Ausgefressene Kühlwasserkanäre an Blöcken und Zylinderköpfen

  • Inspiriert durch den anderen Thread und durch meine eigenen Beobachtungen, möchte ich gerne mal die Gründe für das Ausfressen an den Dichtflächen der Kühlwasserkanäle der Blöcke und Zylinderköpfe eroieren.


    Mir ist das in letzter Zeit öfter begegnet (zum Glück bisher nicht beim eigenen Golf) aber diese ausgefressenen Stellen findet man immer wieder:


    - Bereich der ZDK am Block oder Kopf

    - Im Bereich der Dichtflächen der Wasserflansche


    Woran liegt das? Ist das Kühlwasser dann mit zu wenig Glycerin angemischt, ist es zu alt? Oder gar das Falsche? Oder kann man einfach Pech haben?


    Ich würde da gerne mal Eure Erfahrungen und Meinungen dazu hören.

    Ich folge nicht jeder Strömung,

    ich halte Kurs!

  • Würde mich auch interessieren, welches Kühlmittel da sicher genommen werden kann.

    Da die Zeitmaschine jetzt wieder bis März rumsteht und nicht bewegt wird, könnten da ja ungünstige Folgen im Motor entstehen.

    Hatte zu Beginn der letzten Saison einen leichten Rostfilm im Ausgleichbehälter, der dann aber nach auswischen auch nicht mehr aufgetreten ist.

    Sonst mach ich das sicherheitshalber noch neu.

    Eine Zeitmaschine ist eine Maschine, mit deren Hilfe man sich in eine andere Zeit versetzen kann.

    Einsteigen, Motor starten. Musik an. Und meine Zeitreise beginnt. 8)


    Die Zeitmaschine.

  • Dieser Rostfilm lässt sich kaum vermeiden, es sei denn, man tauscht Kühlmittelrohr, Kühler und Wärmetauscher gleichzeitig und macht ne ordentliche Spülung. Ich hatte einen mehrere Zentimeter mächtigen Schlamm am Grund des alten, schon reichlich gelben AGB. Habe dann mehrere Male gespült und G13 (oder G13+?) von VW genommen, hat sich in den zwei Jahren seitdem nur etwas verfärbt, Ablagerungen sind im neuen AGB nicht mehr zu erkennen.

    Wie mein Block oder Zylinderkopf von unten aussieht, weiß ich nicht, werde ich aber wohl bald erfahren, da demnächst was dran gemacht werden soll...

    Nicht-kompatible Kühlmittel sollte man doch schon recht bald feststellen können? Welche Kühlmittel gibt es denn aktuell noch am Markt, die Alu-Köpfen schaden könnten? Sollte doch mittlerweile recht exotisch sein?

  • Also ist da doch was dran mit dem zu alten Kühlwasser. Ich habe auch mal irgendwo aufgeschnappt, dass man zum Mischen auch kein destilliertes Wasser nehmen soll, weil das völlig demineralisiert ist und sich diese Mineralien aus den Metallen, Gummis und Dichtungen "rauslutscht".


    Na im Kurt ist jetzt auch G12+ drin und ich werde das dann spätestens nach 4 Jahren erneuern.

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    ich halte Kurs!

  • Bei Kühlerfrostschutz sollte folgendes beachtet werden:


    1. Glysantin nicht als Frostschutzmittel, sondern als ganzjährigen Schutz des Kühlsystems einsetzen.
    2. Bei Fahrzeugen, die sechs Jahre oder älter sind, alle drei bis vier Jahre den Kühlerschutz wechseln.
    3. Bei Reparaturen immer vollständig den Kühlerschutz wechseln, vorher Kühlsystem spülen und reinigen.
    4. Niemals pure Kühlerschutzkonzentrate verwenden, Sie müssen Kühlerschutz wie Glysantin® verdünnen.
    5. Sauberes Wasser verwenden.
    6. Wenn Sie Kühlerschutz verdünnen, immer das richtige Mischverhältnis beachten.
    7. Niemals Kühlerschutzmittel unterschiedlicher Technologie mischen.
    8. Immer die Anweisungen der Automobilhersteller beachten.


    Viele Infos gibt es auf http://www.glysantin.de


    Hier mal die einzelnen Kühlwasser Zusätze für den Volkswagen Konzern in Details:

    • VW Norm: G11,im Standart G48 genannt, Farbe Grün/Blaugrün - Dieser Standard umfasst die Kühlmittel auf Basis anorganischer Säuren. Eingesetzt bis 7/1996
    • VW Norm: G12 Farbe Rot/Rosa - Volkswagens erstes Kühlmittel mit OAT-Standard (organisches Säuren) und somit ohne Silikate. Es herrschte jedoch Ungewissheit bei den Käufern, ob das G12 mit G11 gemischt werden durfte. Das darf es nämlich nicht! Durch dessen Vermischen entstehen aggressive Säuren und es kommt zum schnellen Verklumpen der Flüssigkeit. Überhitzungen und Schäden des Motors sind die Folgen. Zusätzlich gab es verstopfte Wärmetauscher
    • VW Norm: G12+, im Standart G30 Rotviolett Als Reaktion auf das Mischverbot zwischen den zuvor genannten Kühlmitteln, wurde das G12+ entwickelt. Frei von Silikaten, kann dieses jedoch unbedacht mit dem G11 und G12 vermischt werden
    • VW Norm: G12++, im Standart G40 Rotviolett Als direkter Nachfolger vom G12+ wurde dieses in allen VW & Audi Fahrzeuge verwendet. Laut Hersteller besitzt es folgende Vorteile gegenüber dem Vorgänger: Besserer Korrosionsschutz, höherer Siedepunkt (135°C) und verbesserte Wärmeableitung
    • VW Norm: G13 Lila Das G12++ Kühlmittel auf Glykol-Basis wurde durch das verbesserte G13 auf Glycerin –Basis (produziert aus biologischen Abfallprodukten) hergestellte Mittel abgelöst. Der Vorteil liegt in der Umweltverträglichkeit und einer kostengünstigeren Herstellung

    Ich persönlich verwende nur G12++, Also G40 von Glysantin.

    G11 verwende ich nicht da es durch das bessere G12++ quasi ersetzt wurde und mehr Rostschutz beinhaltet.


    Wichtig ist aber noch: G12++ geht NICHT bei allen Fahrzeugen!

    Sollte ein höheres Kühlmittel in der Betriebsanleitung stehen, sollte auch dieses verwendet werden. Gerade bei den Downsizing-Motoren wurden wieder extra Kühlwasser Zusätze entwickelt.

    Gehört zwar nicht zum Thema, aber besonders bei einem Getriebeöl sollte man NUR das Öl verwenden was VW vorschreibt! Andere Öle greifen die Bauteile und Dichtungen an.


    So, genug Theorie, aber noch ein letzter Hinweis:

    Kühlwasser sollte man regelmäßig ersetzen. Ist das Kühlwasser 10Jahre alt und schon Braun KANN es nie mals gut für den Motor sein.


    :lowrider:

  • Also ist da doch was dran mit dem zu alten Kühlwasser. Ich habe auch mal irgendwo aufgeschnappt, dass man zum Mischen auch kein destilliertes Wasser nehmen soll, weil das völlig demineralisiert ist und sich diese Mineralien aus den Metallen, Gummis und Dichtungen "rauslutscht"

    Das hatte ich vorher auch in diversen Internetforen gelesen, aber auf der Kühlmittelflasche von VW stand das Gegenteil ^^


    Da ich Gebrauchsanweisungen immer artig befolge, habe ich auch destilliertes Wasser verwendet, wenngleich Leitungswasser sicher auch nicht geschadet hätte. Deshalb halte ich das ganze für einen Mythos, der sich hartnäckig hält, wissenschaftlich aber nicht zu belegen ist

  • Einen Mytos glaube ich weniger, da ist schon etwas Wahres dran, kann aber bei Gelegenheit mal eine bekannte Chemikerin fragen.


    Das Hauptproblem beim Leitungswasser ist eigentlich nur der Kalk, wenn das Wasser zu hart ist. Bei unshaben wir sehr weiches Wasser.

    Möglivh ist auch, dass das Kühlmittel auch den Mineraleinhaushalt vom dest. Wasser kompensiert.


    Auf jeden Fall ist es sehr ychön, was wir hier zusammengetragen haben.

    Ich folge nicht jeder Strömung,

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  • destilliertes Wasser ist nur nötig wenn sehr Kalkreiches Wasser aus der Leitung kommt.


    Haben auf Arbeit diverse Kälte und Induktionsanlagen, alle laufen inzwischen mit Glycol Michungen mit VE (Voll Entsalzen Wasser/Destilliertes Wasser).

    Als wir normales Wasser benutzten verkalkten die Anlagen extrem!


    Dazu muss aber gesagt werden, wir haben auf Arbeit extrem kalkreiches Wasser...

    Zu hause habe ich dagegen 0 Probleme...