Qualitätsteile oder Klump, der Unterschied in Wort und Bild... !

  • Wie so oft gibt es differenzierte Meinungen über die Qualität oder " Nichtqualität" von Ersatzteilen bzw, was ist gut, was ist vertretbar und was ist schlichtweg Klump. Hier gilt es klar zu unterscheiden:

    Verbaue ich nur Qualitäts- bzw Originalteile und wann ist das sinnvoll ?!

    Oder wann/wo verbaue ich mittelpreisige Ersatzteile bzw sog. "Economyteile" ?!


    Hier kann/sollte jeder seine Erfahrungen und Motive zu Grunde legen um anderen Usern zu helfen bzw eine Orientierung zu bieten, welche Qualität wann und wo Sinn macht.


    Mein erstes Beispiel sind Bremsscheiben/Beläge an einem Skoda Octavia 1U2 der als Daily genutzt wird Hier wurden im Oktober erst an der VA sowie der HA Bremsscheiben als auch Beläge AM GLEICHEN TAGE erneuert und das Auto ist seitdem ca. 8000km gelaufen. An der VA wurden Teile von ATE verbaut, an der HA Teile von TRW...alleine der optische Unterschied zur Qualität spricht Bände !


    VA ( unteres Foto ) sieht aus wie neu, so gut wie kein Rost ( ATE ).

    HA ( oberes Foto ) sieht deutlich schlechter aus, recht viel Rost ( TRW ).


    Genau das selbe Bild bieten die Bremsscheiben an einem meiner beiden PF, vorne ATE und hinten TRW. Für mich steht insofern fest das Teile von TRW bei der Bremsanlage an meinen Autos nicht mehr verbaut werden weil diese meinem pers. Qualitätsvorstellungen nicht entsprechen und die Scheiben von TRW sogar ca. 4 Euro/Stück teurer sind als die von ATE ( Preisvergleich VA / Skoda ) !


  • Nun, an einem meiner PF sieht es aber genauso aus, ich glaube nicht das es am Autotyp liegt...

    Ich sage mal so:

    Wenn ich an einem Fahrzeug Teile erneuern muss, dass eh nur noch ein oder ein halbes Jahr laufen soll, so würde ich nur sog. "Economy"- Teile bzw Teile im mittleren Preissegment verbauen...auch bei der Bremse. Weil wenn das Auto danach eh beim Verwerter landet, so geht das auch aus meiner Sicht voll und ganz in Ordnung !

    Hochwertige Qualitätsteile machen Sinn bei allen Neu- oder Jahreswagen, Sport- und Rennwagen und bei Autos an denen man noch jahrelang seine Freude haben möchte...ergo auch beim Young- bzs Oldtimer.

  • Ich habe mal bei meinem ehemaligen Golf Vorne Bremsscheiben und Schläuche von "Becker" verbaut. Da konnte man sich nach 10tkm nicht drüber beklagen. Danach habe ich das Auto allerdings verkauft, der "langzeit" Bericht fehlt also an dieser Stelle. Heute würde ich nur noch ATE, Textar oder vergleichbare namen hafte Hersteller verbauen. Bei Lagern und Gummiteilen sowieso.

  • ...sehr negative Erfahrungen habe ich mit den oft beliebten Bremsbelägen von EBC gemacht. Verbaut hatte ich mal einen Satz EBC Green Stuff "zur Probe" an meinem ex 3er GT zusammen mit Brembo Max Scheiben. Nach etwas über einem Jahr nach Einbau löste sich während eines normale Bremsmanövers an einer AB Abfahrt hinten rechts der Belag von der Trägerplatte...es gab einen Knall und einen leichten Schlag ( zum Glück nicht mehr bei noch über 100km/h ), das wars. Erst als ich zu hause war schaute ich mir die Bremsen an und da hab ich das Malheur gesehen. Seitdem nie wieder EBC bzw nicht empfehlenswert !!!

  • Also ich verbaue nur ATE oder wenn es günstiger sein muss NK Bremsscheiben und Beläge,

    bei NK aber nur die beschichteten Scheiben.

    Gerade bei NK wird oft schlecht geredet, ich kann dieses nicht bestätigen.

    Verbaue NK Bremsen schon seit Jahren und hatte nie eine Reklamation.


    Zimmermann Bremsen kenne ich nur aus dem Motorsport

    und da waren sie grauenvoll.

    Mit den normalen Straßenscheiben und Belägen habe ich keine Erfahrung.


    Gerade heute habe ich einen "Langzeittest" beendet an meinem PoGo.

    Vor ca. 2 Jahren habe ich Traggelenke von Flennor verbaut um sie zu testen

    und heute habe ich beide ausbauen müssen weil sie kaputt waren.


    Lagergummis u.s.w. kaufe ich von Lemförder oder Sachs, ist OE Qualität.

    Radlager ausschließlich von FAG, wenn es günstig sein muss von Optimal.

    "Aus Liebe zum Oldtimer"
    Classic Cars & Parts Oberberg


    TÜV Sondereintragungen und Einzelabnahmen,
    HU/AU, Oldtimerbegutachtung nach §23 StVZO !

  • Tja, leider muss man auch bei Sachs mittlerweile aufpassen:

    Ich habe am Golf hinten Stoßdämpfer von Sachs verbaut, der linke hielt genau 1 Woche, der dann reklamierte auch nicht länger. Do flogen die Sachs wieder raus. Beim Kumpel seinem Focus in der selben Zeit Sachs-Dämpfer vorne eingebaut, polterten nach 3 Tagen. Diese wurden reklamiert und nun scheint aber Ruhe zu sein.


    Oder meine Sachs-Kupplungsscheibe im Golf: kuppelt so völlig normal, aber wehe, ich muss mal nen Moment mit schleifender Kupplung fahren! Da reicht es, mal rückwärts in ne Parklücke oder Wenden in 3 Zügen. Da stinkt die sofort erbärmlich. Das kannte ich bisher noch von keiner Kupplung.


    Eigentlich hatte ich noch nie Sorgen mit Sachs, aber auch hier scheint man sich kaputt zu sparen. Oder es sind halt Produktpiraten, denn ich denke kaum, dass man das so auf Anhieb erkennt.

  • ...es wird leider vieles an Markenartikeln "nachgebaut" von schlechter Qualität...und das zieht immer mehr Kreise ! Ich bin da auch schon seit einiger Zeit kritisch und vorsichtig geworden.

    Es gibt ein paar Merkmale wie z.B. Hologrammaufkleber usw. Im Zweifel oder bei verdächtig niedrigen Preisen besser beim Teilehändler vor Ort kaufen und 30 Euro mehr für Originalware zahlen !

    Bisher hatte ich mit Teilen aus dem ZF Konzern ( Sachs, Lemförder usw ) noch nie Probleme.

  • Das Problem mit den Plagiaten im Netz ist definitiv ein riesen Problem.

    Wie kann z.B. eine Sachs Kupplung mit ZMS im Laden vor Ort

    einen Händler Netto EK von ca.500€ Haben und im Eblöd nur 280€ inkl. Versand kosten ! ?

    Da kann man doch schon dran packen das es sich um eine Fälschung handeln muss.

    Wer da kauft ist selber schuld, aber Geiz ist ja geil und Gier frisst Hirn.:hirnschnecke:

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  • Ich arbeite im KFZ Zubehörhandel und selbst die original Zubehörlieferanten bekommen Plagiate untergeschoben.
    Beispiel Sachs : Kommen im original Karton mit Herstellerland Türkei und nicht Deutschland und sehen bis auf wenige fehlende Nummer absolut gleich aus.

    Daher auch wenns es etwas weh tut beim Fachhändler kaufen ;)

  • ...die müssten dann ja beim Fachhandel zwingend Kontrollen einrichten und die entdeckten Plagiate entweder zurück schicken oder vom Hersteller, indem Falle ZF, nach Meldung bzw Absprache vernichten lassen.

    Ich denke, solche Kontrollen werden zwingend notwendig werden, wenn das in dem Stil weitergeht...sonst bekommt der Kunde bald noch gepresste Kuhscheisse als Bremsbeläge im Originalkarton !!!

  • Das Problem mit den Plagiaten im Netz ist definitiv ein riesen Problem.

    Wie kann z.B. eine Sachs Kupplung mit ZMS im Laden vor Ort

    einen Händler Netto EK von ca.500€ Haben und im Eblöd nur 280€ inkl. Versand kosten ! ?

    Da kann man doch schon dran packen das es sich um eine Fälschung handeln muss.

    Wer da kauft ist selber schuld, aber Geiz ist ja geil und Gier frisst Hirn.:hirnschnecke:

    oft sind die Leute selber schuld und wer teile die normal für 500€ verkauft werden dann für 245€ kauft. Braucht hinterher nicht herum heulen.

  • oft sind die Leute selber schuld und wer teile die normal für 500€ verkauft werden dann für 245€ kauft. Braucht hinterher nicht herum heulen.

    Nur ist es leider auch so, dass man kam noch weiß, was ein fairer Preis ist! Denn wenn ich bei W+M z.B. Federn für die Heckklappe kaufen will, dann kosten die für mich als blöden Endverbraucher über 60 Öckten. Kaufe ich die gleichen Dinger im Netz, kosten sie 25 mit Versand! Und das sind echte, hatte diesbezüglich bei Stabilus mal angefragt.


    So, wer bezahlt denn diesen Wucherpreis gerne? Ich nicht. Fair klingt für mich anders! Klar dass es im Laden um die Ecke nicht den Internetpreis gibt, aber der 3-fache Preis? Nee.


    Gerade im KFZ-Bereich sind da Preisspannen, die man als Schrauber kaum noch durchblicken kann, leider.


    Um mal auf meine Kupplungsscheibe zu kommen, die kam etwas um die 100 Euro mit Druckplatte, wenn ich mich recht erinnere. Da war aber auch schon etwas Rabatt mit bei.

    Ich denke nicht, dass das nun sooo billig war.

  • Wenn du ein Fachhandel für Industrielle wärst, würdest du den Endkunden die gleichen Preise machen ?
    Jeder hat Händler hat seine "Verbraucher" und ich selbst arbeite bei einem Händler der nur die Werkstattkunden bevorzugt und die Endverbraucher gar nicht haben will, da hier quasi kein Geld verdient wird. Ich rede nicht von der Mage für die Ware, sondern für den Aufwand was der Endverbrauchen alles will und an Zeit mitbringt, denn dann ist selbst der doofe Heckklappendämpfer noch zu billig um das aufzufangen.
    Beispiel:
    Für einen Werkstattkunden brauche ich für 10 Teile keine 2 Minuten um die Teile zu suchen und quasi einen Auftrag zu erstellen. Für den Endkunden brauchste alleine Minuten bis die meisten wissen oder herausfinden wo die Schlüsselnummer steht. Dann lesen die meisten auch nur die Mängel vor , welcher der Tüv angekreidet hat und wissen gar nicht was genau defekt ist oder was sie benötigen. Hoffe das du nun verstehst, das wir hier nicht wirklich von Gewinn reden , wenn man für deutlich weniger Geld viel mehr Zeit und auch einen deutlich höheren Logistischen Aufwand braucht.

    Back to Topic.
    Die Hersteller selber prüfen sowas und falls etwas auffallen sollte, wird es zurückgeschickt und vernichtet.