Octirolf - Niemals geht man so ganz, ein Stück bleibt immer zurück

  • Sehr viele von Euch werden unser langjähriges Forums-Mitglied Rolf aka
    'octirolf ' kennen. Leider hat uns heute die traurige Nachricht erreicht,
    dass Rolf am gestrigen Montagmorgen, 1. August 2016, nach schwerer
    Krankheit verstorben ist.




    Viele Jahre war er hier als Moderator tätig, hat die Forumsdiskussionen
    begleitet, seinen technischen Fachverstand eingebracht und Streit
    geschlichtet. So manchem hat er ins Gewissen geredet und einige 'müde
    Mitglieder' zum Bleiben ermuntert. Abseits des virtuellen Forums werden
    viele von Euch Rolf auch persönlich kennengelernt haben, da er viel in
    Deutschland unterwegs war und dabei keine Gelegenheit ausließ,
    Forumsmitglieder zu treffen. Darüber hinaus war er der Mitbegründer
    unserer Forentreffen, zu deren Gelingen er unermüdlich Jahr für Jahr
    zusammen mit seiner Frau und besten Freundin Alexandra ganz erheblich
    beigetragen hat. Zudem war er seit 2015 auch Teil unseres Orga-Teams für
    die Techno Classica in Essen. Angesichts dieser Fülle an Tätigkeiten
    ist sein Weggang für uns ein großer Verlust.




    In diesem Sinne bleibt Rolf in unser aller Gedenken lebendig und wir wünschen seiner Frau Alexandra viel Kraft für die Zukunft.




    In stillem Gedenken




    Andy & alle Moderatoren

  • Eine wirklich unschönes Ende mit unserem Rolf, dabei hatte er so gekämpft und bis zuletzt nicht aufgegeben. Das zeigt seine Größe.


    Beim Forentreffen, wo er bereits aus gesundheitlichen Gründen nicht könnte, merke man dass er fehlte und welche Lücke er nun hinterlässt. Auf der Techno Classica hat er auch die letzten Jahre großes geleistet, und ein großes Stück zum gelingen beigetragen! Mit großer Freunde traf man sich mehrmals im Jahr.


    Alexandra und Kinder: möchte euch auch viel Kraft und nur positives für die Zukunft wünschen!



    Ich werde unseren Rolf, den Elektrifizierten Schrauber vermissen. ;(

  • Scheiße... Hab ihn auf der TC letztes Jahr noch persönlich kennen gelernt, top Typ war er! Man weiß nicht so recht, was man auf so eine Nachricht nun sagen soll.
    Auf jeden Fall mein Beileid an Familie und Freunde.

  • Ich bin so etwas von geschockt!
    Ich durfte den Rolf persönlich kennen lernen. Zwar erst im Januar dieses Jahres als ich mit meiner Frau nach Saarbrücken unterwegs war und auch nur einen Abend welcher aber sehr schön nur leider zu Kurz war. Allerdings hatten wir davor viele PN´s und SMS ausgetauscht das er mir ein guter Freund wurde. Auch als 2013 das Hochwasser bei uns wütete war er derjenige der sofort fragte wie es uns geht und ob er helfen kann.


    Ich wünsche seiner Frau Die wir an dem Abend leider nicht getroffen haben und Kinder das sie diesen schweren Verlust überstehen. 


    Ich werde aus Paritätsgründen und um ihn zu gedenken im Forum jetzt für 24h weder Fragen noch Antworten schreiben.

  • Ich weiß garnicht so recht was ich schreiben soll...


    Rolf war damals maßgeblich daran beteidigt das ich hier im Forum bleibe. Dadurch habe ich, aufgrund dessen das ich auch auf den ganzen Foren-Treffen war, sehr viele nette Menschen
    persönlich kennengelernt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Habe Rolf als ehrlichen, direkten Menschen wargenommen der den Kopf nicht in den Sand steckt und das Herz auf der Zunge trägt.
    Ich habe mich für ihn gefreut das er wieder einigermaßen gesund wurde, er hatte ja beim Treffen 2015 am Lagerfeuer erzählt was er hinter sich hat. Und nun das... ;(


    Ich wünsche seiner Frau und seinen Kindern alle erdenkliche Kraft die man in dieser Situation braucht.
    Ich kann die Trauer nachvollziehen, habe letztes Jahr meine beste Freundin auf exakt dem gleichen Weg verloren, sie wurde keine 30.


    Rolf wird nicht vergessen werden, bei jedem Login hier und beim jedem Forentreffen was er mit initiiert hat!

  • Diese Nachricht macht auch mich sprachlos - Rolf hat mir immer schnell und freundlich geholfen.
    Von seiner Krankheit selbst wußte ich zwar nichts, konnte es mir allerdings nach seinem letzten Beitrag hier im Forum denken.


    Seiner Frau und allen Angehörigen mein aufrichtiges Beileid und alles Gute sowie Kraft in dieser schweren Zeit.

  • Mir laufen die Tränen runter, warum, warum behalte ich immer recht ?????? WARUM ?????


    Als ich hier im Forum las, daß Octirolf Krebs hat, schon gestreut, wußte ich, es ist vorbei. Schon allein die Größe der Krebsherde - auch wenn sie durch Chemos verkleinert werden konnten, und nur scheinbar verschwinden, die Ursache des Erbgutdefektes bleibt bestehen. EINE EINZIGE zurückgebliebene Krebszelle reicht zum erneuten Ausbruch aus...


    Freut Euch, daß uns Octirolf uns und seiner Familie so lange noch erhalten blieb. Es war ein Geschenk Gottes, auch wenn die Stunden schon gezählt waren.


    Weshalb ich das hier schreibe? Anfang Juni habe ich mit meiner besten Freundin zusammen ihren heißgeliebten Bruder im Alter von nur 50 Jahren zu Grabe getragen.


    Zur Vorgeschichte: Ihr Bruder hatte Schluckbeschwerden, hat eigentlich jeder mal, er ging zum Arzt und der stellte Rachenkrebs im Anfangsstadium fest. Na prima, dachten wir, rechtzeitig erkannt, also raus mit dem Geschwür. Ein halbes Jahr später war die Geschwulst trotz Bestrahlung und großzügigem Rausschneidens wieder da. Mir schwante Schlimmes, ich habe meine Freundin darauf vorbereitet, daß ihr Bruder verloren ist, sie wollte es einfach nicht glauben... Ich solle Ihr die Hoffnung nicht nehmen, es werde alles gut!


    Nach weiterer OP schien wieder alles oki sein, doch nach einem Vierteljahr klagte ihr Bruder über Knochenschmerzen. Auch hier wieder die Illusion, es sei nichts schlimmes, bis der Befund kam, Knochenmetastasen, ein Stück Beckenknochen sei schon abgebrochen. Wir hatten grade noch die Zeit, das Allernötigste zu regeln, war nicht einfach, da Bruder zeitweise unter Morphium.


    Knapp eine Woche später war alles vorbei ! :(


    Es sah am Anfang alles so gut aus, als hätte er es geschafft. Es ist nur eine trügerische Zeit, im Körper tickt die Krebsbombe weiter. Einige hier werden schreiben, ach Ledergolf, Du Pessimistin, mußt Du denn immer Deinen Mist absondern, raub den Betroffenen doch nicht die Hoffnung, ich kenne einige, die es geschafft haben!


    Ich nicht, KEINER, und es waren viele unter verschiedenen Krebsorten und -stadien, aber auch wirklich KEINER hat es geschafft, dauerhaft geheilt zu werden. Das Krankheits- und Scheingenesungsbild war immer das Gleiche: Krebs erkennen- operieren, ANSCHEIN der Heilung, Aufnahme des normalen Lebens - Rückfall - weitere Behandlungen- Rückfall - Tod.


    Auch in meiner Großfamilie das gleiche - Brustkrebs, sehr klein, angeblich rechtzeitig erkannt, nach 5 Jahren Kampf (Chemos noch und nöcher) den Lebermetastasen erlegen. Oder ein Kumpel, Hodenkrebs, ein kleines Knötchen, angeblich noch nicht gestreut, Lebensdauer: ein halbes Jahr...


    Oder mein Kumpel aus dem Nachbarhaus, Magenkrebs im Anfangsstadium, angeblich komplett entfernt, nach 3 Monaten wegen Magendurchbruch alleine in der Wohnung verblutet. Ursache: schnellwachsendes Gastrokarzinom, das eine große Ader öffnete und der Mann innerhalb von 5 Minuten verblutete, ohne Hilfe holen zu können, weil die schlagartig einsetzenden Schmerzen ihn lähmten und niemand zu Hause war.


    Oder ganz krass - der ältere Mann aus dem Nachbarblock, lustig und fidel, wurde nur immer müder und magerer, bis er zum Arzt gebracht wurde. Der stellte Lungenkrebs fest, eine kleine Kugel nur, aber ach, diese kleine Kugel hatte bereits übelst gestreut, die Lebermetastasen waren bereits so groß wie ein Tennisball, auch hier keine Heilung mehr möglich. 14 Tage später haben wir ihn beerdigt...



    Das gleiche Schema sieht man auch im Fernsehen, wenn die Prominenz erklärt, sie habe Krebs (u.a. Brustkrebs), sie sei geheilt, aber ach, kurze Zeit später ist die betroffene Person tot.... Immer das gleiche Bild...


    Es sind nur ganz, ganz wenige, die es schaffen, und das nur, wenn der Krebs wirklich noch nicht gestreut hat. Aber leider produziert ein Krebs schon allein im Anfangsstadium 100.000de Krebszellen, die der Körper am Anfang noch ausmerzen kann. Deswegen gibt es ja noch keinerlei Anzeichen für Streuung. Irgendwann schaffen es doch einige Zellen, sich in den Knochen oder der Leber festzusetzen. Diese sind in der Röhre nicht zu erkennen, da noch zu klein. Deswegen, auch wenn der Haupttumor bereits entfernt wurde und der Patient sich wieder wohlfühlt und alle denken, es ist ausgestanden, geht es im Mikrobereich bereits weiter. Der Patient fühlt sich wieder kräftig, nimmt auch wieder zu, alles scheint überstanden zu sein - bis die Metastasen wieder größer sind.


    Daran ändern auch Kontrollgänge nichts, die Metastasen sondern schon wieder Krebszellen ab, ebenfalls im Mikrobereich, die Kettenreaktion ist nicht mehr aufzuhalten. Dazu kommt noch, daß durch die Chemos das Immunsystem zerstört wird, und der Körper weiter geschwächt.


    Aus leidvoller Erfahrung bitte ich Euch alle, solltet Ihr selbst Krebsfälle in der Familie haben, regelt alles für den Falle des Ablebens, es geht schneller, als man denkt. Am Ende des Lebens hat der Patient keine Kraft mehr, Papiere oder Testament zu erstellen. Das Schlimmste ist die Bankvollmacht, da muß der Patient selbst am Bankschalter sein, und das geht nicht, wenn er im Bett liegt.


    Wir haben zur Zeit solche Probleme wegen des Nachlasses, weil der Bruder sich um nichts gekümmert hat, es gehe ihm doch gut, der Krebs ist weg...


    Ich weiß, Ihr könnt mich jetzt beschimpfen, wie Ihr wollt, Krebs bleibt immer noch tödlich, egal, was die Wissenschaft und die Ärzte sagen. Die wenigen Fälle, die geheilt wurden, waren sehr früh entdeckt worden, meist von Krebsarten wie Prostatakrebs, der sehr langsam wächst oder Weißer Hautkrebs, der nur sehr selten streut. Sind schon Metastasen vorhanden, ist eine Heilung so gut wie ausgeschlossen. Nutzt die Zeit, die Ihr noch habt, sie ist kürzer, als Ihr denkt!


    Mein Beileid der Familie! Ich wünsche Euch viel Kraft in dieser schweren Zeit und ich danke Gott, daß Octirolf noch solange bei uns allen bleiben durfte.

  • Wenn etwas uns fortgenommen wird,
    womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
    so ist viel von uns selber mit fortgenommen.
    Gott aber will, dass wir uns wiederfinden,
    reicher um alles Verlorene und vermehrt
    um jenen unendlichen Schmerz.
    (Rainer Maria Rilke)


    Traurig über den Verlust, aber dankbar für sein Wirken möchte ich seiner Frau und der Familie unsere Anteilnahme aussprechen.


    Wir werden ihn in bleibender Erinnerung behalten und denken fest an ihm in unserem Gebet. Gott schließe ihn in seinen ewigen Frieden ein.

  • Octirolf war eine wertvolle Bereicherung für seine Familie und auch für das Forum.


    Eine Beerdigung ist sehr teuer, das weiß ich, der Verlust eines geliebten Menschen unbezahlbar. Dazu kommt noch das ganze Gerenne mit den Behörden, dem Bestatter usw. Die größte Sorge ist meist, wie schaffe ich das alles nur?


    Man kommt einfach nicht zum Trauern.


    Oft kommen auch noch unerwartete Geldsorgen dazu. Die Mieten laufen weiter, Verträge haben Kündigungsfristen, kurz, die Kosten laufen weiter und können nicht so einfach wegen der Dauer der Erbenermittlung gekündigt werden. Ich hoffe, daß octirolfs Familie rechtzeitig Vorsorge getroffen hat, um das Ganze etwas abzufedern.
     
    Was haltet Ihr davon, ein Spendenkonto für octirolfs Familie einzurichten, und ihr etwas unter die Arme zu greifen? Vorausgesetzt, es wird überhaupt gewünscht.


    Andy, kannst Du das mit der Familie abklären?

  • ...es tut mir so unendlich leid,


    ich habe Dich,
    lieber Octirolf,
    leider nie persönlich kennen lernen dürfen,
    um so schmerzlicher diese Entgültigkeit,
    die so viel Leere hinterlässt....


    aber nur auf den ersten Blick,


    Oktirolf,


    Du bleibst uns
    und vor allen Dingen Deiner Alexander
    und Deinen Kindern immer zur Seite,
    Du bist hier und überall,
    Deine Spuren werden bleiben
    und Kraft geben, für das, was jetzt ohne Dich kommt,
    das Leben geht weiter,


    aber Du wirst uns weiter begleiten,
    in dem Sinne, wie Du uns und Deine Familie geprägt hast und uns hast teilhaben lassen an Deinem Sein und dem was Dich aus gemacht hat.


    in den Herzen und Gedanken vieler, die Dich kannten, wirst Du weiterleben.


    Meine Gedanken sind bei Alexandra und ihren Kindern,
    welch schwere Stunden....


    R.I.P. Oktirolf

  • *Gerade sehr getroffen ist*


    Auch wenn ich ih nur über das Board kannte: Man merkte dass er mit Leib & Seele dabei und eine Institution im DW-Board war.


    Auch mir bleibt, statt großer Reden, nur eines:


    Mein Beileid für seine Frau, seine Familie und seine Angehörigen!


    RIP octirolf.

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  • Ich kann hier nur mein Beileid für die Angehörigen aussprechen.


    Und Mut machen, auch wenn es im Moment nicht einfach ist.


    Leider gibt es Krankheiten, die man mit noch so viel Energie und Zuversicht nicht
    verändern kann.


    Ich kannte Rolf nur von einer kurzen persöhnlichen Begegnung auf
    einem Treffen. Hier im Forum hat er mir einige Male geholfen. Und er
    wird hier fehlen. Definitiv.


    Schade das wir uns nicht näher kannten.


    Wollte immer mal zu einem Forumstreffen kommen...


    Alles Gute da oben Rolf.

    Eine Zeitmaschine ist eine Maschine, mit deren Hilfe man sich in eine andere Zeit versetzen kann.


    Einsteigen, Motor starten. Musik an. Und meine Zeitreise beginnt. 8)


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