1.6er EZ (1985) - Hat der Motor schon Hydrostößel oder nicht ?

  • Hallo Leute,


    Das Grundproblem ist das der Motor klappert, manchmal mehr manchmal weniger, ich vermute und so hört es sich auch an das die Ventilansteuerung Spiel hat.


    ich frage mich schon länger ob in meinem Motor Hydrostößel oder Tassenstößel verbaut sind. Gibt es beim 1.6er MKB: EZ unterschiedliche Ausführungen die ggf. einstellbar sind, wenn ja wie ? Ich habe in einem anderen Forum gelesen das es wohl irgendwann einen Modellwechsel zwischen Tassenstößel und Hydrostößel gab (vermutlich 1985 im September) stimmt das ?


    Ich möchte ungern die Ventildeckeldichtung 2 mal neu machen weil ich die falschen Teile besorgt habe.


    Gruß

    André

  • VW
  • Hallo,


    die Frage kann dir wohl nur der VAG Teilemann beantworten.

    Dafür die Motornummer deines eingebauten Motors notieren und damit zu VW.

    Die Nummer beginnt mit dem Motorkennbuchstaben und dann eine laufende Nummer.


    Bei dir also in etwa so EZ 123456. Meist auf dem Block eingestanzt.


    Wenn du die hast kann man sagen was wo wie läuft bei evtl. Modellwechseln.

  • Also nach einem Blick unter den Luftfilter habe ich nun den im Anhang befindlichen Aufkleber gefunden.



    Laut einem bekannten Mechaniker müsste mein Motor Hydrostößel haben, da das Geräusch sich verändert und nicht dauerhaft vorhanden ist. Wir werden nächste Woche am Dienstag mal schauen ob wir die hoffentlich vorhandenen Hydrostößel tauschen können 8o


    Dazu bekommt der gute auch noch frisches Öl inkl. Filter danach sollte sich dieses Klackern endgültig verabschieden!

  • Also ich habe ein Update für euch!


    Ich habe ja noch den Original Motorblock in meiner Garage liegen, welcher vor rund 1,5 Jahren durch Korosion geplatzt war. Dieser Motor (MKB EZ BJ.1985) hatte noch Tassenstößel OHNE Hydro. Der Motor (ebenfalls MKB EZ und Bj.1985) den ich jetzt verbaut habe ist ein Motor mit Hydrostößeln. Die beiden Motoren müssen also einmal Anfang 85 und Ende 85 verbaut worden sein. Zum Modellwechsel wurde damals dann auch eine Kunststoffhaube auf der Nockenwelle verbaut, der Aufkleber auf dem Ventildeckel war aber das einfachste Zeichen.




    Leider sind wir heute nicht fertig geworden da unerwarteter Weise der Wellendichtring auf der Nebenwelle undicht war und wir nur einen Ersatzring für die Nockenwelle bestellt hatten. Der Symmerring passt zwar aber es fehlt der entsprechende O-Ring...

  • Auf dem Foto sieht man die TASSENSTÖSSEL,von unten und oben,in die werden zum SPIELAUSGLEICH die PLÄTTCHEN gelegt und an der Kerbe werden sie mir einer Spitzenzagen gegriffen um sie zu entfernen.

  • Dieser Motor (MKB EZ BJ.1985) hatte noch Tassenstößel OHNE Hydro. Der Motor (ebenfalls MKB EZ und Bj.1985) den ich jetzt verbaut habe ist ein Motor mit Hydrostößeln. Die beiden Motoren müssen also einmal Anfang 85 und Ende 85 verbaut worden sein.

    Deswegen hatte ich ja gesagt mit der Motornummer zum :) und nachfragen. Da dürfte dann im PC der Hinweis stehen bis Nummer yxz so und danch so. Eigentlich ganz einfach, :wink:

  • Du solltest mal Deine Ölauswahl und / oder das Wechselintervall überdenken, der Motor ist ja mit Teer ausgekleidet von innen. Die kleinen Bohrungen, Federn, Kugeln in den Hydros mögen das gar nicht. Fangen dann schnell an empört zu klappern.

    Sind den 4 Euro für einen Liter anständiges Syntheseöl wirklich zu viel?

  • Du solltest mal Deine Ölauswahl und / oder das Wechselintervall überdenken, der Motor ist ja mit Teer ausgekleidet von innen. Die kleinen Bohrungen, Federn, Kugeln in den Hydros mögen das gar nicht. Fangen dann schnell an empört zu klappern.

    Sind den 4 Euro für einen Liter anständiges Syntheseöl wirklich zu viel?

    Tatsächlich ist beim letzten Wechsel (1Jahr / 2.000km her) sogar teureres Shell Öl (15w40) reingekommen, man muss aber bedenken das der Motor über 10 Jahre stand und sich die Ablagerungen schon vorher gebildet haben. Die Bilder sehen auch etwas schlechter aus als er tatsächlich da steht, die Ölbohrungen sind alle frei und es ist keine Teer-Schicht im Zylinderkopf an gebacken sondern alles flüssig.


    Nun hat er neues 10w40 Markenöl bekommen. Die Verkrustungen die wir erreichen konnten haben wir entfernt und den Ventildeckel über Nacht in Bremsenreiniger eingelegt, danach konnte auch wieder Luft durch das Gitter der Entlüftungsöffnung. Ich hoffe nun, dass das 10w40 noch etwas mehr Sauberkeit im Motor und den Ölkanälen bringt und den nächsten Wechsel werde ich dann etwas vorziehen und mal schauen wie es im Öl-Filter aussieht.


    Das Klackern ist nach dem Austausch der Hydrostößel weg, das eigentliche Problem also behoben. Die Motornummer ist leider aufgrund von "Gammel" nicht mehr lesbar und so kann ich nur festhalten das mein Fahrzeug mit einem Tassenstößel Motor (vor den Werksferien 1985) ausgeliefert wurde und durch den Motorumbau (alter Thread) letztes Jahr nun einen Motor (Produktion nach den Werksferien 1985) verbaut hat der mit Hydrostößeln ausgeliefert wurde.


    Nun sollte er jedenfalls wieder längerfristig dicht bleiben da wir auch die Symmerringe auf der Zahnriemenseite gleich mit getauscht haben.

  • ...mein PN läuft seit über 4 Jahren nur noch mit 5w40 !

    Zu Anfangs mit Mobil X1 3000 und seit diesem Jahr mit Shell Helix Ultra ( vollsynthetisch ).

    Öldruck kalt fast 6 bar, warm ab 3000 U/min immer min. 3 bar bis 4,5 bar...im Standgas warm min. 1 bar bei ca. 850 U/min.

    Und meine beiden PF bekommen nur ( noch ) 10w50 ( Total Quartz Racing/vollsythetisch ).

    Alle Motoren sind unterm Ventildeckel noch "blitzeblank" und siffen auch nicht aus Dichtungen/Simmerringen .


    MERKE: Ein Motor geht nie an gutem Motorenöl zu Grunde...eher an schlechtem/altem Motorenöl !!!

  • 15W40 ist milde gesagt eine reine Katastrophe bzw neigt schnell zu verschlammen

    10w40 oder 5w40 wäre da eher das mittel der Wahl bei Daily betrieb

    Aber nja ÖL Diskussionen im netz ist auch eine Glaubensfrage die schon öfters mal Eskalieren kann xD

  • Man sollte beachten das wenn man MINERALISCHEN OEL auf SYTETISCHES OEL umstellt nach ca.300km spätestens ein Oelwechsel ervorderlich ist weil das Syn-oel Verschmutzungen im Motor löst und diese die Bohrungen zusetzen,spreche aus Erfahrung und somit ein Lagerschaden vorprogramiert ist.

    Wurde hingegen vorher Teil-Syn-Oel gefahren besteht weniger die Gefahr,ein Reinigungszusatz setzt hingegen einen baldigen wechsel voraus.

  • Vergiss mal lieber ganz schnell den solche Sachen wie "umölen", angeblich abgewaschenem Dreck, verstopfte Kanäle und großen motorchemische Veränderungen, die besondere Aktionen erfordern. Als ob ein .Ölwechsel mit einem anderen Öl, den Du bei jedem Ölwechsel machst, weil die Formulierungen sich sowieso ständig ändern, eine große Herausforderung. ja ein hochkomplizierter Drahtseilakt sei. Wer davon fabuliert macht sich unter Fachleuten völlig lächerlich, auch wenn die nur milde lächeln bei solchen Märchen.

    Mein Schmierstoffsachverständiger antwortet immer nur, wenn er so was gefragt wird, ob man "einfach so" auf modernes, synthetisches Öl "umsteigen" kann mit einer Gegenfrage:"Was für einen Vorkriegsoldtimer hast Du denn?"


    Zu den Nachteilen von mineralischem Öl hält er Dir folgenden Vortrag":

    Wie kann ein halbwegs intelligenter Mensch im 21 Jahrhundert ernsthaft glauben und behaupten, das ein Stoff, der durch Zufall aus toten Dinosauriern, Fischen, Algen und anderem Biomüll unter der Erde entstanden ist, ein guter Schmierstoff für eine von Menschen geschaffene, auf hundertstel Millimeter genau berechnete Maschine ist? Sollte jedem Laien einleuchten, dass das Zeug um Lichtjahre schlechter ist als ein im Labor entwickelter High Tech Schmierstoff , der das momentane Fazit von Milliarden an Forschungsmitteln ist, die seit über 80 Jahren weltweit investiert wurden."


    Mal ganz sachlich, Mineralöl wird nur durch Additive Mehrbereichsoel. Die Additive zerfallen vom ersten Kilometer an und sind bei 10.000km schon völlig durch, sprich der Motor verdreckt schon vorher heftig. Weshalb Scheckheft gepflegte Motoren, die natürlich immer nur die unterste, gerade noch zugelassene Billigsoße (im Einkauf für die Werkstatt!) bekommen haben, immer so dreckig sind, vom höheren Verschleiß mal abgesehen. Vollsynthetische Öle bringen bereits mehrere Viskositätsklassen mit, weshalb sie so sauber bleiben.

    Eine Ausnahme bildet übrigens 10W60, das sollte man auch keine 10.000km weit fahren, wegen der hohen Additivierung. Nach 5-6 tsd. raus.

    Mit 0w40, 5w40 oder 5w50 macht man nie etwas falsch, bei etwas älteren Benzin Motoren, wie im 3er. Ganz einfach, weil sie mindestens ein HC-Öl, also "Billig Synthese" sind. Echtes Vollsynthetik wird leider immer seltener.


    Lagerschäden kurz nach Ölwechseln haben nur eine Ursache; Der sorgfältig ausgetropfte Motor bekommt einen neuen, leeren Ölfilter. Ist die Pumpe aber dummer weise ganz leer gelaufen, kann es bis zu 2 Minuten dauern, bis wieder Öldruck an den Pleuellagern ist. Ich habe in Werkstätten gestanden, wo der Meister den Lehrling anwies, mal ordentlich Gas, im Leerlauf, zu geben, damit das "Geklapper" endlich aufhört. Oft werden Motoren direkt von der Bühne zur Probefahrt genommen, da klappern die Lager noch wenn der Meister vom Hof fährt.


    Der richtige Weg ist, wenn man sein Auto liebt, es nicht knallheiß, stundenlang abtropfen zu lassen, sondern nach einer Minute, wenn es nicht mehr arg tropft, gleich wieder zu zu machen, den neuen Ölfilter rein zu schrauben und Öl ein zu füllen. Dann im Leerlauf warten bis die Warnlampe ausgeht. Danach alle anderen Arbeiten machen. Geht das nicht, wenigstens Öl bis Maximum auffüllen, dann läuft die Pumpe nicht mehr leerer und sammelt genug Restöl für schnellen Druckaufbau. Moderne Pumpen auf der Kurbelwelle sind da sehr empfindlich geworden, aber alte mit Pumpe im Sumpf mögen das auch nicht gern.

    Ganz Vorsichtige (wie ich) schrauben (Zur Kontrolle sowieso) die Zündkerzen raus und lassen den Anlasser drehen bis Öldruck da ist. Die Lagerbelastung ist ein Tausendstel eines Trockenstarts mit Motorkraft.

    Wenn Ölpumpen tauscht, sie direkt vor dem Einbau mit etwas dickerem Öl durchdrehen, bis sie es blasenfrei wieder raus drücken. Macht natürlich mehr Mühe und Sauerei als sie trocken ein zu bauen.

    Eine gute Idee ist es, bei überholten Motoren vor dem Zahnriemen auflegen die Nebenantriebswelle so lange zu drehen, bis Öldruck da ist. Natürlich nur wenn die die Ölpumpe antreibt.


    Das ist alles so logisch, einleuchtend und undiskutierbar, das man sich fragt warum es einem eigentlich nie einer erklärt hat. Das ist ganz einfach, vieles davon ist im Werkstattbetrieb unbequem oder bringt weniger Gewinn. Weshalb die Zunft so etwas gar nicht gerne hört und natürlich tausend andere, märchenhafte Geschichten erzählt. Auch gibt niemand gerne zu das er Jahrelang aufgeschnappten Quatsch nach geplappert hat oder, noch schlimmer, sogar selber den Exitus seines Motors beschleunigte, vielleicht auch den eines Kumpels. Auch kommt es der Geiz ist geil Mentalität entgegen, wenn man ein vollsynthetisches Motoröl für 4 Euro den Liter als Geldschneiderei bezeichnen kann, um 1,55 Euro pro Liter, alle 10-12 tsd. km, zu sparen. Das ist ja echt viel Kohle pro Jahr.


    Schönen Sonntag!


    PS je älter der Motor, um so besseres Öl braucht er, nicht umgekehrt!

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