Golf 2 1,3 55ps/kat (NZ Motor) Kaltstart Problematik

  • Hallo,


    die Reduzierung ist draußen. Das ist ja max. 0.1mm Durchmesser??? 😱

    Wie soll da denn am Verteiler Unterdruck erzeugt werden?

    Egal - die war und ist auf jeden Fall frei gewesen, was weitere Fragen aufwirft. Die Bohrung im DK Gehäuse ist nämlich auch frei...

    Wenn ich am Unterdruck Schlauch am Verteiler sauge, wird auch die Hallgeber Platte im Verteiler verdreht - funktioniert also auch!

    Habe jetzt der Einfachheit halber mal den ganzen Verteiler ausgebaut.

    Wie bekomme ich die Hallgeber Blende von der Welle?

    Sicherungsring ist ab, aber die Blende ist fest. An der neuen Blende kann ich auch kein Konus erkennen.

    Wird die über den Fixierstift gepresst?

    Wenn ja, wie bekomme ich den Raus?


    Und noch eine Frage: Beim neuen Hallgeber (Facet) lässt sich der Geber auf der Grundplatte nur mit sehr erheblicher Kraft und 2 Zangen verdrehen. Sollte das nich sehr leichtgängig sein, damit die Druckdose das überhaupt schafft?


    Habe in diesem Zuge aber auch gesehen, dass der Verteilerfinger ein Riss nahe der Klemmfeder hat.

    Denke da kommen ein Teil der Zündaussetzer her...


    Und die Haltefeder des Hallgeber Anschlusses ist gebrochen und ich habe 2 Fragmente davon in der Sucherungsringnut gefunden...


    Grüße,

    AL

  • Dann wird der Kanal von innen vermockt sein. Heißt also Drosselklappe ausbauen und reinigen. Die Funktion des Reduzierstücks ist ganz einfach erklärt: Es verstärkt den Unterdruck. Eine Querschnittsverjüngung sorgt immer für einen Druckabfall. In der Dose selbst vergrößert man den Querschnitt wieder, um eine Kraftverstärkung zu erzielen, weil im Arbeitsraum der Dose keine Durchströmung vorhanden ist.


    Die Rotorblende musst du abziehen und dabei aufpassen, dass der Arretierstift nicht in den Verteiler fällt. Und denk daran, dass du auch alles wieder ordnungsgemäß zusammen bekommst. Ich hab dir gleich gesagt, dass der Tausch des Hallgebers nicht »mal eben so« geht und man dabei nicht »frei nach Schnauze« vorgehen kann. Das Ergebnis muss am Ende ja auch stimmen. Habe dir mal Bilder aus dem Reparaturleitfaden angehängt, vielleicht hilft das.


    Die Grundplatte verdreht sich insgesamt, nicht das Hallgeber-IC einzeln! Womöglich hast du das Ersatzteil durch dein Herumwürgen mit den Zangen schon kaputt gemacht ||!

  • Hallo,


    Danke für die Screenshots!

    Dann muss der Läufter also mit einem Abzieher nach vorne runter - gut; oder nicht so gut...

    Mal schauen, ob ich mir da was bauen kann.|(


    Aber ich muss Dir widersprechen: der IC muss zwangsläufig auf der Grundplatte verdrehbar sein, da die Grundplatte mit den 3 Schlitzschrauben am Verteilergehäuse befestigt wird.



    Isser ja auch in dem Fall, nur eben nur unter Zuhilfenahme von 2 Zangen:cursing:

    Man sieht auch im Bild unterm Sicherungsring das völlig ausgehärtete Fett/Schmiermittel.

    Die Platte oben mit dem IC muss frei beweglich ggü der darunter sichtbaren Platte mit den Laschen für die Verschraubung am Verteiler sein.

    Und das ist in diesem Fall leider nicht so;(

    Mal schauen, da die Rückgabefrist abgelaufen ist, werd ich den eh nicht umtauschen können und dann versuche ich mal, das wieder gangbar zu machen (wenn ich eine Idee für einen Abzieher für den Läufer habe; ist sehr eng da drin)...


    Was mir aufgefallen ist: wenn ich den Hallgeber nach Anleitung durchmesse (also PIN 3 und 6 am ZSG messen und gleichzeitig den Hallgeber drehen) springt immer im Takt der Blende die Spritpumpe an. Die angegebenen 2V kann ich da nicht messen (eher irgendwas gegen 6...8V also die Versorgungsspannung).

    Ist das so richtig? Hatte den Verteiler ja ab und konnte so sehr einfach die Blende drehen :)


    Den Kanal zur DK habe ich durch geblasen - der ist auch frei. Das ist ja das kuriose...

    Habe jetzt den ganzen kram mit dem alten Hall-Geber, neuen Kerzen und Zündleitungen, neuem Verteilerfinger und -Kappe und gereinigter "Düse" wieder zusammen gebaut.

    Ich würde korrigiren und tippen, dass das Loch darin eher so 0,01mm Durchmesser hat...

    Kann mir nicht vorstellen, dass da noch Luft durch geht...




    Morgen mal Testlauf.

  • Da ich die Hallgebereinheit mit Grundplatte noch nie in der Hand hatte, kann ich mich nur nach dem richten, was ich auf der Explosionszeichnung erkennen kann. Tut mir leid, dass ich dir da Unrecht getan habe |(. Dann besteht deine Hallgebereinheit also aus zwei (in deinem Fall nur theoretisch 8o) gegeneinander verdrehbaren Platten, von denen eine mit dem Verteilergehäuse verschraubt ist. Denn wenn ich das richtig sehe, hast du einen Bausatz aus der Hallgebereinheit und der Grundplatte, die auf der Explosionszeichnung aus dem Reparaturleitfaden gerade nicht mehr zu sehen ist.


    Edit: Nur wenn du den Sicherungsring entfernst, kannst du die Lagerstelle wieder richtig gängig machen. Schau auch mal, ob sich nicht sogar zu viele Ausgleichsscheiben zwischen Grund- und Hallgeberplatte befinden.


    Zum Unterdruckanschluss: Versuch doch mal, das Loch mit einer dünnen Nadel freizustochern.


    Ergänzung: Die 2 V sind wieder nur die Mindestanforderung. Es ist kein Defekt, wenn die Amplitude größer ist.

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    Einmal editiert, zuletzt von Franzmann ()

  • Morning!


    Genau so ist es! Ich muss mir aber erst überlegen, wie ich mir mit einfachen Mitteln einen Abzieher für die Hall-Blende bauen kann.

    Wenn ich den Geber nicht zurück geben kann, werde ich versuchen, Grund- und Trägerplatte wieder gängig zu bekommen...


    Die Düse im Unterdruckstutzen war von Anfang an frei. Hatte sie gestern noch einmal vorsorglich in Zitronensäure gelegt. Ist der Durchlass wirklich so winzig klein? Hat das schon mal jemand ausgemessen? Sieht aus, wie wenige 10tel mm Durchmesser...

    Die Leitung ist neu, die Dose ist dicht und die Verstellung im Verteiler funktioniert, wenn ich dran sauge. DK-Gehäuse hat auch Durchgang (Bremsenreiniger läuft 1:1 durch).

    Werde heute noch mal schauen, ob er a) anspringt/läuft und b) die Zündung verstellt.


    Grüße.

  • Ich ziehe die Blende immer mit einen Stückchen 10mm Kupferrohr ab. Dieses stecke ich als Gegenhalter auf die Verteilerwelle und stütze die Spindel eines kleinen Abziehers darauf ab. Dann ziehe ich die Blende ganz vorsichtig herunter. Man muss schon behutsam vorgehen sonst ist die Blende verzogen!


    Für den Fall der Fälle:

    Verlorene Stifte kann man gut mit einem Stück HSS-Bohrer ersetzen, so spart man sich suchen und fluchen!

  • Hallo,


    wie hast Du die Harken ausgeführt, die in die Blende greifen?

    Viel Platz ist da ja nicht zur Verteilerwand, also müssten die kurz sein, sollten aber ja schon kräftig genug sein, um nicht sofort wieder auf zu biegen...


    Gerade einen Startversuch gemacht.

    Ist sofort, bei gefühlt der 1. KW-Umdrehung gekommen. Seidenweicher Lauf - leicht erhöhtes Standgas hat er nun.

    Dreht aber sauber hoch, ohne Absetzen/Einbrüche oder Aussetzer. Fällt dann auch sicher und schnell wieder in den LL zurück.

    Angesprungen bei warmen Motor ist er dann auch sofort wieder. Morgen mal checken, ob er auch im Warmlauf wieder anspringt (das hatte er davor ja nicht mehr gekonnt).


    War also wohl der Kandidat mit dem Haarriss an der Haltefeder,



    im Zusammenspiel mit der Unterdruckgeschichte.

    Am Verteilerkapperl hab ich keine Risse gesehen (was aber nicht heißen soll, dass sie keine hatte. Habe die aber aufgrund der schon ganz schön verschlissenen Kontaktlaschen mit getauscht).

    Kabel und Kerzen dann rein prophylaktisch auch noch gewechselt - kost ja nix.


    Die Tage dann mal zum TÜV und schauen, obs der KAT auch überlebt hat.


    Vielen Dank allen helfenden Tippgebern!


    Grüße,

    AL

  • Heute war ich kurz in der Garage, mit einem Verteiler aus der Restekiste hab ich mal ein Foto gemacht. Wenn unten der Hohlspannstift raus und der Antrieb ab ist kann man die Verteilerinnereien soweit anheben das ein kleiner Abzieher passt. Auf dem Bild fehlt nur das Kupferrohr, ohne Rohrhülse habe ich es auch nicht auseinander bekommen.

    Der Seegering muß natürlich auch runter.