Beiträge von HerrDoktor

    Moin,


    mene Meinung wirst Du erraten können: Du kannst ja machen, was Du willst, aber ich würde keinesfalls den roten umbauen. Wenn es unbedingt ein G60 sein soll, dann verkaufe den roten und Kauf Dir einen Neuen.

    Den Karosseriezustand musst Du eben genau untersuchen beim Kauf; insofern wäre es m. E. kein Argument, dass Du die Karosse vom roten ja schon kennst. Zudem kostet ein Umbau auch einiges an Geld und es wäre vermutlich kaum billiger als einen neuen G60 zu kaufen. Zudem bliebe es eben ein Umbau.


    Wenn es denn sein soll, dann verkauf den roten, setz einen marktgerechten Preis an und Du wirst ihn wohl los. Dann ist der Weg frei für den Kompressorgolf.


    VG

    Moin zusammen,


    hier habe ich ja schon einige Zeit nichts mehr geschrieben. Dank der Corona-Krise ging es in den letzten Monaten aus verschiedenen Gründen auch etwas langsamer voran. Den Ausbau des Klimakastens hatte ich aber noch nicht fertig beschrieben:


    Nach dem Ausbau des gesamten Armaturenbretts wollte ich jetzt endlich den Klimakasten herausholen.


    Zunächst montierte ich im Motorraum die Zündspule ab und löste die oberhalb der Spritzwand verlegten Kabelstränge aus ihren Kabelbindern, um mir etwas Platz zu verschaffen. Die Kabel waren noch von der Werksmontage vor rd. 30 Jahren mit Kabelbindern „fest“ verlegt. Irgendwie fühlte ich mich fast wie ein Eindringling in diese ordentlichen, praktisch „jungfäulichen“ Bereich.


    Ob ich diese Kabel und die vielen anderen (bspw. hinter dem Armaturenbrett) je wieder so ordentlich verlegt bekommen würde?



    Im Anschluss nahm ich den Wasserzu- und ablaufschlauch für den Wärmetauscher ab. Das Abnehmen der Klemm-Schellen Marke VW war übrigens keine Freude in dem immer noch zu engen Raum, da ich nur eine handelsübliche Wasserpumpenzange zur Hand hatte.



    Danach ging es an das Expansionsventil. Das Bauteil ist vergleichsweise klein und die Schrauben mit SW19 und SW24 sehr groß, daher musste ich zunächst nach und nach die Klimazulauf- und Klimaablaufleitung vorne abnehmen, bevor ich dann die hinteren Schraubverbindungen lösen konnte. Hier mal der Verlauf der Klimaleitungen: die kleine dünne ist die Zulaufleitung, die große ist die Ablaufleitung. Beide sind auch noch mittels einer Halterung miteinander verschraubt, damit es auch hält (die VW-Qualität der 80er, wo noch für die Ewigkeit gebaut wurde ;-)



    In der Bildmitte das helle Kästchen (hinter den Leitungen) ist das Expansionsventil.


    Die nun offenen Enden der Klimaleitungen hatte ich übrigens sicherheitshalber mit Gefrierbeuteln eingepackt und luftdicht verschlossen.


    Danach löste ich die vier Schrauben (SW10) an den Stehlbolzen, mit denen der Klimakasten festgeschraubt ist. Zwei Schrauben befinden sich auf 4 und 11 Uhr um das Espansionsventil; zwei weitere Schrauben sind auf sowie senkrecht über dem Hitzeschutzblech. Beim Schätzchen steckten auch teilweise noch Schlauchhalter auf den Stehbolzen. Das erste Bild zeigt die beiden (in Fahrtrichtung) linken Schrauben, das zweite Bild zeigt die Anschlüsse für den Verdampfer mit den beiden Stehbolzen links oben und rechts unten.



    Weiter ging es dann im Innenraum. Der Klimakasten ist mit einer weiteren Schraube etwa in der Mitte der Beifahrerseite oben an die Karosse geschraubt (SW13).


    Um danach den Klimakasten herausnehmen zu können demontierte ich kurzzeitig den Armaturenbretthalter; er ist mit zwei Schrauben ebenfalls unterhalb der Frontscheibe in die Karosse geschraubt (SW8). Zudem zog ich noch die Unterdruckleitung ab, die von der Gebläsesteuerung in den Motorraum führt. Im Motorraum ließ sie sich am T-Stück prima abziehen (roter Pfeil).



    Die ganzen Unterdruckleitungen zwischen der Gebläsesteuerung und dem Klimakasten habe ich nicht demontiert, da dies für meine Zwecke unnötig war und ich auch kein Freund davon bin, diese Leitungen einfach alle abzuziehen. Insofern habe ich den Gebläsekasten mitsamt der Gebläsesteuerung herausgenommen. Das war das gute Teil (hier schon mit demontiertem Lüfterrad].



    Danach konnte ich dann endlich an die eigentliche Aufgabe gehen, nämlich die Klappen in dem Kasten neu zu bekleben. Damit geht es im nächsten Teil weiter.


    Bis dahin schönes Grüße

    HerrDoktor

    Dann sag auch, was Sache ist: Rolf hat uns leider schon am 1. August 2016 nach schwerer Krankheit verlassen. Unglaublich, dass das jetzt schon so lange her ist.


    Kann sonst jemand helfen?


    VG

    Das ist eine Frage der Vorliebe: weitestgehend original (dann XT) oder sind Abweichungen erlaubt (dann was gefällt).


    Die EdBlue-Ausstattung gab es so in blau meine ich nur im EdBlue; man kann also nicht später behaupten, es sei wie eine Sonderausstattung. Aber wenn sie gut aussieht?

    Hast Du denn auch die Türpappen und die Abdeckung dazu? Verbauen würde ich die EdBlue nämlich nur, wenn sie auch wirklich komplett ist.


    VG

    Moin,


    ich denke, die allermeisten unterschätzen den Resto-Aufwand, den solch ein Schätzchen macht. Der PL wird m. E. kaum für 5T€ wieder vernünftig auf die Straße zu bringen sein. Allein eine gute XT-Ausstattung kommt gerne schon für deutlich über 500€, zzgl. Transport (selbst oder Spediteur). Der Motor nebst Getriebe und Kupplung wird unter 2 T€ nicht gehen. Lackierung ebenso. Und dann kommen noch Klima, Fahrwerk etc. pp. Gut, ist vielleicht auch alles eine Frage des Maßstabes, aber wenn ich ausgerechnet bei einem PL mit einer Resto anfange, dann soll sie auch ordentlich sein.


    Gleiches gilt für den Carat. Wir reden hier von Liebhaberautos. Da restauriert man mal nicht eben so ein paar Teile, damit die Karre wieder fährt, sondern da macht man ein Schmuckstück draus. Wenn man es nicht macht, soll offenbar nur ein weiterer Blender hergestellt werden. Davon gibt es aber sowieso - aktuelle Nachfrage hin oder her - viel zu viele.


    VG

    Moin,


    die Frage nach Retten oder Schlachten lässt sich offensichtlich nicht so einfach beantworten, da es immer um die persönliche Situation geht: wie viele E-Teile muss man noch besorgen? Was kann man selbst machen? Welche persönliche Bindung habe ich zum Auto?


    All diese Fragen drehen sich aber nur um die eine Hauptfrage: ist es mir (!) der Aufwand wert?

    Ich kann mich der Mehrheit nur anschließen und sagen: Schlachten. Wenn ich unbedingt einen Carat haben wollen würde, wäre es nicht dieser hier. Denn selbst wenn ich über ein noch so toll gefülltes E-Teilelager verfüge bleibt es dabei, dass der Aufwand, den dieses Projekt verursacht, viel höher ist, als er sein müsste (wenn man eine andere Basis nähme).


    Wen das nicht stört, soll sich dransetzen.

    VG

    Moin,


    ich würde auch die originale Farbe bevorzugen. Wenn es die absolut nicht sein soll, würde ich aber in jedem Falle eine andere Farbe aus dem originalen Programm des Modelljahrs (!) wählen, hier also wohl MJ 1990 oder 1991, je nach Baujahr.


    Bevor Du ihn neu lackierst, würde ich allerdings mal schauen, ob es nicht eine Aufarbeitung durch einen Profi auch richten kann. Selbst bei sehr verwitterten Lacken kann ein Profi so viel herausholen, dass eine Lackierung unnötig wird. Die kostet bei echten Profis zwar auch sehr schnell höhere dreistellige Beträge, kann aber vielleicht den Originallack retten. Es setzt natürlich voraus, dass es sich noch um Originallack handelt.


    VG