Golf 2 - Kühlwasserthermostat vorsichtshalber ersetzen oder das Originalteil belassen?

  • Hallo zusammen,

    nachdem ich mein Kühlsystem ordentlich gespült und gereinigt sowie vorsorglich sogar das alte Metallrohr ausgetauscht habe (dieses x-fach gebogene zum Wärmetauscher der Heizung), gab es nun erwartungsgemäß im Nachhinein auch eine kleine Undichtigkeit am Flansch der Wasserpumpe in Richtung Kühler.


    Habe nun den abgewinkelten Flansch samt Dichtung neu bestellt (Febi Bilstein), das Altteil bereits demontiert und bei der Gelegenheit auch das Thermostat ausgebaut / geprüft (Kochtopf mit heißem Wasser & Thermometer).


    Frage 1:

    Das originale Altteil funktioniert soweit - allerdings tendiere ich fast dazu, das Thermostat bei der Gelegenheit auch gleich vorsorglich durch ein E-Teil von Wahler (Nr. 4264.87D) zu ersetzen.

    Was meint ihr? Was mich etwas davon abhält, ist die Frage nach der Qualität der neuen E-Teile. Würde es vor Einau natürlich auch noch einmal prüfen.


    Frage 2:

    Der Kühlmittelflansch ist lt. Teilenummer und Aufdruck ebenfalls noch original bzw. zumindest ein Originalteil VW / Audi. Sollte ich dieses samt einer neuen Dichtung wiederverwenden? Schaut so noch ganz gut aus.


    Dass die Kontaktflächen an der Wasserpumpe sowie ggf. die Altteile gereinigt werden, versteht sich von selbst.


    Gibt es beim Zusammenbau etwas zu beachten? Dichtung kommt ja auf das eingesetzte Thermostat (nicht darunter).

    Anzugsdrehmoment der beiden Schrauben?


    Danke!

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  • Hallo da.vanichta


    die Wiederverwendung der alten Bauteile ist eine Glaubensfrage; ich für meinen Teil tendiere (so fern verfügbar) auf die Verwendung neuer Originalteile, was aber heute ja wie allseits bekannt nicht mehr in allen Bereichen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit möglich ist.

    Ich tausche die Thermostaten aus, hat soweit auch immer geklappt bis jetzt. Bei meinem Passat mit PF Motor ist aktuell mal wieder die Flanschdichtung am Zylinderkopf fällig, ist halt ein bekanntes Leiden bei diesen Motoren. Dieses Mal ist das Gehäuse des Flansches auch noch eingerissen, daher wird er im Gegensatz zum letzten Mal komplett mit Thermoschalter und -geber erneuert.

    Beim Anbau der Wasserpumpe an den Block darauf achten den O-Ring nicht einzuklemmen, am Besten fixierst Du diesen mit ein wenig Vaseline. Die Schrauben der Wasserpumpe werden mit 20 Nm angezogen, die des Thermostatgehäuses mit 10 Nm.


    Gruß Strahli

    • Hilfreichste Antwort

    Schwieriges Thema, das hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab. Wenn es noch einwandfrei funktioniert gibt es keinen Grund es zu ersetzen zumal der Austausch nur lästig aber nicht besonders kompliziert ist.

    Beim Wärmetauscher oder der Wasserpumpe beim NZ z.B. würde ich definitiv zu neuen Teilen greifen weil der Aufwand doch erheblich größer ist.

  • Habe gestern das gut gereinigte aber voll funktionsfähige alte Thermostat (produziert '87 - d.h. es ist das erste Thermostat) in Kombination mit einem neuen Kühlwasserflansch samt neuer Dichtung verbaut.

    Das Thermostat mit etwas Fett am Gehäuse der WaPu "eingeklebt" (wie soll es kopfüber sonst korrekt positioniert werden?) Dichtung ebenfalls mit ein klein wenig Fett drauf und den Flansch verschraubt - kennt hier jemand das Anzugsdrehmoment der beiden Schrauben?


    Dann Kühlflüssigkeit drauf, Motor gestartet und mit Heizung voll auf warmlaufen lassen - dabei immer wieder etwas Kühlflüssigkeit nachgekippt.


    Nach 2-3min die ersten Tropfen Kühlflüssigkeit an der motorzugewandten Schraube des Flansch. Ich dachte schon: Prima - undicht 🙄

    Dann habe ich gewartet bis das Thermostat aufgemacht hat und es tröpfelte auf einmal regelrecht. Allerdings nur kurzzeitig. Nochmal alles trocken gewischt und dann war auf einmal Ruhe - heute morgen weder Lache unter dem Auto noch irgendwelche Tropfen am Flansch bzw den Schrauben.


    Kann es sein, dass sich die Dichtung nach Öffnen des Thermostat nochmal etwas hingedrückt hat bzw aufgequollen ist?


    Hoffe, dass alles dicht bleibt.


    P.S. Das neue Thermostat von Wahler (Öffnungstemp. = 87 Grad) habe ich gestern zusammen mit dem alten im Wasserbad glücklicherweise noch einmal vor dem Einbau getestet. Ergebnis: Das alte Thermostat öffnet exakt bei vorgegebenen 87 Grad, das neue erst bei 92-93 Grad. Zudem ist bei dem Wahler am sich öffnenden Teller eine Gummidichtung verbaut, was ich offen gesagt perspektivisch als ungünstig empfinde (irgendwann wird sich altersbedingt das Gummi oder Teile vom Teller lösen). Auch das war ein Grund, warum das alte Thermostat wieder verbaut wurde.

  • Beim Schwager haben wir auch den alten Flansch mit neuer Dichtung verbaut, da dieser augenscheinlich noch ok war. Hat aber nicht mehr lange gehalten, und ist wieder undicht.

    Ich tendiere da auch eher zu Neuteilen bei diesem Kunststoff-Zeugs, ist besser. Beim Thermostat, tja gute Frage, das hätte ich, je nach dem ob ne Servo vorhanden ist, getauscht, ohne Servo wieder verwendet.


    Dieser O-Ring setzt sich fedenfalls nicht. Entweder da ist beim Zusammenbau etwas verrutscht/verklemmt, oder der Flansch ist eben doch verzogen, gerissen und muss neu. Wenn sich das von selbst dichtet, ist es na Art Zeitbombe, die ohne Kühlwassermangelanzeige schwere Folgen haben kann.

    Ich folge nicht jeder Strömung,

    ich halte Kurs!

  • Beim Schwager haben wir auch den alten Flansch mit neuer Dichtung verbaut, da dieser augenscheinlich noch ok war. Hat aber nicht mehr lange gehalten, und ist wieder undicht.

    Ich tendiere da auch eher zu Neuteilen bei diesem Kunststoff-Zeugs, ist besser. Beim Thermostat, tja gute Frage, das hätte ich, je nach dem ob ne Servo vorhanden ist, getauscht, ohne Servo wieder verwendet.


    Dieser O-Ring setzt sich fedenfalls nicht. Entweder da ist beim Zusammenbau etwas verrutscht/verklemmt, oder der Flansch ist eben doch verzogen, gerissen und muss neu. Wenn sich das von selbst dichtet, ist es na Art Zeitbombe, die ohne Kühlwassermangelanzeige schwere Folgen haben kann.

    Der Flansch kam ja neben der Dichtung neu. Der alte hatte an dem inneren Ring zur WaPu einen Riss.

    Da ich keine Servo habe, sollte sich der Aufwand eines nochmaligen Wechsels in Grenzen halten. Ich weiß ja mittlerweile wie es geht.


    Verzogen ist der neue Flansch auf jeden Fall nicht - Passprobe an der WaPu ohne Thermostat und Dichtung vor der eigentlichen Montage sah sehr gut aus, das Teil passte hervorragend.


    Werde heute nochmal einen Testlauf starten und schauen ob alles dicht bleibt.

  • Habe gestern das gut gereinigte aber voll funktionsfähige alte Thermostat (produziert '87 - d.h. es ist das erste Thermostat) in Kombination mit einem neuen Kühlwasserflansch samt neuer Dichtung verbaut.

    Das Thermostat mit etwas Fett am Gehäuse der WaPu "eingeklebt" (wie soll es kopfüber sonst korrekt positioniert werden?) Dichtung ebenfalls mit ein klein wenig Fett drauf und den Flansch verschraubt - kennt hier jemand das Anzugsdrehmoment der beiden Schrauben?


    Kann es sein, dass sich die Dichtung nach Öffnen des Thermostat nochmal etwas hingedrückt hat bzw aufgequollen ist?

    Die Anzugsdrehmomente hatte ich Dir doch bereits im Vorfeld geschickt!!!


    Das Nachtropfen am Thermostatflansch ist der Tatsache geschuldet, dass Du beim Einsetzen der Dichtungen Fett anstelle von Vaseline benutzt hast. Das Fett an den Dichtflächen verändert die Flächenspannung des Wassers, weshalb das Wasser die Dichteigenschaft der O-Ringe umgeht; daher soll man ja auch Vaseline benutzen.

  • Die Anzugsdrehmomente hatte ich Dir doch bereits im Vorfeld geschickt!!!


    Das Nachtropfen am Thermostatflansch ist der Tatsache geschuldet, dass Du beim Einsetzen der Dichtungen Fett anstelle von Vaseline benutzt hast. Das Fett an den Dichtflächen verändert die Flächenspannung des Wassers, weshalb das Wasser die Dichteigenschaft der O-Ringe umgeht; daher soll man ja auch Vaseline benutze

    Strahli, Du hast recht - 20Nm (habe nach Prüfung / nachziehen eben feststgestellt, dass die Schrauben mit weniger als 20Nm angezogen waren)


    ich werde alt :)


    Und das mit der Vaseline hast Du auch geschrieben. Ist das mit dem Nachtropfen ein temporäres Ding bis das Fett weg ist?


    Habe vorhin nochmals den Motor laufen lassen. Da tropfte es wieder ganz leicht. Nach weiteren Motorläufen ist - aktuell zumindest - nun alles trocken. Mit dem jetzt korrekten Anzugsdrehmoment der beiden Schrauben hoffe ich, dass es auch so bleibt.

  • Ganz ehrlich, ob sich die Undichtigkeit mit der Zeit gibt, kann ich Dir nicht sagen.

    So lange da Fett auf der Dichtung ist würde ich erst mal sagen, dass das auch weiterhin so bleibt. Öl, Fett und Wasser vertragen sich halt nicht miteinander.

  • Vaseline ist aber auch ein Fett.

    Ich habe die Dichtung immer so über die kleine Wulst am Kunststoffflansch geschoben und dann ging das ganz sauber rein. Vorher natürlich den O-Ring mit etwas Kühlwasser benetzen.

    Ich folge nicht jeder Strömung,

    ich halte Kurs!

  • Vaseline ist aber auch ein Fett.

    Ich habe die Dichtung immer so über die kleine Wulst am Kunststoffflansch geschoben und dann ging das ganz sauber rein. Vorher natürlich den O-Ring mit etwas Kühlwasser benetzen.

    Sprich Du löst den Flansch nur, ziehst ihn nach vorne und tauschst den O-Ring dann aus?


    Mit der Vaseline hast Du natürlich recht, ist ein Produkt auf natürlicher Fettbasis, dieses ist aber in Bezug auf die Wassereigenschaften und die Temperaturbeständigkeit eher flüchtig und wird bei entsprechender Temperatur verdrängt. Technisches Öl ist da dauerbeständiger.

    Ich habe die Verwendung von Talkum und Vaseline vor 30 Jahren in der Ausbildung eingebläut bekommen.

  • Ich schraube den Flansch ab, setzte den Dichtring auf den Flansch und schraube diesen dann wieder an. Natürlich nur, wenn das erforderlich ist ;) .

    Ich folge nicht jeder Strömung,

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