Abgasskandal bleibt ungelöst

©istock.com/Ralf Geithe
©istock.com/Ralf Geithe

Zum einen kostet Diesel inzwischen nahezu ebenso viel, zum anderen sind für Dieselfahrer ganz andere Kosten entstanden, mit denen niemand gerechnet hatte. Mal ganz abgesehen von dem ganzen Ärger, der damit zusammenhängt. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Während Endverbraucher sich betrogen fühlen und ratlos sind, wird den großen deutschen Autoherstellern seitens der Politik noch der Rücken gestärkt. Nichtsdestotrotz ist vor allem das Verhalten der Produzenten nicht zu verstehen. Man sollte meinen, der Ärger, der entstandene Schaden und Imageverlust haben etwas bewirkt, doch das scheint ein Irrtum zu sein.

Verhalten noch immer nicht transparent

©istock.com/Cameris Wirklich zur Rechenschaft gezogen werden am Ende nur die Verbraucher, denn sie leiden unter den möglichen Fahrverboten und haben Kosten, auf denen sie sitzenbleiben. Einfach den Entschluss zu fassen, ein neues Auto – natürlich einen Benziner – zu kaufen, ist keine Lösung, denn davor muss der "alte" Diesel ja erst einmal verkauft werden. Doch wer kauft heute einen Diesel, den andere nur noch loswerden möchten? Der Wertverlust, gerade bei noch einigermaßen neuen Dieselmodellen, ist für den Besitzer also enorm. Seitens der Hersteller gibt es außerdem kein Entgegenkommen. Im Gegenteil: Die Veränderungen scheinen immer wieder neue Probleme mit sich zu bringen, Garantien seitens der Hersteller gibt es ohnehin nicht mehr, und von Transparenz ist ohnehin nichts zu spüren. Dass einige der Verantwortlichen inzwischen verurteilt wurden, ist dabei wenig Trost. Es ändert schließlich nichts daran, dass die eigene Mobilität ebenso gefährdet ist wie das Bankkonto, und das nur, weil man sich einmal für das vermeintlich falsche Automodell entschieden hat.

Gemeinsam Stärke zeigen

Es ist angesichts dieser Umstände wenig verwunderlich, dass viele Betroffene resignieren, anstatt sich zu wehren. Der Weg zum Anwalt ist mühsam, und ein Großteil fürchtet die Kosten. Und wo findet man überhaupt einen Anwalt, der sich in dieser Thematik auch wirklich gut auskennt? Der "kleine Mann" sieht sich gegenüber den großen Multikonzernen als nicht siegfähig und ist sich im Zweifel gar nicht im Klaren über seine Rechte, die ihm als Verbraucher zustehen. Das muss aber nicht so sein. Eine sinnvolle Möglichkeit gerade in derartigen Fällen, sind Sammelklagen. Hier werden die Ansprüche von einer großen Menge an Betroffenen zusammen als Grundlage für die Klage geführt, vertreten in einem gemeinsamen Prozess, dessen Entscheidung dann final auch für alle Sammelkläger gilt. Eine Sammelklage gegen VW beispielsweise hat eine höhere Aussicht auf Erfolg als einzelne Klagen oder vielleicht nur mahnende Briefe von einzelnen Betroffenen.

    VW Golf Versicherung

    Wer zahlt schon gerne zuviel für seine Kfz-Versicherung? Ein Vergleich und anschliessender Wechsel ist kostenlos und spart unter Umständen richtig viel Geld.

    AutoDoc

    Ersatzteile für deinen Volkswagen Golf zu ordentlichen Preisen. Schnell und zuverlässig