Probleme bei Regen mit Golf 2 1.3 NZ

  • Ich hab mit meinem Golf schon länger Probleme bei Regen, bzw. Waschstraße, und zwar wird dann immer der Leerlauf sehr unruhig, schwankt auf und ab - geht teilweise auch aus, außerdem ist die Gasannahme schlecht und unregelmäßig, er ruckelt nur so herum und nimmt selbst bei Vollgas kaum bis kein Gas an. Ganz arg wirds auf der Autobahn, vermutlioch wegen der ganzen Gischt.


    Nach längerem "Abtrocknen" lässt er sich dann ohne Probleme starten und fahren.


    Gewechselt habe ich vor zwei Wochen die Verteilerkappe, die alte war innen eigentlich trocken, der Finger war zwar nicht mehr der neueste aber meines Erachtens nach noch in Ordnung. Die Zündkabel werde ich bei Gelegenheit noch tauschen, glaube aber eher weniger dass die der Grund sind.

    Falls irgendwer schon damit Erfahrungen gemacht hat oder zu helfen weiß, wär ich sehr dankbar!

  • Ja Fehler wird das sicher kein, aber ich versteh nicht wie die Feuchtigkeit beim Zündkerzenstecker bis ganz oben an den Kontakt kriechen soll...

  • Und was ist aus der Sache geworden?

    Heute hatte meine Tochter mit ihrem NZ auf der Autobahn bei strömendem Regen das selbe Problem. Massiver Leistungsverlust und kaum Gassannahme.

    Hat sich dann irgenwie mit dem Wagen nach Hause gequält. Konnte auch an Ampeln kaum noch anfahren und der Wagen ging im Stadtverkehr andauernd aus, aber sprang immer wieder super an.

    Ich bin den Wagen dann 3 Stunden später rund 30 km Probe gefahren. Kein Regen. Der Wagen läuft wie sonst auch. Keine Probleme. Allerdings hat er (seit wir ihn vor 1,5 Jahren gekauft haben) einen leicht schwankenden Leerlauf und ganz leichtes Teillastruckeln. Auch plötzliche Lastwechsel spürt man deutlich.

    Aber daran haben wir uns imzwischen gewöhnt.

    Hab momentan nicht so die Idee, wo ich jetzt ansetzen soll.

    Ich dachte, als erstes mal alle Komponenten im Bereich der Zündung zu reinigen. Es scheint ja feuchtigkeitsbedingt zu sein (Kriechstom?).

  • ich pers. kenne das vom damaligen Winter Polo 86c. Da lag der Fehler bei gleichen Symptomen darin, dass ständig Feuchtigkeit in der Verteilerkappe war. Irgendwann ging er sogar beim fahren aus und nicht mehr an. Viele alte VW Hasen kannten das Problem und sagten: Gummi Handschuh / Tüte drüber dann geht's. War bei mir dann auch so. Würde ich als erstes testen

  • Deswegen hatten früher zumindest auch die aller ersten Polos quasi eine Schutztüte darüber...


    Also entweder hast du halt Feuchtigkeit in der Verteilerkappe...

    Oder sonst irgendwie die Zündung - wobei so Klassiker mit Haarrissen in den Zündspulen kommen eigentlich erst später - das hat der Golf 2 noch nicht.


    Gruß Basti

  • So,

    da ich nicht weiss, wie alt die einzelnen Komponenten der Zündanlage sind, habe ich jetzt einmal komplett alles bestellt:

    Kerzen (Bosch), Kabelsatz (Bosch), Verteilerkappe (Beru) und -läufer (Beru), Zündspule (Beru).

    Wenn der Wagen dann weiter bei Nässe rumzickt, kann ich dann zumindest diese Bauteile als Fehlerquelle ausschließen und damit die Fehlersuche weiter eingrenzen.


    Gruß aus Hamburg

    Torsten

  • So, mal ne kleine Statusmeldung,

    Habe heute Verteilerkappe, Läufer, Zündspule und Zündkabelbaum erneuert. Aus Bequemlichkeit die Kerzen erst mal drin gelassen.

    Ab zur Probefahrt. Lief erst ganz gut,, aber nach ca. 3 Kilometern nimmt die Karre überhaupt kein Gas mehr an. Trotz Vollgasstellung Gaspedal bremst sich der Wagen bis zum Stillstand runter und geht aus. Springt aber sofort wieder an, als ob nichts gewesen wäre. Allerdings liegt die Leerlaufdrehzahl nur noch bei rd. 500U/min. Nach wenigen Metern wieder das selbe Spiel. Im ausgekuppelten Zustand dreht der Motor willig hoch, aber sowie ein Gang drin ist, hat er massive Aussetzer und Fehlzündungen. Mit dauerndem auskuppeln und hochdrehen des ausgekuppelten Motors dann nach Hause gekommen. Zwischendurch immer mal wieder den Wagen ausgemacht und neu gestartet. Dann ging es wieder eine kleine Weile. So ein Scheixx.....

    Also auch nochmal die Kerzen gewechselt, obwohl die alten echt gut (rehbraun) aussahen. Dann viel mir ein, dass ich vor über 25 jahren mal mit einem BMW E30 Probleme aufgrund eine klemmenden Stauscheibe im Luftmengenmesser hatte. Also jetzt nochmal eben Luftmengenmesser beim Golf rausgenommen und auf Freigängigkeit gecheckt. Alles in Ordnung. Aber der Stecker am Luftmengenmesser war innen recht feucht (könnte aber auch von Kontaktspray kommen, mit dem der ADAC meinet Tochter auf der Autobahn versucht hatte zu helfen) und zwei von den vier Metallzungen schon ziemlich oxidiert. Also hier mit Bremsenreiniger saubergemacht und dann mit Pressluft getrocknet, Die zweich oxidierten Zungen wieder schön blank gekratzt.

    Daraufhin erneute Probefahrt. Über 40km lief der Wagen jetzt absolut unauffällig. Saubere Gasannahme in jeder Situation und Leerlaufdrehzahl konstant bei 750 U/min.(was ja bei meiner Probefahrt am Mittwoch so nicht der Fall war - da schwankte er zwischen 500 un 750). Mit etwas Glück ist das Problem jetzt erledigt. Falls nicht, werde ich mich hier bestimmt wieder melden.

    Auch wenn es vermutlich gar nicht unbedingt notwendig war, hat der Golf jetzt eine weitgehend neuwertige Zündanlage. Ist kein schlechtes Gefühl.


    Gruß aus Hamburg

    Torsten

  • Auch wenn es vermutlich gar nicht unbedingt notwendig war, hat der Golf jetzt eine weitgehend neuwertige Zündanlage. Ist kein schlechtes Gefühl.

    Definitiv! und sowas bewahrt euch halt auch vor zukünftigen Problemen wenn man an solchen Stellen vorbeugend heran geht!


    Gruß Basti