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Nach Bremsbelagwechsel vorne werden die Felgen sehr warm ...
Nach dem Wechsel der vorderen Bremsbeläge (Brembo) werden beide Felgen nach ca 10 km Fahrt und häufigerem bremsen gleichmäßig heiß - man kann sie aber noch dauerhaft anfassen, ohne sich zu verbrennen. Habe eben mal versucht den Reifen zu drehen, geht etwas schwer, dreht nicht weiter, wenn man ihn losläßt. (Spielt es da eigentlich eine Rolle, das es ein Automatik ist ?)
Habe im Etzold gelesen, Bremsbelagstärke 14 mm bei VW 2 Bremsen und Brembo gibt eine Stärke von 19,7 mm an - das ist dann inklusive der 5 mm Trägerplatte, also die Gesamtstärke wäre ok ?
Das auf beiden Seiten die Bremssättel fest sind ... hmmm.
Hat den Titel des Themas von „Nach Bremsbelagwechsel vorbe werden Reifen sehr warm ...“ zu „Nach Bremsbelagwechsel vorne werden die Felgen sehr warm ...“ geändert.
Habe die Bremssättel jetzt noch einmal runtergenommen. Bremsklötze ließen sich sehr leicht bewegen, um den Bremskolben zurückzudrücken. Gereinigt wurde alles, was ich nicht benutzt habe ist Kupferpaste.
Die Gleitbolzen vom Sattel gereinigt und gefettet hast du aber. Und das die sich ein bremsen müssen ist richtig. Das es schleift heißt das etwas nicht stimmt. Normal muss es freigänig sein. Ist das nicht gegeben einstecht zu viel Hitze was auch Probleme mit dem Radlager nach sich ziehen kann. Da die Nabe dadurch sehr heiß wird.
Es gibt bei der "kleinen" Bremse zweierlei Beläge. Also mit und ohne Innenbelüftung.
Dass es hier zwickt müsste eine innenbelüftete Scheibe mit den Belägen von der Vollwandscheibe verbaut sein. Es gibt Experten die Schaffen das. Dann klemmt das auch.
Wenn die Felge mal heiß geworden ist, dann kannst in der Regel die Bremsbeläge wieder raus nehmen. Die sind nämlich jetzt mit 90%iger Wahrscheinlichkeit verglast.
Wenns ganz dicke kommt, dann hats die Scheiben auch schon gezogen. Auch dazu brauchts nicht wirklich viel. Eine heiße Scheibe und mal schön durch eine Pfütze gerauscht und schon ist sie unwucht.
Als Erstes würde ich jetzt mal die beiden Führungsbolzen raus nehmen, deren Löcher in den Bremssatteln ordentlich mit Bremsenreiniger auswaschen und anschließend Spanne ich mir die Dinger in nen Akkuschrauber und poliere die mit einem 1000er Nassschleifpapier, bis sie schön sauber sind und wieder leicht glänzen.
Danach fetten. wenn du nur im Sommer fährst ist Lagerfett grundsätzlich OK. Ansonsten gibt es hier ein eigenes Graphitfett, dass hier rein muss.
Es gibt von ATE aber auch Servicekits für die Führungen. Da hast du dann Fett und neue Gummimanschetten dabei. Die mal zu wechseln schadet nicht, da die oftmals mit den Jahren die Spannung verlieren und das Wasser in die Führung eindringen kann. Dann gammelts fest und die Bremse hängt wieder. Das Zeug kostet wirklich nicht die Welt und ist gut investiertes Geld.
Nach dem Zusammenbau soll sich der Sattel von Hand vor und zurück schieben lassen ohne zu haken. (Ehe der Kolben wieder nach vorne gepumpt ist).
Auch wenn ein Bremsenwechsel aus der Ferne betrachtet durchwegs einfach aussieht, gibt es im Detail doch einige Kleinigkeiten, die schnell Ärger machen und am Ende die Sicherheit gefährden.
Bitte lasst die Finger davon, wenn ihr euch nicht 100%ig sicher seid, was ihr da genau macht. Oft hilfts auch schon wenn man einmal einem Profil über die Schulter blickt.
LG Lukas
PS: Der Fehler liegt bei dir höchstwahrscheinlich nicht in den Belägen, sondern dass die Führungen mangels Fett zu haken beginnen.
Das ganze ist so bemaßt, dass zwischen Führungsbolzen und Führungsrohr platz für das Fett ist. Fehlt das, kann der Bolzen auf deutsch gesagt eiern. Durch die Wärmeentwicklung eiert er nicht nur, sondern beginnt auch zu klemmen.
Dann passiert folgendes:
Du bremst, der Sattel geht auf Spannung. Hier ist alles gut, weil das ja mit hydraulischen Kraft gemacht wird.
Wenn du von der Bremse runter gehst, geht der Sattel nicht soweit zurück , wie er sollte, weil der Bolzen hakt. Jetzt reibt dein Belag immer leicht an der Scheibe, es entsteht mehr und mehr Wärme, die sich über das Radlagergehäuse bis auf die Felge überträgt.
Umso länger dieser Zustand bleibt, umso mehr klemmt es. Kühlt das Ganze eine Weile aus, dann kann es gut sein, dass sich der Sattel wieder bewegt und es dir "nicht so schlimm" vorkommt. Sprich: Das Klemmen ist Temperaturabhängig. Das nicht außer acht lassen!
Es gibt bei der "kleinen" Bremse zweierlei Beläge. Also mit und ohne Innenbelüftung.
Dass es hier zwickt müsste eine innenbelüftete Scheibe mit den Belägen von der Vollwandscheibe verbaut sein. Es gibt Experten die Schaffen das. Dann klemmt das auch.
Es sind die 12 mm Vollscheiben verbaut *g*
Aber es scheint mir 3 unterschiedliche Stärken bei den Bremsbelägen zu geben.
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort !
Ich werde jetzt den Führungshülsen noch einmal zu Leibe rücken ...