Beiträge von HerrDoktor

    Aber wie gesagt, Anwälte jeder Art und Richter mögen das dann anders sehen, zum Streiten sind Gesetze / Verordnungen ja da. Ich sehe keinen VR6 im Golf 2 mit H-Kennzeichen. Und auch keine Lensos. Auch wenn sich die Richtlinie da natürlich unter Punkt 3-4 auf Seite 258 selbst widerspricht.

    Anwälte „jeder Art“ und Richter nicht, aber das Gesetz und die darauf ergangene Richtlinie eröffnen - wie gesagt in sehr engen Ausnahmefällen - durchaus einen Weg.


    Dabei wird wohl aber nicht alles gehen. „Zeitgenössisch“ muss hier wohl in Zusammenhang zum Baujahr bzw. zur Modellreihe gesehen werden. Ein VR6 aus 1992 - 1995 (ca.) mag da noch gehen. Bei einem R32 sehe ich das anders. Denn mit dem „H“ geht es immer auch um das jeweilige Auto in seiner Zeit. Da verwendet das Gesetz mit seiner Richtlinie sehr häufig (für andere Umbauten) den 10-Jahres-Zeitraum als äußerste Grenze. Das, so meine ich mal, wäre auch hier der vertretbare Rahmen.


    Aber wie gesagt. Wir können hier viel schreiben und behaupten. Einen Prüfer muss man dafür finden. Wenn aber einer bereit dazu ist, das mitzumachen, hält er sich nach meinem Dafürhalten eindeutig an Recht und Gesetz.

    Ja, das ist leider so. Es kommt auf den Prüfer an und wie er die Regeln interpretiert.


    Das Gesetz gibt in der aktuellen Fassung eine enge Leitlinie vor mit nur geringen Interpretationsspielräumen. Ein guter bis sehr guter Zustand sowie Originalität oder maximal „zeitgenössische Veränderungen“ sind gefordert bzw. erlaubt. Falls dies nicht gegeben ist, ist „im Regelfall“ eine H-Abnahme nicht möglich.


    Gerade mit dem Hinweis auf den „Regelfall“ eröffnet das Gesetz aber eben doch noch einen Weg zum „H“: in Ausnahmefällen kann man doch ein H bekommen, auch wenn man einzelne Voraussetzungen der Richtlinie nicht erfüllt. Das wird allerdings sehr eng gehandhabt. Hier kommt es darauf an, was noch „zeitgenössisch“ ist. Vorstellbar sind hier also bspw. Lensos oder evtl. Motorumbauten aus anderen Baureihen, wie bspw. der VR6 aus Golf III oder Corrado. Dafür muss man aber einen kompetenten Prüfer (und seinen „technischen Leiter“, siehe Richtlinie) finden, der / die das mitmachen.


    Die größten Spielräume bestehen jedenfalls noch bei der Beurteilung, ob der Zustand eines Autos so gut bzw. so erhaltungswürdig ist, dass eine H-Abnahme zurecht begehrt wird. Auch hier ist ein kundiger Prüfer Gold wert. Denn einen „Neuwagenzustand“ verlangt das Gesetz gerade nicht!


    Beste Grüße

    Vielleicht können wir zum Thema zurückkehren?


    Ich war damals bei GTÜ (in Ibbenbüren, falls relevant). Die Prüfung war absolut ok. Kann man wieder hinfahren. Allerdings meine ich mal, dass ich mit meinem Auto ohnehin wenig Probleme bekommen sollte, weil ich ja praktisch keine Umbauten habe.


    Ich bin der Meinung, dass es hier immer auf den einzelnen Prüfer ankommt. Es gibt bei jeder Organisation Prüfer, die Ahnung haben und welche, die sich eher durch die Regeln „hangeln“. Letztere sind m. E. deshalb problematisch, da sie zu Formalitäten neigen und dann bspw. bei Lensos, Motorumbauten oder einem Blaupunkt Bremen SQR46 (das neue), Hürden aufbauen, wo eigentlich nach den Regeln keine sind.


    Prüfer, die Ahnung haben, befolgen die Regeln, können aber deren Interpretation mit eigenem Know-How vornehmen. Viel besser. Aber weil sie eben viel Ahnung haben muss man folgendes auch akzeptieren: Wenn solche Prüfer etwas auszusetzen haben, ist die Prüfung gelaufen.


    Dieser Tage war ich bspw. beim TÜV Nord in Lübbecke. Es ging dort zwar nicht um Oldtimer, aber der Laden hat mir gefallen. Ich denke, da fahre ich mal hin, sobald die nächste HU ansteht.

    Beim Rücklauf zum Tank soll eigentlich immer etwas rauskommen. Das System funktioniert doch als „Benzinkreislauf“, d. h. die Hauptpumpe sorgt dafür, dass der Kreislauf von Tank zu Mengenteiler und zurück läuft.


    Wechsel der Hauptpumpe macht Sinn. Auf zu wenig Systemdruck im Kreislauf reagiert die K(E) empfindlich. Deshalb macht es (mal am Rande) auch Sinn, den Systemdruck regelmäßig zu prüfen.


    Hast Du auch die Vorförderpumpe geprüft? An ihr allein wird Dein Fehler wohl nicht liegen, aber sie sollte auch intakt sein.


    Beste Grüße

    Moin,


    ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber m. E. regelt der Drucksteller die Menge an Benzin (über Druckregulierung), kann aber niemals auf Null regeln, will sagen: ein Ausfall kann m. E. nicht dazu führen, dass gar kein Benzin mehr fließt.


    Du sagst, Du merkst, dass Benzin vorne ankommt. Woran merkst Du das? Hast Du die Zuleitung zum Mengenteiler mal abgenommen? Kam da was an?


    Was ist mit den Zuleitungen zu den Ventilen? Kommt da was an? Ventile mal ausgebaut? Die sind nur gesteckt. Würde ich mal prüfen.


    Falls überall Sprit anliegt: Gibt es denn einen Zündfunken?


    VG

    Moin,


    die Stellen „A“ und „B“ kann ich jetzt auf dem Bild - sehr schön übrigens - nicht erkennen. Aber die vorderen Längsträger (verlaufen leicht zur Mitte versetzt) sind doch gut zu erkennen: heb den Wagen erst an der Seitenleiste (mit dem Serienheber wie vorgeschrieben) an und stell dann einen Bock mit Gummiauflage unter den Längsträger.


    Oder: anheben mit dem Serienheber und dann direkt daneben einen Bock mit einer Gummiauflage mit Nut in der Mitte. Gibt es in der Bucht.


    Statt eines Bocks kannst Du auch einen „großen“ Wagenheber nehmen, falls Du nur kurze Zeit werkelst. Sicherungsmaßnahmen dann aber bitte nicht vergessen! Aber mehrere Tage (also dauerhaft) funktioniert das m. E. auch nicht, weil auch so ein großer Wagenheber dafür nicht konzipiert ist.


    An den Höckern würde ich den Wagen unter keinen Umständen anheben.

    Moin,


    was v-wagner schreibt, kann ich nur unterstreichen: nimm weder die von Dir fotografierten „Höcker“ vorne noch die Punkte hinten zum Aufbocken. Das Blech dort ist nicht dick. (Hintergrund: bspw. dienten die vorderen „Höcker“ dem Aufbocken der Karosserie bei der Produktion, sie sind aber zu schwach, wenn man den ganzen Wagen mit allen Anbauteilen anheben will.)


    Mir fallen drei geeignete Stellen zum Aufbocken ein:


    1. die Leiste unter dem Schweller, wo man den serienmäßigen Wagenheber ansetzt. Für größere Wagenheber kann man hier auch Gummiauflagen mit einer Nut kaufen.


    2. die Achse, allerdings nur an den äußeren Stellen in der Nähe, wo sie auch mit der Karosse verschraubt ist. In der Mitte der Achse würde ich den Wagen auch nicht dauerhaft aufbocken.


    3. an den Längsträgern, weil die ja ohnehin dick genug sind, um alles zu tragen. Die verlaufen bspw. links und rechts im Motorraum Richtung Karosseriemitte. Hinter der Vorderachsaufhängung sollte ein geeigneter Platz sein.


    Grüße

    Moin,


    immerhin kannst Du dann sagen, dass Du mal N Classics besessen hast.


    Falls Du sie verkaufen willst, nehme ich sie gerne; von mir aus auch mit Rückforderungsrecht, falls Du Dir nicht sicher bist.

    Moin,


    den G60 halte ich ganz und gar nicht für „anfällig“. Vielmehr halte ich es für ein Gerücht, ähnlich wie das, das die K/KE-Jetronic „Schrott“ sei. Der Grund für diese Gerüchte liegt m. E. darin, dass es immer wieder Leute gab und gibt, die meinen, dass sie an den Bauteilen herumspielen müssen (stark verkleinertes Laderrad, Einstellung der K/KE-Jetronik verdrehen etc. pp.) und sich dann über die kurze Lebensdauer wundern.


    Man sollte die Bauteile seriennah lassen und vor allem ordentlich warten. Beim G60 ist eine G-Laderüberholung nach den teilweise erheblichen Laufleistungen und jedenfalls bei einem Lebensalter von über 30 Jahren m. E. notwendig.


    Gute Autos zu finden ist tatsächlich nicht einfach, aber machbar. Lass‘ Dir etwas Zeit, dann findest Du schon etwas. M. E. solltest Du vor allem auf Rost achten: um den Tankdeckel, in den Radhäusern, Endspitzen, unter den Scheibengummis, Türkanten. Bau ruhig mal die Rückleuchten aus und leuchte in den Holraum. Das get ratzfatz.


    Gerade Re-Importe können interessant sein, da sie möglicherweise - je nach Einsatzgebiet - weniger Rost zeigen. Die Ausstattungsunterschiede sind m. E. vernachlässigbar. So groß waren die nicht. Glaub mir, auf ein ABS kann man auch gut verzichten, wenn der Rest des Autos passt. 😉 Bei Autos aus dem Süden gibt es auch häufiger nette Gimmicks: DigiFIZ (Italien!, aber nur im GTI und 16V), eFH, Klima finden sich dort häufiger in den Autos.


    Nur billig solltest Du nicht kaufen, aber das sagte ich ja schon.


    Grüße

    Moin,


    herzlich Glückwunsch zu Deinem Geschmack. 😁


    Die von Dir genannte Ausstattung hatte m. W. nur der G60 (und der Rallye, die „überbreiten G60-Verbreiterungen hatte dagegen auch der EdiOne), wobei sich das mit den „teflonbeschichteten Dämpfern“ (Hatte der die tatsächlich? Was soll das überhaupt sein und wo ist der Vorteil?) wohl erledigt haben dürfte wegen Zeitablaufs. In einem 30jährigen Auto ist bestimmt schon der dritte Satz Dämpfer drin. Auch die Seilzugschaltung wäre m. E. jetzt nicht unbedingt ein Grund, das Auto zu kaufen (aber auch kein Grund, es nicht zu kaufen).


    Zum Thema „Karosseriesteifigkeit“: die Golf-Karosse ist normalerweise sehr haltbar. Normale Nutzung über 30 Jahre sollte daran nichts Wesentliches ändern. Das gilt auch bei „strassentauglichen“ Tieferlegungen. Unfälle und Rost können aber natürlich die Festigkeit beeinträchtigen. Darauf würde ich beim Kauf achten.


    Neben dem G60 gibt es viele interessante Modelle. Da der G2 sehr leicht ist, kommt man auch mit (bspw.) 90 PS sehr gut vom Fleck.


    Im Übrigen gilt: das beste Auto am Markt kaufen, nicht das billigste. Denn Jede Reparatur ist im Verhältnis der Werte teuer.


    Beste Grüße