Beiträge von HerrDoktor

    Danach konnte ich das Armaturenbrett mit etwas leichtem Ruckeln nach hinten ziehen. Auf der Innenseite waren alle Kabelbäume noch von der Werksmontage her sehr sorgfältig verlegt und befestigt, zum Teil auch mit Kabelbindern.



    Nachdem ich diese Leitungen gelöst hatte und zudem auch noch die verbleibenden Steckverbindungen abgezogen hatte (für die Lautsprecher links und rechts sowie die Beleuchtung des Handschuhfachs), konnte ich das Armaturenbrett herausnehmen.



    Danach habe ich alle Kabelstränge mit Klebeschildchen markiert (typisch Akademiker ;-) und noch einige Bilder geschossen, wie die folgenden, um mich an die Verlegung aller Kabel und Stränge erinnern zu können. Hier sieht man schön, dass die Unterdruckschläuche für die Heizungsklappensteuerung (links ist der Seilzug in blau nach, die Unterdruckschläuche in schwarz wandern nach rechts raus) hinter dem zentralen Luftverteilkasten verlegt sind.




    Zum Schluss habe ich mich gefragt, welcher Teufel mich geritten hat, mein schönes, funktionierendes Schätzchen in eine Bastelwerkstatt zu verwandeln. „Was hatte ich nur getan!?“



    Der Todesstern von Lego mit seinen über 4000 Teilen war nichts dagegen.


    Schlussendlich hatte ich noch die Luftführungen links und rechts entnommen, den zentralen Luftverteilerkasten ausgebaut (er ist mit zwei Kunststoffschrauben links und rechts befestigt) sowie die mittige Luftzuleitung für die Windschutzscheibe (mit zwei Schrauben an die Karosse geschraubt) entfernt.


    Dann machte ich erst einmal Schluss. Kurz vor dieser Aktion hatte sich bei mir eine ausgeprägte Erkältung entwickelt und ich hatte daher schlichtweg keine Lust mehr.


    Bis zum Ausbau des Klimakastens blieben noch die vier Schraubbefestigungen des Klimakastens im Motorraum (sie saßen nicht fest, was ich vorsorglich schon einmal probiert hatte) und die Demontage der Klimaleitungen nebst Expansionsventil. Der Raum dort ist mit eingebautem Motor recht eng und die Schraubverschlüsse der Klimaleitungen sind ziemlich groß (SW19 und SW24). Dafür wollte ich mir dann ein anderes Mal Zeit nehmen.


    Bis dahin viele Grüße!

    Wie schön, dass wir dies geklärt haben. Ich denke, dreitürer hat es mit den Worten "durchaus üblich" auch genauso gemeint: es wird so gemacht.


    Nunja, bei mir geht es an einer anderen Stelle jedenfalls vorwärts und damit auch weiter in meinem "Selbststudienprogramm";


    Als nächstes waren Heizungsanlage und die Luftführung im Innenraum dran. Das scheint ja sowieso momentan ein großes Thema zu sein. Ich entschied mich nach Beratung mit mad² dazu, das Armaturenbrett vollständig auszubauen.


    Auf ging’s.


    Zunächst einmal baute ich die Recaros aus, um mehr Platz zu haben.



    Es folgten die Mittelkonsole und die übrigen unteren Verkleidungen von links nach rechts.




    Danach nahm ich die Klappe vom Handschuhfach ab; sie ist mit zwei Splinten unten aufgehängt. Die Splinte ließen sich einfach aus der Aufhängung herausdrücken (rote Pfeile), so dass die Klappe abgenommen werden konnte. Den Einsatz für das Handschuhfach muss man nicht herausnehmen; er ist mit einer Fülle von Schrauben sehr gut befestigt (blaue Pfeile).




    Dadurch kam dann schon der Trümmer von Klimakasten zum Vorschein. Bis ich an den herankam, dauerte es aber noch etwas.




    Zunächst entfernte ich das Lenkrad. Es ist mit einer Schraube SW24 befestigt, die sich lösen lässt, wenn man zuvor den Pralltopf mit der Hupentaste abnimmt, die in das Lenkrad geklipst ist. Danach entfernte ich alle Schalter, um den Einsatz für die Tachoeinheit und das Radio herauszunehmen, die mit diversen Schrauben ins Armaturenbrett geschraubt ist. Hier sollte man schon vorsichtig sein, da das Plastik sehr spröde ist und gerne reißt.




    Anschließend konnte die Tachoeinheit raus. Die Tachowelle abzunehmen ist etwas fummelig, vor allem, weil man die sehr empfindliche Leitfolie der Tachoeinheit nicht beschädigen sollte. Sie ist etwas ungeschützt auf der Rückseite der Tachoeinheit verlegt. Den Schlauch für die MFA habe ich versucht abzunehmen. Da der aber so fest saß und ich nicht versehentlich den Stumpf abbrechen wollte, auf dem der Schlauch sitzt, habe ich dann den Schlauch am anderen Ende abgezogen; unterhalb der Lenksäule geht der Schlauch in ein biegsames Plastikröhrchen über, wo man deutlich besser heran kommt.


    Es folgte dann der Ausbau der Luftausströmer links, rechts und in der Mitte. Bei den mittleren genügte es tatsächlich – wie es in meinem Reparaturbuch beschrieben ist – die Ausströmer einmal nach ganz unten zu schwenken, um dann die zwei Schrauben zu lösen. Danach die Ausströmer nach ganz oben drehen. Dann kann man die Halteklipse vorsichtig (!) mit einem kleinen Schraubendreher aus ihrer Verankerung heben um den Ausströmer mit der Hand herauszuziehen. Bei den Ausströmern links und rechts geht das so nicht. Hier müssen erst die Lüftungsgitter entfernt werden; einfach mit einem kleinen Schraubendreher das Gitter an der linken und rechte Seite mittig etwas nach innen drücken und die Gitter rasten aus ihrer Verankerung aus. Danach können die Schraube oben gelöst und die Klipse unten ausgehakt werden, um den Ausströmer zu entnehmen.


    Die Lenksäulenverkleidung unten hatte ich einfach so abgenommen; sie wird durch zwei längere Schrauben an der oberen gehalten. Die obere Abdeckung kann aber nur abgenommen werden, wenn man die Lenksäule etwas absenkt oder man lässt sie, wo sie ist und nimmt sie erst ab, wenn das Armaturenbrett etwas gelöst ist.


    Die Lenkstockhebel sind mit drei goldenen Schrauben befestigt. Die Kabel der Lenkstockhebel müssen natürlich ebenfalls abgenommen werden.


    Das Armaturenbrett ist innen mit vier Schrauben SW7 befestigt: außen im Türeinstieg je eine links und rechts; innen je eine rechts von der Lenksäule und rechts von der Mittelkonsole. Schwer zugänglich sind dagegen die beiden SW10-Sechskantschrauben, mit denen das A-Brett im Wasserfangkasten befestigt ist: eine der beiden Schrauben sitzt auf der rechten Seite, in Fahrtrichtung links von dem Gebläsestutzen. Eine weitere Schraube sitzt auf der linken Seite hinter dem Gestänge de s linken Scheibenwischers.




    Die Schrauben gingen butterweich ab, was vermutlich daran lag, dass wir vor drei Jahren mal großzügig Mike Sanders Schutzfett im Wasserfangkasten (an den Blechfalzen zur Windschutzscheibe) verteilt hatten, wobei etwas auf die Schrauben geriet. Zum Abmontieren kann ich nur dieses Werkzeug empfehlen:




    Ein nicht gekröpfter, gerader Ratschenschlüssel, der in dem extrem engen Raum wunderbar operieren konnte.

    Ich greife mal das Eingangs-Statement von Dir auf:


    Ich hatte gedacht die einfachste und effektivste Lösung wäre ein guter Fächerkrümmer z.B. von Friedrich, aber ein befreundeter Tuner redet mit Engelszungen auf mich ein lieber einen GTI Krümmer zu nehmen und den zu bearbeiten. Der wird schon wissen warum, der macht das schon seit Jahrzehnten so.

    Was spricht denn gegen einen Fächerkrümmer von Supersprint und für den Fächerkrümmer von PF oder PG?


    VG

    Mein Auto wurde bspw. an vielen Stellen mit Valeo-Produkten bestückt, die bis heute gehalten haben.


    Aber auch Valeo wird im Laufe von 30 Jahren sicherlich „Kostendämpfungsmassnahmen“ 😉unternommen haben. Trotzdem sah bspw. der neue WT von denen jetzt so aus wie das Ursprungsteil.

    Moin,


    der Hinweis von Der Golf Zwei ist goldrichtig: CP hat m. W. drei verschiedene Varianten von Waren: Originalware, Nachfertigungen in VW-Qualität und Handelsware. Haben sie aber in ihrem Shop auch genau erklärt, was das konkret heißt.


    Gerade bei Handelsware - aber nicht nur dort - bin ich der Meinung, dass man zwar vermutlich durchweg qualitativ ordentliche Produkte erhält, aber eben zum CP-Preis.


    Gute Erfahrungen habe ich bislang gemacht mit: Lemförder, Meyle, Valeo. Die sind m. E. auch mit den „Nachfertigungen in VW-Qualität“ durchweg vergleichbar. Aber auch NRF, van Wezel, Hella Behr und andere können durchaus empfehlenswert sein


    Generell würde ich nicht permanent nach dem „letzten Preis“ suchen. Zwar kann man durchaus mal einen echten Schnapper machen, aber es gilt grundsätzlich, dass „je billiger, desto qualitativ dürftiger“ , da der billige Preis eben irgendwo auch herkommen muss. Beim Ersatzteileinkauf erlebt man immer wieder positive und negative Überraschungen.


    VG

    Die ET kannst Du so m. E. nicht berechnen. Dazu müsstest Du vom Verkäufer konkrete Angaben haben, wie die Auflagefläche an der Achse zum äußeren und inneren Rand steht.


    Die ET dürfte aber die wohl wichtigste Angabe überhaupt sein, da sich mit ihr ermitteln lässt, wie das Rd im Radhaus steht und ob es außen oder innen schleift.


    Abseits dessen: wenn weder Du noch der Verkäufer weiß, um welche Felge es sich handelt und wie deren Abmessungen sind, wie willst Du dann überhaupt ein Gutachten auftreiben? Und ohne Gutachten gibt es heutzutage auch keine Eintragung.


    VG

    Ich würde sogleich eine Strafanzeoge stellen und Sucherin Schadensangabe. Wenn man den Wert des Autos - sagen wir mal - mit 7 bis 10 t€ angeben könnte und von einem Totalschaden ausgeht, dann würde man auch bei der Polizei einen höheren „Ermittlungseifer“ einfordern können. Denn es geht dann nicht mehr um einen alten Golf.


    So würde ich es machen.


    Alternativ: Akteneinsicht, Kennzeichen notieren, Nachbarn befragen und mittels diverser Halterabfragen versuchen, selbst den Schuldigen zu finden.

    Mist, verdammter.


    BG

    Schön, dass er wieder läuft. Aber es ist kein Wunder, dass man ab und an Fehler nicht sogleich findet. An unseren alten Autos können ja viele Teile sogleich kaputt gehen ...


    Welchen Kompressionsmesser sollte ich denn nicht kaufen? Oder war es falsche Anwendung?


    VG