Garagenfund Golf 2 1.3 CL nach 17 Jahren wieder starten

  • Danke für den Tipp, das mach ich auch noch👍👍

  • Danke für den Tipp, das mach ich auch noch👍👍

    Gern geschehen.

    Nimm sicherheitshalber beim Herumfahren Kühlwasser mit - man weiß ja nie, wo's evtl. rauspisst, wenn sich Verkrustungen durch die innerliche Wäsche mit Soda lösen. ;)


    Wenn die Soda-Brühe beim Ablassen recht versaut ist, kannst Du den Waschvorgang (ohne Nachspülung(en)) auch gleich nochmal wiederholen.

    Bei Motoren, die länger standen, kann das angebracht sein.


    Fällt mir gerade noch zur innerlichen Reinigung ein:

    Kipp am besten ein- bis zweimal zum Sprit ein Additiv in den Tank.

    Kostet nicht die Welt, begünstigt aber die Rotzabfuhr an Ventilen:

    https://produkte.liqui-moly.de/ventil-sauber-1.html


    Ich weiß - die Meinungen zu derlei Additiven sind sehr unterschiedlich.

    Kann man aber auch ganz locker sehen:

    Hilft's nix - dann schad's nix. :D


    Hintergrund dabei ist ganz einfach der:

    Wenn Motoren - selbst in trockenen Garagen o.ä. - gelagert werden, stehen immer einige Ventile dabei auf "Überschneidung" und sind dadurch zwangsläufig Luftfeuchtigkeits-Wechseln ausgesetzt.


    Genau so, wie sich in Brennkammern dadurch "Flugrost" bildet, entsteht auch Korrosion an Ventilsitzringen und Ventilen, obwohl die wesentlich höher legiert sind.


    Der Flugrost in Brennkammern wird völlig unproblematisch beim Kolben-Durchdrehen durch die Kolbenringe abgeschert.

    Etwas anders sieht es jedoch in der Paarung Ventile/Ventilsitzringen aus:

    Da muß Korrosion regelrecht "zermörsert" werden.


    DB-Motoren haben am Ventiltrieb eine definierte Rotomatik drin:

    Heißt - dadurch werden bei jedem Ventilhub die Ventile ein klein wenig verdreht.

    Wodurch u.a. auch Zermörserungen von Korrosions-Rotz erleichtert werden.


    Ob die Gölfe auch so eine Rotomatik haben, weiß ich gar nicht.

    Egal:

    Dein Motor hat eine erfreulich geringe Laufleistung drauf. :]

    Aus meiner Sicht dürfte er durch die lange Stillstandszeit - wenn überhaupt - wohl eher innerlich etwas mehr "gelitten" haben.


    Ist kein Grund zur Sorge:

    Die Golf2-Motoren, v.a. die Dieselmotoren, waren ein ganz großer "Wurf von VW":

    Unglaublich robust, unempfindlich und belastbar.


    Tu Deinem Motor auch innerlich Gutes an, damit v.a. die Kühlung von ihm wieder tadellos wird.

    Dies auch deshalb, weil Südtirol zu fast 2/3 über NN liegt.

    Heißt - dort kocht Wasser bereits bei ca. 95°C.


    Ist Dein Kühlsystem aber völlig intakt, steht es unter autarkem Druck, und seine Kochgrenze wird dadurch unabhängig von der Höhenlage Deines Golfs über NN. :)


    Zur Überprüfung ob Dein Kühlsystem überhaupt noch autarken Überdruck aufbauen kann, schraubst Du am besten den Deckel vom Druck-Ausgleichsbehälter heraus und schüttelst ihn.

    Klappert dann da etwas, sollten die Überdruck- und Unterdruck-Ventile von ihm i.O. sein.

    Wenn Du dabei aber kein Klappern hörst, besorg Dir unbedingt einen neuen Verschlußdeckel!!


    Denn nichts ist wichtiger als daß die Kühlung von Verbrennungsmotoren einwandfrei funktioniert!

    Incl. der Anzeigen davon, daß sie eben nicht mehr richtig funktioniert!


    Acht besonders darauf, und schau bei Testfahrten (unter autarkem Druck des Kühlsystems) ruhig auch mal danach ob neben den w.o.g. "verdächtigen" Abgängen am ZK womöglich auch der Kühler an seinen Drecks-Klammerungen (vorne und/oder hinten) an seinem Netz-Register Kühlwasser rauspisst.

    Diese Klammerungen sind hochgradig korrosionsanfällig, wodurch die Dichtung zwischen Register und Verteiler-Anschlüssen "zusammenbricht".

    Meistens im unteren Drittel von Kühlern.


    Kurzum:

    Du mußt Du Dich IMMER darauf verlassen können, daß die Motor-Kühlung funktioniert.

    Und auch zuverlässig angezeigt wird, wenn das mit der Kühlung allmählich grenzwertig wird.


    Ansonsten brauchst Du bei den Golf2-Motoren nicht besonders viel zu beachten:

    Ölwechsel alle 7500km.

    Mit dem billigsten Motorenöl (10W40) von Discountern.

    Auch bei Dieselmotoren wird das so gehandhabt.


    In vielleicht jeweils ca. 200 bis 250tkm-Intervallen schraubst Du am besten die Ölwanne ab und erneuerst NUR die Pleuellager (mit ihrer originalen Standard-Abmessung).

    Die Hauptlager der KW brauchst Du dabei gar nicht zu öffnen.

    Kannst Du vielleicht mal ab > 450tkm analog (mit Standard-Abmessung) erneuern.

    Erst dann evtl. auch die Ölpumpe erneuern.


    Falls Du Dir dann nicht sowieso einen nächsten Golf2 "zulegst":

    Einmal Golf2 => Immer wieder Golf2. :D

    Weil das wirklich so richtige Mulis sind.


    Ist wieder mal ein wenig länger geworden - ist aber alles auch nicht ganz so einfach.

    Wenn Du noch Fragen dazu hast - frag einfach zur Klärung von denen. :)

  • Danke pogo2fan für deine detaillierte Beschreibung ^^

    Beim Additiv bin ich mir nicht ganz sicher ob ich das verwenden kann, wen mein Golf einen Kat hat.

    Aber den Kühler sammt Leitungen und Deckel werd ich mir genauer anschauen.


    Grüße Motty

  • Beim Additiv bin ich mir nicht ganz sicher ob ich das verwenden kann, wen mein Golf einen Kat hat.

    Lt. Beschreibung ist das Additiv auch Kat-getestet - sollte also keine Probleme damit geben.

  • ein leider sehr, sehr selten gewordenes Auto in Italien ! Aber jetzt ist der Moment, es mit dem Frühling wieder aus der Garage zu holen! Viel Freude damit ! :-)

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    funktionierenden Pierburg Vergaser 2e2 +
    Golf2 Sportlenkrad (i.e. vw 191 419 091) für meinen EZ Bj 1985 ohne Servolenkung.

  • Zitat

    Suche noch:

    Golf2 Sportlenkrad (i.e. vw 191 419 091) für meinen EZ Bj 1985 ohne Servolenkung.





    M.W. braucht man in der BRD eine Servolenkung beim Einbau eines Sportlenkrades.

    Mach Dich dazu mal kundig bevor Du womöglich Deine ABE "verlierst".

  • M.W. braucht man in der BRD eine Servolenkung beim Einbau eines Sportlenkrades.

    Mach Dich dazu mal kundig bevor Du womöglich Deine ABE "verlierst".

    Das halte ich nun für ein Gerücht.


    Es lassen sich problemlos Sportlenkräder auch in Fahrzeuge ohne Servo nachrüsten. Entscheidend sind hier immer die Auflagen in der ABE bzw Gutachten wie z.B. Rad/Reifenkombination, Anordnung der Instrumente.....


    Also vorher einfach schlau machen, dann steht einem Einbau (auch ohne Servo) nichts im Wege