Unterbodenschutz entfernen, wie und womit?

  • Also mit Heißluftfön wirst du arm.

    Wir haben sowas immer mit nem "Flammenwerfer" gemacht, quasi ausn baumarkt das Teil zum Unkraut abbrennen. Wenn man die Wärme richtig erwischt lässt sich dass Zeug schön flächig abziehen. Der Innenraum sollte aber leer sein:]

  • Überleg´Dir das mit der kompletten Entfernung wirklich gut: Wie der Vorredner schon sagte: Wenn der inkakt ist, gibt es nichts Besseres. Das Zeug ist ja werkseitig auf eine absolut rostfreie Karosserie aufgetragen worden.

    Ich habe den Unterbodenschutz nur an den wirklich sichtbaren Beschädigungen (da aber auch recht großzügig, bis nur noch intaktes Blech sichtbar war) mit "Negerkeks" und rotierender Drahtbürste (Einsatz für Bohrer und/oder Flex) entfernt.


    Wenn der ohnehin zum (großflächigen) Lackieren soll, wirst Du den doch auch innen leer räumen.

    Gleichwohl hätte ich bei der "Abbrennmethode" mittels "Flammwerfer" auch so meine Sorgen, dass der ganze Wagen abbrennt. Dann wäre das Thema aber erledigt.;(

  • Stimmt. Fön ist nur ein Markenname eines Föhns.

    Trotzdem fand ich Lecker lustig.

    Lacker wäre nämlich dämlich. Der heißt immer noch Lackierer.

    Mit offener Flamme ist brandgefährlich.

    Würde ich nur an komplett leeren Autos und im Freien empfehlen. Dann wäre aber gleich mal eine professionelle Behandlung beim Strahler zu überlegen.

  • Ist ein PVC-Plastisol am Unterboden. Härtet nur unter Wärmeeinfluss aus. Als Steinschlagschutz und Rostschutz gute Ware, da (wie ein Kollege schon erwähnte) werkseitig auf absolut rostfreien, staubfreien, also tragfähigen Untergrund aufgebracht. Die haben im Werk ja definierte Parameter, sprich, Viskosität, Material- und Umgebungstemperatur, etc.

    In den Hohlräumen sind Flutwachse, sog. "Hotmelts", die zur Verarbeitung erwärmt werden. (deshalb läuft das Zeug in der Sonne so schön aus der Heckklappe...)

    Ich würde die intakten Bereiche so lassen. Das Entfernen der Altbeschichtung ist Ferkelei. (beim Abföhnen ist schon mal einer erstunken...:)) Rotiernde Igelbürste geht ganz gut, würde das nur da machen, wo offensichtlich Beschädigung oder Unterwanderung erkennbar ist. Später mit einem kriechfähigen Produkt die "neuralgischen" Bereiche vorsprühen. Dann ein stabiles Wachs aufbringen, geht auch lösemittelfrei oder lösemittelreduziert. Wichtig ist, daß das Zeug keine "Aromaten" enthält, da diese die Werksbeschichtung angreifen und mittelfristig verspröden können.

    Ende der Arie, viel Spaß!