Rost in der Reserveradmulde

  • Da träumt man gerade noch von der H-Abnahme und dann sowas ....

    Ich habe Rost in der Reserveradmulde entdeckt. Und zwar nicht zu knapp.





    Wie das beim Kauf vor gut einem Jahr übersehen werden konnte, soll hier nicht besprochen werden.


    Ich habe jetzt eine Weile gelesen und strebe folgende Lösung an:


    1. Schleifen mit CSD-Scheibe

    2. Entrosten mit Pelox RE

    3. 2K- Epoxy-Grundierung

    4. Basislack, Klarlack


    Ich hoffe das reicht und es wird nicht doch noch eine Durchrostung. Das Blech ist ja nicht gerade dick. Das wird meine erste Rostarbeit. Evtl. ganz gut, dass das nicht im Sichtbereich ist.


    Meine Fragen:

    Wie sind die Erfahrungen? Kommt der Rost hier eher aus dem Innenraum oder von unten? Da unter der Mulde der Tank ist, konnte ich von unten das Blech nicht kontrollieren. Für mich sieht es so aus, also ob das nicht von unten kommt.


    Auf dem dritten Bild seht Ihr eine weiße überlackierte elastische Maße. Ist das schon werksseitig so vorgesehen oder hat da schon mal jemand repariert?

    Ich konnte nicht erkennen, dass die Reserveradmulde schon mal nachlackiert wurde und gehe daher erst mal davon aus, dass das von Anfang an so war.

    An den Rändern habe ich mit dem Spachtel schon etwas von der Masse entfernt bis blankes Blech zu sehen war Der Rost scheint also nicht von dort zu kommen. Oder sollte ich das Zeug doch vorsichtshalber rausholen?


    Was macht Ihr gegen Feuchtigkeit in der Reserveradmulde? Katzenstreu in alten Strümpfen? Kann ja nur Kondenswasser sein, oder ?


    Vielen Dank schonmal für Eure Tips.

  • Karosseriedichtmasse wurde im Werk neben der Nahtabdichtung verwendet, um den Verschlussdeckel in der Reserveradmulde einzukleben. Es ist auch richtig, dass der Kern der Masse weiß aussieht. Allerdings sieht diese große Anhäufung der Dichtmasse direkt unterhalb des Deckels bei dir komisch aus. Es kann natürlich sein, dass sich bei der Produktion der Überschuss der Dichtmasse dort abgesetzt hat und vor dem Lackieren nicht entfernt wurde - das liegt durchaus im Rahmen des Möglichen.


    Zu den möglichen Ursachen: Der Rost um den Deckel herum ist definitiv Kantenrost, der auch von unten kommen kann. Im Spalt zwischen Tank und Karosserie sammeln sich ordentlich Dreck und auch Feuchtigkeit. Der flächige Rost sieht aber danach aus, dass es von innen gerostet hat. An den Auflagestellen der Felge fand Kontaktkorrosion statt. Kondenswasser ist das eine. Nicht selten sind aber auch die Dichtungen am Drucktaster der Kofferraumklappe eingelaufen oder spröde und lassen fröhlich Wasser in die Reserveradmulde rinnen. Ebenso Top-Kandidaten für Wassereinbruch sind die Heckleuchten. Wenn du die Reparatur also nicht alle paar Jahre machen willst, solltest du die möglichen Wassereintrittsquellen auf jeden Fall mit kritischem Blick prüfen. Und was mir noch aufgefallen ist: Es sieht so aus, dass bei dir das Ablaufloch in der Mulde nicht frei ist bzw. vom Vorbesitzer zugeschmiert wurde. Das muss unbedingt offen sein!

  • Schon mal vielen Dank für die erste Einschätzung.

    Was schlägst Du denn für eine Vorgehensweise vor? Ich denke, derTank muss ab und alles auch von unten kontrolliert werden. Den Deckel bekomme ich auch von oben auf, indem ich die Dichtmasse entferne? Welche Dichtmasse (welches Produkt?) verwende ich am Besten um wieder zu verschließen?


    Wen der Tank raus ist, welche Arbeiten sollten dann gleich miterledigt werden?


    Wie kontrolliere ich die möglichen Wassereintrittsquellen am Besten? Hinten reinsetzen und die Tochter mit dem Gartenschlauch draufhalten lassen?


    Wo sollte denn das Ablaufloch sein ? Wenn ich am tiefsten Punkt gucke sehe ich da gar nichts. Unter der Dichtmasse auf 6 Uhr der Mulde ? (Also 12 Uhr auf dem Bild?)


    Edit: Habe ein Bild gefunden. (nicht mein Auto!)


    An der Stelle ist bei mir auch diese Masse verklebt. Das sieht aber auch so aus, als ob das vor der Erstlackierung mal zugeklebt wurde. darunter ist jedenfalls kein blauer Lack.


  • Ein werkseitig zugeklebtes Ablaufloch habe ich noch nicht gesehen.

    Da tippe ich eher, daß schon jemand dran tätig war.


    Eine weitere Quelle (im wahrsten Sinne des Wortes ;) ) kann der Schlauch zum Heckwischer sein.

    Ist der im Kofferraumbereich durchgescheuert, läuft die Brühe in die Reserveradmulde.


    Ich würde erstmal nur die Innenseite entrosten.

    Dabei siehst Du auch ob der Rost in irgendwelche Nähte gezogen ist.


    Längerfristig sollte der Tank mal runter, damit Du die Bereiche um den Geber/die Tankpumpe und den rechten Innenkotfügel kontrollieren/entrosten kannst.

  • 1. Schleifen mit CSD-Scheibe

    2. Entrosten mit Pelox RE

    3. 2K- Epoxy-Grundierung

    4. Basislack, Klarlack


    So wie Du es selbst oben beschrieben hast, kannst Du vorgehen.

    Erst wenn Du die Arbeit begonnen hast, siehst Du das wahre Ausmaß. Also am besten gleich loslegen...


    Weitere Infos gibts auch hier:

    https://www.rostschutz-forum.de/?

  • Als Dichtmasse kommt nur Karosseriedichtmasse in Frage.

    Top Produkte sind die Kent Quik Seal und die Sikaflex 221.

    Nach dem auftragen einer Raupe aus Dichtmasse kann man die Dichtmasse entweder mit dem Finger ( Handschuh tragen ) oder einem Silikonpinsel mit etwas Verdünnung sachte an den entsprechenden Stellen ( Nähte & Kanten ) verteilen und andrücken.

  • Ich denke, es kommt nicht von unten.

    Unter der Dichtmasse war das grundierte Blech. Entweder wurden die Abläufe ab Werk zugemacht oder jemand hat schon mal die Gesamte Reserveradmulde ersetzt.




    Ich mache erst mal mit der Hand weiter. Mit dem Winkelschleifer hatte ich nicht ausreichend Gefühl.