Golf 2 Winterfest machen und gegen Rost schützen

  • Hi,


    Ich wollte mal fragen was für Produkte ihr so empfehlen würdet, um den Golf 2 im Winter gegen Rost zu schützen.


    Beste Grüße

  • Wenn´s unkompliziert sein soll:

    Fluid Film ASR und nee Hebebühne. Dann alle Hohlräume und den Unterbodenschutz inkl. Radkästen etc. damit einsiffen. Auch alle Achsteile etc. einnebeln. Natürlich dinge wie Bremsen auslasen, versteht sich wohl. 8)


    Für längere Freude dann lieber Mike Sanders. Macht aber auch mehr Arbeit, dafür hält es auch länger als einen Winter.

  • Mike Sanders ist fürs "Innenleben" der Karosserie, also Schweller etc. Aussen ist es wichtig regelmäßig die Radkästen und Abläufe sauber zu halten, gelösten Unterbodenschutz zu entfernen und den Rost darunter zu eliminieren. Dann wieder versiegeln, aber bitte nicht wieder mit der dicken Unterbodenschutzseuche.

    Das wichtigste ist nicht einfach irgendwas zu versprühen und drauf zu hoffen das der Rost verschwindet. Alles was befallen ist muss erst rausgetrennt und neu gemacht werden.

    Ein Golf 2 ohne Rost ist im Jahr 2019 die absolute Ausahme. Vielleicht bei einem Garagenfahrzeug das vom peniblen Rentner gepflegt und nur 5000km im Jahr gefahren wurde.

  • Solange ich Golf hatte habe ich da nie was ausgewöhnliches gemacht, auch bei anderen Autos nicht. Aussen Wachs und Unterboden wenn nötig Schutz ausgebessert. Wichtiger als jegliche Mittelchen ist wenn der Golf im Winter gefahren wird mal an der SB Wäsche anzuhalten und und so gut es geht das Salz aus den Radkästen und vom Unterboden zu waschen. Ich sehe es realistisch, auch wenn du (noch) einer von denen bist die Golf 2 tausend Jahre fahren wollen und den Karren am besten andie Urenkel vererben möchtest, irgendwdann holt dich die Realität ein. Irgendwann fliegt der Golf raus, aus welchem Grund auch immer. Bis dahin reicht das was auch die letzten 25 Jahre genügt hat. Mach keine Wissenschaft draus, erfreu dich einfach an dem Auto solange du es hast, der Rest ergibt sich.


    andi : Seit wann hat der 2er hinten Radhausschalen? Die hatte er nur vorn, hinten ist nur Blech von den Radkästen. Rechts hinten kann man gern am SB Waschplatz mal die Lanze rein halten um den Schmodder am Tankstutzen los zu werden.

  • https://www.ebay.de/itm/292174007001


    er hat mit keinem Wort erwähnt dass es das ab Werk gab.

    Richtig, ich habe die Radhausschale hinten rechts (fast) immer nachgerüstet.


    Bei mir persönlich ist es mein dritter 2er, fahre schon seit mehreren Dekaden und habe keine Enkel. Habe aber beruflich viel mit "modernen" Autos zu tun und deswegen kommt mir nichts anderes ins Haus.


    Der 91er den ich jetzt habe, ist bisher der beste. Der andere war ein 86er, später ein 87er.

  • Einmal jährlich den Unterboden nach Macken absuchen und halt ausbessern wo's abblättert. Rost natürlich vorher killen. Bestimmte Produkte nehme ich dafür nicht, sondern meist das, wo der 12er Dosenkarton am preiswertesten ist.

    Klar gibt es immer "besseres Zeug und raffinierteren Auftrag"... Ich sag' mal "Wer regelmässig ausbessert und unter Farbe/Wachs/Bitumen hält, der ist schonmal auf der sicheren Seite".

    Produkttip, das Zeug habe ich seit 5 Jahren unter meinem Toyota (daily) :

    Tectyl Hohlraumwachs bernsteinfarben von Valvoline.

    Auf dem Unterboden transparent, sehr zäh und bisher in 5 Jahren gar nichts mehr zum Ausbessern gewesen. Gucken sollte man trotzdem.

    Und was das Nebenthema "Rost und Baujahr" betrifft...

    Mein 86er steht trotz Patina und 300k im Blech deutlich besser da als mein 90er...ab 90 scheinen die ersten zarten Sparmassnahmen zu greifen... Abdichtung und Unterbodenschutz sind da genau wie die Blechqualität ne ganze Schulnote schlechter. (Meine Meinung).

  • Ich glaub so pauschal kann man dass nicht sagen. Mein erster 91er GL war mit knapp 100TKM am Unterboden schon sehr Knusprig und musste verkauft werden. Mein jetziger 91er GL (auch 100ZKM) sieht dagegen fast "neuweritg" aus. Kein Rost zu sehen.


    Aber zurück zum Thema und evtl. auch günstig: Seilfett

  • Vorweg muss man ja sagen, dass wieder mal viele Wege nach Rom führen.


    Von der billigen Spraydose aus dem Baumarkt bis zu Produkten wie Mike Sanders oder Timemax gibt's heute alles.


    Vorab ist halt eine Bestandsaufnahme das Wichtigste.


    Wenn der Wagen schon "angezählt" ist und demnächst Schweißarbeiten nötig sind, dann würde ich gar nichts machen. Sonst brennt das beim Schweißen nachher wie Zunder.

    Erst alles herrichten und dann konservieren.


    Grundsätzlich wurden die 2er ja schon im Werk in Wachs getaucht, was viele auch bis heute konserviert hat. Allerdings war das Zeug auch kein Produkt für die Ewigkeit.


    Das Problem sind dabei Auswaschungen und die Lösemittelhaltigkeit. Das Lösungsmittel trocknet sukzessive die Wachse aus und irgendwann ist es ein trockener, rissiger Film, der keinerlei Konservierungseigenschaften mehr hat.


    Das konnte ich bei meinem 2er bei der Hohlraumversiegelung mit einer Endoskopbesichtigung damals feststellen.


    Nach wie vor ist für mich Mike Sanders das Produkt der Wahl wenn es um Langzeitversiegelungen in Hohlräumen geht.

    Die Verarbeitung sollte aber nicht unter 20C° statt finden, da sonst die Verarbeitungszyklen zu kurz werden.

    Macht man das jetzt sollte das Auto mindestens 12 Stunden vorher in einer geheizten Werkstatt stehen und trocken sein. (Holräume ausgeblasen!)


    Das Zeug ist Lösemittelfrei und hat eine hervorragende Kriechfähigkeit.


    Am Unterboden und in den Radhäusern schwöre ich immer noch auf das Seilfett von Liquy Moly. Gut und günstig und tut seinen Dienst.


    Vor 2 Jahren habe ich den Polo meiner Freundin (damals ein Neuwagen) mit dem Hightemp Wachs von Innotec gemacht. Das Produkt setzt eine VW Werkstatt bei mir in der Nähe ebenfalls für Konservierungsarbeiten ein. Es ist für Hohlräume und Unterboden gleichermaßen geeignet und schön zu verarbeiten. Gesehen habe ich das bei einem Bekannten, der damit seinen Golf 7 gemacht hatte.


    Es war für mich eine Alternative, da ich keine Lust hatte aufwändig mit Mike Sanders zu arbeiten. Ich schätze mal der Wagen wird uns sowieso in 6-7 Jahren wieder verlassen und bis dahin wird das Produkt seinen Dienst bestimmt tun.


    Nachteil war der Lösungsmittelgeruch im Auto, der sich über Wochen hielt. (Besonders wenns warm war)


    Traurig ist halt, dass ein Neuwagen eines Premiumherstellers keinerlei Hohlraumschutz hat. Also zumindest der 7er und unser Polo hatten keinen. Wobei ich in der gläsernen Manufaktur die E-Golf Karossen gesehen habe, die waren nahezu getränkt mit Hohlraumwachs.

    Naja offenbar ist da die Gewinnoptimierung noch nicht so weit fortgeschritten, wie bei anderen "Brot- und Butter"-Produktpaletten.

    Aber das ist ein anderes Thema.


    Bei meinem T4 wurde am Boden auch dick mit Bitumen-UBS gearbeitet. Ich trau dem Frieden nicht, da ich schon 2 Stellen an den Schwellern gefunden habe, die ich demnächst schweißen werde.

    Aber zuerst werde ich wohl den Unterboden Trockeneisstrahlen lassen, damit ich weiß was ich habe.

    Dann wird saniert, dann konserviert.


    Aber hier zuvor schon geschrieben wurde: Bitte ja nicht glauben, dass eine einmalige Aktion das Leben des Blechs auf 100 Jahre verlängern wird.

    Ständige Pflege und Kontrolle sind das A und O für ein langes Autoleben.

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