Mein Golf II GL von 1988 aus Brüssel

  • 5 Jahre ist aber verbesserungswürdig bei einer Batterie. ;)


    Die Polabdeckung ist zum Transport gedacht. Die "normalen" Polabdeckungen werden mittlerweile meist in die 2 Löcher neben dem jeweiligen Pol eingesteckt. Deine Lösung wird aber auch ihren Zweck erfüllen. :)

  • VW
  • Ja, meine erste Billig-Batterie von A.T.U. hat noch nicht mal zwei Jahre gehalten (musste damals nach dem Kauf halt schnell eine neue her). Mit der ECO 45 war ich eigentlich ganz zufrieden, gefiel mir designtechnisch sogar besser als die neue Varta. Aber in der letzten Zeit war sie halt leider nicht mehr zuverlässig. Noch nicht ganz tot, aber einmal hatte sie sich fast ganz entladen. Nachdem sie eine Weile am Batterietrainer hing, ging es wieder, aber auf Dauer kein Zustand.


    @MK.Matthias: Jetzt wo Du es sagst, fallen mir auch die vier Löcher auf, die sich im Griff befinden. Da dieser aber nicht ganz rechtwinklig ist, dürfte es mit anderen Polschutzkappen etwas bescheiden aussehen. Also für das Design leider ein Minuspunkt, zum Glück kommt ja die schwarze Abdeckung drüber und blendet das Elend aus. Mal sehen, wie es mit der Langlebigkeit aussieht, die Silver Dynamic Serie soll ja zumindest nach Vartas eigener Aussage die "Königsklasse" darstellen. Daran und an dem Preis werde ich sie natürlich messen!

  • GolfII88 : bist du auch sicher, dass es an der Batterie liegt? Ich meine, du hattest ja jetzt öfter mal geschrieben, dass der Golf jeden tag im einsatz ist und du auch viele km zurücklegst. Da stellt sich mir die Frage, ob es vielleicht auch mit der Lima evtl. Probleme gibt, die bisher vielleicht noch nicht erkannt sind?

  • gert : Danke für das Foto! Immerhin ist deine Polabdeckung noch in der ungefähr gleichen Farbe, wie die Batterie


    Golf_II_GL : Ich habe auch schon an die Lima gedacht, aber mein Golf bekam vor ein paar Jahren eine neue originale von VW, so dass ich diese erstmal ausschließen möchte. Fahre 2x die Woche 160 km Autobahn, ansonsten steht der Golf meistens, also keine Kurzstrecken. Müsste der Batterie eigentlich gut tun. Die nächsten Wochen werden es zeigen...

  • Die sind ganz normale bei Vw zu bestellen

  • Hallo,


    ich hab mir jetzt über einen längeren Zeitraum deinen kompletten Thread durchgelesen.

    Ich muss sagen es ist erstaunlich wie ein ursprünglicher Nicht-Schrauber so eine Liebe zum Detail und zur Originalität entwickeln kann und dann das ganze noch über Jahre im Alltagsbetrieb.


    Sehr cooler Thread, sehr interessante Berichte und ein wirklich schönes Auto!


    SG

  • Vielen Dank! Detailgenauigkeit trifft es ganz gut :wink:


    Ist irgendwie das Problem bei mir mit vielen Dingen, die ich anfange. Oftmals verliere ich mich aber auch in Details, so dass der Umbau, über den ich eigentlich schon vor längerer Zeit mal wieder ein paar Bilder liefern wollte, sich mit der Planungszeit doch sehr lange hingezogen hat.


    @Golf_II_GL: Sorry, für die späte Antwort, die nun folgen soll


    Ausgangspunkt war der Zahnriemen, der mittlerweile nun schon neun Jahre alt war und auch von der Laufleistung einiges hinter sich hatte. Beim 1,3er ist es ja sehr unangenehm, wenn dieser mal reißen sollte, so dass es Zeit für einen Wechsel war. Lieber zu früh, als zu spät.


    Ich überlegte aber auch schon lange, im Zuge dieser Maßnahme gleich weitere Arbeiten durchführen zu lassen. Vor einigen Jahren hatte ich im Rahmen einer Fehlersuche auch mal eine Kompressionsprüfung machen lassen und die ergab für den ersten Zylinder schlechte Werte. Da der Motor sich langsam der 200.000 km Grenze nähert, entschied ich mich somit für eine komplette Zylinderkopfrevision und sammelte über mehrere Monate schon mal Teile:



    Zum Kühlmittelrohr noch ein kleiner Einschub. Das gibt es von Classic Parts zwar mittlerweile wieder neu, aber eben leicht abgeändert mit der Dichtring-Version statt mit der Papierdichtung. Als alter Sammler hatte ich schon drei gebrauchte Kühlmittelrohre in gutem Zustand auf Lager und habe diese gleich alle zusammen entrostet und lackiert:



    Ich habe diese in Anthrazit mit einer hitzefesten Farbe von Motip lackiert. Diese muss nach dem lackieren noch für eine Stunde bei 160° erhitzt werden, also ging es erstmal ab in den Backofen (deswegen auch alle drei zusammen, da es doch ziemlich stinkt und man hinterher den Backofen reinigen sollte, bevor die nächste Pizza rein kommt):




    Auf diese Weise hatte ich auch schon meine Ansaugbrücke behandelt und die Farbe hält bis heute einwandfrei, im Gegensatz zu einigen anderen Spraydosen-Lackierungen, die ich schon ausprobiert hatte.


    Herzstück des Umbaus war aber der neue Zylinderkopf, den ich von einem Motorenbauer im Vorfeld bearbeiten ließ. Hierbei wurden die Ventile neu eingeschliffen, er bekam neue Ventilschaftdichtungen, neue Ventilfedern, etc.




    Da ich eine sehr gute und vor allem sehr günstige Werkstatt an der Hand hatte, konnte ich so bereits alle notwendigen Teile für den Umbau übergeben, so dass "nur noch" die Arbeiten an sich durchgeführt werden mussten. Dazu ließ ich das Auto eine Woche in der Werkstatt, so dass diese sich die Zeit selbst einteilen konnten. Ich selbst musste auswärts arbeiten und konnte leider erst am Ende der Arbeiten vorbeischauen, war aber immerhin dabei, als der Motor das erste Mal wieder gestartet wurde und das war schon sehr erleichternd, als er sofort ohne Probleme ansprang und sauber lief :]


    Einziges Manko war, dass die Werkstatt den Stecker vom schwarzen Temperaturgeber und der Drosselklappe vertauscht hatte und infolgedessen die Temperaturanzeige sofort auf Maximum ging und ständig blinkte. Dazu muss man aber sagen, dass ich den Stecker schon mal repariert hatte und er nicht mehr weiß wie das Gegenstück an der Droselklappe, sondern ebenfalls schwarz war. Nur lagen die beiden Stecker so weit auseinander, dass ich nicht darauf kam, dass man die vertauschen könnte. Nachdem zuerst das Kombiinstrument unter Verdacht war und ich mehrmals den Spannungskonstanter tauschte, fiel mir der Stecker auf. Das war der Werkstatt sichtlich peinlich, so dass sie mir nochmals im Preis etwas entgegen kamen.


    Ich selbst traute mir den Umbau nicht zu und nachdem ich bereits sehr viel Geld in die ganzen Teile investiert hatte, konnte ich es mir schlichtweg auch nicht leisten, wenn mir hier ein Fehler unterlaufen sollte. Somit habe ich den bequemeren Weg gewählt; manche Dinge sollte man aber auch Leuten überlassen, die eine entsprechende Ausbildung haben.


    So sah es dann zum Schluß mit dem neuen Zahnriemen aus, das Zahnriemenrad hatte ich bei dieser Gelegenheit auch gleich wechseln lassen:



    Eine neue Kompressionsprüfung habe ich noch nicht machen lassen, da diese zumindest beim Bosch-Dienst auch nicht ganz günstig ist, aber der Motor läuft auf jeden Fall erstmal schön sauber und auch etwas durchzugsstärker. Für die nächsten Jahre dürfte ich damit erstmal vorgesorgt haben, aber sicher werden einige andere Verschleißteile bald fällig werden.

  • Vielen Dank! Mein Golf hat übrigens kürzlich seinen 30. Geburtstag hinter sich gebracht. H-Kennzeichen gibt es aber wohl erst nächstes Jahr, da ich eh noch ein Jahr bis zur nächsten HU habe und ich bis dahin auch noch einige kosmetische Reparaturen erledigen will.


    Heute kamen erstmal wieder die Sommerreifen drauf. Auch wenn das Wetter der letzten Wochen extrem wechselhaft war, dürfte es bis zum nächsten Schneefall nun hoffentlich etwas länger dauern:




  • Das ist leider richtig, aber eben auch nur, solange die Steuern bleiben, wie sie sind. außerdem bin ich z.B. froh, wenn ich das H habe, was 2 Gründe hat:

    1. Die Bestimmungen zur Zuteilen des H können immer weiter verschärft werden, bestehende H-Fahrzeuge genießen dann Bestandsschutz.

    2. Der Respekt! Die (meisten) anderen Verkehrsteilnehmer haben vor nem "ollen" Golf 2 keinen Respekt, vor Fahrzeugen mit H jedoch schon, weil die eben im Kopf haben H=teuer...

    Das klingt lächerlich, ist aber meine fast tägliche Beobachtung.

  • Das ist beides sehr richtig. Und das mit dem Respekt leider auch meine tägliche Beobachtung. Ist in den Köpfen irgendwie noch nicht so richtig angekommen, dass der Golf 2 tatsächlich schon so alt und deshalb auch schützenswert ist.

    Mit der Steuer wird es für mich zwar teurer als jetzt, allerdings schmeiße ich dann natürlich den Mini-Kat wieder raus, so dass ich nur noch den G-Kat habe. Damit würde die Steuer 196 € betragen, mit H dann bekanntlich 191 €. Im Vergleich zu den aktuellen 95 € zwar schon deutlich mehr, aber man weiß eben nicht, was sich die Politiker noch alles einfallen lassen werden...

  • Nachdem sich Golf_II_GL meinen Golf gestern mal persönlich angesehen hat, habe ich heute noch eine kleine Verbesserung vorgenommen. Als ich letztes Jahr mein neues Hosenrohr montiert hatte, wunderte ich mich über die Schelle, die da so völlig fehlplatziert herumzuhängen schien und demontierte sie, da ich mir keinen Reim drauf machen konnte.


    Durch einen Hinweis von G-Hammer hier im Forum, kam ich dann darauf, dass diese Schelle zur Fixierung des Hosenrohrs am Motorblock dient, nur fehlten mir die restlichen Teile zur Montage. Verbunden wird das ganze mit einer (von VW so genannten) "Lasche" mit der Teilenummer 191 253 197 A und einem Distanzstück (431 253 205 B) sowie einem Anschlagpuffer (823 253 149 A) sowie zwei Schrauben. Wer die Teilenummer der "Lasche" googelt, findet eine Zeichnung von VW, die ich hier aber nicht wiedergebe ;)


    Stattdessen gibts ein Foto von den fertig montierten Teilen, einmal von oben und von unten gesehen:



    Diese Möglichkeit der Fixierung gibt es nur bei den kleinen Motoren. Sie bewirkt, dass die Vibrationen des Motors besser abgefangen werden. Brauchte einige Versuche, bis die "Lasche" gerade saß und die untere Schraube ist auch nicht die dafür vorgesehene (zu kurz), weil ich die Schelle ja schon mal aufgebogen hatte und es ohne Hebebühne eine nicht gerade perfekte Arbeitsposition ist. Nun habe ich meinen NZ wieder ein Stück weit "kompletter" gemacht :]

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