Beide Querlenker vorne wechseln. Ist das selbst machbar?

  • Hi zusammen :-)),


    für viele von euch bestimmt easy machbar aber meine Schrauberkenntnisse sind begrenzt .....habe es zwar hinbekommen neue Dämpfer und Federn einzubauen aber an den Querlenkern habe ich noch nie etwas gemacht. Benötigt man irgendwelches Spezialwerkzeug oder nur das gängige ?

    Ist bei dem Satz alles dabei was man so braucht ?

    https://www.ebay.de/itm/2x-MEY…dcd1af:g:HbcAAOSwHMld92Fj


    Vielen Dank schonmal im Voraus.-))

    LG

    Andy

  • So ein Zufall, genau dasselbe steht bei mir auch bald an, bin mir auch noch 100%ig sicher wie ich das mache. Nur dass ich die alten strahlen und pulvern lassen möchte, die sind soweit noch in Ordnung und die originalen sollen ja doppelt zentriert:/


    Bezüglich deinem Set, scheint soweit alles dabei zu sein, das einzige was ich jetzt nicht sehe ist das Führungsgelenk an sich (wird unten ins Radlagergehäuse eingesteckt) und die Schraube + Mutter zur Fixierung desselben (SW17 oder 19 glaube ich).

    Wenn deine Traggelenke aber noch gut sind kannst du die ja weiterverwenden.


    Wäre aber sicher nicht schlecht wenn da noch ein Erfahrener ein paar Tipps zum Aus- und Einbau gibt....

  • Nein, dazu brauch es kein Spezialwerkzeug...nur einen Gelenkausdruecker für Spurstangenkopf und Traggelenk.

    Traust Du Dir denn den Wechsel zu, weil es kann u.U. ein ziemlicher Murks werden wegen den sch... Spannhuelsen beim hinteren Querlenkerlager ?

  • und die originalen sollen ja doppelt zentriert

    Das ist korrekt so ! Die Querlenker aus dem Zubehör sind nur einfach zentriert...deshalb passen die orig. Querlenker nach einem Lagerwechsel auch wieder "saugend" rein in die Führungen.



    Nur dass ich die alten strahlen und pulvern lassen möchte,

    ...siehe oben, die beste Lösung.

  • @vw155 : Die von Dir verlinkten Meyle Querlenker sind nicht schlecht...allerdings ist ausnahmslos das Gummi der Knackpunkt, das ist nähmlich heutzutage leider von erbärmlicher Qualität und, je nachdem bzw wo eingesetzt, hat es nach nur einem Jahr wieder Risse. Besonders betroffen sind da Stabilagergummis sowie die Gummilager der Koppelstangen. Heißt, wenn es dumm läuft macht man nach relativ kurzer Zeit zumindest die Koppelstangen und Stabilager wieder neu !

  • Ich hab durchweg Lemförder bzw SWAG bestellt, das sollte ja grundsätzlich halbwegs was ordentliches sein

    Mit Lemförder geh ich soweit konform, SWAG hab ich keine Erfahrung mit.

    Es kann natürlich jeder verbauen was er möchte.

    Ich verbaue an fast allen Achslagern anstatt Gummilager nur noch welche aus PU...und diese Entscheidung war gut. So gut wie keine Defekte mehr durch gerissene Gummilager , ergo weniger Arbeit, weniger fluchen, weniger Geld und mehr Zeit für andere Dinge.


    Zum Aus-/Einbau: Wer eine Hebebühne hat, ist sehr im Vorteil und benötigt ca. die halbe Zeit.

    Ansonsten Auto an der VA weit genug hochbocken ( Vorher alle Radschrauben an der VA lockern ) und sicher abstützen damit man gut darunter arbeiten kann. Dann Räder runter, untere Traggelenke und die Spustangenköpfe lösen ( Gelenkausdrücker ). Koppelstangen im Querlenker lösen und vom Stabi runter schieben ( äußere Stabilager am besten mit erneuern in dem Zuge ). Aggregaträger abstützen/sichern mit hydr. Wagenheber bzw Getriebeheber und die vorderen und hinteren Querlenkerlagerschrauben lösen und herraus nehmen. Bei den hinteren Querlenkerlager wird es aufgrund der dort eingebrachten Spannhülsen recht kniffelig, die hocken da meist verspannt, halb zerstört und verzwickt drin. Lösen kann man sie mit einem kleinen Schraubenzieher und durch rausdrehen mit einer kleinen, aber guten Spitzzange.

    Bei Querlenkerlager vom Golf 4 R32/Audi TT N8 braucht man keine verd. Spannhülsen mehr zum Einbau, die passen genau zum Schraubendurchmesser.


    Neue Querlenkerlager einpressen und das ganze umgekehrt wieder zusammen.


    Die vorderen Schrauben der Querlenkerlager erst anziehen wenn das Auto belastet auf den Rädern steht ( geht am besten mit Auffahrrampen ) um Spannungen und Risse im neuen Gummilager zu vermeiden.


    Im großen und ganzen war es das in Kurzform.

  • Wenn alles gemacht ist MUSS der Golf anschließend zur Achsvermessung/-einstellung.

    Deshalb noch ein gutgemeinter Tipp:

    Eine Achsvermessung schlägt heutzutage mit gut 70 Euro zu Buche. Deshalb erneuert man am besten die alten Stoßdämpfer, evtl rostige Federn und Domlager gleich mit und fährt nur einmal die nächsten Jahre zur Achsvermessung. Gehen nähmlich die Donlager bzw Dämpfer vorne "kurze" Zeit später ebenfalls defekt bzw es passiert ein Federbruch, fährt man nach dieser Reparatur nochmal zur Achsvermessung und zahlt sozusagen doppelt !

  • Weil du von den Spurstangenköpfen sprichst, wieso muss ich die ausbauen wenn ich nur den Querlenker ausbau? Die sind ja doch am Radlagergehäuse angebracht und mit dem Querlenker an sich nichts zu tun oder?

    Nach reinem Domlagerwechsel muss ich auch Spur einstellen?:huh:

  • Weil du von den Spurstangenköpfen sprichst, wieso muss ich die ausbauen wenn ich nur den Querlenker ausbau? Die sind ja doch am Radlagergehäuse angebracht und mit dem Querlenker an sich nichts zu tun oder?

    Es läßt sich so besser arbeiten, bzw ich mach es immer so, ist ja nur eine Mutter lösen und das Gelenk aus dem RL-Gehäuse drücken/nehmen.

    Aber mach Du das so wie Du es für besser hälst, kein Ding !



    Nach reinem Domlagerwechsel muss ich auch Spur einstellen?

    Zum Domlagerwechsel entfernt man doch das Federbein vom RL-Gehäuse oder etwa nicht ?

    Klar...geht auch anders indem alles zusammen bleibt, also RL-Ghäuse mit verschraubtem Federbein.

  • Vielen Dank für die Antworten :-)) aber wenn ich die ausführliche Anleitung von Stahlwerk lese, werde ich das glaub ich in der Werkstatt machen lassen ...sicher ist sicher .....Neue Dämpfer und Federn ...das hat ja gut geklappt ...aber das ist mir dann doch ne Spur zu schwierig glaub ich ...zumal ich keine Bühne habe

  • vw155 falls du noch überlegst, die Dinger selbst zu wechseln: Hab heute die beiden Querlenker mal ausgebaut, ging eigentlich problemlos. Würde dir raten, viel Rostlöser oder WD40 auf die Schrauben zu sprühen und diese mit Gefühl lösen, nicht dass sie abreißen - dann hast die goldene A-Karte. Beim hinteren Lager ist ja noch die Hülse drin, hätte probiert, sie mit einer Spitzzange rauszuziehen, keine Chance. Hab den Querlenker dann mit dem Stemmeisen rausgebracht, dabei zerstörst du zwar die Hülsen aber die kommen sowieso neu. Alles in allem kein Hexenwerk, aber unbedingt gut absichern, nicht dass dir das Auto runterfallt!