Piëch tritt zuruck

  • Hier die offizielle Pressemitteilung von heute, 18:14 Uhr



    Erklärung des Aufsichtsratspräsidiums der Volkswagen AG


    Wolfsburg, 25. April 2015 – Das Präsidium des Aufsichtsrats der Volkswagen AG hat heute die Situation des Volkswagen Konzerns erneut eingehend diskutiert.



    Die Mitglieder des Präsidiums haben einvernehmlich festgestellt, dass vor dem Hintergrund der vergangenen Wochen das für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendige wechselseitige Vertrauen nicht mehr gegeben ist.


    Vor diesem Hintergrund hat Prof. Dr. Ferdinand K. Piëch sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrates sowie alle seine Aufsichtsratsmandate innerhalb des Volkswagen Konzerns mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Auch Frau Ursula Piëch hat alle ihre Aufsichtsratsmandate im Volkswagen Konzern mit sofortiger Wirkung niedergelegt.


    Die Führung der Geschäfte des Aufsichtsratsvorsitzenden wird kommissarisch der Stellvertretende Vorsitzende Berthold Huber übernehmen. Herr Huber wird auch die Aufsichtsratssitzung am 4. Mai 2015 und die Hauptversammlung am 5. Mai 2015 leiten.



    Unter der Leitung von Herrn Huber werden Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer den dann zur Wahl zu stellenden Vorsitzenden in vertrauensvoller Zusammenarbeit festlegen. Die Wahl des künftigen Vorsitzenden des Volkswagen Aufsichtsrats erfolgt auf Vorschlag der Kapitalseite.

    Leistung ist wie schnell Du gegen die Wand fährst — Drehmoment wie weit Du mit der Wand kommst.

    Einmal editiert, zuletzt von DirkP. ()

  • VW
  • Bestimmt gibts eine Abfindung. Selbst wenn nicht, bricht man sein Gehalt auf die verkauften Einheiten runter, dazu noch die der anderen topverdienenden Nutznieser, ach... wie billig könnte ein VOLKSwagen sein?! Wer den Müll neu kauft und solche Leute mit Reich macht ist selber Schuld! Ich trauer diesem armen, alten, gebrochenen Mann keine Träne nach. Irgendwie erinnert mich manche Szene an die letzten Tage der DDR! Eine Altherrenriege die einfach verpaßt hat den Staffelstab an die nächste Generation zu übergeben!

  • Der Typ ist zu alt, zu unnütz und zu teuer.


    Aufsichtsrat? So ein 0,2 Tagesjob bringt 1,5 Mio im Jahr?
    Das nenne ich mal unverschämt



    Es ist immer wieder schlimm, wenn so alte Säcke nicht merken, daß sie nur noch nerven. Oder wenn sie einfach den Absprung verpassen.
    Mit 78 gehört man ins Altersheim, nicht in einen Aufsichtsrat.

  • Ich hab kein Problem damit einen neuen Volkswagen zu kaufen. Denn damit macht man nicht nur die paar Leute der Führungsebene reich, sondern auch die vielen, anderen Mitarbeiter des Konzerns. Und ausserdem, ich mag neue Volkswagen, der Golf 8, der wahrscheinlich 2017/2018 kommt wird wieder mein neuer VW.

  • Ich denke mal auch der Herr Opel und Herr Mercedes und von mir aus auch Herr Puddingpulver bekommen in der Regel mehr als die die das Zeug zusammenbauen oder mischen (das Puddingpulver). Und Frau BMW ist m.W. in der Liste der reichsten Deutschen auch ganz weit vorn. Worüber aufregen, ist so.

  • Wenn der Herr Puddingpulver viel geld für seinen Job bekommt, ist das OK.
    Aber der Anstandswauwau, der noch bis zu 10 andere Aufsichtsratposten hat, kann doch nicht 10000€ im Monat wert sein....pro Fünfteljob.


    Selbst wenn er nur eine Stelle bekleidet, ist das zu viel für den Job. Lieber ein paar Mitarbeiter drücken und Arbeit auslagern, vom internationalen Wettbewerb und Facharbeitermangel schwallen, als die echten Kostentreiber mal nicht bei der Aktionärsversammlung freisprechen.

  • Lieber ein paar Mitarbeiter drücken und Arbeit auslagern, vom internationalen Wettbewerb und Facharbeitermangel schwallen, als die echten Kostentreiber mal nicht bei der Aktionärsversammlung freisprechen.

    Eben! Doppelmoral. Stürzt eine Germanwing ab ist Tarrar hoch 10, ist ist Afrika ein Boko Haram Anschlag mit gleich viel Opfer oder ein Erdbeben in Nepal ist es bei uns nur Randnotiz.

  • Mir sind die Herren im Aufsichtsrat und im Vorstand bei VW eigentlich völlig egal. Das ist eine andere Liga die auch vollkommen anders denkt und handelt wie wir Otto Normalverbraucher.
    Wer bei VW arbeitet mit einem echten VW Vertrag ohne Zeitvertrag besitzt hat es schon einmal richtig gemacht. Nirgends verdient man soviel wie bei VW was sich auch später in der Altersversorgung zeigt.
    Mein Vater war sein ganzes Leben bei VW, seine Rente werde ich niemals erreichen.

    Es gibt keinen Gewinn ohne Verlust........... Chinesische Weisheit



  • Ihr könnt einfach nicht sachlich diskutieren! Das Thema ist der Rücktritt von Piëch und ihr landet direkt bei der Bezahlung von ihm und den VW-Mitarbeitern. Ts...ts....ts...


    Man sollte sich in diesem Moment schon einmal die Verdienste dieses Mannes vor Augen führen, selbst wenn das Arbeiten direkt unter und mit ihm wohl eher schwierig war. Er hat aus der verschlafenen Beamtenbude in Wolfsburg und Ingolstadt einen Weltkonzern geformt, weil er vor allem auf überragend gute Technik Wert gelegt hat, sowohl während seiner Tätigkeit für Audi als auch später bei VW. Auch seine jüngste Attacke gegen Winterkorn (soviel zum schweren Arbeiten mit und unter ihm) war wohl in erster Linie motiviert dadurch, dass bei VW zwar derzeit die Zahlen stimmen, Innovationen (wie früher das 1-Liter-Auto, der Lupo 3L, der Audi V8 und andere mehr) fehlen. Künftige Technik und Fortschritt werden heute bei BMW, Tesla und Google gemacht, leider. VW hechelt hinterher. Und das kann man Winterkorn trotz der vielen guten Dinge, die er erreicht hat, schon ankreiden.


    VG

    "... in this world nothing can be said to be certain, except death and taxes." (Benjamin Franklin)


    "Verglichen mit den Grünen und ihrem Hang zum alltäglichen Totalitarismus, ist die katholische Kirche eine libertäre Organisation mit Sinn für menschliche Schwächen." (Henryk M. Broder, Die Welt vom 2. März 2013)

    Mein Calypso-GTI16V

  • Nun Herr Piech ist zusammen mit seiner Frau Grossaktionär am VW Konzern. So kann er noch immer in gewisser weise Einfluss nehmen.
    VW ist der Motor Niedersachsens, das sollten wir nicht vergessen. Geht es VW gut, gut es auch uns gut. Etliche Zulieferer hängen an VW, Mercedes Benz, Audi, BMW und Porsche.
    Bei allen werden die Arbeiter anständig bezahlt und das ist auch gut so.
    Deutschlands Autobauer müssen aufpassen nicht den Anschluss zu verlieren, aufpassen auf den Chinamann, der im Aufwind ist. Wer immer VW nun lenken wird, ich wünsche ihm eine glückliche Hand.

    Es gibt keinen Gewinn ohne Verlust........... Chinesische Weisheit



  • Jöh, mit diesem Nachruf kommst Du nur etwas zu spät. Den hättest Du bringen können, als er die Konzernspitze verlies.
    Nun war er eben nur noch völlig überbezahlter Aufsichtsrat.
    Das sind zwei völlig verschiedene Sachen.


    Und wenn man im Tattergreisalter mal aufhört, ist das keine Nachricht wert.
    Der Kerl ist 78. Da hat man schon 14 Jahre vom Fenster weg zu sein.
    Oder will er als gutes Beispiel vorangehen und für ein utopisches REntenalter werben?


    Zitat

    Deutschlands Autobauer müssen aufpassen nicht den Anschluss zu verlieren, aufpassen

    Ach was, Die Kunden sehen auf wenig Innovation und brutal teuren Kram.
    Solange der Erstkundenmarkt weiter fest in Firmenwagenhand ist, wird sich auch nichts ändern.


    Aber das ist ne andere Baustelle.



    Jetzt sind wir erstmal froh, daß diese Pech-Meldungen weniger werden.
    Interessiert insgesamt doch eh niemanden.

  • Ich ziehe meinen Hut vor dem Mann!


    Solche "Typen", wie hier Piëch und auch damals Berthold Beitz, wird es meiner Meinung nach in Zukunft nicht mehr geben.
    Den heutigen sogenannten Managern fehlt eigendlich fast alles, was diese "Köpfe" hatten und haben.
    Umgangssprachlich würde ich die heutige Generation Manager als "Pussys" bezeichnen, die weder die Tragweite ihrer Entscheidungen
    langfristig abschätzen können (oder wollen), noch dazu fähig sein wollen ohne Peitsche zu delegieren.
    Ich würde nicht behaupten das es schwierig ist/war mit Piëch zu arbeiten, ich würde eher behaupten das die Leute, welche das behaupten
    einfach nicht auf Augenhöhe mit ihm waren/sind. Der Mann hat Charisma, das ist eine Perönlichkeit, damit kommt nicht jeder zurecht...


    Wo ein Herr Winterkorn verbal in einem KIA entgleist ist:


    http://www.faz.net/aktuell/tec…-kann-s-der-11447495.html


    hätte ein Herr Piëch sich nur kurz zu seinem Chefdesigner umdrehen und ihn anschauen müssen!


    -.-

  • Jöh, mit diesem Nachruf kommst Du nur etwas zu spät. Den hättest Du bringen können, als er die Konzernspitze verlies.
    Nun war er eben nur noch völlig überbezahlter Aufsichtsrat.
    Das sind zwei völlig verschiedene Sachen.


    Nun, da hast Du, lieber Lemmy, offenbar etwas nicht verstanden. Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte ein Unternehmen prägen, haben auch nach ihmem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst häufig eine überragende Bedeutung als "Graue Eminenz". Das gilt etwa für Berthold Beitz bei Thyssen-Krupp, der - wie Leyland ja auch schon schrieb - eine sehr einflussreiche Persönlichkeit war und ohne den wesentliche Entscheidungen bei T-K nicht getroffen wurden. Gleiches trifft in besonderem Maße auch auf Ferdinand Piech zu, der ja nicht nur Aufsichtsratsvorsitzender war, sondern mit einem 25%-Anteil über die Familie Piech auch als Aktionär einen überragenden Einfluss auf die Geschäftspolitik ausüben konnte.


    Die Visionen, die Piech vertrat während seiner Zeiten als Vorstandsvorsitzender von Audi und später VW habe ich danach bei beiden Herstellern nicht mehr so erlebt. Während Piech mit seiner sehr starken Affinität zu Technik immer auch Visionär war und den Konzern vorangetrieben hat, fehlt dieser Weitblick in der Konzernführung nunmehr. Das kann und muss man Winterkorn vorwerfen. Und genau diese Baustelle müßte er auch angehen.



    Ich gebe Dir in fast allen Punkten recht. Dass das Arbeiten mit Piech schwierig war, hat aber sicherlich auch an seinem nicht einfachen Charakter gelegen. Insofern muss ich Dir widersprechen. Wenn er von sich selbst behauptet, dass es ihm Spaß mache, Mängel in aller Öffentlichkeit anzuprangern, wirft das schon einen bezeichnendes Licht auf seinen Charakter.


    VG

    "... in this world nothing can be said to be certain, except death and taxes." (Benjamin Franklin)


    "Verglichen mit den Grünen und ihrem Hang zum alltäglichen Totalitarismus, ist die katholische Kirche eine libertäre Organisation mit Sinn für menschliche Schwächen." (Henryk M. Broder, Die Welt vom 2. März 2013)

    Mein Calypso-GTI16V

  • Ich hab nicht gesagt, daß er sich nicht verdient gemacht hätte.
    Nur ist er als Chef abgetreten und zu diesem Zeitpunkt wäre es angebracht gewesen, ihn dafür zu honorieren.
    Jetzt war er nicht mehr der wichtigste Lenker im System.


    Wie dem auch sei. Ein Chef, der aus der Technik kommt, ist immer besser, als ein vergeistigter BWL Nerd, der bei Maschinenbau auf den Cent geiert.
    Das kann nur in die Hose gehen.
    Und seitdem Chefs Manager und nicht mehr Geschäftsführer oder gar Eigentümer sind, ist die Verbundenheit zur Firma doch eh nur noch an den Gehaltscheck gebunden. Da waren die alten Recken deutlich vorraus.

  • Ohne Piech wäre der VW Konzern als solches nicht da wo er heute steht. Das steht außer Frage.



    Er war ein Macher, egal wo er war. Ob bei Porsche oder später bei Audi und zum Schluss bei VW.


    Er hatte Weitblick. Es war er, der schon 2002 ein 1L Auto (wenn auch nicht in Serie gebaut) herzeigen konnte. Damit fuhr er glaub ich an seinem letzten Arbeitstag bei VW als Vorstandsvorsitzender von Wolfsburg nach Hannover (oder wars umgekehrt ... egal lange her).


    Das war damals schon seine Message: Leute entwickelt euch in Richtung Co2 armes bzw Co2-freies Autofahren, dann ist eure Zukunft gesichert.


    Passiert ist lange nix und andere haben VW darin lange überholt. Fahrzeuge wie der Golf GTE, oder der e-UP jucken heute keinen Menschen. Sind nur Randerscheinungen. Statt dessen wurde VW immer mehr Premium, auch wenn sies nie zugeben müssen.


    Das ist Problem Nr. 1.


    Problem Nr. 2:


    Man verdient nicht mal mehr ein drittel von dem pro Auto was Toyota oder Hyundai verdient.
    Sogar andere Konzernmarken verdienen wesentlich mehr als VW. (zB Skoda, Audi und Porsche ohnehin).


    Hier tritt man seit Jahren auf der Stelle.


    Problem 3:


    Ja, das böse Qualitätsproblem ist wieder da. 2 Worte: Benzinmotoren und Rostanfälligkeit.



    Man hat die Probleme wohl erkannt, allerdings hat man bis Dato dafür keine Lösungen gefunden.


    Piech als alter Hase wusste bzw weiß, was das bedeutet. Alles war schon einmal da aber nicht geballt und er hatte damals Lopez entlassen und VW in den 90iger Jahren wieder in die Gewinnzone geführt.


    Er hatte wohl die Faxen dicke und wollte deswegen Winterkorn austauschen, damit frischer Wind rein kommt.


    Dass das nach hinten los geht hatte er wohl nicht im Traum gedacht.


    Alter hin oder her. Der Mann war lange Jahre der Richtige für den Job und hat immer wieder Weitblick bewiesen.


    Man kann nur gespannt sein, wie es weiter geht.

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