Einem geschenkten Golf schaut man nicht ...

  • Außerdem habe ich gestern noch bei der Lichtmaschine die Lager getauscht.



    Erstmal alles soweit zerlegen, dass man an die Lager kommt.



    und dann mit dem passenden Abzieher die Lager runter holen.



    Gerade für das kleine brauchte ich etwas Feingefühl.


    Beim Zusammenbau habe ich dann leider feststellen dürfen, dass mir das falsche Teil geliefert wurde.



    Gut, dass es hier in der Umgebung ein paar gut sortierte Landmaschinen Geschäfte gibt. Die hatten tatsächlich das passende Lager für mich.


    Lagergröße für das kleine sind 30x10x9 mit der Nummer 6200

    Lagergröße für das große sind 17x40x12 mit der Nummer 6203



    Ich hab dann alles wieder ordentlich zusammen gebaut.



    Erst das Lager mit dem Heißluftfön ein bisschen auf Temperatur gebracht (obwohl gestern bei +35°C eigentlich kaum machbar) und vorsichtig mit einer Langnuss und einer Hülse aufgebracht.



    Dann alles wieder in der richtigen Reihenfolge montieren.



    Und siehe da, die Lager waren zwar leicht ausgeschlagen aber ich habe immer noch Spiel in der Welle.


    Die Ganze Konstruktion ist zwar sehr wartungsfreundlich aber hat auch viel Spiel. Das Große Lager sitzt zwar sehr schön in seinem Käfig, wird aber nur von 3 kleinen Schrauben und einer Platte gehalten. Das kleine Lager sitzt in einer Kuststoffhülse und ist meiner Meinung nach das eigentliche Problem.



    Den Limaregler wollte ich eigentlich auch neu machen. Aber statt dem abgebildeten kam leider auch ein Regler wie ich es von den BMW Lima's kenne. Erst dachte ich, ich könnte das Gehäuse ggf. umschrauben habe mich dann aber entschieden das Originalteil jetzt erstmal weiter zu fahren bis es tatsächlich den Geist auf gibt.


  • Zu guter letzt habe ich mich dann noch den Hydros gewidmet und gleich noch das ein oder andere mit gemacht.



    Also einmal alles zerlegen.



    Dabei kam mir mal wieder der Pfusch von anderen Leuten entgegen.


    Die Ventildeckeldichtung wurde seinerzeit großzügig eingeklebt.



    Die Nockenwelle sieht meiner Meinung nach 120.000km noch ganz gut aus.



    Klar gibt es hier und da ein paar Lagerspuren aber im Großen und Ganzen passt das schon.



    Dann die neuen Hydros rein und immer gut ölen



    Nockenwelle einbauen und den Simmerring vorsichtig einsetzen.



    Den Deckel wollte ich nicht ganz so dreckig lassen.



    Daher habe ich zumindest das aller Gröbste mal abgebürstet.



    Der Dreck sitzt aber eh so fest, dass sich da nichts ablösen sollte.


    Danach war es zeit für den Grill und ich habe nur noch den Deckel drauf gesteckt und mir das Feierabendbier schmecken lassen.

  • Bei der VDD gibt es 2 Möglichkeiten: entweder wollte jemand auf Nummer sicher gehen, dass die wirklich dicht ist, oder aber der Gummikram wurde einfach nicht dicht. An den Stehbolzen kann es nicht liegen, das sind die richtigen für die Gummidichtung auf Deinem Bild.

    Ich folge nicht jeder Strömung,

    ich halte Kurs!

  • Die Kontaktflächen hätten etwas Zuwendung mit einem Drehmeißel verdient gehabt.

    Das reduziert auch den Verschleiß der Kohlen.

    Eine weiterer Rechtfertigungsgrund sich eine Drehbank anzuschaffen ;P


    Aber die Kohlen sind ja die alten geblieben und da würde ich es wie bei den Bremsscheiben halten, wenn neue Scheiben dann auch neue Klötze.


    Bei der VDD gibt es 2 Möglichkeiten: entweder wollte jemand auf Nummer sicher gehen, dass die wirklich dicht ist, oder aber der Gummikram wurde einfach nicht dicht. An den Stehbolzen kann es nicht liegen, das sind die richtigen für die Gummidichtung auf Deinem Bild.

    Ich tippe darauf, dass jemand den Deckel abgemacht hat aber keine neue Dichtung zur Hand hatte. So oder so bleibt es Pfusch.



    Sonntag habe ich dann den Motor soweit wieder zusammen gebaut allerdings nicht ohne mir selbst ein paar Fallen zu stellen.


    Ich habe die Spannrolle vom Zahnriemen zunächst falsch montiert und daher den Riemen nicht gescheit gespannt bekommen. Dadurch ist der Riemen beim durchdrehen übergesprungen und die Nockenwelle stand nicht mehr korrekt zur Kurbelwelle.


    Immerhin habe ich so mal die Kerze vom ersten Zylinder raus gedreht. Das Kerzenbild sieht auch nicht optimal aus...



    Als ich meinen Fehler erkannt hatte habe ich dann in die falsche Richtung gespannt, wodurch die Kunststoff Abdeckung nicht mehr passte.


    Als die Baustelle fertig war ist mir aufgefallen, dass ich die beiden Gehäusehälften der Lima nicht korrekt zu einander verschraubt hatte und somit die Kabel nicht mehr zu montieren waren.


    Zu guter letzt hat aber alles gepasst und der Bock sprang wieder an.



    Gefühlsmäßig ist er etwas ruhiger und die Hydros klappern eben nicht mehr.


    Gestern habe ich dann wieder auf Golf 2 Domlager umgebaut und den Wagen vermessen.


    Die neuen Schrauben ermöglichen jetzt sogar eine neutrale Stellung vom Sturz. Ich habe mich an den Werten von Stahlwerk orientiert aber wie schon gesagte, eine so genaue Einstellung gerade vom Sturz ist unheimlich aufwendig. Durch das fest ziehen der Schrauben hat sich der Sturz immer um ca. 10'-30' verändert. Wobei 2 Kollegen am Rad rum gedrückt haben während ich die Schraube fest gezogen habe. Einmal gegen die Spiegel von der Vermessungsbühne gekommen ist alles für die Katz und man darf von vorne beginnen.



    Fahre jetzt gleich zwecks Eintragungen zum TÜV. Bin gespannt, ob ich meinen Ritterschlag bekomme oder nochmal in die 2. Runde darf.

  • Eine weiterer Rechtfertigungsgrund sich eine Drehbank anzuschaffen ;P


    Immer das Gleiche. Da werden Unsummen für Spülmaschinen, Mikrowellen und Fernseher rausgeworfen, aber für essentielle Haushaltsgeräte, wie eine Drehbank, fehlt das Geld. :D


    Ich habe das damals (meine Drehbank war noch im Laden) einen Handwerksbetrieb machen lassen,

    und dabei auch gleich gelernt, wie man so einen Brocken richtig ausrichtet.


    Zitat

    Aber die Kohlen sind ja die alten geblieben und da würde ich es wie bei den Bremsscheiben halten, wenn neue Scheiben dann auch neue Klötze.


    Wenn die Bremsscheiben solche Riefen haben, ist aber auch ein kompletter Wechsel fällig. :p

  • Heute war ich also beim TÜV zwecks der Eintragungen.



    Er wurde auf Herz und Nieren geprüft und für gut befunden. Anbei wie solch ein Gutachten aussehen kann. Im Normalfall wird ja immer ein Mysterium darum gemacht, bei welchem Prüfer, wie der Text aussieht etc. Wenn aber alles mit rechten Dingen zu geht, sollte man eigentlich nichts zu befürchten haben.



    Das Ganze muss jetzt noch nach Marburg und von der Bündelungsbehörde abgesegnet werden. Toll dieses einzigartige Verfahren was wir hier in Hessen haben.


    Auf dem Rückweg habe ich mir noch ein paar Ecken für eine Odenwaldtour angeschaut und den Kleinen ein bisschen durch die Berge gescheucht.


    Zunächst ging es den Neckar entlang zur Burg Guttenberg



    Es war Gott sei dank sehr wenig los und so konnte ich den Golf an jeder erdenklichen Stelle kurz stehen lassen, ein paar Bilder machen und weiter fahren.




    Danach ging es direkt rüber zur Burg Hornberg.






    Kurz vor Erbach hab ich zufällig noch das Himbächel-Viadukt entdeckt. Mit immerhin 43m die höchste Eisenbahnbrücke Hessens.



    Ab dann gab es keine Bilder mehr und ich hab mich aufs Fahren konzentriert und einen irren Spaß gehabt. Von Hetzbach über das Reußenkreuz nach Schöllenbach. Danach Hesselbach, Ernstal, Ottorfszell, Kirchzell und abschließend nach Amorbach. Dort angekommen, fiel mir auf, dass ich mein Hemd mittlerweile durchgeschwitzt hatte...


    Daher dann gemütlich am Main wieder zurück nach Hause.


    Ein ausgesprochen schöner Tag zumal ich festgestellt habe, dass die Automatik doch auch später hoch schalten kann. Beim Kickdown die Berge rauf kommt der 3. Gang auch erst ab 90km/h. Auf der Autobahn hatte ich laut Tacho immerhin ca. 165km/h drauf. Im Schein steht Vmax 170km/h insofern scheint in dem Bereich doch nicht so viel im Argen zu liegen wie ich dachte.


    Leider hat das Fahrwerk nach dem Ritt doch Federn lassen müssen. Rechts der Dämpfer hatte schon leicht geölt und nun poltert es auf der linken Seite, wenn man durch ein Schlagloch fährt. Außerdem zieht er unter Last leicht nach links weg, was aber noch mit der Fahrwerkseinstellung zu tun haben kann.

  • Wie schon so oft gesagt kommt es auf den Prüfer an! Tolle Story und toller Wagen. Viel Spaß damit und allzeit knitterfreie Fahrt!

  • Ja, allezeit gute Fahrt! Das mit der Lichtmaschine merkt man aber erst, wenn die eingebaut ist ;).


    Übrigens, meine Kerzen im RP sehen so ähnlich aus. Das scheinnormal zu sein. Diese grau-weiß-gelblichen Ablagerungen kommen von den Additiven, wurde mir gesagt.

    Ich folge nicht jeder Strömung,

    ich halte Kurs!

  • Heute konnte ich mich mal wieder aufraffen hier etwas zu posten.


    Es gibt nicht wirklich viel zu berichten aber ein bisschen hat sich dann doch noch getan.


    Zunächst hatte ich ja eine Ausfahrt geplant und dabei noch einen geilen Fotospot gefunden.




    Das war quasi um die Ecke an der sich meine Holde aus dem Flieger gestürzt hat.



    So Flugzeuge haben auch was.


    Bei der Ausfahrt fing alles prima an. Wir sind bei bestem Wetter in den Odenwald aufgebrochen.



    Allerdings hat sich nach der ersten Ortschaft gleich die Bremse verabschiedet. Eine der Schrauben am Bremssattel hatte sich gelöst und der Sattel lag nun auf der Scheibe auf.


    Den Rest der Ausfahrt haben wir dann auf dem Beifahrersitz verbracht.



    Hatte aber auch seine Vorteile.


    Gott sei Dank ist es gleich am Anfang passiert, so dass ich es abends noch schnell flicken und den Hobel in die Halle fahren konnte.


    Nachdem ich einen Satz neuer Schrauben hatte und diese diesmal mit Schraubensicherung und dem richtigen Drehmoment eingeklebt habe, wurde der Golf hauptsächlich im Alltag bewegt.


    Weil es dann langsam angefangen hat, draußen feucht zu werden, wurden die Holräume mit Mike Sanders geflutet. Leider sind die Bilder davon untergegangen aber auch ohne kann man sich die Sauerei dabei vorstellen...


    Weil ich mir in einem Sale dieses Jahr eine Poliermaschine bestellt hatte, habe ich mich auch da mal dran getraut.



    In den Tutorials die ich mir angeschaut habe, hieß es immer "erst mal mit der feinsten Körnung anfangen und sich langsam ins gröbere arbeiten wenn notwendig". Gesagt getan und was soll ich sagen, es war notwendig.


    Ich bin mir auch immer noch nicht so richtig sicher, ob ich nun mit dem Ergebnis zufrieden bin.



    Hier kann man an Hand vom Licht ganz gut schon was erkennen. Ganz links im Bild hatte ich schon angefangen zu polieren.



    So sah es dann ca. 3h später aus. Ich habe noch alles mit einem Wachs nach versiegelt und wenn man es von weiter weg betrachtet glänzt die Motorhaube nun schön. Beim näheren hinsehen allerdings fallen die ganzen Schäden im Klarlack deutlicher auf.




    Zaubern kann ich zumindest also noch nicht mit der Poliermaschine.

  • Aber tatsächlich perlt es jetzt schön im Regen ab. Sieht man jetzt auch schön im Vergleich zum Kotflügel.



    Tja und worüber freut man sich in der kälteren Jahreszeit besonders? Richtig warme Füße. Daher habe ich auch schon die Wollsocken in der Halle ausgepackt. Das muss sich wohl auch Urmel, der freche Kater gedacht haben und hat es sich erstmal auf der warmen Haube gemütlich gemacht. Gut dass es ein Kater vom Bauernhof ist, die haben besonders samt weiche Pfoten.



    Was mir dann noch auf den Keks ging, dass die Spiegel nicht beheizt sind und ich immer zu faul bin sie vor der Fahrt sauber zu machen. Also habe ich kurz geschaut und mir einen Satz elektrischer samt Kabelbaum und Anleitung zur Verkabelung geholt. Ging alles super easy und ist jetzt mit der Heckscheibenheizung gekoppelt.


    Blöd war nur, dass dafür meine mühsam gedämmte Tür wieder befreit werden musste.



    Erst dachte ich, vielleicht habe ich eine Chance nur den oberen Teil zu entfernen aber am Ende habe ich doch alles vorsichtig runter geholt und wieder drauf geklebt.



    Jetzt fehlt mir auf der Beifahrerseite noch die Blende für das Loch an dem ursprünglich der Versteller sitzt.



    Auf der Fahrerseite passte alles super.



    Und jetzt muss ich mich immer aufs geradeaus fahren konzentrieren, weil ich meinen Blick nicht mehr von meinen wunderschönen Rückspiegeln nehmen kann ;)


    Außerdem habe ich angefangen meinen Pfusch zu entfernen, die ich für den TÜV schnell zusammen gebaut hatte. Daher habe ich mir eine neue Platine für das ABS Gehäuse gelötet und verkabelt.




    Letztes Wochenende habe ich dann mit dem nächsten kleineren Projekt begonnen und das Alpha Radio soweit ich es brauchte entkernt, um den neuen Verstärker drauf zu basteln.



    Nun hoffe ich auf die hilfreichen Eingebungen von meinem Kollegen, der mir sagt, wie ich die originale Ansteuerung mit dem Verstärker verbinde, sodass ich den an und ausschalten und ggf. sogar die Lautstärke regeln kann.


    Weitere Baustellen sind der Kat, der sich verabschiedet hat.



    Außerdem habe ich beim polieren eine kleine Rostblase unten am Scheibenrahmen gefunden.


    Daher habe ich eine neue Scheibe samt Gummi bestellt und werde mich um den Rostherd schnellst möglichst kümmern bevor er größeren Schaden anrichtet.

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