Golf 2, erst Umbau jetzt endlich ein richtiger G60!

  • Hallo Zusammen,

    Hier mal meine Umbaustory... im Dezember 2015 habe ich mir einen Golf 2 Madison, ex 55 PS und umgebaut auf G60 für 4.500€ zugelegt. Ich versuche hier mal nach und nach den Umbau zu dokumentieren (mit dem ich noch nicht fertig bin). Das wird alles ein bisschen dauern, ich bitte also um ein bisschen Geduld :-)

    Ich hatte Ende 2015 nach einigen Jahren Schrauberpause plötzlich wieder Lust auf ein altes Auto - nur was? In der Vergangenheit hatte ich nach diversen anderen Autos bereits einen Golf 2 2.9 VR6 und einen Rallye Golf (erste Hand, scheckheftgepflegt, für 3500 € im Jahr 2002 verkauft :wall ) und so etwas in der Art sollte es wieder werden. Rallyes gab es damals ab 12.000€ , was zu viel für mein Budget war. Also habe ich mich auf die Suche nach einem vernünftigen "normalen" Golf 2 gemacht - ich habe dann monatelang einen originalen G60 oder auch GTI 16V gesucht und habe ausschließlich überteuerten Schrott anschauen dürfen. Keine Ahnung warum zu dem Zeitpunkt der Markt so heiß gelaufen war, aber unter 10.000€ gab es keinerlei vernünftige G60 zu kaufen. Die Preise heute sind ja wieder etwas realistischer. Naja, jedenfalls stand dieser bei einem Händler bei Heilbronn und ich bin sofort mit Verstärkung und Hänger hin. Ich hab das Ding quasi schon vorab am Telefon gekauft da sich diverse Interessenten (angeblich) gemeldet hatten. An dem Preis war auch nix mehr zu machen. Also wir an einem regnerischen Abend nach Heilbronn gedüst. Der Golf hatte fast neu TÜV, es war alles eingetragen (dachte ich) und Rost hatte er keinen. Die Front war auf seitliches Kennzeichen und einem RIESIGEN LLK umgebaut und sogar das war eingetragen. Er war schon ziemlich verbastelt, ziemlich ranzig und es war klar dass etwas gemacht werden musste, aber technisch schin er okay zu sein. Egal, ich wollte JETZT einen G60. Die Probefahrt lief gut, der Lader machte keine Geräusche auf der Bühne sah alles gut aus. Also das Ding eingepackt und heim gefahren.




    Erste Bilder im Kaufzustand. Man beachte die kreative Wasserschlauchführung:




  • VW
  • Zuallererst wurde die Front auf Serie umgebaut und da es zu dem Zeitpunkt keine gebrauchten G60 LLK auf dem Markt unter 400€ gab habe ich mir einen Wagner LLK zugelegt, der etwas tiefer baut. Ein neuer, gebrauchter Schlossträger musste für den LLK und den Ölkühler umgebaut werden. Der alte Ölkühler wurde auch rausgeschmissen und gegen einen neuen inklusive neuer Stahlflexschläuche ausgetauscht. Ein neuer Wasserkühler und ein neuer Spal-Lüfter wurden verbaut. zudem wurden diverse Ladeluft- und Wasserschläuche auf Original umgebaut, eine neue Batterie eingesetzt und der Zündverteiler ersetzt.






    Die Ledersitze sind rausgeflogen und die Innenausstattung wurde auf schwarzen Teppich und blaue und Edition One Ausstattung umgenbaut. Zudem hielt ein weiches Armaturenbrett Einzug. Nachdem alles fertig war, lief er---- aber sehr bescheiden (ein Problem was mich noch länger begleiten sollte). Bei der Probefahrt zeigte sich auch, dass das Supersport Gewindefahrwerk einfach viel zu hart ist.









    Eine weitere Baustelle war und ist die Elektrik. Diverse abgeknipste und nicht abisolierte Kabel vor dem Sicherungskasten, eine seltsame Zündspule (die gegen eine originale ersetzt wurde) sowie ein Schalter, der das Zündschloß überbrückt hat, haben mich echt Nerven gekostet. Der Motorkabelbaum sah auch übel aus. Es wurden noch die Öle gewechselt und ein neuer Luft- und Krafstofffilter verbaut.

  • Die erste Probefahrt lief leider eher durchwachsen, nach ca. 10 km quoll Rauch aus dem Motorraum. Also sofort angehalten und Haube auf - und siehe da - der Schlauch zum Ölkühler war durchtrennt und das im ganzen Motorraum verteilte Öl hat gemütlich vor sich hin gebrannt. Zum Glück war direkt ein Anwohner zur Stelle und ich konnte binnen Sekunden das Feuer löschen. Sonst wäre mir das Auto vermutlich abgebrannt. Also - Ölspur beseitigt und den Golf heim geschleppt.


    Ursache war meine eigene Dummheit, ich hatte wie oben angemerkt hatte ich neue Stahlflexschläuche verlegt. Einer davon hat das Plus am Anlasser berührt und das wars dann :wall . Der Motorkabelbaum sowie diverse andere Teile waren angekokelt. Den Motorkabelbaum habe ich erst mal selbst repariert und diverse durchgescheuerte Kabel erneuert/repariert. Zudem wurde ein neuer Kabelbaum für die Einspritzdüsen verbaut.




    Zwischenzeitlich konnte ich für sehr schmales Geld eine komplette graue Recaro UY Ausstattung inkl. elektrischer Konsolen, Türpappen etc ergattern. Einzig der Fahrersitz hatte abgewetzte Seiten- und Sitzwangen. Zudem wurde ein sehr gut erhaltenes Lederlenkrad vom G60 verbaut und ein neuer Schaltsack inkl. Lederschaltknauf.





    Der Stoff für die Seitenwangen ist fast überhaupt nicht mehr zu bekommen, ich habe nach ewigem Suchen für ein Schweinegeld schließlich eine komplette sehr gut erhaltene Rücklehne für den Beifahrersitz kaufen können, diese wurde nun mit dem Bezug der Fahrerseite von einer Näherin kombiniert sodass der Lehnenbezug der fahrerseite wie neu aussieht. Ein neues Sitzpolster wurde auch organisiert. Der Himmel wurde mit Foliatec nachgeschwärzt und schwarze A/B/C Säulenverkleidungen sowie schwarze Sonnenblenden verbaut.


  • Die fehlende Leistung hat mich echt Nerven gekostet, der Motor hat nicht sauber durchgezogen. Also das üblich kontrolliert, Steuerzeiten, Zündzeitpunkt, LSV, Kablebaum, Masseverbindung zum STG etc etc und siehe da, plötzlich lief er. Allerdings war der verbaute TA Technix Krümmer oben undicht. also Ansaugbrücke runter (wollte eh auf die große AD brücke umbauen) und den Krümmer ausgebaut und mit Temperaturband versehen. Es wurde gleich eine neue Lambdasonde verbaut und der Krümmer wurde mit neuen Dichtungen und Brennring erneut montiert. Nach dem Zusammenbau und erstem Anlassen der Schock, das Ding klackert wie verrückt. Dem Rat meines Kumpels (das sind die Hydros!) konnte ich nicht so recht glauben. Also Kompression gemessen und der Zylinder 4 hatte plötzlich 3 bar weniger.... also, wieder alles abgebaut und Kopf runter:




    Fazit: Kolben defekt, irgendwas hat er angesaugt (mir ist immer noch schleierhaft, was). Zum Glück hatte die Laufbahn nur minimale Riefen. Das wars also erst mal, und das versiffte Ding im Motorraum hat mir eh nicht gefallen. Der Motor wurde ausgebaut.




    alle Kolben raus und neue Sputterlager verbaut. Parallel habe ich mir eine Sandstrahlkabine plus Kompressor zugelegt um die Anbauteile mit Glasperlen zu strahlen und mit Klarlack zu versiegeln. Der Motorblock und die Ölwanne wurden entrostet und neu lackiert. Ein P-Kopf und graue Einspritzdüsen wurden verbaut.










    Zudem wurde das Getriebe gereinigt.



  • Zeit, sich auch mit Leistung, TÜV etc. auseinanderzusetzen. Ich hatte mir parallel einen 16V PL Motor in die Garage gelegt und hatte überlegt auf 16V G60 umzubauen (was bestimmt noch irgendwann kommt). Der G60 Motor ist eingetragen mit "kleinerem Laderad und Softwareanpassung" was natürlich Raum für eine kreative Auslegung lässt. Also, erst mal weiter 8V G60. Zwischenzeitlich hatte ich mit Tobias Theibach Kontakt aufgenommen und dort einen RS Chip bestellt. Der ominöse verbaute und nicht zuzuordnende Chip wurde rausgeschmissen. Parallel konnte ich von 4 auf auf 3 bar Benzindruck wechseln.



    Verbaut war ein Hartmann Big Sound Auspuff (70mm??), allerdings vom Golf 3. Der Sound war gut, aber die Optik mit den komischen Endrohr war nicht so meins. Uudem hatte der TÜV Prüfer die Nummern des Auspuffes falsch eingetragen - also war der quasi nicht legal verbaut. Und in Hessen bekommt man sowas nicht mehr so einfach eingetragen.






    Wenn man den endlosen Diskussionen im Internet folgt scheint zu wenig Rückstau ja nicht optimal für den G60 zu sein. Was tun? Dieses ganze Ebay Zeug von Friedrich etc scheint ja auch nicht das gelbe vom Ei zu sein. Ich habe den Hartmann (der echt in schlechtem Zustand war) noch für teuer Geld verkauft und mir nach langem hin und her erstmal einen IMASAF Auspuff in Original Optik und -Durchmesser zugelegt. Für angepeilte 210 PS sollte der dicke reichen. Und ich muss auch nicht bei jeder Polizeikontrolle dabei sein. Allerdings passte der erst mal nicht, da der Vorbesitzer die Golf 2 Auspuffhalter für den Golf 3 Auspuff unter Einsatz von viel Schweissdraht umgeschweisst hat. Das musste erst alles weg und die Golf 2 Halter neu angepasst werden. Außerdem war das Hitzeschutzblech am MSD durchgescheuert. Die Bleche habe ich mit einem Messingaufsatz auf der Bohrmaschine abgeschliffen und mit einer Hitzeschutzmatte repariert (wenn ich vernünftige Hitzebleche finde tausche ich das noch aus).



    Wie schon geschrieben, der ganze Umbau wurde eigentlich nur mit billigen Teilen (Supersport / TA Technics / Billig LLK etc). und ziemlich schludrig durchgeführt. Überall wurden Kabelbinder eingesetzt, Schrauben fehlten, Teile waren defekt oder falsch. Das rechte Vorderrad war z.B. mit 4 (!) unterschiedlichen Schrauben befestigt. Alles war undicht, der Benzindruckregler mit Holzschrauben in der Leiste befestigt. Der Luftfilterkasten war mit Klebeband zugeklebt (war kein G60 Kasten, mittlerweile habe ich einen). Die Handbremse hat nicht funktioniert (Seile zu lang da falsch gelegt) und ich frage mich wie der jemals TÜV bekommen hat.

  • Das Supersport-Fahrwerk war wirklich nix, und ich wollte aus Erfahrung ein KW V2. Über Ebay Kleinanzeigen konnte ich ein KW2 für den Golf 3 ergattern. Die Federn waren ziemlich verrostet.




    Die Dämpfer waren dicht und nur leicht angerostet, mit Edelstahlreiniger konnte das entfernt werden. Nach längerem Suchen konnte ich von Andreas Pfeffer von gepfeffert.de einen Satz neuer Federn für den Golf 2 kaufen. KW hat mir neue Aufkleber für die Dämpfer zugeschickt. Verbaut wurde alles mit neuen Domlagern etc (vorne vom Golf 3).



  • Die Felgen waren auch nix, die Reifen ewig alt, also weg damit. Nur, welche "neuen" Felgen? Dreiteilige 17" BBS waren in der engeren Auswahl, aber zu teuer und eigentlich auch nicht mehr sooo selten. 17" OZ waren eigentlich meine Wahl, aber dann bin ich über Bilder eines Kadett E mit 17" DTM ATS gestolpert. Die gab es in gutem Zustand leider nirgends zu kaufen, ich habe dann in den sauren Apfel gebissen und mir 7,5x17 in wirklich üblen Zustand ohne Reifen zugelegt. Alle Kanten waren heftigst ramponiert und sogar der Felgenstern war massiv verschrammt. Wie es der Zufall arbeite ich in der Nähe eines "Felgendoktors", der mir die Felgen komplett reparieren und in Wunschfarbe pulvern konnte. zudem wurden gleich neue 195/40/17 aufgezogen.





    Zwischenzeitlich wurden rumdum neue Bremsscheiben und Beläge montiert, hinten wurden Austauschsättel und neue Radlager verbaut. Neue Handbremsseile wurden mit passenden Haltern und montiert. Zudem wurde ein Leder-Handbremshebel vom Golf GTI verbaut.




  • Ein Schlossträger vom G60 wurde angeschafft, sandgestrahlt und lackiert.



    Der Aggregateträger kam auch noch raus und zum Sandstrahlen / pulvern. Neue Querlenker von Claus von Essen sollten verbaut werden, vorne noch neue Bremssättel. Der Unterbodenschutz sollte noch runter und erneuert werden...

    Ich hattee noch einen kompletten Satz G60 Verbreiterungen mit Schwellern, Zierleisten etc der verbaut werden sollte. Zudem liegen noch grüne Happich Ausstellfenster auf dem Dachboden. Der Lader geht zu Theibach zum Überholen und Glasperlenstrahlen. Falls ich was vernünftiges finde würde ich noch eine asymetrische Nockenwelle verbauen. Große GL Stosstangen sollen verbaut werden (gibt es denn wirklich keine Nachbaustoßstangen die einigermassen passen???). Es liegt noch ein neuer DSW Grill hier mit neuen schwarzen Scheinwerfern und Hella Zusatzscheinwerfern, die nachschwärzt werden. Der Golf musste unbedingt am Dach ausgebessert/beilackiert werden (Delle mit Rostansatz) und insgesamt gründlich poliert/geschliffen werden.

  • Der Wischer vorne hatte sich nur sehr langsam bewegt, also wurde das komplette Gestänge zerlegt und gangbar gemacht.

    Der Motorraum wurde lackiert



    ...und der Aggregateträger wurde zerlegt und ebenfalls entrostet und lackiert.



    Die roten Rückleuchten wurden verkauft, ich hoffe mal nicht dass ich das irgendwann bereue.

    Zwischenzeitlich kamen die neuen Querlenker mit verstärkten Gummis und Koppelstangen, neue Spurstangenköpfe und die überholte G60 Bremsanlage für die Vorderachse.






    Der Agrregateträger und diverse sonstige Motor und Bremsteile wurden doch selbst sandgestrahlt, bzw. abgeschliffen und lackiert. Der BKV war echt ziemlich verrostet, aber Pelox wirkt als Rostentferner ganz gut. Von den ganzen Rostumwandlern halte ich nicht so viel.










    Zudem wurden neue Stabigummis bestellt, neue Lenkmanschetten sowie das Gummilager für die Servo wurden besorgt.





    Die Radlager vorne hatte ich auch noch neu bestellt, die haben ein bisschen Spiel und wenn ich eh alles auseinander hab... Unglaublich wie sich der ganze Kleinscheiss summiert.

  • ... manchmal kommt alles ganz anders wie gedacht. Ich hatte die ganze Zeit schon überlegt, ob ich wirklich die ex 55PS Karosse lackieren lassen will. Ist zwar dann alles schön und so, aber halt kein originaler G60 und dann halt auch weniger wert. Vorgestern war nicht weit von mir eine G60 Karosse mit Brief bei Ebay Kleinanzeigen zu verkaufen. Die Bilder schrecken natürlich ab, aber ich habe trotzdem angerufen.




    Der Verkäufer war nett und was er mir erzählt hat war dann doch besser als gedacht. Die Karosse stand 15 Jahre abgemeldet in einer trockenen Halle. Rost hätte er, aber ausser dem Scheibenrahmen nix wildes. Also hingefahren und hab mir das Ding mal angeschaut -> und gekauft. Der Lack ist fertig, es gibt kleinere Stellen die ausgebessert werden müssen aber sonst ist das als Basis echt okay. Der Preis passte auch.

    Allerdings musste ich jetzt schnellstmöglich meine andere Karosse loswerden.

    Das war übrigens wieder jemand, der eine komplette Halle voller Golf und Jetta Teile hat. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Sammler es giibt...

  • Mensch, ne ganz schöne Bastelbude hast du da gekauft! Aber ich sehe, es ist für dich ein Anreiz, aus dem Bastelladen wieder einen ordentlichen Golf zu machen!

    Hut ab vor der ganzen Arbeit! Und halte durch.

    Schön finde ich auch die Sandstrahlarbeiten, das sieht echt gut aus.

  • Die G60 Karosse wurde geholt und zu viert vom Hänger abgeladen. Ganz schöne Quälerei - bin froh dass keiner nen Bandscheibenvorfall hat. Ein paar Handybilder wurden gemacht und dann wirklich erst mal alles in der Garage abgeladen.








    Die Karosse hatte auch nach genauerer Begutachtung nur wenig Rost, Scheibenrahmen wie bereits bemerkt, ein bisschen am Tankstutzen (bekommt man aber weg) und im Beifahrerfussraum. Bei dem G60 eines Kumpels musst da ein Karosseriebauer ran weil es durch war und der Träger darunter auch schon gammlig war.

    Der Verkäufer hat mir auch noch einen top Innenhimmel inklusive Sonnenblenden usw in schwarz verkauft. Er hatte den bei sich in der Halle, da er noch ins Dach eingebaut war (Dach war halt abgeflext) konnte ich den vorsichtig mit Kartons, Folie etc verpacken und zum Auto auf den Hänger stellen. Außerdem habe ich noch eine recht gut erhaltene GL Stoßstange für vorne kaufen können. Ein Halter für den Träger ist ab, das schweiße/klebe ich aber wieder dran. Und sie hat 2-3 kleinere Schrammen. Da versuche ich mich mal mit nem Kunstroffreparaturset mit dem man auch die Struktur wieder hin bekommt. Ich hoffe mal es klappt.

    Freitags darauf wurde die andere Karosse abgeholt. Bis dahin mussten noch die Achsen, Scheiben, Türen, die Heckklappe, der Tank usw. demontiert werden

    Auf den ersten Blick brauchte ich für den Aufbau des G60 natürlich die Teile, die nicht so einfach zu bekommen sind:

    - Leiste/Keder für Frontscheibe oben

    - Teppich schwarz G60 oder Syncro, auch Einzelteile

    - Mittelkonsole G60

    - Handbremsrahmen / Hebel / Sack (den ich nagelneu hier liegen hatte und vor nem halben Jahr für 99€ verkauft habe :wall )

    - Verkleidungen A-Säule

    Bis auf die Leiste innen an der Frontscheibe habe ich mittlerweile alles zusammen.

  • Aber jetzt was anderes: ich habe ja beschrieben nach einem Kolbenschaden über den Winter meinen G60 Motor zerlegt und wieder zusammengebaut.

    Warum auch immer war in einem Zylinder ein Fremdkörper angesaugt worden, was dann so aussah:






    Die in der Zylinderlaufbahn zu sehende Riefe war oberhalb des Kolbens und es gab so gut wie keine senkrechten Riefen in der Laufbahn. In allen Zylindern war noch der Kreuzschliff zu sehen.

    Nach langen him und her wurde ein neuer originaler VW Kolben beschafft (jaja ich weiss, einen Kolben wechselt man nicht usw usw, aber die anderen 3 Zylinder hatten alle noch fast 13 bar Kompression). Zudem wurden an allen Zylindern neue Kolbenringe verbaut.

    Ich habe mir ein Kolbenspannband bestellt und alles mit neuen Sputterlagern und nach Reinigung der alten Kolben im Ultraschallbad zusammengebaut.

    Leider habe ich jetzt in ALLEN Zylinder Querriefen die nur vom Einbau her kommen können:






    Wieder was gelernt, das nächste Mal lasse ich da jemanden ran, der weiss was er tut...

  • So langsam konnte ich mal an der G60 Karosse was machen.







    Der Vorbau wurde mittels teilweisem sandstrahlen entrostet. Das habe ich in der Garage mit Glasstrahlgut (keine Glasperlen) ausprobiert und es klappt eigentlich ganz gut..

    Den Scheibenrahmen habe ich geschweißt und ich versuche mich hier mal im Verzinnen.


    Im Beifahrerfussraum muss noch ein Blech rein, das passende Reparaturblech liegt hier. ich muss den Ausschnitt im Auto nur noch vernünftig anpassen.







    Leider kamen nach und nach doch noch kleinere Rostnester zum Vorschein, ich denke das ist aber bei einem so alten Auto keine Überraschung. Ein Großteil sollte aber ohne Schweißen zu retten sein. Der ganze Unterbodenschutz sollte ja noch runter, sobald ich "obenrum" fertig bin. ich wollte die Karosse dazu auf Matratzen auf die Seite legen.

  • Die G60 Karosse war soweit geschweisst (Scheibenrahmen, Bodenblech), der Träger vom Golf 3 Armaturenbrett ist entfernt. Aktuell liegt der Golf auf der Seite und ich entferne den Unterbodenschutz. Ich war ziemlich geschockt, wieviele kleine Rostpickel und -nester unter unauffälligem Unterbodenschutz auftauchen ?( . War aber alles nicht so wild, schweißen muss ich da wohl erst mal nicht. Die entsprechenden Stellen wurden sandgestrahlt und die Falze mit Owatrol behandelt. . Beide Schweller sind jeweils vorne und hinten leicht eingedrückt, die hinteren konnte ich von innen "ausdrücken". Am vorderen Schweller bin ich mit so einem Dellenzughammer grandios gescheitert. Ich hatte Unterlegscheiben angeschweisst und wollte den Schweller rausziehen. Im Endeffekt sind die Scheiben nur abgerissen und ich hatte sogar ein kleines Loch im Schweller. Fazit: nix für mich. Der Lackierer hat bestimmt ne Idee.


    Ich habe nun angefangen die fertig gereinigten Stellen mit Brantho Korrux nitrofest zu versiegeln. Die Falze und Ecken wurden mit Karosseriedichtmasse versiegelt und es sollen 2 Schichten Brantho Korrux 3in1 aufgetragen. ich hoffe dann ist Ruhe.


    Außerdem habe ich alle Unterbodenstopfen und Benzin bzw. Bremsleitungshalter soweit möglich bei VW neu bestellt.


    Irgendwann werden dann die Hohlräume noch mit Mike Sanders Fett oder Fluidfilm geflutet.


















    Ich hatte mittlerweile einen anderen G60 Motor mit P-Kopf gekauft, in der Hoffnung diesen mit Honen und neuen Lagern fahren zu können. Nach der Demontage des Kopfes und der Ölwanne die Ernüchterung: Eine deutlich spürbare Kante am OT der Kolben und massig Ablagerungen und Ölschmodder. Der letzte Ölwechsel an dem Motor ist definitiv ne Weile her. Der Besuch beim Motorbauer machte klar, das wird nix nur mit honen ("wieviel Kilometer hatte der ? 1 Mio?"). Also hab ich mir jetzt Mahle Übermasskolben besorgt und lasse meinen "alten" Motorblock auf 81,5 mm aufbohren.

    Die grauroten elektrischen Recaros wurden auch mit neuen Sitzwangen komplettiert und zusammengebaut.

    Eine Mittelkonsole vom G60 habe ich für 35€ kaufen können XD und den Handbremsrahmen habe ich in England gekauft. G60 Hitzebleche und Handbremsrohre sind auch da. Soweit habe ich jetzt alle "seltenen" G60 Teile zusammen... (natürlich fehlt noch die Windschutzscheibe mit Rahmen, neue große Stoßstangen, etc etc...)

    Ich habe nun doch auch die Hinterachse zerlegt, strahle sie und lackiere sie neu. Die Lagerung will ich machen, aber das scheint wohl echt eine Schweinearbeit zu sein.

    Mit dem ABS bin ich nicht wirklich glücklich, der Karren hatte seine Erstzulassung in Deutschland und entsprechend war das Mark 02 verbaut. Ich würde das am liebsten rausschmeissen und entweder auf Mark 20 umbauen oder ganz auf ABS verzichten und einfach einen 9 Zoll BKV mit 22er HBZ verbauen (was ich beides zuhause habe). Der G60 wurde ja in der Schweiz ohne ABS verkauft, aber soweit ich weiss kann man bei einem in Deutschland zugelassenen Auto das ABS nicht mehr ausbauen (da es ja die Sicherheit "verschlechtert"). Die Frage ist wer zum Teufel das jemals merken soll.

    Im Januar kommt mein Lackierer und schaut sich die Karosse und alle Anbauteile an und macht mir ein Angebot für außen und den Motorraum bei dem ich vermutlich weinen muss (aber der macht halt wirklich top Arbeit und wenn ich ihn lackieren lasse, dann richtig). Ich bin immer noch am überlegen ob ich den originalen Farbton lackieren lassen soll (LA9V brilliantschwarz) oder was anderes. Ich finde schwarz wirkt irgendwie auf dem Golf nicht. Mir gefällt Bright Blue sehr gut, so was ähnliches (etwas intensiver) hatte ich mal auf meinem A Corsa. Keine Ahnung ob es wirklich Sinn macht und den Wert so viel steigert, wenn die Karosse in Originalfarbe lackiert wird. ich werde den Karren ja wahrscheinlich eh nicht mehr verkaufen.

    Von der Zulassungsstelle habe ich nach langem Emailverkehr endlich die Aussage, dass der Karren nicht gestohlen oder gegenwärtig zugelassen ist und dass ich mit den mir vorliegenden Unterlagen zulassen kann.

    Ich hoffe, dass ich im Mai 2018 die Karosse lackiert wieder in der Garage steht und ich mit dem Zusammenbau anfangen kann.

  • Mit der Farbe: willst du auf der sicheren Seite sein für ein H-Kennzeichen? Dann würde ich einen der original Farben aus dem MJ nehmen.

    Dann sprich aber mal mit einem Prüfer darüber. Ich denke, dass über kurz oder lang kein weg am H vorbeiführt, bei der polit. Situation...

  • Hi. Schönes Tagebuch. Werde hier alles weiterverfolgen und bin auf deine Farbauswahl gespannt. Wenn ich hier lese, kommen errinerungen hoch, habe fast das selbe hinter mir, nur war bei mir bei der Karosse nicht so viel Arbeit. Weiter so. Wird bestimmt wieder ein schöner G60 mehr auf unseren Straßen :thumbup:

  • Mit der Farbe: willst du auf der sicheren Seite sein für ein H-Kennzeichen? Dann würde ich einen der original Farben aus dem MJ nehmen.

    Dann sprich aber mal mit einem Prüfer darüber. Ich denke, dass über kurz oder lang kein weg am H vorbeiführt, bei der polit. Situation...

    ...ja da hast du wahrscheinlich Recht. Das Bright Blue gab es in dem Baujahr, das sollte nicht das Problem sein. Rein vom Werterhalt macht das Schwarz aber mehr Sinn :/ Und weiß gefällt mir auch gut ;-)


    Für das H-Kennzeichen werden die Felgen und das Fahrwerk wahrscheinlich nicht tauglich sein. Vielleicht finde ich ja noch ein altes Koni Schraubfahrwerk aus der Zeit damals....

  • Für das H-Kennzeichen werden die Felgen und das Fahrwerk wahrscheinlich nicht tauglich sein. Vielleicht finde ich ja noch ein altes Koni Schraubfahrwerk aus der Zeit damals....

    Nimm doch ein H&R Monotube, das geht auf jeden Fall mit H.


    EDIT:

    Ups ich sollte die Äuglein aufmachen. Auch mit deinem KW solltest du ein H bekommen, die gab es nämlich auch schon damals, wenn auch als Vorgänger von dem Fahrwerk welches momentan verbaut ist.

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