Rostblasen im Lack wie behandeln ?

  • Hallo Gemeinde !


    wie würdet ihr Rostblasen im Lack, also schon richtige hubbel entfernen, bzw. dauerhaft versiegeln.


    Kennt ihr vielleicht besondere Mittel um eine versiegelung zu erreichen ?


    Von der Verfahrenstechnik her, wie würdet ihr vorgehen ? Was genau meint ihr wie man das alte Problemkind " Scheibenwischer durchführung" in den Griff bekommt ?

  • Also im Sinne von:


    1 Abschleifen mit dem dremel und Schleifpapier bis auf Grundlack ?
    2. LAck drauf und gut ist ?


    Es geht um ca 2Cent große Rosthubbel :D ich glaube das darunter Löcher sind.

  • Vielleicht nicht mit einem Drehmel... aber du kannst mit 80er Papier nen ordentliches Stück bis aufs Blech runter schleifen... solange bis von der braunen Pest nix mehr zu sehen ist... (wenns durch ist musst du auf jeden Fall schleifen, lass dir nicht soviel Angst machen, schau nach ob er durch ist) anschließend wenn alles runter ist schmierst du das ganze mit Rostlöser ein, wartest max 2 Tage dann wäscht du den kram mit einer lauwarmen Seifenwasserlösung ab (mit dem Rostlöser möglichst nicht den restlichen erhaltenswerten Teil des Lacks einsauen)... Anschließend nimmst du ne Rostschutzgrundierung (Baumarktdose) und ruhig drei - vier Schichten sauber und gleichmäßig auftragen... Sprühabstand einhalten, Dose gut schütteln... Trockenzeiten einhalten... dann mit 150er Papier nochmal an rauhen Vorsicht nicht die Rostschutzgrundierung wieder abtragen...
    Als nächstes trägst du in möglichst vielen Schichten, das fehlende Volumen auf ( Ich bevorzuge Kunststoffspachtel, mit hohem Glasfaseranteil, da eine gewisse Flexibilität gegeben ist) dann das ganze wieder von grob nach fein Schleifen... anschließend das ganze fillern das ganze kannst du entweder auch aus der Dose oder zum selbst anrühren wählen hier wieder in möglichst vielen Schichten Arbeiten, immer ganz dünn.. dann das ganze mit 150er Papier an schleifen und die restlichen Unebenheiten mit Nassschleifpapier entfernen. Wer will kann nun noch eine Grundierung aufbringen, muss aber nicht in diesem Verfahren... anschließend in dünnen Schichten den neuen Lack auftragen. Je nach Lack ist das mit Nassschleifpapier an schleifen des Lackes nochmal nötig da man noch den Klarlack auftragen muss... Anschließend das ganze (Nach Einhaltung der Trocknungszeit) mit Schleifpaste polieren da man so gegebenensfalls die entstandenen sichtbaren Sprühnebel entfernen kann... Beste ist natürlich die gesamte Heckklappe neu zu lackieren...
    Aber es ging ja hier um die Entfernung von Rostblasen und nicht etwa um die Lackierung diverser von "Rostnasen" befallener Anbauteile :D

  • wenn du pech hast sind die blasen sogar mit wasser gefüllt. zu 99,9% durchgerostet. es kann sein, das das eigentliche desaster erheblich grösser ist.

    Es gibt keinen Gewinn ohne Verlust........... Chinesische Weisheit



  • Hi Paddy,


    um was für eine Durchführung geht es genau? Finde diese Textpassage nicht. Denkbar sind die beiden Befestigungslöcher an der Haube oder die an der Heckklappe.
    Wobei es an der HK div. Stellen gibt, die genau untersucht werden sollten: Kennzeichenbefestigung, Griffleiste, Kennzeichenleuchten, Spritzdüse und Scheibenwischeröffnung. An der Kabeltülle zur Karosse hatte ich noch nie etwas entdeckt.


    Segory
    Was ist das für ein "Rostlöser"? Da er mit einer Base neutralisiert wird, vermute ich einen säurehaltigen Löser.
    Die Überspachtelung einer Rostschutzgrundierung vom Baumarkt verstehe ich (noch) nicht. Was ist das für ein Produkt?
    Prinzipiell ist das Überspachteln mit Polyestermaterialien nur auf 2K-EP-Grundierungen möglich.
    Ausnahmen sind solche Produkte wie Brantho Kuruxx nitrofest vom KSD. Wobei hier die teilw. sehr langen Trocknungszeiten unbedingt einzuhalten sind.
    Bei den Spchtelmassen würde ich Epoxy-Spachtel bevorzugen, da diese keine Feuchtigkeit anzieht und vibrationsbeständiger ist. Nachteil ist hier die lange Trocknung von 6 Std.
    Persönlich arbeite ich mit den Produkten von Color Matic, die z. Bsp. über Wessels & Müller zu beziehen sind.
    Die Trocknungszeiten liegen hier im Rahmen, so dass man an einem Tag schon weit vorankommt.


    Entrosten und ggf. Porenrost beseitigen ist ein anderes Thema und kann sich über Tage hinziehen, wenn man keine Sandstrahlpistole besitzt.


    Gtspezial
    Eine Anleitung könnte ich auch erstellen...
    Solche "Kochrezepte" können aber individuell sehr verschieden sein, da sie von Arbeitsgerät und Produkten abhängen.
    Ein Autolackierer wird etwas anders vorgehen als ein Hobbylackierer, der das vor der Garage macht.
    Das Endergebniss muss bei der richtigen Produktwahl und entsprechender Erfahrung - kleine Reparaturlackierungen und Ausbesserungen - nicht bedeutend voneinander abweichen. Der temporäre Faktor sehr wohl.


    Grüsse

    Einmal editiert, zuletzt von golfler2 ()

  • also ich würde die blasen aufmachen und dann den rost wegschleifen bis nur noch blankes metall da ist.
    danach mit rostlöser behandeln, säubern und zinnen damits glatt ist und dann lacken

    Golf 2 1.8L (RP)mit 7,5l/100km Verbrauch, ausfahrbaren heckspoiler, Golf 4 climatronic usw usw ^^


    Ich dachte ich könnte auch so tuen als wäre ich einer von diesen Taubstummen oder nicht? - GitS SC "der lachende mann"


    Wat will ich mit nen Mercedes? Mein Subaru hat 6!! Sterne! ;D

  • Ich denke er meint Rostumwandler, nicht Löser. Da diese wie z.b Fertan nach einer gewissen Zeit mit Wasser befeuchtet bzw abgewischt werden müssen. Ich würde es einfach ausprobieren die Beschreibung ist doch einwandfrei.
    Ich hatte unter Rostblasen bisher alles, vom Loch bis zur fast Korrosionsfreien Fläche darunter, kommt sicherlich auch darauf an wie lange da das Wasser schon drunter steht.

  • Hi,

    Zitat

    Ich denke er meint Rostumwandler, nicht Löser.

    Naja, es ist etwas anderes als Fertan...das ist auf Phospdorsäurebasis oä., da es ja neutralisiert werden muss. Reine Phosphorsäure oder Perlox PE muss nicht neutralisiert werden. Das wird einfach wieder abgeschliffen, wobei in den Poren das kristaline Eisenphospat nicht stört. Wen es stört, kratzt das weiter aus. Ist aber zeitaufwändig.


    Bei der Beschreibung frage ich mich, warum man einen Lack, der orginal ca. 100µ Schichtdicke hat, soviel schichten muss.
    Man nimmt z.Bsp.:
    1K-EP-Primer mit zwei Spritzgängen 20µ, Trocknung 20 min./20°C [2K wäre noch effektiver, man schmeisst die Dose aber nach jeder Kleinigkeit weg]
    1K-Füllprimer mit zwei Spritzgängen 60µ, Trocknung 45 min./20°C Den Farbton kann man zw. HG1..HG8 auswählen, dann sieht man bei Zwischenschliff, wenn man zu tief kommt.
    Das macht theoretisch schon 80µ, aber in der Praxis kann es schon sein, dass man den zweimal schichten muss.
    Dann kommt der Basis/Klarlack oder die Unitöne.
    Übrigens kann man die meisten Produkte innerhalb 24h überarbeiten, ohne nochmals anzuschleifen. Den 1K-EP-Primer schleiffe ich nie an.
    Ich gehe immer so vor, dass ich möglichst wenig vom Orginallack zerstören muss. Allerdings sind diese speziellen Abklebe- und Modellierarbeiten sehr zeitintensiv. Wenn ich die Übergänge einigermassen gleich hinbekomme, muss ich nachher nicht stundenlang beipolieren.


    Das sind so einige Aspekte...sicher nicht alle.


    Grüsse

  • Danke für die Vielen Tipps.


    Die Stelle ist wie gesagt ca. 2 cent Stück groß und es wird sehr wahrscheinlich auf eine Reparatur mit dem Lackstift hinauslaufen

  • Ich glaub immer noch an eine sehr knusprige Stelle, ist meine eigene Erfahrung. Wenns schon Blasen gibt, ist es meistens schlimmer, als man denkt! Sei so nett, und stell mal Biler Vorher- Nachher rein, möchte gerne wissen, ob ich richtig lag...