Beiträge von HerrDoktor

    Moin,


    das Angebot ist reelle. Allein für Sterne oder Felgen neu aufbauen ist man schnell bei 100€ bei 120€ pro Rad. Das Auseinander- und Zusammenbauen kommt dann noch dazu. Deshalb geht das schon auf mit den 720€.


    Was passiert dann mit den Schrauben und den Betten? Die müssen ja auch neu gemacht werden. ist das auch mit drin?

    Hallo Marcel,


    LA6Z ist und bleibt eine schöne Farbei! Bin mal gespannt, was Du aus dem kleinen NZ machst.


    Aber warum nimmst Du als Basis nicht einen GTI o. Ä,? Die "runtergerittenen" Exemplare gibt es immer noch einigermaßen günstig und für Dich mit Deinen Fähigkeiten wäre es doch ein Leichtes, den wieder aufzubauen. Schlussendlich hättest Du einen "echten" GTI im Traumzustand?


    Ist aber Deine Entscheidung und ich will hier auch keine Diskussion in dieser Richtung lostreten. Es ist Hobby und da kann und darf jeder das machen, was er will.


    VG

    Rauf auf den Bock und ab "auf Achse"


    Den Anfang meines „Selbstudienprogramms“ habe ich mit der Hinterachse gemacht, die ich ausbauen, strahlen, pulvern und neu lagern will. Ich schreibe im Folgenden und in meinen nächsten Beiträgen, wie ich es gemacht habe. Aber es sind keine Bauanleitungen. Ich übernehme ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit meiner Arbeiten.


    Das Aufbocken des Autos war meine erste Übung. Das sollte man sehr ernst nehmen, da es darum geht, sich selbst vor lebensgefährlichen Verletzungen zu bewahren und natürlich auch die Karosse nicht zu beschädigen. Dazu habe ich mir ordentliche Vierbein-Böcke mit Sicherungsstift besorgt, dann das Auto mit dem Wagenheber jeweils hinten links und rechts an der Achsaufnahme hochgehoben und die Böcke unter das Auto gestellt. Jeweils rd. 5 cm innenliegend von den hinteren Aufnahmepunkten für den kleinen Serien-Wagenheber findet ihr die Ausläufer der hinteren Längsträger. Da habe ich die Böcke drunter gestellt, da hier das Blech ausreichend dimensioniert ist, um die Karosse längere Zeit zu halten.




    Danach ging ich daran, die Achse auszubauen:


    1.     Kofferraumabdeckung habe ich herausgenommen und die Seitenteile hinten links und rechts ausgebaut. Dafür habe ich auch die Gurte aus ihrer unteren (an der Sitzbank) und oberen (hinter dem Seitenfenster) Verankerungen gelöst, um die Seitenteile komplett herausnehmen zu können. Die Schrauben habe ich direkt wieder in die Gewinde hineingedreht; so gehen sie nicht verloren.

    2.     Dann habe ich die Abdeckkappe der Federbeine abgenommen. Darunter sieht man eine Sechskant-Mutter (SW11), unter der ein Teller ist, unter dem sich eine zweite Mutter (SW11) befindet. Die erste Mutter habe ich komplett abgedreht und dabei mit einer Zange die Kolbenstange (schaut über der Mutter raus) festgehalten, da sie sich sonst mit dreht. Danach habe ich Mutter und Teller abgenommen. Die zweite Mutter habe ich gelöst, aber mit einigen Gewindegängen sitzen lassen.


    3.     Zur eigenen Sicherheit und für den weiteren Arbeitsgang habe ich dann die Achse mit einem großen Wagenheber mittig abgestützt, aber nur so, dass der Wagenheber leicht gegen die Achse drückt. Das Auto sollte ja nicht noch weiter hochgehoben werden.

    4.     Räder abgenommen

    5.     Handbremsseile unter der Abdeckung des Handbremshebels gelöst; ich habe hier gleich den ganzen Handbremshebel abgeschraubt und die Seile aus dem Gestänge gezogen. Danach habe ich das Handbremsseil hinten links und rechts aus der Verankerung am Bremssattel entfernt und aus den Haltern an der Achse gelöst (es ist auf jeder Seite zwei- bis dreimal mit Haltern befestigt.)

    6.     Dann ging ich daran, die Bremsleitungen am Übergang zur Achse abzuschrauben:

    Erstens habe ich dazu das Bremspedal leicht gedrückt und es dann arretiert, indem ich eine Holzlatte zwischen Sitz und Bremspedal geklemmt habe. Dadurch wird die Bremsflüssigkeit in den Bremskraftverstärker zurückgedrückt, verhindert dort Versprödungen der Dichtungen und die Leitungen kurz vor der hinteren Bremse sind weitgehend leer.

    Zweitens habe ich dann die Bremsschläuche an der Bremse durchschnitten und die Reste der Bremsflüssigkeit mit einem Lappen aufgenommen; es kam nicht mehr viel.

    Drittens: von vorne kommen zwei Bremsleitungen und münden in den „lastabhängigen Bremskraftverteiler“ (LAB), von dem wieder zwei Bremsleitungen nach hinten links und rechts abgehen. Der LAB“ ist an einem gefederten Ausleger der Achse mit zwei Schrauben (SE11) befestigt (siehe folgendes Bild). Diese habe ich herausgedreht und den LAB abgelöst.



    Viertens habe ich dann die vom LAB nach links und rechts abgehenden Bremsleitungen am Übergang zum ersten Bremsschlauch (je links und rechts einer) gelöst. Sie sind mit einer Gewindeschraube (SW11) und einer Spannklammer befestigt. Einen Bremsleitungsschlüssel hatte ich nicht zur Hand, aber mit einem normalen Maulschlüssel ließ sich das Ganze auch abdrehen.

    Die Bremsschläuche in der Achse und auch die Bremsleitungen, die an die Achse geklipst sind, kann man später nach dem Ausbau der Achse abbauen.

    7.     Danach habe ich den Bremssattel abgenommen und dazu die zwei hinteren Schrauben SW13 gelöst; dabei musste ich die im Gewinde sitzenden Schrauben SW15 gegenhalten. Danach konnte ich den Bremssattel abnehmen und die Bremsklötze aus ihrer Halterung entnehmen. Im Anschluss habe ich den Bremsträger entfernt. Dieser ist mit zwei Innen-Sechskant-Schrauben – Inbusschrauben – SW6 von hinten verschraubt. Die Schrauben saßen bombenfest; Rostlöser half hier.

    Bremssattel und Bremsträger mal im Detail; man sieht ihnen die 29 Jahre und über 200 TKM an.




    8.     Anschließend habe ich das Radlager entfernt und konnte die Bremsscheibe entnehmen.


    Das Ankerblech darunter ist zusammen mit dem Achsstutzen durch vier Sechskantschrauben (SW15) an den Querlenker geschraubt. Davor sitzt noch ein kleiner Ring auf der Achse, der die Schrauben teilweise verdeckt. Den Ring habe ich mit einer Schraubzwinge vorsichtig abgehebelt, so dass die vier Schrauben frei zugänglich waren. Dann habe ich diese zunächst mit reichlich Kriechöl behandelt, da sie sehr fest sitzen und nach einer Einwirkzeit abgeschraubt.

    9.     Dann habe ich die Gewindebolzen der unteren Federbeinaufnahme (SW17) links und rechts (sitzt quer zur Fahrtrichtung) gelöst, aber nicht abgeschraubt. Zuvor hatte ich Kriechöl verwendet, da diese Schrauben arg festsitzen können.

    10.  Danach ging es daran, die Achse selbst zu lösen: An der Achsaufnahme habe ich drei Schrauben (SW17) herausgedreht und die nun freie Achse mittels des Wagenhebers abgelassen.

    11.  Schließlich konnte ich links und rechts die Gewindebolzen der Federbeinaufnahme vollständig herausdrehen und die Achse war frei.

    Im Anschluss habe ich alle Bremsschläuche aus ihren Verankerungen entfernt und die Bremsleitungen aus ihren Clips gelöst; da musste ich sehr vorsichtig sein, weil ich die ja eigentlich wiederverwenden würde. An der hinteren rechten Bremsleitung habe ich dann nicht genügend aufgepasst; die muss ich jetzt neu haben.


    Nun wird die Achse gestrahlt, gepulvert mit neuen Achslagern versehen und wieder eingebaut.


    Die Bremssättel wollte ich ursprünglich ebenfalls aufarbeiten und neu lackieren lassen. Davon haben mir aber schon einige hier im Forum abgeraten, zuletzt auch Der Golf Zwei . Wenn ich also noch neue Sättel bekommen kann, werde ich mir diesen Arbeitsaufwand auch sparen.


    Alle Schrauben lasse ich auch wieder schön machen, bevor ich sie montiere. Die Verschleißteile inklusive der Bremsschläuche kommen soweit nötig neu.


    Soweit ist das jetzt mal die erste Baustelle von einigen.


    Freundliche Grüße und schönen Sonntag noch

    der Doc

    Moin,


    ich suche


    - ein DigiFIZ 8000 mit Hasenplatine

    - ein Schalter für Heckscheibenheizung

    - ein Schalter für Nebelscheinwerfer und -leuchte


    Die Schalter sollten die fürs DigiFIZ sein.


    Alles sollte optisch in Ordnung sein und einwandfrei funktionieren. Bastlerzeugs kann ich nicht gebrauchen.


    Wer also sein DigiFIZ nicht mehr braucht, da würde ich mich freuen, wenn er sich bei mir meldet.


    Viele Grüße

    der Doc

    Moin,


    Danke für deine Antwort!!

    Wo würdest du mir empfehlen einen golf 2 zu suchen?

    Ich würde die einschlägigen Web-Marktplätze permanent absuchen oder auch einen Suchalarm programmieren, d.h. mobile, autoscout, ebay-kleinanzeigen. Wenn man da mit den richtigen Suchworten arbeitet, sollte man schon fündig werden.


    Auf Messen - bspw. Techno Classica Essen - ist der Golf 2 nicht wirklich angekommen. Überdies ist das Preisniveau dort häufig absurd hoch. Einzig, auf der letzten TCE ist ein rotes Golf I Cabrio Sportline in tollem Zustand im Rahmen einer Versteigerung für einen durchaus angemessenen Preis versteigert worden. War aber das einzige Mal, dass ich einen Preis dort angemessen fand.


    Du kannst natürlich auch - wenn Du mal einen F&I siehst, der Dir gefällt - den Eigentümer direkt ansprechen. Manchmal kann man damit durchaus Erfolg haben.


    Für die Besichtigung würde ich dann kritisch auswählen, ggf. auch hier im Forum Angebote "online" begutachten lassen. Den meisten von uns fallen diverse Punkte schon beim ersten Betrachten auf.


    VG

    Moin Phillip,


    herzlich willkommen hier und schön, dass Du Dich für den Golf 2 interessierst.


    Je nach dem, wie Du „drauf“ bist, ist der Golf 2, zumal als GTI, für Dich geeignet oder nicht. Ein GTI und auch der F&I (insbesondere mit dem GTI-Motor) sind schon begehrte Exemplare, die zudem in gutem Zustand nicht mehr oft zu finden sind. Der Golf 2 ist ein echtes Liebhaberauto geworden und er ist auch mittlerweile über 30 Jahre alt, weshalb eigentlich „immer etwas zu tun“ ist. Du musst also schon basteln wollen und auch Zeit mit dem Auto verbringen wollen; Ersatzteile bekommt man nur noch selten auf dem Schrotti und muss häufig nach ihnen suchen. Deshalb sind die Golf 2 heute auch nicht mehr die billigsten Autos (das wären eher Golf III oder IV), aber auch nicht die teuersten.


    Das schöne am G2 ist seine überwiegend simple Technik. Wer Schrauben kann, der ist mit diesem Auto gut bedient. Lego Technik mit FSK 18 sozusagen.


    Preislich sind die guten GTI und F&I allerdings schon jenseits der 5 T€ angekommen - ich weiß nicht, ob das für Dich ok ist. Bei günstigeren Angeboten ist oft viel zu machen und es ist die Frage, ob sich das lohnt.


    Die wichtigsten Aspekte bei der Suche sind:

    - Vollständigkeit des Modells (keine fehlenden Teile)

    - keine Verbastelungen, d. h. sinnlose Veränderungen, wie bspw. modellübergreifende Motor-„Misch“-Umbauten oder so; technisch gut umgesetztes Tuning ist dagegen Ok, wenn man es mag)

    Kein Rost: wenn es am Rand der Scheiben, an den Endspitzen, Schwellern, Unterboden, Radhäusern schon blüht, muss man sehr aufmerksam sein

    - die Technik ist dagegen häufig sehr robust


    Wenn Du ein Angebot hast, welches Dich interessiert, kannst Du es hier gerne einstellen und begutachten lassen. Da kommt immer etwas an Hinweisen zusammen.


    Ein interessantes Exemplar wird bspw. hier angeboten: Vw Golf 2 GTI


    Ob es ein „Anfängerauto“ ist, kommt darauf an: wer noch fahren üben muss und davon ausgeht, dass er häufiger mal aneckt, dem würde ich eher abraten. Wer dagegen besonnen genug ist, der soll gerne loslegen.


    VG

    „Die Westverwandschaft kommt zu Besuch.“


    Moin,


    darüber musste ich herzlich lachen, weil es absolut trifft. In dieser Ausstattung, gerade auch mit den Serienfelgen, ist dieser Golf beinahe die Inkarnation der Bonner Republik Mitte der 80er. Dein Exemplar gefällt mir sehr gut.


    Die gegensätzlichen Ansichten zu breiten oder schmalen Stoßstangen sind auch so alt wie die Geschichte des Golf II. Ich denke schon, dass das weit verbreitete Faible für schmale Stossis mit Chromkeder sich eher aus der heutigen nostalgischen Sicht auf die damalige Zeit begründet. Denn Tatsache ist, dass der Golf II schon bei seiner Markteinführung 1982 vom Design her sehr konservativ war (um nicht zu sagen: veraltet). Die zeitgleich in den Markt eingeführten Modelle - bspw. Opel Kadett E, Audi 100 Typ 44, Mercedes 190 und ab 1985 der Mercedes W124 - waren deutlich moderner, verzichteten fast vollständig auf Chrom und trafen den damaligen Designgeschmack der Kunden um einiges besser als der Golf II. VW war deshalb in der Folge auch sehr bemüht - und erfolgreich - durch zahlreiche Sondermodelle den Erfolg des Golf II zu sichern. Diese zeichneten sich durch frische Designdetails und Farben aus, die das Auto im Vergleich zu den nach wie vor gebauten Serienmodellen „modisch“ erscheinen ließen.


    Die Abschaffung des Fensterstegs und die Einführung der breiten Stossis sowie der Verzicht auf Chrom vollzogen dann nur noch nach, was das Publikum nicht mehr wollte und verhalfen dem Golf zu einer „zweiten Halbzeit“. Ohne diese Modifikationen, wäre das Auto einfach nicht mehr verkäuflich gewesen. Die Popularität der Modernisierung zeigt sich auch daran, dass die Begeisterung für die breiten Stossies bis in die 2000er Jahre anhielt.


    Heute teilen sich die Lager: der Golf II bis 1988/1989 ist noch eher den 70er und beginnenden 80er Jahren verhaftet und steht auch etwas für die (gute alte) Bidermeierzeit der letzten Jahre der alten Bundesrepublik, während der FL-Golf die Wendezeit mit ihrem Aufbruch innen neues vereintes Europa repräsentiert.


    Das fällt mir dazu ein.


    VG

    Hi, habe heute etwas eher Schluss gemacht, da ich Feierabend machen wollte.

    Okay alles klar dann werde ich das hier sehr interessiert verfolgen!:]

    Wir haben ja den selben Motor, was hat deiner gelaufen?

    Meiner ist jetzt irgendwo in den 150tkm, den genauen Tachostand habe ich nicht im Kopf.

    Sie hat jetzt 214 TKM runter, also deutlich weniger als die Diva von papeloni16v , aber auch einiges mehr als Deiner. Zwingend müsste der Motor jetzt wohl noch nicht, aber ich mache diese Groß-OP am Auto jetzt einmal, da liegt es nahe, sich den Motor ebenfalls anzuschauen.


    Willst wohl noch die 400 voll machen, wie?


    „Wir“? Pluralis Majestatis? Oder hat die Diva schon lesen gelernt?


    VG

    Moin,


    BTW: Wie/mit was presst Du die Lager ein?

    Ich will die Beschichtung (natürlich nicht in der Passung, sondern drum herum) nicht gleich runinieren

    Es gibt dafür geeignetes Presswerkzeug, welches aber nicht billig ist. Aber mit "Eigenbau"-Hilfsmitteln (ausgenommen: selbst hergestellte Presswerkzeuge - wer es kann) würde ich es nicht machen, da das nicht vernünftig wird.


    Ich werde meine wohl in einer Werkstatt bzw. von einem Fachbetrieb einpressen lassen.


    Auch beim Wiedereinbau der Achse muss man aufpassen. VW hat dafür extra einen Rep.leitfaden, der das genau beschreibt. Muss ich mich auch noch drum kümmern ...


    VG