Lackauswahl für Ausbesserungen

  • Hallo,


    Ich habe heute festgestellt, dass durch eine defekte Nahtabdichtung der Rückleuchten Wasser in den Innenraum gelangt. Jetzt möchte ich das Ganze so schnell wie möglich beheben und mir entsprechend die nötigen Materialien beschaffen. Wenn ich dann einmal dabei bin, würde ich auch kleine Roststellen an Türen und Schiebedach mit machen, damit sich das Ganze auch lohnt.


    Mein Problem ist wie handhabt man das mit der Farbe? Mein Farbcode ist L90E und BJ 1990. Wurde damals erst Basislack lackiert und danach Klarlack oder würde es gemischt? (Habe ich schon öfters gelesen)


    Vielleicht gibt es ja hier den ein oder anderen, der schon ein paar Stellen ausgebessert hat und berichten kann, wie man bei der Farbauswahl vorgeht,

    Sodass am wenigsten Farbunterschied wie möglich erkennbar ist.


    Lg

    Jan

  • VW
  • Damals wurden Uni Lacke noch nicht mit Klarlack überzogen. Sieht man ganz gut am roten Lack, weshalb er so schnell ausbleicht, jedoch aber mit Politur wieder schnell auf Glanz gebracht werden kann.


    Der genaue Farbton als Spraydose kannst du dir nur beim Lackierer an mischen lassen. Der kann das ziemlich genau mit einem Farbmuster mischen.


    Wenn du bei weiß online bestellst, wird mit Sicherheit einen kleinen Unterschied haben. Die Frage ist ob das an der Stelle überhaupt ein Problem ist.

  • Hallo Jenz,


    Danke für deine Antwort. Das heißt es würde am meisten Sinn machen, den Lack vom Golf ein wenig aufzupolieren, um den "echten" Farbton zu finden und dann zu einer Lackierwerkstatt zu fahren, welche den Farbton anmischen können?


    Mir stellt sich nur die Frage, ist es dann ausreichend nur einen Basislack zu lackieren? Denn wenn ich Klarlack lackiere, würde sich ja ein ganz anderer Glanz einstellen.


    Danke


    LG Jan

  • Der Lackierer braucht nur den Hersteller und den Farbcode, danach wird der Lack wie ab Werk angemischt.

    Natürlich kann er den Farbton auch an dein Auto anpassen, ist allerdings aufwendiger und macht an der Stelle keinen Sinn.


    Ja, es reicht vollkommen aus mit diesem Basislack zu lackieren.

    To finish first, first you have to finish. (Ron Dennis)

  • Hallo,


    wenn nur diese wenig sichtbare Ecke über dem Rücklicht augebessert werden soll, würde ich mir bei alpinweiß keine großen Gedanken machen zum Farbunterschied. Besonders wenn anschließend das Auto außen richtig aufpoliert und versiegelt wird.

    Wichtiger ist sehr gründlich entrosten, versiegeln, nahtabdichten usw.

    Bei dieser Farbe würde ich eine hellgraue Grundierung nehmen, eine dunkle oder gelbliche macht wahrscheinlich einen größeren Farbunterschied als die Alterung des Lackes.

    Alterungsbeständiger als 1K ist 2K-Lack aus der Sprühdose, erwa von 123lack oder Safonov, kostet kaum mehr als 1K. Ist nach dem Aktivieren allerdings nur 8 Stunden verwendbar. Wenn du mehrere Stellen ausbessern willst, also alle bis einschließlich Grundierung vorbereiten und dann gemeinsam lackieren.


    Gruß

    JettaCL

  • Alterungsbeständiger als 1K ist 2K-Lack aus der Sprühdose, erwa von 123lack oder Safonov, kostet kaum mehr als 1K. Ist nach dem Aktivieren allerdings nur 8 Stunden verwendbar. Wenn du mehrere Stellen ausbessern willst, also alle bis einschließlich Grundierung vorbereiten und dann gemeinsam lackieren.


    Gruß

    JettaCL

    Nach Öffnung kann man die 8h verlängern in dem man es nach Benutzung in Kühlschrank legt. So hält es ca. 24h. Schon mit positivem Ergebnis getestet. Und ja 2K ist der geilste Lack, mehr Glanz geht eigentlich nicht, wenn man mit Dose lackiert :]

  • ... Die kleine Abplatzung an nichtsichbarer Stelle würde ich einfach mit dem passenden Lackstift (Motip oder Dupli...) satt wegtupfen. Vielleicht vorher ein klein wenig Dichtmasse drauf und dann hat sich's...wenn Du nicht sicher bist, ob's dort reinleckt vielleicht nochmal die Schaumstoffdichtungen der Scheinwerfer abnehmen und zärtlich mit Heissluft auf Vordermann bringen.

  • Alpinweiß (L90E) ist m.E. so ziemlich die übelste Lackierung, die es bei VW überhaupt gab.


    Wir hatten zwei Gölfe, einen 1er und einen 2er mit dieser Lackierung.

    Beide rosteten "wie die Sau".

    Ohne ersichtliche Gründe mitten in Flächen und an kritischen Stellen sowieso.


    Bekannte haben einen VW-Bus lackiert mit dieser Farbe.

    Das Erscheinungsbild von ihm ist analog:

    Rost an Trenn-Nähten, mitten in Flächen und um alle Fensterdichtungen herum.


    Hilft alles nichts:

    Du hast nun mal diese Farbe "am Hals" bzw. am Golf. :wink:

    Es bleibt Dir ja nichts anderes übrig als das Beste draus zu machen.


    Eine Chance hast Du dabei natürlich schon.

    Die darin besteht, daß man alle einfarbigen und einschichtigen Endlackierungen so "beipolieren" kann, daß nicht mehr erkennbar ist, wo etwas nachlackiert wurde.


    Mein Problem ist wie handhabt man das mit der Farbe? Mein Farbcode ist L90E und BJ 1990. Wurde damals erst Basislack lackiert und danach Klarlack oder würde es gemischt? (Habe ich schon öfters gelesen)

    M.W. ist alpinweiß die Endlackierung.

    Eine Klarlack-Schicht wurde da nicht mehr drüberlackiert.

    Wozu denn auch?


    Was die Farbe anbelangt:

    Kann morgen mal nachsehen - glaube, ich habe noch Alpinweiß in der Garage herumstehen.

    Kann Dir dann (hoffentlich) auch sagen, wie die Farbe "geschlüsselt" ist.

    Herstellerseitig.


    Wenn Du wissen willst, welcher Grundierungs-Farbton verwendet wurde, kannst Du den ganz einfach feststellen, indem Du den Übergangs-Bereich in die "gesunde" Lackierung beischleifst.

    Was Du sowieso tun mußt, um einen polierbaren Übergang von alter/neuer Farbe schaffen zu können.


    Am besten ist es dabei, den alten Bereich möglichst weit "schräg übergehend" zum neuen Bereich anzuschleifen.

    Vorher natürlich den alten Bereich komplett entfetten.


    Den Übergangs-Bereich kannst Du anschließend (nach der Beilackierung) mit SC-Naß-Schleifpapier ab Körnung 1200 und am besten mit Seifenlauge "beischleifen".

    Damit kann man sogar "Rotznasen" von Klarlack-Lackierungen auf Basislackierungen von Metallic-Lackierungen so beischleifen, daß man da nur noch etwas sieht, wenn man weiß, wo vorher Rotznasen waren. ;)


    Bei Nachlackierungen wird sowieso alles irgendwie "hingeschwindelt". :]

    Was bei einfarbigen Lackierungen an sich kein Problem ist.

    Weil die "Nahtstelle" zwischen alter und neuer Lackierung so gut polierbar ist, daß man sie nicht mehr erkennen kann.


    Grüße

  • Also offensichtliche Stellen sind eigentlich wenig bei der Kiste. Nur hinten die Nähte die mir auf den Senkel gehen und halt die normalen Sachen: Radläufe, Endspitzen und Tankaufnahme (aber das Auto ist ja zum Schrauben Lernen gekauft worden - Zusätzlich dazu lernen ich nebenbei das Schweißen)


    Aber ich habe auch Poliermaschinenequipment aus meiner Fahrzeugaufbereitungszeit 🤷🏿‍♂️😄

    Demnach hoffe ich dann die Sachen vernünftig angleichen zu können. Nassschliff o.ä.


    Lg Jan

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