Motor klappert plötzlich!

  • Hallo!
    Ich fahre seit September 2020 einen Golf 2 Baujahr 1986, mit einer EZ Motornummer.

    Seit heute morgen habe ich das Problem dass wenn ich den Motor starte ein doch eher lauteres klackern zu hören ist. Dieses klackern wird drehzahlabhängig schneller oder eben auch langsamer.
    Ich habe natürlich selbst schon etwas recherchiert und herausgefunden dass das oft entweder von den Hydrostößeln kommen kann oder aber auch von den Pleuellagern.
    Es verändert sich auch nicht in seiner Intensität wenn der Motor wärmer wird. Ein spannendes Detail ist allerdings dass es heute morgen einfach so da war, nach einer Stunde Standzeit bei abgestelltem Motor war es dann beim erneuten starten einfach wieder weg. Wieder einige Zeit später ist es nun wieder da.

    Nun zu meinen Fragen:

    1. Was denkt Ihr, was das sein könnte?
    2. Wie erkenne ich den Unterschied zwischen einem Pleuellagerschaden und dem klackern der Hydrostößel?


    Danke schon mal im voraus für eure Hilfe, ich hänge nämlich sehr an dem Auto!

    PS: Falls ihr noch mehr Details zum Auto benötigt bitte einfach fragen, ist mein erster Eintrag im Forum, kann also natürlich sein dass ich etwas übersehen habe.

  • Hallo Raphael,


    ein herzliches Willkommen :lowrider: !


    Wie viel km hat deiner gelaufen? Dauerhaftes Klackern spricht eher für Hydrostößel. Die Pleuellager melden sich üblicherweise lastabhängig zu Wort. Was du zur Diagnose mal machen kannst, ist, den Ventildeckel nach einer Fahrt zu demontieren und mit einem Holzkeil versuchen, die Hydrostößel herunterzudrücken. Hierbei darf kein merkliches Spiel auftreten. Als Unterscheidungskriterium zwischen Pleuellagern und Hydrostößeln wird noch die Frequenz genannt, mit der die Geräusche in Abhängigkeit von der Drehzahl auftreten. Allerdings ist dies mit großer Unsicherheit behaftet, da du nicht weißt, wie oft das Geräusch pro Umdrehung auftritt. Für die Pleuellager bedeutet das z. B.: Sind alle Pleuellager betroffen, muss das Geräusch mindestens zweimal pro Kurbelwellenumdrehung auftreten. Ist nur jedes zweite betroffen, mindestens einmal. Beim Ventiltrieb stellt sich die Frage, wie viele Hydrostößel betroffen sind. Davon hängt ab, wie oft das Geräusch pro Umdrehung auftritt. Hast du z. B. ein Geräusch, das viermal pro Nockenwellenumdrehung wahrnehmbar ist, können theoretisch vier defekte Hydrostößel oder zwei bis vier defekte Pleuellager die Ursache sein.

  • Hallo Fabian,

    danke für deine Antwort! :)

    Laut Tacho hat der ca. 156.000 gelaufen, ob das nun wirklich so ist kann ich nur schwer sagen.
    Ich werde das mit dem Holzkeil morgen mal versuchen.

    Habe mit einem Stethoskop mal versucht herauszufinden woher das Geräusch kommt. Ich würde sagen es kommt nur von einem Zylinder und da ist es eher am Ventildeckel zu hören. Kann natürlich sein dass ich mir das nur einbilde aber würde ja dann auch eher für die Hydrostößel sprechen oder?

  • Habe mit einem Stethoskop mal versucht herauszufinden woher das Geräusch kommt. Ich würde sagen es kommt nur von einem Zylinder und da ist es eher am Ventildeckel zu hören. Kann natürlich sein dass ich mir das nur einbilde aber würde ja dann auch eher für die Hydrostößel sprechen oder?

    Ja, da hast du Recht. Aber solche Eindrücke sind nicht immer eindeutig und können einen leider auch täuschen (Stichwort Körperschall). Bestes Beispiel sind auch defekte Radlager, wo einem die eigenen Sinne einen Streich spielen können bei der Lokalisierung.

  • da ist mindestens 1 Hydrostößel platt. Pleulager machen wenn immer Geräusche und sind nicht zwischendurch leise. Zusätzlich sollte je wärmer der Motor wird, das Geräusch bei defekten Pleulagern lauter werden und das sicherste Merkmal für defekte Pleulager ist, das innerhalb kürzester Zeit komplett schicht im Schacht ist.

    Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen