinde vom Transporter war so groß, dass er nicht in den vorderen Abschlepphaken einzuhängen war., bzw. er hätte den Lack zerkratzt. Also den Golf wenden und rückwärts aufladen. Ohne Motor, ohne Servo und das auf einem Garagenhof, der nicht wirklich eben ist.... 8o


    Da es nach der Pflicht ja bekanntlich mit der Kür weiter geht, habe ich mal einen Versuch gestartet. Ich habe fast schon ein schlechtes Gewissen gegenüber GolfII88 da ich im Prinzip seinen Innenraum kopiere. Aber das ist auch einfach eine echt schöne Kombination mit dem dunklen Velours und dezentem Chrom.

    Eine andere tolle Kombination ist es, die Hobbys Auto und Modellbau zu haben. Da kommt dann so etwas bei heraus:



    Die Türöffnerblende wurde mit Tamiya Masking Tape abgeklebt und dann mit einem Chrom-Stift von Edding behandelt. Das war ein sehr spontaner Versuch, sonst hätte ich Liquid Chrom von Molotow anstelle des Eddings verwendet. Bei Molotow ist der Chromeffekt nochmal stärker. Egal, es ist erst einmal ein Versuch ob der "Chrom" eine ausreichende Abriebfestigkeit hat.



    Leider habe ich erst nach der Fertigstellung bemerkt, dass ich die Blende für die Beifahrerseite erwischt habe. Der Test könnte also lange dauern. ^^

    Das ist natürlich Quatsch, deshalb werde ich die Fahrerseite auch noch machen. Wenn das Ganze nicht hält, werde ich stattdessen mit echter Chromfolie (nennt sich Bare Metal Foil und kommt aus dem Modellbaubereich) experimentieren. Die kann überlackiert werden und ist dann extrem grifffest.


    Dann habe ich mich noch mal mit den Kurbeln befasst. Man kann sie definitiv zerlegen:



    Da aber hierbei entweder der Drehgriff oder das Unterteil zerstört wird, braucht man immer zwei Kurbeln um daraus die Teile für zwei komplette zu erhalten. Somit kommt das für die Chromkurbeln auf keinen Fall in Betracht. Die auf dem Foto ist eine Kurbel mit gebrochenem Unterteil gewesen, dazu eine mit einem stark zerkratztem Drehgriff.

    Auf diese Art werde ich aber mal versuchen, Standardkurbeln mit Liquid Chrome zu bearbeiten und mir auf diese Weise vielleicht selber schwarze Chromkurbeln bauen. 8)

  • Sieht echt toll aus. Viel Erfolg weiterhin.

    Ich habe mit selbstklebendem Alubutyl gedämmt, das ging bei sommerlichen Temperaturen 2018 sehr gut. Stinkt auch nicht, wenn das warm wird.


    Willst du unbedingt schwarze Chromkurbeln? Ich meine es gab mal welche aus Metall, die waren dann verchromt, aber natürlich nur komplett Chrom.

  • Es gibt verschiedene Chromkurbeln vom 1er Cabrio und vom Audi. Alle passen im Golf. Das sieht auch "ganz nett" aus. ^^


    Das passende Design wie die echten Kurbeln aus dem 2er haben tatsächlich nur die Kurbeln aus dem Passat 32B. Hier waren sie wiederum nur beim Carat in der Chromausführung. ;)

  • Da es nach der Pflicht ja bekanntlich mit der Kür weiter geht, habe ich mal einen Versuch gestartet. Ich habe fast schon ein schlechtes Gewissen gegenüber GolfII88 da ich im Prinzip seinen Innenraum kopiere. Aber das ist auch einfach eine echt schöne Kombination mit dem dunklen Velours und dezentem Chrom.

    Eine andere tolle Kombination ist es, die Hobbys Auto und Modellbau zu haben. Da kommt dann so etwas bei heraus:




    Keine Angst, werde Dich nicht verklagen :wink:


    Die Blende sieht schon sehr gut aus. Hattest Du den Grat etwas plan geschliffen? Unter der Lupe kann man sehen, dass er eher etwas gerundet ist. Zum Lackieren (ob mit Sift oder Spray) wäre etwas anschleifen sicher nicht verkehrt, vielleicht nass mit 1200er oder so. Dann noch etwas Klarlack drauf und es dürfte gut halten. Bei mir ist die originale Chrombeschichtung teilweise schon etwas abgeblättert, deswegen hatte ich auch mal über eine Lackierung nachgedacht. Der Hinweis auf die Verwendung speziellen Abdeckklebebands ist gut, das hatte ich gar nicht bedacht.

  • Die Türöffnerblende wurde mit Tamiya Masking Tape abgeklebt und dann mit einem Chrom-Stift von Edding behandelt. Das war ein sehr spontaner Versuch, sonst hätte ich Liquid Chrom von Molotow anstelle des Eddings verwendet.

    ...

    Auf diese Art werde ich aber mal versuchen, Standardkurbeln mit Liquid Chrome zu bearbeiten und mir auf diese Weise vielleicht selber schwarze Chromkurbeln bauen. 8)

    Respekt vor der Arbeit.

    Kaum zu glauben, daß man das Chromzeugs vor 25 Jahren weggeworfen hat, weil es aus der Mode war.

  • Die Blende sieht schon sehr gut aus. Hattest Du den Grat etwas plan geschliffen? Unter der Lupe kann man sehen, dass er eher etwas gerundet ist. Zum Lackieren (ob mit Sift oder Spray) wäre etwas anschleifen sicher nicht verkehrt, vielleicht nass mit 1200er oder so. Dann noch etwas Klarlack drauf und es dürfte gut halten. Bei mir ist die originale Chrombeschichtung teilweise schon etwas abgeblättert, deswegen hatte ich auch mal über eine Lackierung nachgedacht. Der Hinweis auf die Verwendung speziellen Abdeckklebebands ist gut, das hatte ich gar nicht bedacht.

    Danke. :)
    Nein, ich habe die Blende nicht geschliffen. Der Versuch war wirklich sehr spontan und auf die Schnelle in der Pause während des Homeoffice. ^^

    Daher sieht man auch noch ein paar Macken, die vor dem Farbauftrag kaum aufgefallen sind. Darauf müsste ich auch achten, wenn ich den Versuch tatsächlich mit Echtchrom-Folie wiederhole. Diese Folie ist derart dünn, dass sie nichts verzeiht. Darf sie auch nicht, weil damit auch im Maßstab 1:25 Embleme und Schriftzüge nachgebildet werden.

    Beim Abklebeband wäre schmaleres Band sicherlich noch besser gewesen. Mit dem 10mm-Band ging es so gerade noch. Aber wie gesagt: Alles sehr spontan und mit dem was gerade da war. 8o



    Kaum zu glauben, daß man das Chromzeugs vor 25 Jahren weggeworfen hat, weil es aus der Mode war.

    Ich fürchte, dass die bei so machem Verwerter auch heute noch in der Presse landen. Welcher Schrottplatzbetreibe kennt sich denn heute noch mit dem Golf 2 aus? Oft bleibt der ja noch nichtmal lange stehen, bevor er eingestampft wird. Da vermute ich mal nach einem kurzen Blick in den Innenraum: "Ok, hat nur Kurbeln, bleibt alles drin...."

  • Er möchte in etwa ein bis zwei Wochen anfangen. Wenn er ihn einmal auf der Bühne hat, will er möglichst am Stück arbeiten. Wenn er natürlich dann noch feststellt, dass unerwartet noch irgend etwas fehlt, verzögert sich die Fertigstellung natürlich.

    Da ich ja auch noch unter Pandemiebedingungen einen Termin bei der Zulassungsstelle vereinbaren muss, rechne ich damit, dass ich den Golf Mitte bis Ende Mai auf eigener Achse abholen werde.