Jetta läuft nicht in feuchter Tiefgarage

  • Hallo,


    gestern wollte ich meinen Jetta fahren aber er wollte in der Tiefgarage nicht anspringen. Am Samstag war ich noch ohne Probleme über 70 km heimgefahren damit. Dass er bei feuchter Luft nicht gerne anspringt habe ich gekannt aber das er garnicht läuft noch nicht. Nach kurzem Anlassen bis der Vergaser wieder gefüllt ist, fing er das Stottern und Spucken an, drehte eigenständig ein paar mal und ging dann wieder aus. Gelegentlich kamen noch ein paar Fehlzündungen dazwischen.

    Motor ist ein EZ im Originalzustand, BJ84 mit Unterbrecherzündung. Die Kerzen sehen alle gut aus, nicht sonderlich verrußt oder übermäßig feucht, die Zündleitungen sehen auch gut aus. In der Kappe war nichts unauffälliges zu sehen. Nachdem ich die Zündspule dann ausgebaut hatte, mit reingenommen habe um eine neue im Netz zu suchen habe ich es ein letztes mal probiert, da sprang er dann nach einiger Zeit orgeln an, ging mir aber bei der Probefahrt zweimal wieder aus weil im ersten Gang bei ca. 20km/h die Kraft gefehlt hat. Sprechen die Symptome noch für andere Fehlermöglichkeiten oder denkt ihr auch in Richtung ZS?


    Grüße TPK

  • VW
  • Ein 84er Auto springt schlecht an?


    Schreib doch erstmal, wann zum letzten Mal "richtig" was gemacht wurde. Immer dran denken- in dieser Zeit wurden die Automobile 1x jährlich oder alle 15tkm (je nachdem, was zuerst eintritt) zur "Durchsicht" gebracht.

    Leider vergessen das viele Nutzer heutzutage.

    https://www.werkstattportal.org/inspektion-vw-jetta/#02

  • Verteilerkappe und Finger werden zu 100% am ende sein. Hier würde zumindest ich ansetzen.

    Der ist jetzt gut 80.000km drin, könnte natürlich sein. Aber ist der so feuchtigkeitsabhängig? Heute lief er ganz normal und sprang sofort an nachdem ich ihn oben geparkt hatte.

    Das Problem hatte er seit einiger Zeit schon, dass ihm in der Garage die Kraft fehlte oder er nur auf 3 Zylindern lief für kurze Zeit.


    Schreib doch erstmal, wann zum letzten Mal "richtig" was gemacht wurde

    Ölwechsel mit Filter und Luftfilter 4000km,

    Ventilspiel gemessen, Getriebeöl 3000km,

    neue Bremsen vor 15.000 und 3500km,

    Kühlflüssigkeit vor 7000km,

    Zahnriemen müsste diesen Sommer gemacht werden,

  • Wie schon gesagt ich würde hier ansetzen. Geld kostet das auch nicht wirklich und JA das ist er. Ich bin auch mal mit einem 2er NZ noch problemlos Hause gefahren und am nächsten Tag ging nix mehr. Neuer Verteiler und Finger drauf und der Bock lief wie ein Neuwagen.

  • Dann werde ich mal einen neuen bestellen und sehen ob er dann in feuchter Luft besser läuft. Haben die Kappen eigentlich eine Dichung unten drin? Meine Kappe hat nämlich keine.

    Neuer Verteiler und Finger drauf und der Bock lief wie ein Neuwagen.

    So läuft er ja auch wenn es trocken ist, der Schlüssel ist noch nichtmal in Endposition da läuft der Motor schon.

  • Hat keine Dichtung aber die Kontakte werden mit der Zeit immer schlechter da kann Feuchtigkeit ein großer Widerstand werden

    Was du in zwischen Zeit mal machen kannst is die Kontakte mit feinen Schmirgelpapier etwas reinigen und dann falls da mal Kontaktspray drauf sprühen

  • Auch die Zündkabel würde ich mal tauschen. Die kosten auch nicht soo viel und man merk es dann im Vergleich, wie flexibel die neuen Kabel sind. Daher werden die alten Kabel brüchig, auch kleinse Risse, in die Feuchtigkeit eindringt, können dann zum Problem werden.

    Wie alt sind die Kerzen?

  • Sprechen die Symptome noch für andere Fehlermöglichkeiten oder denkt ihr auch in Richtung ZS?

    Nein, an der ZS liegt es mit Sicherheit nicht.

    Sondern an den vielen Fehlermöglichkeiten, die bei Zündanlagen von Ottomotoren auftreten können.


    Bei Dieseln gibt es solche Möglichkeiten gar nicht.

    Sondern nur zwei:

    Entweder der Motor springt an oder er ist total kaputt.

    Fertig und komplett platt.


    Deine Problematik kenne ich:

    Erlebte genau das selbe mit meinem 1,6L PN.

    Nach 1 bis 2 Tagen bei hoher Luftfeuchtigkeit incl. Regen sprang der nicht mehr an.

    Tat einfach keinen "Muckser" mehr.


    Sah danach im Motorraum, daß alles irgendwie "angefeuchtelt" war.

    Drapierte dann im Motorraum einen Heizlüfter hin und ließ den 1/2 Stunde laufen.

    Nach dieser Trocknung sprang der Motor wieder einwandfrei an.


    Was eindeutig besagt, daß nur Kriechströme die Versagens-Ursache der Zündung sein konnten.

    Du bekamst hier schon viele Tips, Abhilfe schaffen zu können.


    Einen weiteren, der Dich auch nicht recht viel kostet, will ich noch hinzufügen:

    Fahr mal, wenn Dein Motor läuft, in einen stockfinsteren Wald, öffne (bei laufendem Motor) die Motorhaube und schau Dir an, wo überall die Kriechströme laufen.

    Das kannst Du nämlich alles sehen, und dann weißt Du auch, wo genau etwas evtl. restauriert werden muß.

    An eine ZS oder Verteilerkappe würde ich dabei als allerletztes denken.


    Die absolute "Kriegsgewinn-Lösung" ist eher darin zu sehen:

    1) Per Heiß-Dampfstrahler (bei laufendem Motor) den ganzen angelagerten Mist erst mal überall "wegzublasen".


    2) Nach wirklicher Abtrocknung der Feuchtigkeit alle Leitungen mit Zaponlack-Spray einsprühen.

    Kann Poren und Spalte verschließen und dadurch Kriechströmen ihre Existenz-Grundlage entziehen.


    Grüße

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