VW Golf 2 Gti 16v - Lp7z Lichtgrau Metallic

  • Sobald ich zum Fahrzeug komme sag ich dir sofort den Namen usw. vom Gutachter!


    Fahrzeug wurde innen und außen komplett gereinigt und außen poliert und Keramik versiegelt. (500€)



    Hier noch Foto wie so ein Fleck ausgesehen hat!


  • VW
  • Ganz genau. Da wurde die Versiegelung nicht abgenommen. Dann ensteht dieser Schleier am lack.


    Das frisst sich dermaßen ein, dass es nur durch auspolieren wieder weg geht. Je nachdem wie lange man wartet und wie hart das verwendete Produkt selbst ist, brauchts dazu eine Schleifpaste oder bei gewerblichen Top-Produkten hab ich auch schon Leute mit dem 2000er Schleifpapier werken sehen.


    Sowas ist mir mit Gyeon Prime auch schon mal passiert. Aber das war das erste Mal, dass ich mit sowas gearbeitet habe.


    Es ist jedenfalls sehr leicht zu verhindern, indem man sich die Zeit nimmt und Sektion für Sektion abarbeitet, zudem im Kreuzstrichverfahren das Zeug auspoliert und immer für eine gute Ausleuchtung sorgt. Eine Stirnlampe hilft da enorm weiter.


    Zudem schadets nicht, wenn am Schluss noch mit 4 Augen im Sonnen- oder Tageslicht das Auto nochmal komplett gecheckt wird. So können kleinere Fehler nochmal nachbehandelt werden. (Also notfalls auspoliert und nochmal nachversiegelt)

    Der Kunde hat normalerweise diese Möglichkeit nicht.


    Dafür zahlt man schließlich dementsprechende Preise. Nicht weil das Mittel so teuer ist. Das ist der kleinste Anteil es geht zu 95% nur um die anfallende Arbeitszeit.

    Also: Mehrere Poliervorgänge, Entfetten, partielles Versiegeln, Nacharbeiten... Das das bezahlt werden muss, keine Frage. Dann solls aber auch vernünftig gemacht werden.


    Ich hab mir das Gyeon Prime i immer in England bei cleanyourcar.co.uk für um die 40 Euro pro 30ml - Set bestellt. Da macht man locker 3-4 Wagen der Golfklasse damit. Materialschlacht ist es also keine.


    "Keramik" ist halt jetzt In, so wie vor Jahren alles "Nano" sein musste.

    Eigentlich ist es in den meisten Mitteln Siliciumdioxid. Soweit meine Chemie-Kenntnisse noch reichen hat das mit Keramik nicht wirklich viel zu tun. Aber gut. Der Volksmund nennt es Keramik. Vermutlich weil die Pfannen in der Küche damit auch beschichtet sind. Naja irgendwie muss man es den Leuten ja verkaufen.


    Das Zeug hat seine Stärken meiner Meinung nach in der guten Haftung am Lack und in der chemischen Beständigkeit.

    Das heißt auf deutsch:

    Es schützt den Lack vor Umwelteinflüssen hervorragend und hält auch noch ne schöne Weile am Auto.

    Punkt aus Ende.


    Alles andere ist Marketing-Quatsch.

    Die Kratzerbeständigkeit mag bei sehr weichen Lacken besser werden. - logisch.

    Allerdings weiß ich nicht, ob das bei modernen Klarlacken überhaupt noch Sinn macht, so hart wie die heutzutage schon sind.


    Wasche ich ein Auto falsch oder Fahre in eine Waschanlage ziehe ich mir genauso die Kratzer in die Versiegelung, wie es sonst der Lack abbekommen würde. Einziger Vorteil: Die Versiegelung fängts auf, aber aussehen tuts trotzdem genauso mies.


    Der nächste Mythos: Nix glänzt zu krass wie eine Keramikversiegelung. Auch das ist Quatsch. Umso mehr das Zeug am Ende glänzt, umso mehr Glanzadditive fügt der Hersteller hinzu. Dementsprechend schlechter sind aber wieder die Schutzeigenschaften, weil das Produkt quasi verdünnt wird.


    Deswegen bietet unter anderem Gyeon ein mehrstufiges System an. Wo praktisch in der Basis versiegelt wird und dann mit Glanz-Boostern das Lackbild auf die Spitze getrieben wird. Man muss halt nur die Aushärtezeiten einhalten damits funktioniert.


    Das kann man aber auch zB mit einem hochwertigen Wachs machen. Geht einfacher, der Glanz ist weicher und es ist viel schneller erneuerbar. Die Perlenbildung ist außerdem auch viel deutlicher vorhanden.


    Wo wir beim nächsten Hokus-Pokus wären: Keramikversiegelungen haben eine massive Perlenbildung. Stimmt auch nicht. Im Idealfall hat es eine dermaßen starke Oberflächenspannung, dass der Wasserfilm nicht reißt und ohne Perlenbildung vom Lack abfließt. "Sheeting" nennt das der Fachmann.

    Perlts, wurdes wieder fürs Auge getrickst.


    Was den Leuten auch nicht erzählt wird. Silitiumdioxid ist allergisch auf kalkhaltiges Wasser. Wenn man beim Waschen nicht aufpasst, kann man in Verbindung mit Sonnenlicht sich den Lack massiv versauen.

    Es gibt zwar einige Wasserfleckenentferner zu kaufen um dem wieder Herr zu werden, im Sinne des Erfinders ist es aber nicht. Bevor sowas am Markt war konnte man das Zeug auspolieren und frisch versiegeln.


    Daher empfiehlt es sich immer auf der Keramik noch drauf zu schichten. Bei den Sommerautos habe ich aktuell Gyeon Prime drauf und darüber noch das Dodo Supernatural Wachs.

    Beim 3C Passat im Winter gehe ich nach dem Waschen immer mit Menzerna Endless Shine als Trockenhilfe drüber. Das ist auf Polymerbasis und perlt dann auch schön ab.


    Mich würd manchmal echt interessieren wie viele Firmen ein derartiges Fachwissen haben, bevor sie sich an solche Sachen ran trauen und vor allem wie viele sich dann bei der Abholung noch 15 Minuten Zeit nehmen und den Kunden beraten, wie er jetzt seinen Autolack weiter pflegen soll.


    Den meisten wird nämlich verkauft: Du hast jetzt die Über-Drüber-Versiegelung am Auto, da läuft der Dreck von ganz alleine ab und fahr ruhig in die Waschstraße, keine Bürste der Welt wird dein Auto jemals wieder verkratzen können.

    Schön wärs! Aber egal so lang der Kunde am Stammtisch was zum Erzählen hat und die Kasse stimmt, sind doch alle glücklich.


    Sorry für den Exkurs, aber ich bin mir sicher den Einen oder Anderen interessiert das, wo ich schon zu faul bin und in meiner Extra Aufbereitungs-Rubrik kaum mehr was schreibe.

  • Die. Erweiterung ist jedenfalls ein hochinteressantes Thema.


    Ich sehe das mit der „Keramik“-Versiegelung genauso wie Du. Der Begriff Keramik kommt wohl daher, dass sie sehr hart Und dauerbeständig ist im Vergleich zu einem Wachs. Mehr nicht. Eine Kratzerbeständigkeit bei dieser Form von Versiegelung sehe ich genauso wenig wie du.


    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich nicht wirklich den Sinn darin sehe, bei einem Freizeitauto mit „Saisonbenutzung“ eine Versiegelung aufzutragen. Der vordringliche Sinn einer Versiegelung besteht in ihrer Dauerbeständigkeit. Sie schützt den Lack vor Umwelteinflüssen und Verschmutzungen bei starker Beanspruchung, wie etwa bei einem Alltagsfahrzeug mit relativ hoher Kilometerlaufleistung im Jahr.


    Bei einem Saisonfahrzeug ist der Lack einer solch starken Beanspruchung nicht ausgesetzt. Diese Autos werden nur über geringe Distanz bewegt und regelmäßig, zumeist von Hand, gewaschen. Insofern sehe ich keinen Sinn darin eine teure Versiegelung aufzubringen, bei deren Verarbeitung man im übrigen auch noch sehr genau arbeiten muss. Während man nämlich bei einem Wachs kleinere Defekte im Lack noch kaschieren kann, muss man bei einer Versiegelung in den vorherigen Polierschritten schon sehr genau arbeiten. Deswegen ist eine Versiegelung auch so teuer.


    VG

    "... in this world nothing can be said to be certain, except death and taxes." (Benjamin Franklin)


    "Verglichen mit den Grünen und ihrem Hang zum alltäglichen Totalitarismus, ist die katholische Kirche eine libertäre Organisation mit Sinn für menschliche Schwächen." (Henryk M. Broder, Die Welt vom 2. März 2013)

    Mein Calypso-GTI16V

  • Sooooo jetzt aber 8o

    Hab jetzt eine Namen usw. für dich !

    Dipl.-Ing. Hermann Wallner

    Ingenieurkonsulent für Maschinenbau - WIW

    Tel.: 0699 - 18 625 669
    Mail.: office@zt-wallner.at


    Mfg

  • :D:D Hey das wenn ich gewusst hätte !!!

    Ja war wirklich eine sehr schöne Veranstaltung!!!!!!!!!!!

    Bin nächstes Jahr sicher wieder dabei!


    Danke für die Blumen 8)

    LG

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