Beiträge von Silent Engineer

    Das Thema kommt irgendwie immer zu kurz obwohl es so wichtig ist. Was nutzt die beste Rostschutzvorsorge von außen, wenn dir der Wagen einfach von innen anfängt wegzufaulen....

    Sieht doch super aus! Mit diesen Maßnahmen wird das Auto besser als neu sein.


    Fett ist nach allen Diskussionen und Untersuchungen definitiv besser als Wachs. Ich selbst habe mit kräftiger Hilfe von mad² vor gut 3 1/2 Jahren die Fluidfilm-Produkte auf und im Schätzchen angewendet. Die Verarbeitung war einfach und die Standzeit bei einem Schönwetterfahrzeug ausreichend.

    Wäre mein 2er nicht nackig gewesen, hätte ich die Mike Sanders Aktion wahrscheinlich auch nicht gestartet sondern wie ihr beiden zu Fluid Film gegriffen. Die Gefahr sich die ganze Innenausstattung dabei zu ruinieren ist einfach zu hoch. Das kann ich gut nachvollziehen.

    Das da genug Fett in dem jeweiligen Hohlraum drin ist, erkennt man dann immer daran, dass es aus den naheliegenden Löchern wieder austritt....



    Morgen noch ein bisschen sauber machen und die Wasserabläufe freimachen, dann geht es endlich an den Zusammenbau. Ich denke mal mit der Elektrik werde ich kommende Woche starten.

    Dann das heiße Fett eingefüllt, Kompressor auf 6,5 Bar eingestellt, die Sonde in die Hohlräume geschoben und abgedrückt. Dabei den Schlauch dann langsam wieder rausziehen. Ich habe von dem Vorgang selbst keine Bilder machen können, weil es muss zum einen echt schnell gehen, bevor das wieder kalt ist und meine Finger waren voller Fett... :P


    Also ich muss echt sagen, dass Zeug ist schon wirklich zickig und ohne dieses heiße Metallrohr in der Pistole hätte es nicht geklappt, weil selbst damit musste ich zweimal die Pistole wieder aufschrauben und das Fett neu erhitzen. Am Ende hab ich den fight gewonnen und das Zeug ist jetzt da wo es hin soll. Das Bierchen gestern Abend hat sehr gut geschmeckt nach der Aktion.



    Hohlraumkonservierung dann am Wochenende mal gestartet.

    Das Problem weshalb das bei vielen nicht gut geklappt hat, ist dass das Zeug halt in der Druckbecherpistole extrem schnell kalt wird und dann nicht mehr verspritzt werden kann weil diese nervigen Fettklumpen alles in den Düsen und Sonden verstopfen. Bevor ich also angefangen habe, wollte ich diese Fehlerquelle schonmal so gut es geht ausschalten.


    Hilfsmittel nummer eins ist ein dickes Eisenrohr was von der Wandung her genau in die Druckbecherpistole passt. Das Rohr habe ich bevor ich die Pistole gefüllt habe, mit dem Brenner erstmal fast zum glühen gebracht und dann mit der Schweißzange in die Becherpistole rutschen lassen und erst dann das Fett eingefüllt um die Auskühlung in der Becherpistole zu reduzieren. Den Druckbecher selbst habe ich von außen noch isoliert mit diesem Zeug was man hinter die Heizkörper an die Wände macht.


    Dann wie beschrieben das Rohr erstmal richtig auf Temperatur bringen



    Das war dann schonmal die Lösung für das erste Problem. Fett im Topf erhitzen auf 140 Grad mit Thermometer geprüft und dann kann die Pistole gefüllt werden.


    Zweites Problem weshalb das oft scheitert ist, dass jetzt zwar das Fett richtig heiß ist, wenn es aber durch den 2 m PVC Schlauch der Sonde durchschießt es schon wieder verklumpt. Der Schlauch muss also auch vorgewärmt werden. Hierfür habe ich ein langes HT Rohr genommen oben was reingefuckelt, was das Ende des Schlauches hält und unten an das Rohr einen alten Fön mit Klebeband angeflanscht. Schlauch also in das HT Rohr und Fön einschalten. Das habe ich dann so lange laufen lassen wie ich benötigt habe um die Pistole zu füllen.


    Musste wegen der Farbe des UB jetzt erstmal zwei Seiten zurück gehen. Jetzt in schwarz sieht es definitiv besser aus, auch wenn das natürlich nur Details sind, die später kaum zu sehen sein werden. Trotzdem weißt du es, und wenn ich so viel Arbeit in ein Auto stecken würde, würde ich es auch perfekt haben wollen. :]


    Die Dämmung mit Alubutyl sieht sehr gut aus. Was hast du damit nun alles gedämmt? Boden mit Spritzwand, Türen, Seitenteile und ein bisschen am Dach? Oder noch mehr?

    Wie viel Alubutyl hast du denn letztendlich benötigt?

    Ja, wie gesagt das Dunkelgrau was vorher drauf war, sollte ja auch die Decklackierung sein, bei der Außenfarbe Dark Burgundy Perleffekt. Das schwarz gefällt mir persönlich jetzt bei der neuen Farbe auch besser.


    Mit dem Butyl habe nur das gedämmt was auf den Bildern zu sehen ist. Spritzwand, kompletter Boden und an dem Dach und den Seitenwänden sowie den Türen immer nur einen großen Streifen in die Mitte. Das bringt sonst nichts an Dämmung in den Bereichen. Da muss die Türpappe von hinten gedämmt werden, dann bringt das was. Ich habe 2 Rollen gekauft 40cm X 5 Meter. Damit bin ich genau ausgekommen.

    Womit wir dann auch schon beim nervigsten aller Themen angekommen sind. Die Hohlraumkonservierung. Ich hab das Thema schon vor mehreren Monaten angefangen zu recherchieren. Da gibt es ja auch wieder 1000 Meinungen und Mittel. Ganz interessant und für mich am besten nachvollziehbar ist der Artikel aus der Oldtimermarkt dazu gewesen mit Langzeittestung etc...ich denke die Ausgabe werden die meisten kennen.



    Nicht nur durch dieses Heft sondern auch anhand aller anderen Infoquellen die ich so durchgestöbert habe wird man immer wieder auf das Mike Sanders zurück geführt. Die meisten meiden das Zeug wegen der komplexen Verarbeitung. Zudem eine riesen Sauerei und auch nicht ganz ungefährlich. Aber die Haltbarkeit unschlagbar. Zudem habe ich die Karosse jetzt einmal leer und komme überall dran. Ich habe keine Lust das alle paar Jahre neu zu machen und das Mike Sanders ist eines der wenigen Mittel die man nur einmal anwenden muss. Weil auch viel geschweißt wurde an der Karosse und ich das lange haltbar haben wollte habe ich mich mal an das Thema gewagt. Man kann das natürlich auch abgeben und machen lassen, unter 800 Euro für ein gesamtes Fahrzeug geht da aber nicht viel. 4 Kg ist ausreichend für ein ganzes Fahrzeug lt. Hersteller.


    Nächster Schritt: Fahrzeugdämmung

    Grundlage hier das häufig zum Einsatz kommende Alubutyl. Flächen erst abgesaugt und mit Silikonentferner gereinigt und entfettet, dann passend ausgeschnitten und aufgeklebt.



    Um den Feuchtigkeitseintritt zwischen den Überlappungen der Butylmatten zu vermeiden habe ich diese Stelle noch mit einem nicht brennbaren Thermoband verklebt. Zudem hatte dieses noch exakt die selbe Farbe wie das Butyl selbst. Das sollte wohl erstmal dicht sein, zudem waren ja die neuen Bodenbleche auch verzinkt. Mehr kann ich wohl erstmal nicht machen.



    So sieht das am Ende auch fast aus wie eine gesamte Fläche. Zuletzt das Butyl noch mit einer Rolle richtig angedrückt.



    Auf den Boden kommen jetzt noch die Schwerschicht Dämmmatten die auch original da drin waren. Das mache ich aber erst nach der Hohlraumkonservierung und dem Verlegen der Fahrzeugelektrik.

    Was noch offen ist (außer Motor und den ganzen Wagen zusammenbauen)?

    - Dämmmatte von der Motorhaube restaurieren

    - Radläufe und Unterboden mit 3 in 1 in schwarz lackieren, weil mir das sonst mit der geänderten Außenfarbe nicht gefällt

    Aufgrund der geänderten Außenlackierung passten Farbtöne von Unterboden und Radlauf nicht mehr so gut zusammen, deswegen ja eine weitere Beschichtung mit BK 3in1 in schwarz. Passt meiner Ansicht nach jetzt deutlich besser zu dem LD7Y.


    Was noch offen ist (außer Motor und den ganzen Wagen zusammenbauen)?

    - Dämmmatte von der Motorhaube restaurieren

    - Radläufe und Unterboden mit 3 in 1 in schwarz lackieren, weil mir das sonst mit der geänderten Außenfarbe nicht gefällt

    Dämmmatte ist dann fertig geworden...

    Die Löcher wo die Stangen durchkommen habe ich noch vernäht, damit das nicht wieder so schnell ausreißen kann..



    Die Dreiecke für die Haubenausbuchtung sind neu aufgedämmt und mussten abgenäht werden, damit die Dämmung auch an der Stelle bleibt. Hier der vorher nachher Vergleich:

    Das sind doch die Jungs von SAT Motorsport, oder? Ja, sie tragen das auch mit H ein, gegen den Einwurf barer Münze… So „richtig legal“ ist das aber auch nicht, oder? Ich zumindest habe da so persönlich meine Zweifel… Und jedes Mal zur HU x- hundert Km ist Ja auch nicht das Wahre…

    Also sagen wir mal so.... die haben halt einen Prüfer am Start, der die Lenso BSX Felgen aufgrund der optischen Anlehnung an die BBS als zeitgenössisch bewertet. Soweit eigentlich nix gegen einzuwenden wie ich finde. Wo ist auch das Problem? Besser mit neuen Lenso BSX unterwegs die optisch wie die BBS daher kommen als mit 35 Jahre alten BBS die krumm sind wie ein Flitzebogen... Und jeder Prüfer bewertet anders. Wenn du mit H Kennzeichen dort hin fährst um nur die Felgen eintragen zu lassen, halten sich die Kosten in Grenzen. Dann sind die Felgen eingetragen mit Nachweis. Wieso sollte es bei der HU nach 2 Jahren Probleme geben?