Dom hinten rechts - nun hat es mich auch erwischt

  • Hallo,


    nun hat es auch unseren Wintergolf erwischt:



    Verschrotten ist keine Alternative, das muss wieder fertig gemacht werden und zwar haltbar und schön, das traue ich mir auch zu, ich habe ja einen Sommer Zeit dafür. Natürlich wäre es schön, wenn es ein fertiges Teil gäbe, das man von unten drunter setzt und dann von oben verschweißt. Ich würde mich freuen über Links wie der ein oder andere dieses Problem gelöst hat.

    Kernfragen sind also:

    Muss ich beim Verwerter meines Vertrauens etwas heraustrennen? Oder gibt es ein neues Teil? Dann sollte ich ja auch den Tank raus nehmen, oder nicht?

    Wenn der Golf nicht TÜV bis 11/2020 hätte und nicht gerade eine gaaaanz große Inspektion stattgefunden hätte, wäre wegwerfen eine Alternative, aber so nicht...


    Gruß aus Kleve


    Clemens

  • Ich würde das erst einmal alles frei legen, rund um den Dom, innen und außen.

    Tank und Stoßdämpfer raus und dann genau gucken. Es ist schon möglich, dass da mehr ist, als Du jetzt siehst. Danach kann man weiter entscheiden.

    Ich folge nicht jeder Strömung,

    ich halte Kurs!

  • Schliesse mich meinem Vorredner an... Und da das die blechmässige Achillesferse des Zweiers ist, mach Dich auf weitere unschöne Überraschungen nach dem Tankausbau gefasst... Da hat wohl schon länger die Karies gewütet... 🙄

  • Hallo,


    nun hat es auch unseren Wintergolf erwischt:

    Wintergolf sagt glaube ich alles. Da muß man mit leben wenn ein Auto welches 30 Jahre viel Regen, Schnee und Salz ausgesetzt ist.


    PS: An Niedrigwasser auch das ist kein Gemeckere, sondern eine Meinung!

  • Hallo,


    Innenkotflügel hinten habe ich vor 10 Jahren nachgerüstet, habe in der Zwischenzeit auch regelmäßig für Sauberkeit dort gesorgt, dann ist das halt so. Werde den Verwerter meines Vertrauens aufsuchen um dort etwas Passendes zu bekommen. Dann muss der Tank halt raus, wo Rost ist, wird er halt beseitigt, im Grunde läuft das auf eine reine Fleißarbeit hinaus. Außerdem, hätte ich dieses Auto weggeschmissen, mir für 500 - 1000 € was anderes geholt, da wäre ich wahrscheinlich auch nicht besser weg gekommen. Da repariere ich lieber was ich habe...


    Gruß und frohe Ostern!

    Clemens

  • Hallo noch einmal,


    ich habe mir die ganze Angelegenheit mal in Ruhe angeschaut und festgestellt, es gibt 2 Möglichkeiten:


    1.: Beim Verwerter hole ich mir einen kompletten Dom und bohre die Schweißpunkte am Auto auf, entnehme den alten Dom vorsichtig und schweiße den neuen auf. Wenn ich vorher Bezugsmaße festlege und vorsichtig genug zu Werke gehe, sollte das klappen.

    2.: Das eigentlich kaputte Teil ist von unten unter die Oberseite des Doms gepunktet. Wenn sich nach Reinigen des Radkastens von unten zeigt dass der eigentliche Federbeindom ok ist, reicht es ja nur das Oberteil zu wechseln.

    Natürlich ist das viel Arbeit für einen NZ in Sparausstattung, der RP geht weg, meine Frau fährt mittlerweile Audi A2, für meine 8Km zur Arbeit sollten im Winter der 2er-Golf und eine T3-Pritsche reichen, und manchmal auch das Fahrrad....

  • Hallo nach langer Zeit,


    beim Autoverwerter habe ich mir sowohl einen kompletten rechten Dom als auch den oberen Abschnitt des linken Doms herausgetrennt. In der Zwischenzeit war ich mit vielen anderen Dingen beschäftigt und in Urlaub. Damit das Auto endlich ins Sommerquartier kann, habe ich das heute mal in Angriff genommen. Vom linken Domabschnitt habe ich den Ring mit Konus durch Aufbohren der Schweißpunkte abgelöst. Das habe ich dann auch am Auto gemacht, nachdem ich das Federbein herausgenommen hatte. Alles gründlich sauber gemacht, den "neuen" Ring auf das Federbein, das Rad drauf, Auto abgebockt, ausgerichtet und mit 2 Schweißpunkten geheftet. Logischerweise habe ich den Tankeinfüllstutzen vor Funken geschützt, Auto aufgebockt, die restlichen Schweißpunkte vorsichtig vorgenommen, dabei das Blech immer wieder von oben und unten gekühlt, viel Nacharbeit war nicht nötig, denn das Schweißgerät war gut eingestellt. Heute grundiert, den Dom von innen schon beilackiert, morgen etwas Unterbodenschutz drunter, Montag komplettieren, dann kommt er in die Scheune bis November. Alles in allem hatte ich Glück, das hätte blechmäßig schlechter aussehen können, dann wäre das eine größere Operation geworden, aber so ist es gut...


    Gruß aus Kleve

    Clemens

  • Mahlzeit

    Ich grab das mal wieder aus, da es bei mir nun auch passsiert ist und eine Bilderserie für den ein oder anderen in Zukunft möglicherweise hilfreich sein könnte ^^

    das erklärt sich....

    .... denk ich von selbst


    das ganze ist nur punktgeschweißt und lässt sich ausbohren. Die Punktschweißungen sind willkürlich und haben keine festgeschrieben Maße. Man erkennt sie aber von oben, da jeder Punkt leicht einfällt.


    wichtig ist, den Unterbodenschutz soweit zu entfernen, bis man auf eine gesunde Materialoberfläche stößt. Ich dabe dazu alles lose mit einem Schraubendreher weggepiddelt und den Rest mit einer elektrischen Bandfeile gesäubert.


    Die blanken (und teilweise noch von tieferen Rostmulden befallenen Stellen) habe ich mit Brunox Epoxy vorbehandelt, dass es anschließend nicht wieder zu rosten beginnt.

    HINWEIS: Brunox bezahlt mich nicht für die Erwähnung seines Produkts. Ich nenne lediglich beim Namen, was ich für gut befunden und verwendet habe. Wer möchte kann natürlich auch Tannox verwenden. Das funktioniert ganz ähnlich und die Ergebnisse sind wohl auch ähnlich gut, wie ich so höre.


    Das Ersatzteil stammt in meinem Fall vom Golf 3. Die Dome sind baugleich. Es wurde nicht mal der Stempel der Teilenummer geändert, sodass diese ebenfalls mit 191 beginnt.


    Gammelig vs. Topzustand

    Weil von den Löchern, aus oben erwähnten Gründen, fast keins übereinstimmt....


    ....hab ich diese zugeschweißt und verputzt.


    Federbein mit der Aufnahme einsetzen, rad drauf, Auto ablassen bis sich die Teile leicht berühren, ausrichten, komplett ablassen.


    Da ich nur 10 Bilder aufeinmal anhängen kann, folgt der Rest in Teil 2.

  • Und weiter gehts.


    Das Ganze wird jetzt verschweißt.

    Also erst an drei...vier stellen anheften, dann das Federbein wieder rausnehmen und dann erst fertigschweißen.

    Ich habe dafür ein Wig-Schweißgerät genommen. Der große Vorteil daran ist, dass man sehr feinfühlig und präzise damit arbeiten kann und es spritzt nicht, wie beim Mag- oder Stabelektroden-Schweißen.

    Durch die Hitze verbrennt natürlich der Brunox Epoxy in unmittelbarer nähe, was zu einer gewissen Rauchentwicklung führt. Damit sich die Hitze nicht zu sehr ausbreitet, habe ich nach jedem Schweißpunkt (nachdem dieser aufgehört hat zu glühen, um ein aufhärten des Materials zu verhindern) mit einem feuchten Lappen den Dom abgekühlt.



    Nach dem Schweißen folgt Lackaufbau, verschmieren, Steinschlagschutz und so weiter.

    Das werd ich jetzt aber nicht detailliert erklären. Da gibt es hier im Forum sicher den ein oder anderen Thread zu.

    Nur eines: als erstes kommt natürlich das Brunox, Tannox, Fertan oder auf was auch immer ihr schwört zum Einsatz, bevor es mit der Grundierung weitergeht.


    Ich hoffe, das hilft jemandem weiter.


    Also dann, allen die sich rantrauen, gutes Gelingen 8)

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