Kontrolle der ordentlichen Funktion der (roten) Warndiode bei beginnender ZK-Überhitzung

  • Hallo,


    beim PN-Motor ist der Kühler für Sommerbetrieb ausgelegt und dementspr. groß.

    Die T-Anzeige im KI hat drei Teilstriche, wobei der mittlere ca. vertikal angeordnet ist.

    Links und rechts davon liegen in gleichen Abständen die beiden anderen Teilstriche.


    Im Sommer erreicht der T-Zeiger bei Autobahnfahrt mit 100 bis 120km/h, also gutem Luft-Staudruck auf den Kühler, bei meinem PN ungefähr den ersten Teilstrich.

    Jetzt, bei zunehmender Kälte, unter den selben Randbedingungen aber nicht mehr.


    Was mir natürlich nicht gefällt, weil dann die Heizung im Auto dementspr. lau ist und ich deshalb friere. ;)


    Den Kühler des PN neigte ich (oben) etwas mehr nach hinten und schraubte (unten) ein U-Profil vor ihm an.

    Was es mir ermöglicht, im Winter einfach die Kühlerfläche beliebig zu verkleinern, indem ich ein verschiebbares Blech und Profilbretter von oben her in das U-Profil einschieben und sichern kann.

    Damit läuft die T-Anzeige locker bis zum vertikalen Teilstrich hoch.


    Bei den derzeit teils noch hohen T-Unterschieden (Tag/Nacht) lief sie kürzlich auf der AB sogar bis zum dritten Teilstrich hoch.

    Dachte mir dabei noch, daß nun allmählich mal die Warndiode aufleuchten müßte oder die womöglich gar nicht mehr funktioniert? |(


    Auf der AB wollte ich den Motor nicht weiter überhitzen.

    Machte ich dann aber ganz bewußt bei einer Stadtfahrt mit erheblich weniger Luftstaudruck sowie Anhalten vor Ampeln oder im Stau.


    Kurz, nachdem der Zeiger den dritten Teilstrich komplett überschritten hatte, leuchtete die Warndiode auf.

    Mein Heizungsgebläse funktioniert auf allen drei Stufen einwandfrei.

    Schaltete sofort auf Stufe drei, öffnete das SSD und das Fenster auf der Fahrerseite und fuhr (im Stau) weiter.

    Nach ca. 30s erlosch die Warndiode.


    Es gibt eine ganz einfache Erklärung dafür, warum ich das bei allen Gölfen immer so machte und mache:

    Ich muß mich 100% darauf verlassen können, daß diese Warndiode unter realen Bedingungen funktioniert.

  • Die PNs, die ich bisher in den Fingern hatte, hatten den kleinsten Kühler verbaut, den 430er.

    Da ist im Sommer eher Lüfterparty...

    Wenn die T-Nadel nicht wie gewohnt auf der AB hochklettert, macht einfach das Thermostat nicht mehr, was es soll. Es bleibt also offen und der Motor kommt nicht mehr auf Betriebstemperatur.

  • Thermostat hatte ich überprüft:

    Ausgebaut und im Kochtopf zusammen mit einem Thermometer seine T erhöht.

    Er funktioniert wie er soll.


    Was allerdings nicht mehr so ganz gut funktioniert sind der HWT und/oder die ihm vorgelagerten Umlenkklappen für den Luftstrom des Gebläses.

    Was insofern erstaunlich ist als der PN Bj. 1991 ist.

    Bei ihm hat es ungewöhnlich viel an den bekannten Krümeln der Klappenabdichtungen rausgeblasen, und es kommen auch immer wieder weitere heraus.

    Egal:

    Läßt sich - wie beschrieben - alles so kompensieren, daß ich nicht mehr friere.


    Die Kühlerlänge hatte ich mit der von anderen PN verglichen:

    Registerlänge ca. 430mm ist die richtige.

    Der Lüfter (hinter dem Kühler) funktioniert auch einwandfrei.

  • Meine Heizung ist auch schnell an Ihrer Grenze, je geringer die Motordrehzahl und Außentemperatur desto mauer wird es.


    Untere Klappe hinter der Mittelkonsole neu beklebt machte es besser. Schätze der Wärmetauscher ist zugekalkt, geringerer Durchfluss, da wohl jahrelang mit Rostbrühe gefahren wurde.


    Motortemperatur an sich ist okay.

  • Was mir natürlich nicht gefällt, weil dann die Heizung im Auto dementspr. lau ist und ich deshalb friere. ;)

    Wenn die Heizleistung nachlässt, sollte man nicht den Kühler abkleben, sondern - wie bereits angedeutet - den Wärmetauscher wechseln und die Heizklappen neu bekleben. Habe das bei mir durchgeführt und nach einer lauwarmen Heizung im letzten Winter fühlt sich der Innenraum nun wie ein Backofen an.

    Ob Dein PN Baujahr 1991 ist oder ein paar Jahre älter, spielt keine Rolle, nachdem Du ja selbst auf die Symptome der zerbröselnden Dichtungen hingewiesen hast.

  • Untere Klappe hinter der Mittelkonsole neu beklebt machte es besser. Schätze der Wärmetauscher ist zugekalkt, geringerer Durchfluss, da wohl jahrelang mit Rostbrühe gefahren wurde.


    Motortemperatur an sich ist okay.

    Ja, HWT mit verminderter Heizleistung liegt wohl auch noch vor.

    Daß die Umlenkklappe mehr oder weniger undicht ist, merkt man auch daran, daß die Verteilung des Luftstroms, z.B. hauptsächlich nach oben hin zur Scheibe oder nach unten in den Fußraum, gar nicht mehr richtig funktioniert.


    Mit Motor-T an sich i.O. meinst Du Hochlaufen des Zeigers bis zum ersten Teilstrich?


    Wenn die Heizleistung nachlässt, sollte man nicht den Kühler abkleben, sondern - wie bereits angedeutet - den Wärmetauscher wechseln und die Heizklappen neu bekleben. Habe das bei mir durchgeführt und nach einer lauwarmen Heizung im letzten Winter fühlt sich der Innenraum nun wie ein Backofen an.

    Backofen-T hört sich sehr gut an.

    Vielleicht repariere ich den ganzen Sums im nächsten Jahr nach den Eisheiligen. ;)

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