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Sonntag, 16. August 2015, 10:40

Aufbereitungs Tutorial - Passat 3C TEIL 1 - Leder

Hallo zusammen.

Ich hatte diese Woche Urlaub und war auch ein paar Tage weg. Wir sind einfach kurzer Hand ins blaue gefahren. Abends lag ich dann im Hotelzimmer und hab geguckt, was in der Umgebung so rum steht.

Da stach mir ein Passat 3c, Sportline, Volleder ins Auge. Warum? Weil er verhältnismäßig verdammt günstig war.

Am nächsten Tag hab ich im Navi geguckt wo der nochmal steht und es zeigte mir nur 20km bis zu dem Händler an. Also bin ich einfach hingefahren.
Schotterplatzhändler, 2 sehr sympathische Jungs, die zugegeben irgendwie was von ISIS-Terroristen haben, wie wir sie immer wieder in den Medien sehen. Aber wie gesagt sehr sympathisch und der bayrische Dialekt passte auch gar net ins Bild. ;)

Naja was war los damit: Beide Kotflügel beschädigt, Heckstoßstange ebenfalls. Bei der Fahrertüre wollte einer mal mit Gewalt rein und Kratzer über Kratzer. Einfach überall.

Innen schien er ganz OK zu sein, bis auf die abgegriffenen Schalter. - Typisch für das Baujahr.

Die Technik war auch total im Kontrast zum äußerlichen Zustsand völlig in Ordnung. Fährt, bremst und lenkt richtig gut.


Also hab ichs mal mit der Brechstange probiert und ihnen eine Zahl vor den Latz geknallt, bei der ich besser im Vollsprint den Platz wieder verlassen sollte. Falls die Jungs doch Gewalt anwenden sollten. ;)

Zu meiner Verwunderung sagten Sie: "Komm pack noch 200 Euro drauf und wir sind im Geschäft."

Ich sagte: "Weißt was ich pack 300 Euro drauf und du stellst ihn mir noch diese Woche vor die Haustüre."

Der Chef meinte: "OK! Weißt was meine Buam (Buben) haben eh Ferien, die freuen sich über a bissl ein Taschengeld"

Als ich zurück zum Auto ging meinte meine Freundin nur: "Und?" ... Ich "Ähm ... ja gekauft hab ich ihn".







Die Bilder sind ganz nach dem Motto "In der Nacht sind alle Katzen schwarz" zu bewerten.

Daher gibts ne Menge aufzuarbeiten. Kratzer auspolieren, Gewisse Sachen sind aber wirklich ein Fall fürn Lackierer.
Der Innenraum wird meine Baustelle. Leder reinigen, tw. tönen und natürlich versiegeln.
Die Abgegriffenen Schalter tausch ich aus.

Achja: Der Motor.

Es ist ein 2.0 TDI - 140 PS.

Ich glaub da gabs 6-7 verschiedene beim Passat.

Pumpedüse 8V, 16V, mit DPF ohne DPF, mit den alten PD-Elementen, mit den neueren Piezo-PD-Elementen.
und dann nochmals die neueren Common-Rail-Motoren

Das ist ein wahrer Jungle.

Dieser hier ist ein 16V, Pumpedüse schon mit Piezo-Technik. Der schafft Euro 4 ohne Partikelfilter. Einspritzung und Steuerung kommen (Gott sei Dank) nicht von Bosch sondern von Siemens.

Das ist der Königsmotor unter den Pumpe-Düse Maschinen.

Viele schwören ja auf die Commonrail-Technik. Die ist auch gut. Keine Frage trotzdem hat das System eine Achillesferse oder eigentlich gleich mehrere. Wenn die Injektoren von Bosch sind, sind die ziemlich sicher nach 200.000 Überholungsbedürftig. Denso macht das besser die sind quasi nicht tot zu kriegen.

Ich hatte gut 7 Jahre CR-Autos und das war nie problemlos.

Daher jetzt der PD.


Bestandsaufnahme folgt demnächst

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oldschool-Edition« (23. August 2015, 18:50)


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Sonntag, 23. August 2015, 18:42

TEIL 1 - Leder

Eine Woche ist ins Land gegangen und am Passat wurde schon viel gemacht.

Aufgrund des miesen Zustands innen, haben wir uns entschlossen alles auszubauen.

Man beachte den Fahrersitz im Hintergrund:



Die Wange:



Ein kleiner Riss, sowie stark aufgerautes Leder:



Arbeit über Arbeit!

Ich habe mir ein Lederauffrischunsseit von Colourlock besorgt.

Dazu gehören:

> Leder-Reiniger (erhältlich in normal und in "stark" - aufgrund des Zustandes musste der Lederreiniger stark ran.

> Leder Fresh (Tönung) - dieses ist so ziemlich in jeder Lederfarbe erhältlich. Laut Aufkleber im Serviceheft handelt es sich bei der Ausstattung um Pure Beige.

> Leder Protector - Lederpflege mit UV-Schutz

> Diverse Schwämmchen und Tücher.

Außerdem habe ich mir folgendes besorgt, bzw. hatte ich zu Hause.

> Lederreinigungsbürste (Colourlock)

> Schmutzradierer (gibts in jedem Drogeriemarkt)

> Lederreinigungsbenzin (Colourlock)

> Lederschleifpad (Colourlock)

> Sprühflasche mit Wasser (Ikea)

> Baumwolltücher (Ikea - Näkten ca 30 Cent pro Stück)

Arbeitsweise am Beispiel einer hinteren Sitzfläche:

Der Zustand: Verfärbt und etwas knittrig.



Eingefressener Schmutz und Abdrücke von den Isofix-Haken:



Also ran an den Speck:

Lederreiniger auf die Bürste:



Das Mittel schäumt toll auf und trägt so den Schmutz gut ab. Die Bürste immer wieder mal auswaschen und staunen was dabei so runter geht. Lässt der Schaum nach, einfach Reiniger nachlegen.

Noch feucht:




Jetzt trocken wischen.

Der nächste Schritt ist enorm wichtig. Das Leder muss zum Tönen fettfrei sein.

Also gings mit Reinigungsbenzin über die Oberfläche:



Ablüften lassen.

Jetzt kommt die Tönung dran.

(Im Hintergrund sieht man das schöne matte Leder.)

Wichtig dabei: Weniger ist mehr und an stark beschädigten Stellen tupfen nicht wischen.

Anziehen lassen und dann erst etwas wischen.

Vorgang wiederholen bis einem das Ergebnis zusagt.




Hier die fertig getönte Sitzfläche.



Anschließend gings zum Trocknen in die Sonne.

zb hier der frisch renovierte Fahrersitz:




Nach 4 Stunden kam der Lederprotektor drauf.

Dieser ist weder speckig, noch fettig. Macht das Leder aber wunderbar weich und pflegt und schützt es über Monate.

Eines war da noch, der kleine Riss:

Dieser wurde mit Flüssigleder (ebenfalls von Colourlock) verschlossen.

Man lässt es in die Schadhafte stelle laufen und verstreicht es mit einem Spatel. Ein herkömmliches Tischmesser genügt aber auch. In mehreren Schichten wird es aufgetragen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Anschließend trägt man zu hohes Material mit einem Schleifpad ab. Hinterher wird der Riss mitgetönt.




Ebenfalls mit Flüssigleder wurden die Wangen bearbeitet:






Finishbilder im Auto:

Könnt ihr euch noch an die Wange erinnern?



Vorne:



Hinten:



Arbeitsaufwand:

Fürs Leder ca. 6 Stunden.

Aus- und Einbau nicht mitgerechnet.

Kosten: ca. 100 Euro

Das Leder war auf einer Skala von 1-6 wohl eine 4.
Beige ist immer sehr pflegeintensiv und wohl die Königsklasse in der Lederaufbereitung.
Dem jetzigen Zustand würde ich eine 2+ geben. Eine Arbeit die jedes Fahrzeug enorm aufwertet.

Demnächst folgt Teil 2.


Achja Kommentare erwünscht, Fragen natürlich gerne willkommen!

Lg Lukas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oldschool-Edition« (6. September 2015, 11:33)


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Montag, 24. August 2015, 20:28

Teil 2 - Kunststoffe und Motorraum

Da ich heute Urlaub hatte, nutzte ich die Zeit, um am Passat den Motorraum zu reinigen.

Dieser wurde, wie der Rest des Wagens nicht gepflegt. Es gab also viel zu tun.



Die Abdeckung ist kaputt, so etwas habe ich auch noch nicht gesehen.
Egal für gut 40 Euro ist bereits Ersatz auf dem Weg.
Ich hab sie trotzdem mal mitgereinigt.

Zuerst wurde mit der Tornador-Gun jeglicher Schmutz aufgeweicht. In der Pistole war ein Multicleaner mit ca 1:10er Mischverhältnis.

Nach einer kurzen Einwirkzeit von ca. 5 Minuten habe ich das Ganze mit dem Hochdruckreiniger ausgespült.

Hinterher wurde das übrig gebliebene Wasser mit einem Baumwolltuch und der Tornador (bei der kann man die Zufuhr aus dem Tank zudrehen) trocken geblasen, bzw. gewischt.

Anschließend wurden mit Koch Chemie Plaststar (eine dauerhaft haftende Kunststoffauffrischung) alle Kunststoffe getönt.



Für die großen Flächen gibts den Schwamm als Applikator.

Für kleinere, schwer zugängliche Flächen gibts diese Stäbchen (erhältlich zB bei Lupus Autopflege)

(Man beachte im Hintergrund bereits den frisch gepflegten Schlossträger)



Das sah dann so aus:



Der große Vorteil vom Plaststar ist, dass nur leicht ölig ist, was sich aber nach kurzer Zeit gibt und die Farbe lange so frisch bleibt.

Hier nochmals ein Bild, was damit möglich ist:
(und nein, das Zeug ist nicht nach der nächsten Wäsche wieder ab!)



Das wars erstmal was das Aufbereiten anbelangt. Ich würde dem Motorraum jetzt eine solide 3 geben. Er ist lange nicht perfekt. Aber immerhin kann man jetzt wieder mal nach dem ÖL oder Wischwasser gucken ohne hinterher gleich Hände waschen zu müssen.

Ein bißchen Pflege anderer Natur gabs dann auch noch:



Wie lang der wohl drinnen war?
Ich wills gar net wissen

Ausgesaugt und ausgewischt:




Dafür gingen Lüftung und Klima echt noch gut:



Ich hasse es wenn Leute zu faul sind etwas Polfett beim Batteriewechsel drauf zu geben.
Das ist doch wohl das mindeste.
Jetzt passts wieder.




Achja: Manchmal hilft wirklich nur noch ein Neuteil.

Hier habe ich mich für die Schalter vom Facelift entschieden. Sind schicker und die Chromleiste verhindert das abnutzen des Softlackes doch sehr.



Insgesamt bin ich sehr zufrieden, wie es voran geht.
Kleinigkeiten im Innenraum sind noch zu tun. Auch am Lack kann ich gerne mal demonstrieren, was alles im Bereich des Möglichen liegt.

Allerdings muss hier auch der Lackierer ran. Der Termin dafür steht bereits.

Lg Lukas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oldschool-Edition« (6. September 2015, 11:54)


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Sonntag, 6. September 2015, 12:18

Teil 3

Erstmal vorweg: Da man bei Google die Fotos, die man hoch lädt nur mehr als Google-User sehen kann, habe ich die Fotos der ersten Postings auf einen anderen Server geladen.
Ich hoffe das klappt jetzt.

Jetzt zu Teil 3.

Der Außenbereich.

Ich habe mich entschlossen, auch die Teile, die neu zu lackieren sind zu polieren. Warum?
Weil es die beste Art und Weise ist eingefressene Partikel aus dem Lack zu bekommen. Eine Reinigung mit Silikonentferner würde das nicht schaffen.

Hier mal die Fahrertür (mit Einbruchsschaden)



Die Waffen: Ein Lake Country Pad in Orange (mittel), Menzerna Schleifpaste heavy cut compound 1000. rotativ verarbeitet mit der makita.



nach 2 durchgängen sieht das dann so aus:



selbstverständlich wurden sämtliche gummiteile zuvor abgeklebt.

hier noch ein einfacher trick:

die auspuffrohre kann man ganz einfach wieder hübsch bekommen:

durchgang 1: nassschleifpapier 1500, wasser
durchgang 2 nassschleifpapier 2500, wasser
durchgang 3 etwas schleifpaste und ein mirkrofasertuch

fertig:



technischer natur habe ich mich noch um die vorförderpumpe im tank gekümmert.
da war ich gut beraten das zu tun. diese war voller mist.
vermutlich weil der dieselfilter nie raus gekommen ist und sich der dreck so sogar schon in der pumpe abgelegt hat.
die pumpen sind übrigens eine schwachstelle bei den 2.0 tdis und gehen gerne mal aufgrund von verschmutzung kaputt.

meine läuft jetzt wieder sauber. hoffentlich bleibt das auch so.

demnächst werde ich die stoßstange vorne abnhemen, sowie die Kotflügel innen selbst raus lackieren und umbauen.
das spart dem lackierer hinterher etwas zeit und mir wieder ein paar euros. ;)

achja: beim tüv wegen der import-überprüfung war er auch schon und es ist alles in bester ordnung! *freu*

lg lukas

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Sonntag, 6. September 2015, 14:16

Sehr schöne Arbeit. Gerade die Restaurierung der Ledersitze stelle ich mir schwierig vor, da die Abnutzung im Vergleich zu Stoffsitzen ja stärker an die Substanz geht, d.h. mit einer einfachen Reinigung ist es nicht getan. Auch sollten die Mittel dann nicht an der Hose haften bleiben, sobald man sich draufsetzt.

Wie sieht es mit der Langzeitwirkung aus? Stelle mir vor, daß man da doch sicher öfter nachbessern muß? Da wir gerade beim Leder sind: Hast Du als Experte einen Tip für die Pflege eines durchschnittlich abgegriffenen Lederlenkrads? Habe bisher immer farbloses Lederfett genommen, wovon dann zwar einiges auch immer an den Händen kleben blieb, aber besser, als an der Hose :D


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Sonntag, 6. September 2015, 16:09

Leder hat aber den Vorteil, dass es sich bis zu einem gewissen grade mit modernen Methoden restaurieren lässt.
Was nicht heißt, dass man es wieder in einen "besser als neu" - Zustand versetzen kann.

Stoffe kan man waschen und das wars. Sind sie einmal rau oder durchgewetzt hilft nur noch austauschen.

Aber man kann wohl Risse dauerhaft verschwinden lassen, brüchige Stellen kleben, tönen und es hinterher wieder so pflegen, dass es vor Alterung wieder gut geschützt ist.

Einfach ist die Arbeit nicht, das Material ist auch nicht ganz günstig. Aber wenn ich mir denke, dass das Lederzentrum für eine Aufarbeitung einer Vollederausstattung um die 800 - 1000 Euro nimmt, dann ist der Preis völlig gerechtfertigt.
Die Leute, die den Passat Innen zuvor und jetzt gesehen haben, sind alle schwer begeistert.

Auch ich hätte nicht geglaubt, dass es so gut klappen könnte, da ich bisher nur Lenkräder, Handbremsgriffe etc mit Tönungen behandelt habe.

Falls du vor hast dein Lenkrad dauerhaft wieder schön zu bekommen, würde ich dir die Colourlock-Vorgehensweise (wie ich sie her angewendet habe) empfehlen.
Da schmiert hinterher nix. Das hält und passt.
Achja bezüglich der Pflege hinterher: Einfach nach Bedarf mit etwas Lederreiniger und der Bürste drüber gehen, neu versiegeln und gut ists. Also so wie man es bei nicht getöntem Leder auch macht.

Das wichtigste ist es jedoch das Leder vor dem Austrocknen und vor UV zu schützen. Dann hat man lange Freude damit!

Lg Lukas


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Sonntag, 13. September 2015, 08:38

Eigentlich sollte der Passat ja morgen zum Lackierer gehen.

Zuvor stand noch - sicherheitshalber - der Tausch des Mitnehmers (6 Kant) der Ölpumpe im Ausgleichswellenmodul an.

Das klappte soweit alles super. Ölwanne runter, Zahnriemen und alles drum herum raus.

Dann das übel: Der Motor hat noch einen Kettenantrieb zwischen Kurbelwelle und Ausgleichswellenmodul.
Kette locker, Spanner hinüber, Zahnräder ebenso.

Problem: Es gibt dafür keine Ersatzteile mehr.

VW hatte im Schadensfall einfach neue Blöcke verbaut.

Man hat noch die Möglichkeit auf die ab 2007 verbaute Version umzubauen. Dazu brauchts: 1x Ausgleichswellenmodul, 3x Stirnräder, die neue Ölwanne. Kostenpunkt ca 1400 Euro.

Eine Bodenlose Frechheit!

Gott sei Dank gibt es Firmen, die sich auf die Reproduktion der Zahnräder Spezialisiert haben. Im Set mit allem drum und dran kostet der Spaß gut 300 Euro.

Immerhin konnte man so alles Reinigen (Ölsieb, Wanne etc).

Wenn das Zeug drinnen ist, dann ist Ruhe.

Hier das offene Herz.



Sowas nennt sich dann wohl German-Overengeneering.


oldtrucky

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Sonntag, 13. September 2015, 09:15

Ich kenne das spiel mit gibt es nicht mehr, habe auch ein 3C Variant.
Hat mal was verladen und dabei hinten ein stück Verkleidung beschädigt , wollte das Austauschen, muster nicht mehr lieferbar und das auto war erst ein Jahr alt. :badmood:


Howard

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Sonntag, 13. September 2015, 12:56

Im Skoda werden noch Ketten verbaut... Ersatzteile gibt es dort noch, zumindest letztes Jahr noch. Hatte einen Passat mal auf Kette umgerüstet mit Teilen vom 08er Octavia RS.


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Montag, 14. September 2015, 15:44

die Ersatzteilpolitik mag man nicht so ganz verstehen.
ich bin normal einer der deswegen vw fährt, weil die teileversorgung super ist.

aber den kunden einfach vor den kopf zu stoßen und zu sagen: "kettenmotoren" gibts nicht mehr. das thema hat sich erledigt. entweder du baust auf stirnräder um oder du kaufst dir gleich nen neuen rumpf.

in meinem passat steckt jetzt nicht mehr viel kohle drinnen. aber die probleme gabs quasi von beginn an und wenn dann so ein 30.000 euro dingens plötzlich nen neuen rumpf braucht, dann würd ich die karre nächstmöglich los werden wollen und die marke wechseln.

würde das mit den stirnrädern wengistens funktionieren. tuts ja auch nicht. da tauschst du für knapp 1400 euro nur pest gegen cholera.

naja ist halt so... bisher ists halt zu gut damit gelaufen.

@ howard

wie hast du das zahnrad auf der kurbelwelle runter gebracht? bzw wieder neu aufgezogen?

lg lukas


Howard

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Montag, 14. September 2015, 20:00

Hatte überlesen dass deine Kettenräder defekt sind. Ich habe das Ausgleichswellenmodul ausgebaut und eine normale Pumpe eingebaut. Also nicht von Stirnrad auf Kette. Skoda spart sich im 2.0 TDI das Geraffel, und das funktioniert 1a. Ist das Kettenrad auf der KW auch hinüber?

Edit: Kettenrad KW 06A105209B 16,90€... Oder reden wir jetzt aneinander vorbei?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Howard« (14. September 2015, 20:10)


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Montag, 14. September 2015, 21:09

jaja, da ist alles hinüber.

wenn der skoda nur eine ölpumpe hat und kein awm, dann passt das zahnrad nicht.
die sind anders übersetzt

ich hab auch schon überlegt den kram raus zu schmeißen. aber jetzt geben wir erstmal dem ganzen noch ne chance.


Howard

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Montag, 14. September 2015, 21:31

Is klar.. Wenn muss das AWM raus und dann ist ewig Ruhe.


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Mittwoch, 16. September 2015, 21:52

da hast wohl recht.

heute kam das paket von mmhp tuning an.

alles tip top verpackt, hochwertige anmutung der komponenten.

also den großen wieder auf die bühne gepackt. dann erstmal der schock! das kurbelwellenrad lässt sich von hand aufschieben.
großes rätselraten, ist die welle hinten etwas dicker? sieht erstmal nicht so aus.
es war 19:05 uhr abends, handy raus, mal sehen ob noch jemand rand geht. tatsächlich war der firmeneigner dran und erklärte mir freundlichst, dass ich mir net in die hose machen brauche, das rad passt, die welle ist hinten um ein paar hundertstel dicker.

also flex angeworfen und das alte rad eingeschnitten, anschließend mit einem meissel zum springen gebracht. das wars auch schon.
und ja, der gute mann hatte recht. die kurbelwelle ist hinten dicker.

so kam das ganze an:





inkl. einer gut gemachten anleitung, absteckwerkzeug, auszieher für den 6-kant. wirklich tip top durchdacht!

im hintergrund sieht man bereits die kochplatte, die sich schön langsam wirklich abbezahlt hat, so oft wie ich die brauche.

also neues rad drauf gelegt und gewartet, bis mein infrarotthermometer nichts mehr anzeigte. warum nichts mehr? weils bis 260 °C messen kann und wir ca. 250 °C zum aufziehen des neuen kettenrades benötigten.

dann musste es schnell gehen. und es klappte auf anhieb!!



man beachte den unterschied der höhe und der form der beiden zahnräder

hier alles neu eingebaut.



hier die schockfotos:

lange wär das wohl nicht mehr gut geangen:


total eingelaufen.

das war mir erst später aufgefallen:



die kette ist total durch, man kann bei einigen gliedern die stifte sehen.

ganz ehrlich:

ich bin froh, dass es solche firmen noch gibt. die mit hirn an solche sachen ran geht und dir nicht wie vw einen umrüstkit oder einen neuen block für 1000 + X euro anbietet, weil man die paar teile einfach mal so ausm programm nimmt.
noch dazu, wenns - wie schon erwähnt - mit der stirnradvariante auch genügend probleme gibt.

achja:

die überraschung des tages war der 6-kant stift zwischen awm und ölpumpe.

der hatte bei genauem hinsehen höchstens minimale verschleißerscheinungen. der ist weder in der reperaturhistorie bei vw belegt auch die dichtmasse an der ölwanne ist die erste. das ist für die laufleistung schon beachtlich. also sind hier net alle schlecht!

trotzdem kam ein neuer, gehärteter stift rein. sicher ist nun mal sicher!

sorry, dass der thread hier ein wenig vom thema abdriftet. aber ich denke, es ist doch ein relativ spannendes thema. man kann probleme auch manchmal anders lösen als es der hersteller will.
und man kann so auch schwächen aufzeigen. der motor war ja in etlichen VAG modellen verbaut.

heute nacht trocknet die dichtmasse am seitlichen deckel, sowie an der ölwanne und dann wird der rest wieder montiert. bevors nun endgültig zum lackierer geht!

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Dienstag, 17. November 2015, 17:16

macht dein pflege mittel fürs leder das leder eher glatt und rutschig oder eher stumpf wie halt bei neuem leder?

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Mittwoch, 18. November 2015, 16:48

stumpf.

nicht wie bei billig mitteln wo du dann hinterher rum rutscht wie auf ner plastikmatte.

nee das zeug gibt dem leder lediglich feuchtigkeit zurück und pflegt es so. aber das zieht sehr schnell ein.


17

Mittwoch, 18. November 2015, 16:54

war gestern etwas erschrocken. habe mal das lederpflegeset von lexol getetstet am blauen colour concept. die sitze sehen echt top aus, sahen sie vorher aber auch. war nur erschrocken als ich eingestiegen bin und nicht mehr das typische rustchen übern sitz hatte.

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Mittwoch, 18. November 2015, 17:40

so solls sein :)

schön matt und nicht rutschig.

:)


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Sonntag, 22. November 2015, 09:33

da sich bei mir grad net all zu viel tut,

führe ich das thema hier noch mal fort.

Am Passat wurde letztlich doch einiges neu lackiert.

Die linke Seite komplett, beide Stoßstangen, Kotflügel, Haube, sowie der untere Bereich der Heckklappe.

Vieles hätte man noch lassen können. Aber ich hab mich dafür entschieden, es wirklich sauber haben zu wollen.

Die Umbauten habe ich selbst erledigt. Also Kotflügel anpassen, gebrochene Halter tauschen etc.

Natürlich habe die Gelegenheit genützt und alle Hohlräume, die sonst nicht zugänglich sind gereinigt und nach den Lackierarbeiten vernünftig versiegelt.





Als nach einer Woche wieder alles zusammen war, habe ich den Wagen nochmal ganz poliert und vernünftig versiegelt.





Eine kleine Panne gabs dann doch noch.

Als sich die erste Tankfüllung dem Ende neigte, bin ich am Berg liegen geblieben.
Erste Vermutung: Ein kaputter Tankgeber. Also aufgetankt und nach einer ewigen Orgelei ging er wieder an.

An der Tankstelle war dann klar: Leer war der nicht!

Also wars dann doch die Vorförderpumpe, die nicht mehr wollte. Einen Tag, 10 Minuten Arbeit später und um 170 Euro ärmer, läuft der Passat nun wie ein Uhrwerk.

Ein Upgrade gabs dann doch noch:

Ein 7" Radio mit Navi, Bluetooth usw.
Direkt aus dem Reich der Mitte.
Funktioniert aber prima.

Plug & Play, ohne Adapter. Liest den Can Bus aus usw usw.

Schickes Ding!






Irgendwie bin ich dann doch wieder übers Ziel hinaus geschossen. Aber finanziell bin ich immer noch weit unter Marktwert geblieben, da ist sogar noch Luft für schicke 18" Räder im Frühjahr ;)

Am aller wichtigsten ist aber: Ich hab meine Freude dran, wenn ich einsteige und los fahre.

Ich denk, das bleibt erst mal so ne ganze Weile :)

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