Golf 2 geht aus beim ranfahren an der Ampel bzw wenn nicht gas gegeben wird. Auch ab und zu während der Fahrt.

  • Moin moin dor budden


    Ich habe hier ein lüttes problem mit meinen Golf 2 bj 1984 1.3Liter Vergasermotor (Benziner versteht sich).
    Sobald ich an eine Ampel ran rolle geht die kiste aus. Auch wenn ich irgendwo ranfahre um dann den rückwärstgang einzulegen geht der aus.
    Ich muss sogesehen immer mein Fuß ein bissöl auf das Gaspedal legen.
    Mir ist das auch schon ca. 4x passiert das dieser während der fahrt ausgeht.
    2x mit ca. 60kmh und 2x in der kurve mit 30 kmh.
    2x konnte ich den noch starten, 20meter fahren und dann wollte der gar nicht mehr. Dann haben wir denn nach Hus geschleppt.
    Das ist natürlich nicht schön und Gefährlich zugleich und deshalb habe ich den Golf zurzeit auf den Hofplatz stehen. :pinch:
    Ach ja und die kiste ruckelt / hat aussetzer bei komplettes durchperren des Gaspedals.


    Nun habe ich schon einige sachen kontrolliert. Vorab er hat ein Pierburg 2-E Vergaser verbaut!


    Da der Verteilerfinger und kappe eh nicht mehr ganz so schön aussahen habe ich damit angefangen und mich auf die Fehlersuche gemacht.


    - Verteilerfinger und Kappe erneuert.
    - Zündkerzen von 4 Elektroden getauscht auf 1 Elektrode
    - Kraftstoffdruck i.o. Ist: 0,25bar Soll: 0,2~0,3bar
    - Leerlaufabschaltventil auf funktion geprüft i.O.
    - Beide Pulldowndosen auf halten des druckes geprüft. i.O.
    - Membran der Beschleunigungspumpe erneuert (war nicht mehr ganz so dolle).
    - Vergaserflansch erneuert, da porös
    -Temperaturfühler geprüft i.O.
    - Unterbrecherkontakt i.o. Soll: 0,40mm Ist: 0,35mm
    - Zündzeitpunkt i.O.
    - Markierung der Steuerzeiten i.O.
    - Thermoschalter für Saugrohrvorwärmung geprüft (wurde vom vorbesitzer nachträglich verbaut und mit dem Leerlaufabschaltventil verbunden). I.o.
    - Saugrohrvorwärmer geprüft i.O.S
    - Unterdruckdose Zündverteiler i.O.


    Zur zündspule Wiederstandsmessung i.O. dennoch bei der Spannungsmessung bekomme ich von kl 15 ZSP auf Masse nur 7,6V gehören da nicht normalerweise 12V an? Habe auch ne neue mal eingebaut und da sind auch nur 7,6Volt. Zündspule hat Vorwiederstand 0,9Ohm


    Den Vergaser habe ich mal für 24std inds Dieselbad gelegt und danach ausgepustet per Druckluft. Habe den aber nicht in sämtlichen einzelteilen zerlegt sonder nur den Deckel auf gemacht udn rin damit. Da kam auch ein bisschen dreck raus.


    nun hat mein Golf ja en lüttes loch in der Abgasanlage, dieses vermute ich kann dennoch nicht dazu führen, das diese Symptome erscheinen.


    Da ich mir nicht sicher bin mit dem 7,6Volt bei Kl 15 ZSP wollte ich mal hören ob das so stimmt oder ob da was im argen ist, bevor ich halt den Ganzen Vergaser mal zerlege etc. Oder hat jemand eine Idee voran es liegen könnte, das ich diese Probleme beim Golf habe?


    Mfg VwGolfSchrauber

  • Ich weiß nicht ob das bei einem Vergasermotor genau so passieren kann, aber mein Corsa hatte damals ein ähnliches Problem (lief nicht ganz rund, hielt den Leerlauf nicht, ging bei geringer Drehzahl auch mal aus).
    Hab dann irgendwann (nach viel Suchen) den Fehler gefunden:
    Der Kurbelwellensensor.
    Ich hatte einen von "Auto Mega" verbaut (Ersatzteil-Discounter, gehört zu der Opel Dello-Händerlkette).
    Der war knapp einen Milimeter zu lang und schliff an dem Rad, von dem er Daten ablesen soll.
    Dadurch die immer "falscheren" Daten und immer schlimmer werdenden Probleme.
    Kurbellwellensensor getauscht, Öl gewechselt, alles wieder wunderbar.


    So sah der Übeltäter aus:


    Max

  • Hab da mal ne Frage:


    - Thermoschalter für Saugrohrvorwärmung geprüft (wurde vom vorbesitzer nachträglich verbaut und mit dem Leerlaufabschaltventil verbunden). I.o.


    Heißt das, das die Saugrohrvorwärmung (IGEL) den Strom über das Lehrlaufabschaltventil bekommt und durch den nachträglich verbauten Thermoschalter
    geschaltet wird?


    Wenn dem so ist: Zieht der Igel nicht viel zu viel Strom für so einen dünnen Kabelquerschnitt und geht dann die Versorgung in die Knie
    und das Leerlaufabschaltventil kriegt nicht genug Strom.


    Das Leerlaufabschaltventil hat ja bei unzureichender Funktion auch Auswirkungen auf den Teillastbereich.


    Nur so eine Idee...

    Eine Zeitmaschine ist eine Maschine, mit deren Hilfe man sich in eine andere Zeit versetzen kann.

    Einsteigen, Motor starten. Musik an. Und meine Zeitreise beginnt. 8)


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  • Zitat

    Ich habe den Stecker von Kl 1 entfernt und dann gelangt auch die Batteriespannung von > 12V and Klemme 15 an.


    Na klar, wenn man einen Stromkreis öffnet, gibt es auch keine Spannungsabfälle mehr.


    benzinfuchs : ganz sicher wird die Spannung nicht über den Heizigel am Leerlaufabschaltventil anliegen, oder umgkehrt, sondern an Beiden liegt die Spannung parallel an. Und selbst wenn, würde ganz sicher nicht das LL Abschaltventil ein Problem bekommen, sondern der Heizigel würde nicht heizen.

  • Hier ist mal ein Foto von dem ganzen.



    Das Schwarze Kabel geht zum Leerlaufabschaltventil und das Braune zum Starterdeckel.


    Schwarzes Kabel bei Zündung ein = 11,5V
    Braunes Kabel bei Zündung ein = 0V

  • Die Spannung von 7,6 Volt ist m.E. okay. Batteriespannung hättest Du nur beim Starten. Dann wird der Vorwiderstand überbrückt. (Startanhebung).

    Ok, das wusste ich auch nicht. Bei nem alten Skoda kannte ich das mit dem Vorwiderstand bei Unterbrecherzündung. Aber da wird das wohl ähnlich sein.


    Ich habe den Stecker von Kl 1 entfernt und dann gelangt auch die Batteriespannung von > 12V and Klemme 15 an.

    Dann ist hier wohl alles ok.
    Ich dneke mal, dass die Fehlersuche in Richtung Vergaser weiter gehen sollte. Kurbelwellensensor hat der m.E. nicht. Wenn mit der Zündung alles ok ist, Steuerzeiten, Krftstoffdruck usw. stimmen, kann es doch nur der Vergaser sein...
    Bis vor kurzem hätte ich alles da gehabt um auf Einspritzer umzubauen...

  • Ok, das wusste ich auch nicht. Bei nem alten Skoda kannte ich das mit dem Vorwiderstand bei Unterbrecherzündung. Aber da wird das wohl ähnlich sein.


    Dann ist hier wohl alles ok.
    Ich dneke mal, dass die Fehlersuche in Richtung Vergaser weiter gehen sollte. Kurbelwellensensor hat der m.E. nicht. Wenn mit der Zündung alles ok ist, Steuerzeiten, Krftstoffdruck usw. stimmen, kann es doch nur der Vergaser sein...
    Bis vor kurzem hätte ich alles da gehabt um auf Einspritzer umzubauen...

    Das mit dem Vergaser hatte ich auch schon vermutet. Ich wollte nur vorher hören ob das korrekt ist mit der
    Kl 15 bevor ich mir ein Dichtungssatz für den Vergaser bestelle.
    Habt ihr irgendwelche Anlagen darüber wie die grundeinstellung vorgenommen wird nach kompletten zerlegen und reinigen des Vergasers?
    Und wisst ihr wie das Spiel der Klappen sein sollte?

  • Hallo.


    Es kann nur einen geben: http://www.ruddies-berlin.de/index2.html


    Hier findest Du alles, mußt halt nur ein bißchen suchen...


    Reinigen im Dieselbad ist eine Variante, würde Dir aber das Ultraschallbad empfehlen. Das Ergebnis ist deutlich besser,


    gerade für Bauteile mit sehr dünnen Bohrungen unschlagbar.


    Rep.-Satz auf jeden Fall den großen, sollte alles drin sein was Du brauchst.




    Gruß,
    Karsten

  • Moin moin
    ich habe mein Dichtungssatz erhalten und auf den ersten Blick sieht alles gut aus. Werde den Verbauen und melde mich wieder falls das Problem behoben wurde damit. PS die Teillastmembrane sah nicht mehr ganz so schön aus.... War zwar dicht, aber war ausgeleiert....

  • Hallo,


    hattest Du beim Verteiler geprüft, ob die Fliehkraftverstellung leichtgängig ist? Oft ist im Inneren das Fett verharzt oder die Mechanik ausgeschlagen und die Gewichte bewegen sich nicht mehr richtig. Sind auch alle Unterdruckleitungen dicht?


    Zum Vergaser: Am Gashebel sitzt die Drosselklappenanschlagschraube und stützt sich am Vergasergehäuse ab. Wegen der hohen Federkraft ist oft das Gewinde verschlissen und sie dreht sich heraus, so dass der Leerlauf immer wieder absackt und neu eingestellt werden muss. reparaturlösung: Nach Einstellung mit Mutter kontern.
    Gern übersehen wird der Tausch des O-Rings an der Gemischregulierschraube. Sollte im Vergasersatz enthalten sein und getauscht werden. Wenn die Gemischregulierschraube mal mit Gewalt bis Anschlag eingedreht wurde, hinterlässt ihre Spitze einen Abdruck im Kanal des Vergasers. Eine Einstellung ist dann nicht mehr 100% möglich. Ist von außen natürlich nicht sichtbar.
    Beim Vergaser-Reinigen sollten die von oben sichtbaren Düsen herausgeschraubt und gereinigt werden. Dabei die kalibrierten Löcher aber nicht mit Draht traktieren!


    Auch die beiden Dichtungen des Igels sowie die Dichtung zwischen Ansaugbrücke und Zylinderkopf sollten geprüft/getauscht werden. Sind gern undicht bei diesen Modellen. Ebenso die Unterdruck-Leitung zum BKV.


    Wenn der Vergaser nicht verzogen ist, sollte er dann nach korrektem Zusammenbau und Grundeinstellung gut laufen.


    Gruß
    Christian

  • Moin moin ich habe den Gereinigten Vergaser mit neuem Dichtungssatz bestückt und diesen heute eingebaut. Leider musste ich feststellen das dieser weiterhin nicht das Standgas halten kann. ich Habe an der Co schraube sowie Leerlaufdrehzahlschraube gedreht damit bei minimalen gasstoß dieser sich recht OK anhört. Nun habe ich echt noch das Problem mit dem Standgas und hoffe das jemand von euch eine Idee hat.... denn ich bin schon recht genervt auf das Auto und würde es schon fast gerne verschrotten.... :angry2: so schade es wäre.....


    Mfg VwGolfSchrauber