Beiträge von Oldschool-Edition

    Danke Alex für deine Beiträge!


    Endlich einer, der so ein Auto auch fährt und somit quasi "live" berichten kann.


    Ich kann dir nur beipflichten. Die Kategorisierung der Personengruppen stimmt wohl auch.


    Zu mir hat kürzlich ein Händler gesagt: E-Mobilität kannst du den Leuten nicht mit Argumenten verkaufen. Das müssen die Leute erleben, dann denken sie um. Ich finde er hat recht.


    Bezüglich der weltweiten Entwicklung gehe ich sogar noch weiter. Deutschland hinkt hinterher und zwar massiv. USA, China, Japan, ja sogar Frankreich (!!) ist den deutschen Autobauern um Jahre voraus.


    Ich hoffe das hat man erkannt und man tut jetzt auch endlich was dagegen. Sonst wird Wolfsburg das zweite Detroit. Jede Wette, trotz der Größe und Macht des Konzerns!


    Aber es gab ja in der jüngeren Vergangenheit auch schon einen Weltmarktführer der gesagt hat: Ein Smartphone wird immer ein Nischenprodukt sein und nie die große Masse erreichen. Leute, das ist keine 10 Jahre her und Nokia ist Geschichte. Ein paar halbherzige Versuche doch noch fußzufassen kamen zu spät. Einzig der Name wird heute noch ausgeschlachtet.


    Nur so zur Info: Nokia war 1. schweinereich und milliardenschwer. Also kein kränkliches Unternehmen. Zug verschlafen, zack weg. So schnell geht das heutzutage.


    Zieht man hier die androhende Paralelle weiter wäre der us-Amerikaner beim Smartphone Apple, beim Auto Tesla. Fragt sich nur welcher Chinese kommt, beim Handy heißt er Huawei...


    Wie hießen die Handyhersteller vor dem Smartphone noch gleich: Siemens, Bosch, Alcatel, Nokia, Ericsson... Wer sprach damals von Samsung, Apple, Huawei, LG und wie sie heute alle heißen. Aus Siemens, Bosch, Alcatel usw kann bald VW, BMW, Mercedes ... werden. Die Gefahr besteht.


    Die Welt ist zu schnelllebig geworden, dass man sich solche Fehler über Jahre hinweg erlauben kann.


    Kommen die deutschen Autobauer nicht bald auf die Beine, siehts finster aus. Das ist leider kein Märchen. Ein paar wenige (Premium)hersteller können den Markt nicht diktieren. Der Kunde im Ausland ist mittlerweile viel aufgeklärter als bei uns hier und der Markt verlangt nach E-Mobilität.


    Nur uns wurde eingeredet: Verbrenner gut, Elektro böse. Das kam aus der Lobby. Die Gründe dafür sind uns ja mittlerweile bekannt.


    Vor 2 Jahren hätte ich auch noch unterschrieben, dass ein E-Autos was für vegane, alternativdenkende Grünwähler ist. Da hatte ein UP! 150km Reichweite. Die Wahrheit lag aber eher bei 80 - 90 km. Ein Hybrid war zu schwer und deswegen auch wieder träge. Das Problem war schlichtweg nicht gelöst.


    Heute sind die Fakten andere und damit ist die Alternative da und keiner propagiert sie (ausreichend).


    Vielleicht hat der Dieselskandal ja auch was gutes und das Autoland Deutschland gerade noch rechtzeitig aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

    Das Thema Eneregieversorgung mit erneuerbaren Energien könnte meiner Meinung nach längst gelöst sein, wenn man wollte. Energie gibt es überall im Überfluss. Gerade im Süden Europas wird Photovoltaik noch kaum genutzt. Windkraft, Energie aus den Gezeiten der Meere und Wasserkraft sind ebenfalls noch lange nicht ausgeschöpft.


    Einerseits gehören die Quellen besser genutzt und neue Quellen erschlossen, andererseits gehört dafür dringend die Infrastruktur geschaffen.


    Aber auch hier steht eine mächtige Lobby dahinter, die gerne noch viele Jahre Profit aus ihren Stinkekraftwerken schöpfen will. Das ist wohl das Hauptproblem dahinter.


    Andererseits wird auch die Dezentralisierung wichtig sein. Sprich jeder Haushalt soll (zumindest zu einem gewissen Teil) seine Energie selbst herstellen können.
    Am Beispiel unseres Hauses haben wir in den letzten Jahren immer wieder in diese Richtung investiert.
    Thermische Solaranlage --> Wasserheizen von März bis Ende Oktober somit erledigt. Macht die Sonne für uns. Auch im Winter schafft die Anlage an Sonnentagen auf 25 - 30 das Wasser vorzuheizen.Diese Anlage läuft jetzt seit 7 Jahren und hat sich nach 5 Jahren armotisiert.
    Umstellung auf Stückgutheizung. Das Holz holen wir von umliegenden Bauern und sparen uns dadurch ungefähr 70% der Anschaffungskosten gegenüber dem Heizöl.
    Klar müssen wir jährlich gut 2 Tage Arbeit investieren. Aber das ist es allemal wert.
    Seit November haben wir noch eine Regenwassernutzungsanlage. Damit sparen wir im Jahr 100.000 Liter Trinkwasser. Amortisierung in 9 Jahren.
    Die Fenster und die Aussenfasade waren noch nicht dran, aber ich denke damit nochmals um gut 25% an den Heizkosten sparen zu können.


    Wenn jeder so denkt, dann haben wir auch zukünftig Energie im Überfluss zur Verfügung.


    Leider sind wir Europäer da noch ziemlich die einzigen auf diesem Planeten, die so denken. Aber irgendeiner muss ja mal anfangen. Das ist später auch ein Wettbewerbsvorteil gegenüber China und den USA, wenn wir die Technologie und das know how in der Hand haben. Spätestens dann, wenn wirklich kein ÖL mehr da ist.


    Die Akkutechnik in den Autos wird noch besser werden. Ich traue mich zu sagen, dass man in 2-3 Jahren soweit ist, einen Golf mit echten 500km Reichweite anbieten zu können.
    Die Stückzahlen werden ebenfalls anziehen, die Autos billiger.
    Wir werden aber damit rechnen müssen, dass über kurz oder lang das gratis "tanken" und die Steuerbefreiung dafür wegfallen. Aber das wird der Minderpreis in der Anschaffung wohl mehr als auffangen können.


    @ Golf 2 GL ...


    Mit dir zu diskutieren ist immer schwierig. Wenn dir die Reichweite zu wenig sein soll, dann akzeptiere ich das. Bloß: Der Durchschnittswert an gefahrenen km je Fahrzeug und Tag lieg derzeit knapp unter 40km in Deutschland! Damit kommen Hinz und Kunz mit einer Ladung (theoretisch) eine Woche aus. Das ist schon ne Hausnummer.
    45 Minuten laden sind ein Top Wert. Mein Smartphone lädt länger als ein Golf an der richtigen Steckdose. Selbst mit ner Wallbox in der Garage ist das alles kein Drama. Ich komm um 6 nach Hause und um Mitternacht ist der Wagen voll. Da könnte ich bis zum nächsten Morgen 2x laden.
    Überleg mal wie viel Zeit du verplemperst, wenn du zur Tankstelle fährst. Den Strom hab ich zu Hause.
    Aber das ist alles Ansichssache.
    Für solche Kunden wie dich wird es noch lange den Verbrenner geben.


    Ich selber hoffe ja auch in 20 Jahren noch dem rauen Sound meines GTIs lauschen zu können oder mal mit dem T4 (TDI) in den Urlaub fahren zu können. Aber am Weg zur Arbeit oder zum Kunden, brauch ich das Dieselnageln nicht mehr. (Was hat denn das noch mit Sound zu tun? Ne Nähmaschine klingt besser als ein aktueller Commonrail Diesel). Deswegen meine Meinung: Weg damit.


    Jetzt wieder den Kauf von neuen Dieselfahrzeugen zu fördern ... das sehe ich kritisch.


    Ich jedenfalls überlege stark die nächsten 2-3 Jahren "umzusteigen". Das Herz gehört dem Verbrenner, der Verstand sagt: E-Auto.

    @ Herr Doktor


    Man könnte ja auch Diesel Autos bauen, die auf legalem Wege Euro 6 einhalten. Allerdings hat man aus Zeitgründen bei der Umstellung auf Common Rail getrickst und bis ganz oben hin wusste es ein jeder. Das gehört meiner Meinung nach bestraft, um ein abschreckendes Beispiel für alle anderen zu sein.
    Aber leider sehen wir, dass etliche andere auch genau so getrickst haben. Stichwort: Gewinnmaximierung. Was soll man also machen? Alle Top Manager und verantwortlichen Ingenieure einer ganzen Branche wegsperren?
    Das bringt uns auch nicht weiter. Noch dazu wo wir uns gerade in einem Wirtschaftskrieg mit den USA befinden. Die US Automobilebranche hat halt auf technischer Ebene mal gegenüber uns Europäern mal 10 - 15 Jahre Rückstand und will uns halt jetzt am Gerichtsweg in die Knie zwingen. (Tesla mal außen vor gelassen) Jetzt wo sie endlich was gefunden haben, kann man nicht im eigenen Land auch noch die Branche hemmen. Hier gilt es das größere von 2 Übeln zuerst zu bekämpfen.


    Die 4000 Euro Prämie vom Staat für ein Elektroauto finde ich jetzt nicht weiter tragisch. Wenn ich überlege welche Fördermittel schon für regenerative Energien vom Staat zur Verfügung gestellt wurden, ist das verhältnismäßig nicht wirklich viel. (Stichwort: Haussanierung, Photovoltaik, Solarthermie usw usw) (4000 Euro sind grade mal 11 - 12 % Förderung vom Gesamtkaufpreis)
    Hier wurde eine neue Branche mit tausenden Arbeitsplätzen geschaffen, ohne Förderungen wäre da nie etwas passiert. Beim E-Auto ists wohl dasselbe.


    Ob es nun klug ist oder nicht ein neues Auto zu kaufen, ist unabhängig von der Art der Motorisierung eine fragwürdige Sache.


    @ Golf2GL


    Der Strom kommt leider noch zu einem viel zu hohen Anteil aus fossilen Brennstoffen. Leider.
    Hier muss noch viel passieren. Aber es gibt auch andere Beispiele. In unserer Firma (wir sind Kunststoffverarbeiter und verbrauchen verhältnismäßig viel Strom) wird demnächst jeder qm Dachfläche mit Photovoltaik verbaut. Damit erzeugen wir im Jahresschnitt 90% unseres Strombedarfes selbst. Ebenfalls beschlossen ist den PKW Fuhrpark gänzlich auf Elektro umzustellen.
    Da wir somit wirklich zum größten Teil "grün" unterwegs sein können. Was nicht nur ein öko-Gedanke ist, sondern klarerweise auch ein wirtschaftlicher.
    Hier liegt die Förderung bei rund 40%!! Nur mal so als Vergleich zu den 4000 beim Auto.


    2. Ja du hast auch recht. Die Batterien kommen allesamt aus Asien, die Rohstoffe dafür zum Großteil aus Canada und Afrika.
    Aber wo kommt den das Erdöl her? Saudi Arabien, Lybien, Iran ... alles freundlich gesinnte Nachbarn.
    Das Erdgas ... Russland. Auch son Fall derzeit ;)
    Die Amis fracken was das Zeug hält und vergiften damit ihre Böden und Grundwässer ... Auch sehr intelligent!
    In der Nordsee müssen die Bohrinseln mittlerweile so tief bohren, damit man noch an Öl kommt, dass die Ölkonzerne selbst zugeben, es sei nicht mehr sicher, wenn mal wieder was passiert und hunderte Quadratkilometer des Meeresbodens verseucht werden.


    Das Zeug ist nicht unbegrenzt verfügbar. So ist es halt nunmal.


    Außerdem: Wenn du ein Problem hast, woher die Rohstoffe für die Akkus kommen, dann dürfest du jetzt auch keinen Laptop oder kein Smartphone benützen, mit denen du höchst wahrscheinlich deinen Beitrag geschrieben hast.


    Ladezeiten?


    Ich bleib mal beim E-Golf ...


    Mit CCS (also der derzeit schnellstmöglichen Lademöglichkeit) 45 Minuten!


    Mit Wallbox im Haus ca. 6 Stunden.


    Mit Schuko Steckdose (also ganz Normal mit 230V Wechselstrom 1-phasig) 17 Stunden. (worst case)


    Was bitte ist an 45 Minuten Ladezeit noch auszusetzen? Ein Restaurantbesuch, ein Mittagessen, eine vernünftige Tankpause auf ner Langstreckenfahrt und die Karre ist wieder randvoll für die nächsten 300km.


    Ja 300km Reichweite, die wurden auch in der Praxis schon erprobt und erreicht. Eine Firma ganz in meiner Nähe (Kreisel Elektrik aus Freistadt) bittet für den E-Golf sogar einen Upgrade Akku an, der 430km Reichweite bringt. Arnold Schwarzenegger macht für die Firma derzeit massiv Werbung.


    Ich muss ganz ehrlich sagen, mit 300km Reichweite würde ich bei meinen Außendienstfahrten an und für sich 90% der Fahrten problemlos absolvieren können. Bei Kundenbesuchen könnte ich mich nicht erinnern, mal mehr als 300 km am Tag gefahren zu sein.
    Wenn ich im Ausland unterwegs bin, oft bis zu 1000km Anfahrt zu unseren Lieferanten gibt es genügend Pausen auf, wo man Zwischenladen kann. Hier ist es dann halt nicht mit einem 10-minütigen Tankstopp getan, sondern mit einer 3/4 Stunde Wartezeit. Vermutlich ist das sogar ganz vernünftig.


    Dass E-Autos ein alter Hut sind, ist mir auch klar. Es gab sogar LKWs in der Vorkriegszeit mit Elektroantrieb. Allerdings ist es immer wieder am hohen Fahrzeuggewicht und den schwachen Akkus gescheitert. Jetzt ist die Technologie endlich soweit das Problem zu lösen. Auch wenn die Batterie im Golf immer noch 300kg wiegt und das Auto verhältnismäßg schwer ist. (1600kg im E-Golf)


    So viel zum Thema, ich hätte mich damit nicht ausgiebig beschäftigt. Nicht böse gemeint und schon gar nicht persönlich gemeint. Aber bis vor ein paar Wochen hätte ich auch nicht geglaub was hier in letzter Zeit passiert ist.


    Jan565


    Deine Meinung ist auch gut und richtig. Das ist alles nachvollziehbar. Ich selber schätze die Einfachheit dieser Autos auch sehr. Aber genau das ist der Knackpunkt. Hast du schon mal bei einem Golf 6 1,6 TDI ein Service gemacht? Da musst du Sensoren wegbauen um den Ölfilter irgendwie raus zu bekommen. Dieses vollgestopft sein mit Elektronik und Sensorik ist ein Unding. Der Verbrenner, egal ob Diesel oder Benziner ist heute überzüchtet. Ein 1,2L Motor wird heute mit 140 PS ausgeliefert. Das passt doch alles nicht mehr zusammen.
    Die Karren sind voll mit Kram, der nur Ärger macht.
    Beim E-Auto glaubst du, die hätten was vergessen rein zu bauen. Ich war baff!


    Du sprichst auch völlig Richtig die passive Sicherheit an. Genau die und der gestiegene Komfort hat die Autos schwer werden lassen, dem will man mit Hightech entgegen wirken.
    Ich persönlich fühle mich in modernen Autos nicht zuletzt seit meinem Unfall letztes Jahr viel sicherer. Der Passat (3C) hat hier wirklich dafür gesorgt, dass ich ohne Kratzer ausgestiegen bin. Hier waren die 10cm Breite Knautschzone seitlich am Auto (zwischen Kotflügel und Rahmen) und der super steife Rahmen meine Rettung. In einem Golf 2 oder vergleichbar wär mir der Toyota Landcruiser (2,2 Tonnen Vieh) voll in die Fahrgastzelle rein gedonnert und ich würde wohl nicht mehr hier sitzen und das schreiben können.


    In der heutigen Verkehrsdichte sind diese Autos auch ein Schutzengel. Würden alle Autos noch auf dem Level von 1990 gebaut werden, möchte ich nicht wissen wie hoch die Zahl an Verkehrstoten und Schwerverletzten heutzutage wäre.


    Daher hat es was Gutes, dass es diesen Fortschritt gibt. Wenn Individualisten (auch oft abseits des großen Verkehrsgetümmels) einen Jetta 2 aus Leidenschaft fahren, ist da überhaupt nix schlimmes dran.


    Ich versuche nur zu erklären, dass man gerade mit einem E-Auto technisch einige Schritte zurück in die Einfachheit geht. Dem was wir an unseren alten Kisten so schätzen.


    Und nochmals ganz klar und deutlich: Die Kohle die man da derzeit für die Verschrottung eines Diesel PKWs bekommt ist keine staatliche Prämie. VW selbst bezahlt das!
    Wenn ich heute einen alten, ranzigen Golf 4 zurück gebe und dafür anstatt von Ali 500 Euro fürn Export bekomme, sondern 5000 von VW dann sage ich Danke. Meine persönliche Meinung.
    Obendrein bezweifle ich sowieso, dass diese Autos irgendwann mal das Zeug zum Klassiker haben. Das sind, wie du richtig sagst Wegwerfprodukte geworden.
    Nicht mal der Golf 3 (einige wenige Sondermodelle ausgenommen) macht den Anschein irgendwann mal eine aktive Fangemeinde zu haben, die diese Autos auch im Alter hegen und pflegen. Das ist der erste Wegwerf-Golf.
    Insofern kümmerts mich nicht großartig, wenn man 5000 Euro Verschrottungsprämie für diese Karren anbietet. Nur ist es halt defintiv sinnlos in den Laden zu marschieren und sich wieder einen Schummel-Diesel dafür zu holen. Das ist ein Tausch Pest gegen Cholera.

    ich finde die Prämie allemal besser, als was in amerika passiert, nämlich sinnlos den besitzern von dieseln einen haufen geld in allerwertesten zu blasen.


    vor 14 tagen war ich um urlaub von prag nach berlin unterwegs und habe spontan (es war mittag und wir hatten hunger) halt in dresden gemacht ... da gibts doch die gläserne manufaktur, wo sie jetzt den e-golf bauen. dieses öko ding da ... soweit meine einstellung dazu.


    also lecker gegessen und einfach mal rein in den prunkbau. meine freundin meinte: hier gibts führungen, machen wir eine? ich: schaden kanns nicht...


    also habe ich mir, äußerst kritisch, aber hoch interessiert die führung zu gemüte geführt.


    der führer (darf man das als österreicher so sagen) war schon leicht genervt von mir, weil ich soviel gefragt habe und immer wieder meinen senf dazu gegeben habe.


    jedoch hat mich der besuch dort 1. total davon überzeugt, dass der verbrenner töter als tot ist und ich hier heute die zukunft gesehen habe.


    nicht 100%ig ausgereift aber sehr sehr weit fortgeschritten.


    @ howard:


    am beispiel e-golf muss ich sagen, dass die autos absolut nicht zu teuer sind!


    die stückzahl in dresden liegt derzeit bei 35 und die gehen momentan allesamt nach norwegen, weil das auto dort massiv gefördert wird und günstiger als ein benziner angeboten wird.


    die geringe stückzahl und der dahinter stehende aufwand kann sich für VW nicht rechnen.


    zudem sind die autos mit voll-led scheinwerfer, großem navi etc pp ausgestattet. also kein normalo-golf für 35.000 euro


    kommen die stückzahlen in schwung, (in wolfsburg laufen ja auch welche vom band) dann wird der preis sehr schnell rapipde sinken. aber dazu braucht es käufer und die holt man sich jetzt (teilweise von der politik gezwungen) mit prämien. --> stückzahlen steigen, preise sinken, das ist ein investment in die zukunft und der point of return wird definitiv kommen.


    außerdem wer zahlt den 35.000 für den e-golf:


    1x alter diesel zurück -5000 (der wohl eh in ein paar jahren nirgends mehr fahren dürfte, außer er hat ein H hinten am schild, davon bin ich überzeugt
    1x umweltprämie -2200 (ich weiß die genaue zahl jetzt nicht)
    1x staatliche prämie -4000


    sonstige rabatte nicht berücksichtigt, kostet dich so ein auto 23.000 euro


    keine kfz steuer, so gut wie keine "treibstoffkosten" (wenn mans klug macht), so gut wie keine wartungskosten mehr (dazu komme ich gleich), wesentlich verschleißärmer als jeder verbrenner und eine reichweite die für jeden pendler dicke lange sollte. selbst größere tagesausflüge sollten mittlerweile drinnen sein. bei gut 300 km reichweite.


    sollte man dennoch mal selber zu hause laden kommen auf einen gut 3,50 - 4,50 per 100 km auf einen zu. welcher diesel kann das?



    jetzt zum technischen:


    kurzum da ist nix mehr dran. motor und getriebeeinheit sind nicht mal so groß wie der 1,2l 3zylinder ausm polo 9n, haben aber 136 ps!


    beim e-golf siehst ringsum aufn boden (wenn die untere abdeckung net wäre) - leute es nix mehr dran!


    was in aller welt so soll da dran großartig gewartet werden oder kaputt gehen?


    turbo? kopfdichtung? kühler? agr? auspuff? partikelfilter? zahnriemen? - is ja nix mehr da.


    bremsenverschleiß: es gibt teslas mit 200.000 km die haben die ersten bremsen drinnen. weil man mit der energierückgewinnung eh quasi von alleine bremst. ähnlich wie ein bus oder lkw mit wirbelstrombremse.
    nur mit dem vorteil, dass es den akku wieder lädt.


    nur die letzten 7 km/h muss man im golf per fußbremse abbremsen. das ist quasi nix.


    leistung: guckt euch mal auf youtube an, wie son e-Golf marschiert. bzw nehmt euch die zeit und fahrt einen. das ist wild! da kommt kein 3.0 tdi hinterher wenn der ausm stand weg zieht.


    komfort:


    standheizung ist sowieso immer da. per app programmierbar.
    also wenns auto am morgen noch an der steckdose in der garage hängt, lass ich ihn vorheizen und steige ins warme auto.
    das selbe im sommer: per app starte ich die klimaanlage, denn auch die ist jetzt autonom und kann laufen wann immer mal es will oder braucht.


    vom fehlenden lärm und fehlenden abgasen will ich gar net mal reden.


    akkuverschleiß:


    8 jahre garantie von vw (oder 100.000 km)
    die erfahrungswerte von tesla zeigen, dass es unter 200.000 km kaum einbußen in der akkuleistung gibt.


    gut man hat jetzt von panasonic (haus und hof lieferant bei tesla) zu LG gewechselt. weil man wohl nicht die neueste technik geliefert bekam, aber die koreaner verstehen ihr handwerk auch.


    ja und wenn ich mit 300.000 das auto immer noch fahre und kauf da mal nen akku rein, weil sonst nix mit dem wagen war - dann solls doch so sein.


    probleme sehe ich ganz klar bei den zulieferern.


    was machen die jetzt alle? da werden viele firmen, die es verschlafen haben wohl mit der existenz zu tun bekommen.


    weiters die werkstätten. hier wird die arbeit massiv weniger.


    beides wohl gründe warum die autolobby so lange gebremst hat.


    jetzt ists vorbei mit der bremserei. die politik macht druck.


    trotzdem muss in sachen energieversorgung noch eine nachhaltige lösung her: solange das kohlekraftwerk der auspuff des e-autos ist, solange haben wir das ziel nicht erreicht. dafür können aber die autobauer nix.


    ich finds halt irgendwo alamierend, dass man in amerika und auch in frankreich bei renault mit dem zoe um jahre voraus ist. jetzt dürfen wir sehen, dass wir aufholen. der 2017er e-golf ist aber für mich persönlich schon sehr sehr gut und ein zeichen des aufbruchs



    kurzum: wer als otto normal verbraucher in nächster zeit noch nen diesel kauft hat einen an der klatsche. 101%


    die leute wurden nicht aufgeklärt und es wurde ihnen etwas schön geredet, dass lange nicht mehr schön ist.


    dass die alten diesel jetzt wegkommen ist also nur eine frage der zeit. entweder man holt sich dafür noch n schönes geld oder man ist irgendwann gezwungen den sowieso wegzugeben.


    nostalgie hin oder her. für den alltag wirds zukünftig im personenverkehr nix anderes mehr geben.


    die gesamtliche lösung gehört aber noch nachgelegt. erneuerbare energie, nicht nur in europa und auch im güterverkehr müssen lösungen her.

    die ursache wirst du nicht im internet finden.


    altes öl ... möglich


    möglicherweise sind aber auch teile so sehr an der toleranzgrenze (kurbelwelle nachgedreht? und falsche lager verwendet zB) oder sogar drüber, dass es davon kommt.


    oder du hast fremdkörper im motor, von einer schlampigen arbeitsweise ...


    möglich ist vieles.


    aber normal ist es definitiv nicht. auch wenn der jetzt 10 jahre stand, dürfen die lager deswegen nicht kaputt gehen. da wären hart gewordene simmeringe und draus folgender ölverlust schon viel häufiger der fall.


    vermessen, neu machen und vernünftiges öl rein. fertig.

    Wir schreiben das Jahr 2003. Ich, gerade 18 Jahre alt geworden, jobbe am Bau.
    Die Schule war vorbei und ich durfte ein halbes Jahr drauf warten, um meine Staatsbürgerpflicht beim Bund zu erfüllen. Also: Was machst als junger Bursche in der Zwischenzeit?
    Wennst reiche Eltern hast nix, wenn du wie ich aber ehrgeizig bist und geld verdienen willst suchst dir nen Job.
    Ich konnte zu meinem Glück auf dem Bau bei einer Elektrofirma anfangen. Eine Entscheidung die mich bis heute nachhaltig geprägt hat. Ich weiß heute noch wie es ist bei Regen und Kälte im Freien zu arbeiten und werde das nie vergessen.


    In dieser Firma gab es zu der Zeit sehr viele VW T4. Die meisten waren 2,5er Saugdiesel mit 78 PS... die lahme Variante. Aber es gab auch ein paar TDIs und diese Autos haben mich von Anfang an fasziniert.
    Toll zu fahren, kräftiger, ja bulliger Motor, unkaputtbare Autos.


    Von da an wusste ich: Irgendwann kaufe ich mir so einen Wagen. Der Gedanke rückte mit den Jahren in den Hintergrund, da man halt was "vernünftiges" für den Alltag brauchte, (Golf 3 GTI TDI, Alfa 156 2,4er JTD, 308er Peugeot und jetzt halt ein Passat 3C). Dann gibts ja noch den Edition One, der ja auch gepflegt und bewegt werden will.
    Aber seit gut 3 Jahren ist das Thema wieder mehr und mehr aufgeflammt. Ein Bus muss her. Erst was günstiges für den Urlaub. Egal hauptsache Bus. Dann: Ach komm lieber gleich nen T5 und ganzjährig nutzen.
    Ich war ewig hin und her gerissen.


    Seit Jahreswechsel 2016 auf 2017 intensivierte ich die Suche. T5 ... ist zwar auch ein tolles Auto, aber anfälliger. Außerdem wollte ich einen T4 also bleibts auch dabei. Der war schon mal raus.
    Dann ging die Suche im günstigeren Preissegment bei den T4s los.
    Sprich: Multivan oder Caravelle vor Facelift.
    Wichtig nur: 2,5er TDI und Klimaanlage ist Pflicht.


    ALLES was mir da vor die Linse kam war schlichtweg Schrott.


    Dann legte ich geistig noch ein paar Tausender drauf und es wurde besser. Sprich dafür gabs dann Autos, die noch nicht 20cm große Rostlöcher hatten.


    Leider hat man mich 2x sauber verarscht. Auto reserviert und jedesmal war der Wagen einen Tag vor dem Kauf von jemand anderem gekauft worden. Einer tauchte 2 Tage später wieder in den Online-Anzeigen auf, der zweite war 14 Tage später wieder auf mobile.de zu finden.
    Wenn die Leute schon nur ausschließlich an den Export verkaufen, dann sollen sie das doch bitte gleich sagen und nicht zwischendrin kalte Füße bekommen. Da hatte ich eine Wut!


    Dann tauchte eine Anzeige in Österreich auf. Bei uns ist das Thema T4 Multivan praktisch kaum existent oder eben unbezahlbar.
    Die Beschreibung war mies, die Fotos noch mieser. Der Kilometerstand verhältnismäßig zu hoch. Der Preis halbwegs im Rahmen.
    Aber der Wagen stand nur 45 Minuten vom Elternhaus meiner Freundin weg und wir waren sowieso dort zu Besuch. Da habe ich mir kurzfristig was ausgemacht.


    Der Kerl meinte doch glatt am Telefon: Rostfreies Auto, technisch guter Zustand und man merkte gleich: Der Mann hat Ahnung.


    Etwas ungläubig stiegen wir ins Auto, nichts erwartend und mit dem Schlimmsten rechnend. "Bestimmt einer wo der Unterbodenschutz alles zusammen hält."


    Dort angekommen erlebte ich was, was man wohl einen Treffer Mitten ins schwarze nennt. Nette Leute, ein Verkäufer der Ahnung hat. (Er hat sich selbst einen wunderschönen Golf 1 GTI aufgebaut und besitzt mehrere uralt Vespas).


    Der Bus war tatsächlich rostfrei, ein Sondermodell "Atlantis" und machte bis auf den etwas verlebten Innenraum (Baustelle und 4 Kinder --> kein Wunder) einen sehr sehr soliden Eindruck. Dieser Bestätigte sich auch beim Fahren und somit habe ich noch während der Probefahrt mit dem Kerl einen Preis ausgehandelt und wir sind uns zu einem sehr fairen Kurs für beide einig geworden.


    Oben drauf gabs noch einen Fahrradträger fürs Heck und einen Dachträger.


    Das tolle an der Geschichte: Das Auto ist bis oben hin voll mit Ausstattung.



    Zu den Daten:


    VW T4 Multivan II - Sondermodell Atlantis (Multivan II = Facelift mit Schiebedach)
    5/2000 Erstzulassung
    2,5 TDI (der legendäre, unkaputtbare ACV)
    Doppel-Klimatronic
    Schiebedach
    Sitzheizung
    Standheizung
    Boardcomputer MFA
    Navi MFD 1 (das große Navi)
    Originaler 6-fach Wechsler
    abnehmbare Anhängerkupplung
    Elektrische Fensterheber
    Elektrische Spiegel
    Zentralverriegelung mit Funkschlüssel
    Tempomat
    Nebelscheinwerfer
    getönte Scheiben ab der B-Säule
    zweite Batterie für das Boardnetz im Fahrgastraum und für die Standheizung.


    Atlantis Spezifisch:
    Innenausstattung "Panama"
    Grills und Stoßstangen in Wagenfarbe
    Werksseitig tiefergelegtes Fahrwerk
    15" BBS Alus


    Zur Vollausstattung fehlen:
    die Luftstandheizung, die 16" BBS Alus, ESP


    Upgrades, die Schon am Bus gemacht wurden:
    Software geändert (wer wie wo was, kann ich net sagen, gibt es auch keine Aufzeichnungen. Läuft sauber rußt unter Volllast kaum (mehr) )
    Im Klimahimmel wurde ein Sternenhimmel (Ja! Sternenehimmel) verbaut. Sieht toll aus bei Nacht!
    Sämtliche Leuchtmittel wurden auf LED umgerüstet. Auch ein großer Vorteil bei Nacht oder fürs Campen später.


    Jetzt zu den weniger erfreulichen Sachen:


    Der Wagen hat 373.000 km drauf. Läuft aber sehr sehr gut. Angeblich wurde bei 300.000 schonmal die Maschine etwas revidiert. Würde ich aus dem Bauch raus jetzt auch bestätigen. Bei guter Pflege und Wartung sind bei den Motoren ja auch mal eine Million drinnen.


    Der Fahrersitz ist platt (im wahrsten Sinne des Wortes)


    Der Bremskraftverstärker undicht


    Der Endschalldämpfer ausm Zubehör und auch nicht mehr der Frischeste


    Der Lüftermotor des Klimahimmels (Klima Nummer 2 in der D-Säule) steht.


    Der Motor ist wohl stark verrußt und gibt beim Gas geben übelst Rauchzeichen.


    Die Atlantis Aufkleber fehlen


    Das Schiebedach ist undicht.


    Das Trennrelais zur 2. Batterie hin klemmt. Sprich die ist permanent verbunden. Nicht gut wenn man mal vergisst einen größeren Verbraucher nicht abzuschalten.


    Kleinere optische Mängel, die ich aber gerne in Kauf nehme.


    Also gings gleich ran ans Werk. Zuerst wurde gewaschen und poliert was das Zeug hält und die Atlantis-Aufkleber kamen wieder ans Auto.




    Tags darauf hat sich ein guter Bekannter, einer der wohl besten Dellendrücker "Beulendoktoren" Europas um den Bus angenommen. Davon habe ich leider keine Bilder aber er hat gut was rausholen können.


    Weiter ging es mit dem Fahrersitz:




    Hier kam ein Neuer Schaumstoffkern zum Einsatz. Der passte sehr gut. Das Umnähen der Wagen übernahm eine befreundete Schneiderin. Demontage und Montage geht recht einfach beim Bus. Der Bezug ist nun etwas dunkler, was mich aber nicht weiter stört, da der helle Bezug ohnehin nicht das Optimale für mich ist.
    Hauptsache es sieht wieder ordentlich aus und man sitzt vernünftig.



    Dann war das große Thema: Das starke Rußen




    Wundern brauchts keinen, so verdreckt wie der war.


    Nach gut ner Stunde waren das AGR und der Ansaugtrakt so gut es ging gereinigt.



    Zudem wurde im Zuge dessen gleich das AGR stillgelegt. Eine Edelstahlplatte und 2 Dichtungen sollte das ein für alle Maleerledigen.


    Und für die, die jetzt jammern wegen den Abgaswerten: Mag sein, dass die Stickoxyde um nen hauch höher sind als zuvor, ja. Aber das ist allemal net so wild wie eine rauchende Dampflock. Dem Motor tuts gut, das Turboloch ist jetzt wesentlich kleiner und er zieht von unten raus um ein Vielfaches besser! Sprich: Man kann den Wagen so eindeutig schaltfauler und somit sparsamer bewegen, was sich in der Summe nur positiv auswirkt.




    Im Zuge dessen wurde der Bremskraftverstärker gegen einen guten Gebrauchten getauscht. Eine Sache auf 20 Minuten, da man den Bremskraftregler an den Leitungen lassen kann.


    Und wieder alles zusammen gesetzt:




    Das undichte Schiebedach war ebenfalls eine einfache Geschichte:


    Gummis reinigen und mehrmals mit Silikonspray einlassen. Fertig. Seither gabs auch bei Starkregen keine Probleme mehr.



    Die Innenreinigung übernahm dankenswerter weise mein Vater und machte das über Tage hinweg in akribischer Keinarbeit.


    Es wurde alles was möglich war ausgebaut, gereinigt und wieder eingebaut. Er ist bei mir in die "Lehre" gegangen und will mir jetzt wohl beweisen, dass es noch detaillierter geht, als ich es ohnehin schon mache. ;)




    Da der ganze Kram eh schon mal draußen war, habe ich gleich noch einen Wechelrichter auf 230V AC mit 1500W max. Leistung eingebaut.
    Der ist zwar überdimmensioniert, aber die ebenfalls angeschaffte Kompressorkühlbox läuft damit einwandfrei.



    (Achja die schwarzen Teppiche fliegen noch raus, bzw. wurde schon Ersatz bestellt. Die Dinge sind von so minderwertiger Qualität, dass wir ratlos sind, wie man die wieder halbwegs sauber kriegen könnte.)


    Optisch gabs auch noch 2 Aufwertungen: Schaltknauf etwas modifiziert vom Passat 3BG (selbes Schaltschema) und das TDI Emblem fürs Grill mit rotem I (vom 150 PS Modell)


    Was steht sonst noch an:


    Fertig geplant ist ein dezenter Camping Ausbau, der in die Schienen anstelle der Eizelsitze eingerastet werden kann. Dafür gebe ich morgen die Zuschnitte in Auftrag.


    Nichts großartiges, nur eben die Kompressorkühlbox, daneben eine Truhe und eine kleine Spüle und noch etwas Stauraum. Damit man das nötigste zum Übernachten im Auto hat.
    Ein Gaskocher wird auch an Board sein, allerdings kommt der im Auto nicht zum Einsatz.


    Dann darf noch jemand, vermutlich meine Freundin, Aufknöpfgardinen nähen.


    > Klimahimmel flott machen (vermutlich ist es das Relais, da nur 8V am Motor anlliegen, mit externen 12V läuft das Ding)
    > Endschalldämpfer wechseln (liegt bereits da)
    > Getriebeöl tauschen (mit Graphitzusatz, vorsorglich)
    > 4x Neue Stoßdämpfer (vorne Sachs "Super Touring verstärkt", hinten normale Sachs super Touring, da die Starken wenn man relativ "leer" fährt hinten gerne poltern und schlagen. Der HIntergedanke ist ein etwas strafferes, aber noch komfortables Fahrverhalten zu erzielen)
    > Trennrelais erneuern
    > Hohlraumkonservierung mit Mike Sander's


    Achja: Die Sommerfelgen werden wieder silber:



    schwarz matt mit Spraydose und Lack der nicht mal hält ist jetzt nicht soooo ideal.


    Hier noch ein Foto, dass ich bei der Abholung gemacht habe:




    Ich bin jedenfalls sehr happy mit dem Kauf, versuche das Auto so wenig wie möglich anzutasten, bzw nur die Dinge wieder in Ordnung zu bringen, die angefallen sind.


    Der Rest gilt dem Erhalt des derzeitigem Zustandes.


    Eigentlich wollte ich den Wagen nur für für Urlaubs- und Ausflugsfahrten nützen.
    Aber ich erwische mich derzeit sehr oft, dass auch der Weg zur Arbeit damit sehr angenehm sein kann. Bei einem Verbrauch von 7-8 L auch wirtschaftlich absolut angemessen.


    Auf lange Sicht gesehen wird auch der T4 zum teuren Klassiker werden. Die Preise stagnieren schon eine Weile, bzw ziehen schon wieder leicht an, viele Suchen nach den Bussen. Ich möchte nicht wissen was in 10 Jahren los ist. Was Leute für einen Atlantis im Originalzustand ohne Rost und mit super viel Ausstattung bezahlen wollen.


    Das ist aber nur ein Hintergedanke, der wohl nie zum Tragen kommen wird.


    Nur im Umkehrschluss wärs halt blöd, wenn man selbst in ein paar Jahren in der Situation ist und für so ein auto 15.000 und mehr berappen muss.


    Summa Summarum habe ich wieder ein kleines Projekt und jede Menge Spaß dran.


    Achja:


    Und die Big Three stehen somit nun auch in meiner Garage (Scheune und wo auch immer ;))


    Golf 2 aus dem Werk Wolfsburg
    Passat aus Emden
    und Bus aus Hannover.


    Manche nennen mich nen Spinner, ich finds gut so!


    Updates gibts jetzt bald detaillierter und in kürzeren Abständen, aber ich hab jetzt oft nur Abends schnell schnell 2 Stunden dran gewerkt. Da bleibt oft keine Zeit für viele Fotos.


    LG Lukas

    Ich hab hier jetzt ein bißchen mitgelesen und bin immer vorsichtig mit Aussagen "mach das und das und dann läuft der Motor wie die Hölle."


    Hier wurde schon sehr viel richtiges gesagt, aber bitte bitte bitte überleg dir ein Gesamtkonzept fürs Auto.


    Willst du den GTI als Daily nützen, oder nur zum rum düsen am Wochenende oder willst du gar auch mal auf die Rennstrecke damit?


    Jede Art des Tunings verändert Laufruhe, Ansprechverhalten und auch den Verbrauch. Man kann (mit sehr viel Geld) diese Motoren sehr weit aufzüchten. Allerdings möchte ich damit nicht mehr eben zum Einkaufen fahren oder mit der Freundin am Wochenende zum Essen.


    Weiters ist irgendwo finanziell eine Grenze erreicht, wo es sich nicht mehr lohnt Geld in den kleinen 8V Saugmotor zu stecken. Umbauten auf 16V oder 1,8T sind vergleichsweise günstig und bringen mit einem Schlag schon mehr Leistung als jedes aufwändige Saugertuning.


    So wie ich das sehe, willst du in die Richtung: Originalmotor mit mehr Saft gehen.
    Wenn das so ist: Das ist gut und vertretbar. Das Leistungsfenster ist je nachdem irgendwo zwischen 130 und 140 PS.
    Drehmoment 180 - 200 NM.


    Allerdings kann das auch alles zum Rohrkrepierer werden, wenn das Zeug nicht zusammen spielt.


    Mein PF (136 PS und gut 200 Nm) fährt sich immer noch recht anständig und kann durchaus im Alltag noch bewegt werden. Hat aber dennoch Kraft, wenn man sie abruft.


    Gemacht wurde folgendes:


    > Zerlegt, vermessen, neu gehohnt. Hat aber Serienkolbenringe drinnen.
    > Block und (!) Kopf wurden geplant. Insgesamt wurden 7/10 weggenommen.
    > Kopf wurde an den Kanälen nachgearbeitet, allerdings in Serienform. Ansaugbrücke angepasst.
    > Nockenwelle ist die 270er von Autotech.
    (viel wichtiger als die Überschneidung ist der Hub und da hat sie gegenüber Schrick etc Vorteile, der Motor läuft auch ruhiger als zuvor mit der 286er von Schrick)
    > Fächerkrümmer ist ein Supersprint 4 in 2 in 1. Auch an den Flanschen nachgearbeitet und mit Hitzeband umwickelt.
    (Hitze mag der PF gar nicht, da nimmt er sofort Zündung raus und dann fällt alles zusammen)
    > Kat ist ein Metallkat mit 200 Zellen (son einschweiß ding)
    > Auspuff ist vom 16V
    > Schwung ist maximal erleichtert und feingewuchtet (2,8kg und trotzdem absolut ruhiger Leerlauf )
    > Eingestellt und Software gemacht am Prüfstand


    Der Rest war ganz Normale Revision. Alle Lager, Dichtungen und Simmerringe neu etc pp.


    Zum Thema Ölkühler: JA! Ohne wenn und aber. Heiß mag er nicht: Also kühlen kühlen kühlen, aber bitte mit Thermostat.
    Ich habe einen Racimex mit 13 Reihen vor den Wasserkühler gebaut.


    Ach Leute bitte: Vergesst die 1er Golf Kühler. Die Dinger sind heute 40 Jahre alt und so vergammelt, dass man bestimmt keine Freude mehr dran haben wird.


    Ich will hier niemanden in eine Richtung drängen. Das was da oben steht habe ich mir erdacht, bzw ersponnen ;). Heißt aber nicht, dass man nicht mit anderen Teilen auch ans Ziel kommt.


    Aber der Motor läuft gut und problemlos. Das einzige was ich heute anders machen würde: Ich würde mir den Kopf CNC Fräsen lassen. Gerade bei NG Motorsport hat man hier sehr viel Erfahrung und wissen und kann Dinge wie den Drehmomentverlauf damit gut steuern. Dinge, die der Fahrbarkeit hinterher zu Gute kommen. Man darf nie vergessen, PS Zahl und NM sind immer nur die Spitzenwerte, die ein Motor bringt.
    Viel wichtiger ist aber, wo und wie lange man im Drehzahlband diese Kraft zur Verfügung hat.


    Mein Lieblingsbeispiel sind hier immer wieder die alten 16V Motoren, die auf Turbo umgerüstet werden. Klar gibts da auch gute Umbauten. Aber viele gehen vor 4000 u/min gar nicht und dann haut er dir binnen Sekundenbruchteilen ins Kreuz, steht aber oben so schnell an, dass du mitm Schalten nicht mehr nach kommst.
    Der Motor hat aber Hausnummer 400 PS und weiß der Geier wie viele NM. Leider nicht wirklich fahrbar oder vernünftig nutzbar.


    Was auch schon richtig gesagt wurde: Wer Motor sagt, muss auch Bremse und Fahrwerk sagen.


    Das AP Gewindefahrwerk ist ein sehr gutes Fahrwerk. Entspricht in Dämpfern und Federn dem alten KW Variante 1. Einzig: Beim AP ist halt das Gehäuse aus Stahl und verzinkt. Tut aber nichts zur Sache, weil kein "Chinesen Gewinde" drauf ist.
    Billigfahrwerke haben oft sehr feine Gewinde im Gehäuse und sind daher wenn sie festgegammelt sind kaum mehr zu verstellen.
    Das AP wäre meiner Meinung nach die Mindestanforderung an ein Fahrwerk.


    Bei der Bremse: G60 Bremse, ja! Aber nur in Verbindung mit ABS. Ohne ABS würde ich zur 16V Bremse anraten.
    In meinem 2er habe ich die in Verbindung mit gelochten Zimmermannscheiben und grünen EBC Belägen drinnen. Das funktioniert wirklich hervorragend!


    Das EBC einen Imageschaden hat, das ist bekannt. Allerdings kann der Hersteller nichts dafür. Es waren immer wieder über ausländische Billighändler online Fälschungen am Markt.
    Diese besagten Fälschungen halten halt nicht, was das Orignal verspricht.


    Ich weiß: Sehr viel Text.


    Aber: Denk dir das Projekt von A-Z durch, dann kommt am Ende auch ein gut fahrendes Auto dabei raus.


    Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass beim Planen mehr Material weg genommen wurde, als ich errechnet hatte. Aufgrund des höheren Hubs der Nockenwelle, hatte ich beim ersten Durchdrehen ordentlich die Hose voll ob das Ventil am Kolben ansteht oder nicht.
    Das war viel Glück (und vielleicht auch der eine oder andere Rundungsfehler). Das Datenblatt der Amis hat was anderes ausgesagt.
    Wenn du jetzt aber alles schon fertigen und fräsen lässt und erst beim Zusammenbauen dran denkst: Hmm welche Nockenwelle kauf ich denn? Dann kanns dir schon passieren, dass es schief geht.


    Eines zum Schluss: Rennsemmel wird der PF so und so nicht. Schon gar nicht mit der Serieneinspritzung und Serienzündung. Man muss den Fokus aufs mittlere und "obere" Drehzahlband legen, gepaart mit einer Hohen Vrdichtung, dann laufen die gut.
    Ein Honda V-Tec Hochdrehzahlmotor wird draus im Leben nicht, da gehen mal Mindestens 2 Ventile dazu ab. Aber trotzdem mit gifitgen 130 - 140 PS kann man im Golf 2 schon viel Spaß haben.


    Wer mehr will baut um: Auswahl gibt's ja dafür im VW Konzern ohne Ende.


    lg lukas

    hol raus den 2er, zum rum stehen ist der doch eh viel zu schade. ;)


    bei meinem gings heute erst weiter, weil gestern 1. null bock, 2. mieses wetter.


    also:


    waschen, föhnen, legen:









    dann habe ich noch sämtliche unlackierten kunststoffteile mit innotec repaplast colour-finish in schwarz seidenmatt nachlackiert.


    1 stunde abkleben für 15 minuten lackieren



    aber dafür sieht das dann wie neu aus.



    am abend habe ich noch 4 neue reifen montiert und sämtliche auspuffgummis erneuert.


    dabei ist mir aufgefallen dass die stabibuchsen außen am querlenker schon wieder spröde sind. die sind grad mal 15.000 km und 4 jahre im auto und schon wieder am ende. heut zu tage wird so viel schund verkauft. das ist echt wahnsinn. aber gut sind ja jetzt schnell getauscht, immerhin sieht der rest noch sehr gut aus. irgendwas ist ja eh immer. ;)

    so der kühler ist drinnen.


    danke für den tipp mit der dämmung! unterm teppich war zwar nix weil da eine bitumenschicht oben drüber ist und es nicht dahinter geflossen ist. (da war ich wohl schnell genugt mitm weg saugen)


    aber dafür war im bereich des heizungskastens noch alles patsch nass. die hab ich so gut ich konnte entfernt. hilft eh nix.


    die klappen hab ich alle neu bekelbt und den mist wieder eingebaut. ich hoff das muss ich so schnell nicht wieder machen. nicht das es eine schwierige arbeit wäre. aber überall sind scharfkantige stellen und mit handschuhen zu arbeiten kannst auch vergessen.
    da ging das wechseln vom armaturenbrett beim 3c passat um welten schöner als der mist.


    der neue:



    alles wieder zusammen gesetzt:



    blick untern teppich:


    als er dann brav entlüftet hatte und die temperaturen auch passten, gings an das eigentliche vorhaben: den wagen mal wieder richtig auf vordermann zu bringen. ich hab ihn doch recht vernachlässigt, was die pflege anbelangt und eher dafür genutzt für was er gebaut wurde: um gefahren zu werden. ist ja auch ein fahrzeug und kein stehzeug.


    naja ... also ran ans werk:


    räder runter:


    http://fs5.directupload.net/images/user/170412/kt3yvq8b.jpg


    schaumparty:



    inklusive radhäuser


    die felgen wurden vom bremsstaub befreit:





    radhäuser wieder sauber:




    morgen gehts weiter...


    kunststoffteile und lack .


    dann noch 4 neue reifen und ab zum tüv ...

    oh ja! das war ein lauter knall! hat mich direkt erschrocken.


    @ mad


    die heizung hat sehr gut funktioniert. wundert mich selber.
    ich hab nur breits alles von den klappen runter gefrimmelt, da das zeug einfach nur noch gebröselt hat und wos nicht gebröselt hat wars vom kühlwasser aufgelöst.


    wegen dem teppich hast du recht. ich schau heute nochmal obs drunter auch feucht ist, wenn ja weiß ich was ich zu tun habe.


    lg lukas

    soooo...


    na den kühler hats ja mal ordentlich zerfetzt.


    nach 2 stunden war alles draußen und gereinigt. so kamen teppich und sitze auch wieder mal zu ner schamponierung.



    morgen kommt der kühler von hella. kostet 49 euro und soll dann wieder hoffentlich 27 jahre halten.


    beim teilehändler gibts sogar einen für 14,90. auf nachfrage ob das schon was vernünftiges sei, hieß es nur: ach da hats schon den einen oder anderen wieder zerissen.


    ähm ja ^^ ... dann bitte doch das markenersatzteil. ;-)


    lg lukas

    also in den 11 jahren, in denen ich das auto hab hab ich den nicht gemacht... also kanns durchaus noch der erste sein.


    ich hab grad ein bissl gegoogelt und drauf gekommen, dass ich die anschlüsse wohl vertauscht habe.
    siehe:


    bei mir ists genau anders rum... naja aber im kühler is ja nix drinnen, kein ventil usw...


    insofern tippe ich mal auf pech, da hat sich wohl bei entlüften druck im kühler aufgebaut und ... naja der frischeste war er nimmer ;)




    anbei das foto für wilma vom einlackierten motorhauben-aufkleber.


    lg lukas

    Hallo zusammen,


    ich bin grad dabei meinen 2er wieder fit zu machen.


    Dazu habe ich mir das Silikon-Schlauch-Kit von Xparts besorgt, da ich immer noch ein paar alte Kühlwasserschläuche im Auto hatte (die ich halt beim Motor-Bau nicht zu kaufen bekommen habe).


    Das ging an und für sich gar net mal so super, weil die Schläuche recht dick sind und man daher nur mit Kampf, Wärme und viel Silikonspray die Schellen drauf bringt.


    Soviel dazu ...


    Nachdem ich alles beisammen hatte, habe ich den 2er zum Waschen auf die Einfahrt gestellt und laufen lassen. Alles ging nach Plan, hat sauber entlüftet und war dicht.


    Ich wollte nur noch drauf warten, dass der Lüfter schaltet und dann war alles gut ... Naja dann hats nen Knall gegeben und eine Fontäne schoss in den Innenraum ... Wärmetauscher kaputt!


    Na toll, das wechseln ist jetzt nicht so die große Sache, aber ich frag mich die ganze Zeit ob man die Schläuche hin zum Heizungskühler vertauscht anschließen kann und ob das die Ursache sein kann.


    Ich hab mich nach den Längen gerichtet und nicht sonderlich aufgepasst, wo ich welchen hin gegeben habe.


    vielleicht hat einer ne idee oder kann kurz nachschauen wo bei ihm welcher hin geht.


    lg lukas