Hauptbremszylinder bei Trommelbremse von 20mm auf 22mm umbauen

  • Servus,


    Bräuchte da kurz ne Auskunft zum Hauptbremszylinder. Ich fahre einen "stinknormalen" Jetta mit RP Motor.. sprich Hinterachse Trommelbremse und 20er Hauptbremszylinder. Habe nun das Problem, dass der Hauptbremszylinder recht rostig ist und dadurch oben wo der Ausgleichsbehälter drauf sitzt nicht mehr dicht ist.


    Kann mir jemand sagen, ob es möglich ist bei Trommelbremse an der HA auch gleich nen 22er HBZ zu verbauen oder ist davon abzuraten? Werde früher oder später nämlich auf Scheibenbremse an der HA umbauen und dann hätt ich schon den richtigen HBZ drinnen.


    Danke schonmal ;)




    lg Michael

  • VW
  • Achso das hab ich blöd geschrieben bzw. vergessen. Wenn ich dann die HA auf Scheiben umbaue dann natürlich auch die Vorderachse auf G60 Bremse. Wird dann alles im Zuge von nem Motorumbau passieren. ;)


    naja dann werd ich einfach wieder nen 20er besorgen.


    Danke :wink:



    lg

  • Klar kannst du den 22er jetzt schon verbauen, vor allem im Hinblick auf deine geplante Umrüstaktion.


    Habe den 22er lange im Caddy 14d mit vo. 239er innenbelüftet, hi. den grossen Trommeln gefahren.


    Jetzt ist einer in meinem 155er Cabrio verbaut, mit noch orig. Bremsanlage, die aber bald auf 256er vo.


    umgerüstet wird.

  • Was du ihm da rätst ist lebensgefährlich. Der max. erreichbare Druck sinkt, die Bremsleistung wird schlechter. Merkt man bei den üblichen normalen Bremsungen nicht, aber wenn mans braucht und es nicht klappt möchte ich das nicht mit irgendeinem Richter ausdiskutieren. Da helfen dann auch Blumen für die Angehörigen deines Gegners wohl nicht. Und da es ein Eingriff in die Bremsbalance ist erlischt die ABE, und über den Gedanken das eintragen zu lassen brauchen wir wohl keine Zeit verschwenden.


    Wenn Umbau, dann in einem Abwasch.

  • Was du ihm da rätst ist lebensgefährlich. Der max. erreichbare Druck sinkt, die Bremsleistung wird schlechter. Merkt man bei den üblichen normalen Bremsungen nicht, aber wenn mans braucht und es nicht klappt möchte ich das nicht mit irgendeinem Richter ausdiskutieren. Da helfen dann auch Blumen für die Angehörigen deines Gegners wohl nicht. Und da es ein Eingriff in die Bremsbalance ist erlischt die ABE, und über den Gedanken das eintragen zu lassen brauchen wir wohl keine Zeit verschwenden.


    Wenn Umbau, dann in einem Abwasch.

    Erkläre mir bitte mal warum der max. erreichbare Druck sinkt. Das verstehe ich nicht so ganz.

  • Druck ist Kraft durch Fläche. Wird die Fläche größer bei gleicher Kraft (abhängig von Pedalübersetzung und max. Beinkraft, beides wird nicht geändert) wird der Druck im System kleiner. Wenn jetzt die Bremskolben vorne gleich bleiben (VW2 48mm) sinkt die max. Bremskraft weil geringerer Druck x gleichbleibende Fläche = Kraft. Erst durch größere Kolben (Girling 54mm) wird das wieder ausgeglichen oder übertroffen weil die Fläche des Nehmerkolbens überproportional vergrößert wird. Dazu kommt dann noch der durch die größere Scheibe bessere Hebelarm. Von daher sollte man es sich überlegen wenn man eine Serienbremse "verbessern" will. Dass das jemand einträgt wundert mich. Das mit Druck/ Fläche/ Kraft ist Physik ca. 7.Schuljahr und sollte einem Ing. bekannt sein. Kann natürlich sein dass der die VW2 Anlage sowieso für überdimensioniert hält, dann trägt der auch einen größeren HBZ ein...


    Solange die Diskussion sachlich bleibt und wir "Arschloch" und "Doofmann" weglassen können wir von mir aus auch eine "Besserwisserdiskussion" führen.

  • Ich teile diese Meinung nicht aus phsikalischen Gründen nicht, sondern weil ich es probiert habe. Beim Umbau von 20 auf 22 ist es eben nicht so das man keine Bremswirkung mehr erzielt ohne dramatische Kräfte auf das Bremspedal aufzubringen, es bremst einfach besser. Auch bei einer Notbremsung!


    Im Opel Astra F ist auch ein 38er Bremssattel/Kolben mit einem 22,2 HBZ kombiniert und die 16V-Bremse von VW mit 54/38er Kombination wird doch bei anderen Herstellern auch mit einem größeren HBZ als dem 22er verbaut, meist mit 23,8mm.


    In meinem 14D habe ich z.B. seit ca. 10 Jahren eine fast kpl. Sc. II 16V-Bremsanlage verbaut, fast weil hinten noch die originalen Trommelbremsen drin sind. Funktioniert auch einwandfrei und ist natürlich eingetragen!

  • Druck ist Kraft durch Fläche. Wird die Fläche größer bei gleicher Kraft (abhängig von Pedalübersetzung und max. Beinkraft, beides wird nicht geändert) wird der Druck im System kleiner. Wenn jetzt die Bremskolben vorne gleich bleiben (VW2 48mm) sinkt die max. Bremskraft weil geringerer Druck x gleichbleibende Fläche = Kraft.


    Ganz genau so sieht es aus. Kann da auch jedem nur empfehlen sich ein wenig ist die Grundlagen der Hydraulik einzuarbeiten (hier mal eine ganz nützliche Formelsammlungzu dem Thema). Bei unserem Golf wurde nämlich fälschlicherweise der 22er HBZ verbaut (vorne VW2, hinten Trommeln), mit dem Resultat, dass es nichtmal mehr möglich war, eine Vollbremsung zu bewirken. Absolut lebensgefährlich, aber bis wir raus hatten, dass es am HBZ lag, haben wir uns einen Wolf gesucht. Größer ist bei der Bremsanlage nunmal nicht immer gleich besser. Und selbst wenn es scheinbar funktioniert, KANN der Bremsdruck durch den größeren HBZ nicht steigen sondern nur SINKEN, wenn der Rest der Anlage nicht verändert wurde.

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