StephanJ - US Golf goes VR6


  • War echt eine nette Tour. So was mit dem Druckschlauch kann ja mal passieren, haben wir ja nun auch instangesetzt.


    Schon vor dem Kauf der Seitenscheibe ging es mit der Teilebeschaffung weiter. Ich hatte 2005 in den Golf den Tacho vom deutschen Golf 3 eingebaut. Doch seit dem ich das US-Konzept stärker verfolge, muss auch ein US-Tacho in das Fahrzeug. :whistling: In Deutschland ist so etwas ja quasi gar nicht zu bekommen. Also bin ich in den Staaten auf Beutezug gegangen, und habe prompt einen falschen Tacho gekauft. Anstatt eines VR6 Tachos kam hier einer vom 4-Zylinder ohne MFA an. :pinch: Ich kam mir vor wie ein blutiger Anfänger :badmood: Naja,egal; war Lehrgeld. Wo ich dann den Tacho neben die Zusatzinstrumente hielt fiel mir was auf.



    Die Farbe der Ziffernblätter passte ja mal gar nicht zueinander, aber die Farbe der Zeiger schon... Und so entstand vor meinem geistigen Auge mein Wuschtacho. Ein US-Tacho ab Modeljahr 97 mit der Tankwarnlampe, Engine-Check, Bremsbelagverschleißanzeige und schwarzen Ziffernblättern. Die Realität sieht aber wieder mal anders aus. Die Tachos ab dem Modeljahr 97 sind zwar mit Tankwarnlampe und Engine-Check, aber nur in silber. Desweiteren ist die Bremsbelagverschleißanzeige entfallen :( Also muss ich hier wieder selbst in die Trickkiste greifen und es wurde wieder in den Staaten eingekauft. Einmal VR6-US-Tacho mit Tankwarnlampe und Engine-Check.



    Kollege Zufall spülte dann auch noch einen alten defekten 95er VR6-US-Tacho in meine Hände.



    Mehr beim nächsten Mal. :)

  • Und weiter geht es auf dem Weg zu meinem Wunschtacho. Mein Plan war, dass ich die schwarzen Tachoscheiben aus dem defekten Tacho in den silbernen einbaue und das Ganze mit den roten Zeigern und ein paar verchromten Tachoringen so den VDO-Zusatzinstrumenten anpasse. Das Zerlegen hier bezieht sich nur auf den Golf 3 Tacho von VDO. Motometer und Konsorten haben einen anderen Aufbau.



    Als erstes habe ich mir dann den Tacho mit den schwarzen Ziffernblättern gegriffen und begonnen den zu zerlegen. Das Gehäuse war auch schnell offen; nur ein paar Torx-Schrauben und man kann die Gehäusehälften auseinander ziehen.



    Jetzt wurde es spannend, denn als nächtes mussten die Tachonadeln runter. Zu erst habe ich es einfach mal probiert mit den Fingern dran zu ziehen, aber die Zeiger bewegten sich kein Stück. Dann kam mir die Idee, dass ich mit einer Gabel zwischen Zeiger und Ziffernblatt gehen könne und so die Zeiger runterhebel. Zur Sicherheit habe ich dann noch ein Zewa-Blatt doppelt genommen und zwischen Ziffernblatt und Gabel gelegt. Damit wollte ich vermeiden, dass ich mir Kratzer oder Druckstellen in die Tachoscheibe mache. Auf diese Weise ließen sich die Zeiger dann demontieren.



    Nach genauer Betrachtung sah ich dann, dass alle Tachoscheiben auf einem Trägerkörper aus Kunststoff aufgeschweißt sind. Also mußte ich den Trägerkörper von der Tachoplatine entfernen. Dazu sind auf der Rückseite der Platine noch diverse Schrauben, die den Träger mit der Platine verbinden. Hier hatte ich die Schrauben schon alle entfernt.



    Jetzt mussten noch ein paar Plastikrastnasen vorsichtig zur Seite gedrückt werden und ich hatte den Träger mit den Ziffernblättern unversehrt in der Hand.



  • Mal wieder was Neues von mir. Nachdem ich den Tacho mit den schwarzen Ziffernblättern so schön zerlegt hatte, widerfuhr das Gleiche dem silbernen Tacho. Hier wurde auch alles bis auf die Platine zerlegt.



    Den Träger mit den schwarzen Tachoscheiben habe ich dann auf die Tachoplatine vom silbernen Tacho geclipst und auf der Rückseite wieder verschraubt. So erhielt ich nun einen schwarzen US-Tacho mit der Tankwarnlampe und den ganzen anderen US-Spielerein.



    Als nächstes habe ich dann die Zeiger testweise aufgesetzt und den Tacho an meinem selbstgebauten "Teststand" angeschlossen.



    Danach musste ich einfach einmal Strom auf den Tacho geben um mal einen kleinen Funktionstest zu machen. Doch was ich da sah, stimmte mich nicht ganz so froh.



    Die 211629 Meilen gefielen mir absolut nicht. Da muss noch was passieren, bevor der Tacho ins Auto kommt...

  • Nachdem der Tachostand von meinem Wunschtacho so gar nicht meinen Wünschen entspricht :whistling: habe ich mich näher mit dem VDO-Tacho auseinander gesetzt. Im Internet stolperte ich über alte DOS-Programme, die mit dem Parallelport und einem selbst gebauten Kabel das Einstellen des Tachostandes ermöglichen sollen. In dem Zusammenhang las ich auch von Problemen, dass der Tacho danach nicht mehr funktionierte... Dieses Risiko wollte ich bei meinem mühsam ergattertem Tacho nicht eingehen. Die Tachofritzen, die damals an den Golf 3 Tachos gedreht haben sollten wohl mittlerweile auch schon fast in Rente sein; also habe ich den Entschluss gefasst die Sache selbst anzugehen. :wink:


    Nachdem ich in Erfahrung gebracht hatte, dass der Tachostand auf einem Eprom gespeichet wird brauchte ich erst einmal ein passendes Werkzeug zum Lesen und Beschreiben solcher Bausteine. Durch Zufall ließ sich so ein Gerät und Software zu einem guten Kurs recht schnell auftreiben.




    Nachdem das gute Stück da war hatte ich aber auch noch nicht den Mut mich an den US-Tacho zu wagen. :lol Also habe ich bei Ebay nach einem günstigen VDO-Tacho mit gleichem Hard- und Softwarestand gesucht wie mein US-Tacho; ich wollte da auf Nummer sicher gehen und mit einem Versuchsobjekt testen. ;) Wieder warten bis die Ware eintrifft... :rolleyes:



    Nachdem nun auch Tacho Nummer 4 auf der Werkbank lag ging es in die nächste Runde. Jetzt wurden alle Tachos markiert und zerlegt, denn es mussten ja die Eproms aus den Platinen ausgelötet werden. Dieser Sache nahm sich dann ThomasK an. Er lötete die Chips aus und gleich noch einen Stecksockel ein, damit ich den Chip nach dem Programmieren einfach nur einstecken brauche :daum Jetzt konnte ich mit den ersten zarghaften Versuchen beginnen. Also den Chip aus dem deutschen Tacho in den Eprom-Brenner gespannt und das ganze mal ausgelesen :thumbsup:





    Jetzt musste ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen, was das alles zu heißen hatte ?(

  • So, und wieder was getestet am Versuchstacho. Als erstes habe ich mich daran gemacht den Tacho zu Nullen; funktioniert :)



    Danach wurde es schon kniffliger. Ich wollte den Tachostand von dem originalen Tacho aus meinem Fahrzeug in den Golf 3 Tacho bringen; nachdem man verstanden hat, wie der Tacho zählt, kam ich auch hier zum gewünschten Ergebnis.



    Danach habe ich zum Spaß noch mal die 300.000km-Grenze durchbrochen. Dazu habe ich zu erst einen Kilometerstand von 299.999 programmiert.



    Im Anschluß habe ich eine selbstgebaute Schaltung am Tacho angeschlossen, die das Geschwindigkeitssignal generiert. Damit habe ich dann den Tacho den letzten Kilometer vorlaufen lassen.



    Bei 300.000km passiert es dann; der Tacho springt auf 0 und das "total" verschwindet.



    Mehr beim nächsten mal... :wink:


  • Interessant, ganz ähnlich geht das ja auch bei den Digifiz. ^^


    Okay, habe mich noch nicht mit einem Digifiz beschäftigt. Aber mein Gedanke ging schon mal in die Richtung, dass es dort ähnlich sein muss. Wäre mal interessant, was dort alles auf dem Eprom steht :)



    Habe mal wieder eine Kleinigkeit gemacht; mit dem Tacho geht es an anderer Stelle weiter, ich habe da noch was im Hinterkopf. Eigentlich wollte ich nur mal die Lüftungsdüsen ins Armaturenbrett stecken. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Abdichtung an den Klappen genau so bröckelig ist wie bei den Klappen im Klimakasten. Also die Lüftungsdüsen zerlegt; und schon war das ganze Elend zu bestaunen.



    Einmal die "Dichtung" angefasst...



    Also gleich alle Düsen zerlegt und erst einmal gereinigt



    Aus Moosgummi habe ich dann die neuen Dichtungen ausgeschnitten. Zu erst habe ich die mittlere Aussparung für die Klappe ins Moosgummi geschnitten, so dass das Moosgummi gut in der Nut der Klappe sitzt (auf keinen Fall locker, oder so fest, dass es Falten wirft). Danach habe ich einfach mit etwas mehr Abstand um die Klappe geschnitten, um die Außenkontur herzustellen. So habe ich mich dann an das Maß herangearbeitet, bis die Klappen schön dichtend wieder in das Gehäuse passten.





    Jetzt konnte ich die Düsen endlich im Armaturenbrett verbauen.

  • Über die Feiertage habe ich mich dann mal wieder zum Golf begeben :) . Irgendwie habe ich mich dann selbst gefragt, wer zum Teufel diese wahnsinnige Idee mit der Votexkonsole und dem US-Tacho hatte... :whistling: . Für die Zusatzinstrumente in der Votex muss ich noch zwei Kabel zu den Gebern am Motor ziehen; und für den Tacho fehlt noch das Kabel für die Motorkontrollleuchte. Ich wollte diese Kabel dann auch nicht einfach so lustlos in den Motorraum werfen, sondern vernünftig im Kabelbaum integrieren. Also hieß es erst einmal wieder Rückbau.



    Wo ich dabei war, fiel mir noch was für den Lichterkabelbaum ein. Darauf hin habe ich dann noch gleich die Front zerlegt, um den Lichterkabelbaum auszubauen. Blinker, Nebelscheinwerfer, Sidemarker usw abgeklemmt und nach einiger Fummelei hatte ich die Kabelbäume neben dem Fahrzeug liegen.



    Im Anschluss habe ich mit dem Motorkabelbaum begonnen. Zuerst musste ich die Umwicklung des Kabelbaums entfernen um an die entsprechenden Steckergehäuse zu gelangen.



    Für die Motorkontrollleuchte muss ein Kabel vom Motorsteuergerät zur ZE gelegt werden. Von dort wird das Signal über die ZE zum Tacho weitergebrückt. Also ein entsprechendes Kabel mit Pin und Einzelleitungsabdichtung bestückt, am Steuergerätestecker eingerastet und zur ZE geführt. Bei den Kabeln für die Zusatzinstrumente habe ich den Weg vom großen, runden Motorstecker in den Innenraum genommen. Die Kabel habe ich auch mit Pin und Einzelleitungsabdichtung im Motorstecker eingerastet und im Innenraum ein zweipoliges Steckergehäuse gesetzt.



    Morgen geht es weiter :D

  • Und weiter im Takt. Heute morgen zu erst auf Einkaufstour gegangen und für den Motorkabelbaum ein selbstverschweißendes Klebeband besorgt. Das kann ich morgen früh abholen :wink: . Damit wird dann zu guter letzt der Kabelbaum umwickelt und kann dann wieder eingebaut werden :thumbsup: .


    Danach habe ich mich mit der Bremsbelagverschleißanzeige auseinandergesetzt. Die entsprechenden Bremsbeläge hatte ich 2004 schon verbaut. Genauso waren die Kabel von den Bremsblägen nach oben zu den Domen schon verbaut. Also musste ich nun ein kleines Stück Kabelbaum anfertigen, dass die beiden Seiten miteinander verbindet und dann das Signal für den Tacho in den Innenraum liefert. Dafür hatte ich noch die passenden Steckergehäuse bestellt und konnte gleich ans Werk gehen.
    Also Einzelleitungsabdichtungen auf die Kabel geschoben, Pins aufgecrimpt und ins erste Steckergehäuse eingerastet.



    Danach an der Spritzwand die Kabellänge bestimmt, das zweite Steckergehäuse montiert und die Abzweigung in den Innenraum festgelegt.



    Zum Schluss das Ganze noch mit Isolierband umwickelt. Und wieder ist was fertig für den Zusammenbau :thumbsup:



    Wo ich dann so vor dem Motorraum stand ließ ich die Gedanken bezüglich des Tempomaten kreisen. Im Innenraum ist der Einbau ja soweit klar, aber wo soll ich im Motorraum noch die Pumpe für den Tempomaten verbauen; irgendwie geht der Platz aus ?( . Mir fiel dann der Halter aus dem geschlachteten US-Golf ein. In dem Fahrzeug war die Pumpe unterhalb des Kühlwasserausgleichbehälters auf dem Längsträger verbaut. Wo ich die Pumpe mit dem Halter in der Hand hielt kamen mir Zweifel, ob das mit der hydraulischen Kupplung überhaupt passen wird. Also einfach mal ran an das Fahrzeug und die Teile mal anhalten. Zu meinem Erstaunen passt es tatsächlich.



    Hier noch mal ein Bild von dem Halter, der nirgendwo im Teileprogramm geführt wird.



    Somit sind für mich jetzt alle Einbauorte der Tempomatkomponenten geklärt und ich kann auch an dieser Baustelle weitermachen. Also habe ich einen Teil der benötigten Teile aus meinem Lager geholt.



    Danach habe ich das Gaspedal mit dem Tilgergewicht und der Kugelkopfaufnahme für das Stellelement versehen.



  • Das wäre super, wenn du die Maße des Halters durchgeben könntest. Ich suche schon länger nach dem Teil und es ist schwierig Informationen darüber zu bekommen.


    Sind bei dir die beiden Haltestifte bereits eingeschweißt oder musst du sie noch nachrüsten?


    Ich gehe das in der nächsten Woche mit der Zeichnung an. Ich habe da schon eine Idee, wie ich da rangehe, damit man das gut nachfertigen kann. Stimmt, über gewisse Teile kriegt man einfach keine Infos; da kann einem nur der Zufall in die Hände spielen.


    Der Golf im Aufbau ist auch ein US; da sind die Haltestifte dran. Ich habe noch einen 91er GT auf dem Hof stehen. Da sehen ich morgen mal nach.

  • Heute ging es mit dem Tempomaten in die nächste Runde. Zu erst habe ich die Pedalerie komplettiert. Also den Halter für das Stellelement am Gaspedal angeschraubt. Danach das Gaspedal und das Stellelement hinterher. Als nächstes wollte ich die Ventile am Brems- und Kupplungspedal einschrauben, nur da fiel mir auf, dass die Gewinde auf den Ventilen beschädigt waren. Mein erster Gedanke was, dass sich VW bei diesen Teilen irgendein verrücktes Affengewinde einfallen lassen hat, weil die Montage an der Pedalerie ja mit solchen komischen Blechmuttern erfolgt. Also mit Messschieber und Gewindelehre das Gewinde bestimmt. Und siehe da, es ist tatsächlich ein metrisches Gewinde und ich hatte sogar ein passendes Schneideisen im Schrank.



    Also noch zackig das Schneideisen drübergedreht.



    Für die Befestigung an der Pedalerie habe ich nicht auf diese Blechmuttern zurückgegriffen, sonder mich im Audi-Regal bedient. Das war ein Tip von Thomas; denn bei den alten Audis sind die Ventile mit flacheren Sechskantmuttern befestigt. Die Ventile lassen sich dadurch sehr gut einstellen und sind dann auch ordentlich fest an der Pedalerie.



    Danach ging es am Lenkstockhebel weiter. Passend zum US-Konzept brauchte ich nun auch den passenden Tempomat-Lenkstockhebel. Ich hatte im Eifer bei VW einen Lenkstockhebel gekauft; ließ sich auch noch über den Teilelocator beschaffen. Der Hebel, der dann ankam hatte natürlich die deutsche Beschriftung. Zum Glück hatte Thomas noch einen neuen Hebel mit US-Beschriftung. Also tauschten wir die Lenkstockhebel kurzerhand.



    Dann noch die Lenksäulenverkleidung für die höhenverstellbare Lenksäule aus dem Lager gegriffen und ich konnte den ganzen Spaß an die Lenksäule schrauben.



    Im nächsten Schritt ging es daran die ganzen Unterdruckleitungen anzufertigen. Zu erst habe ich damit begonnen die Unterdruckleitung in den Motorraum anzufertigen. Ich habe es bei mir wie im T4 gelöst. Dort sind die 3 Kabel zur Pumpe neben dem Unterdruckschlauch in einen Kabelschlauch geschoben. Das ganze wird dann mit einer passenden Gummitülle durch die Spritzwand geführt.



  • Und weiter im Text. Nachdem ich den Schlauch in den Motorraum soweit fertig hatte, habe ich ihn montiert. Dabei bin ich mit dem Schlauch durch die alte Öffnung vom Kupplungsseil gegangen. Die Gummitülle vom T4 passte dort ganz genau.



    Im Anschluss habe ich die Ventile und das Stellelement im Innenraum miteinander verbunden.



    Danach habe ich eine Dichtigkeitsprüfung gemacht. Dazu habe ich den Schlauch am Pumpenanschluß verschlossen und dann im Innenraum das Kupplungspedal leicht von Hand niedergedrückt. Bei gehaltenem Kupplungspedal habe ich dann das Stellelement am Gaspedal mit der anderen Hand zusammengedrückt und dann die Kupplung losgelassen. Durch das gedrückte Kupplungspedal konnte ich die Luft mit dem Stellelement aus dem System drücken und nach dem Loslassen der Kupplung sollte sich der Unterdruck in dem System halten. Tat es in meinem Fall aber nicht :cursing: :cursing: Also habe ich damit angefangen die Undichtigkeit einzukreisen. Das Ventil am Bremspedal war undicht und hat immer wieder Luft ins System strömen lassen. Ein weiterer Versuch das Ventil einzustellen brachte auch keine Besserung. Also musste ich noch ein Ventil aus meinem Fundus verbauen. An dem Ventil habe ich auch das Gewinde nachgeschnitten und danach das Ventil ausgetauscht. Eine erneute Dichtigkeitsprüfung brachte nun den Erfolg.

  • Heute ging es wieder weiter. Ich habe mich heute ein wenig mit der Verkabelung beschäftigt. Zu erst habe ich damit begonnen die Instrumentenbeleuchtung an den VDO`s zu verkabeln. Da ich nirgendwo Informationen über ein eventuelles Steckergehäuse an den Lampenfassungen finden konnte, habe ich das ganze ohne Steckergehäuse gebaut und die Kabelschuhe mit Schrumpfschlauch isoliert.



    Für die Anschlüsse an den Zusatzinstrumenten habe ich Steckergehäuse gefunden und sie waren sogar noch lieferbar :thumbsup: Also munter drauf los gecrimpt und die Instrumente verkabelt. Die beiden Geberleitungen für Öldruck und Öltemperatur werden bis zur ZE geführt. Dort gibt es dann ein 2-poliges Steckergehäuse mit dem Gegenstück zum Motorkabelbaum.




    Danach habe ich mich mit der Schalterbeleuchtung der Fensterheberschalter befasst. Den Fensterheberkabelbaum hatte ich ja schon vor einer Ewigkeit angefertigt, nur die Schalterbeleuchtung war bis jetzt auf der Strecke geblieben. Also ran ans Werk und die Beleuchtung der Schalter aufgeklemmt. Gleichzeitig habe ich noch die Beleuchtung für den SSHD-Schalter, den Taster für die Kofferraumentriegelung und eine Schnittstelle für die Zusatzinstrumentenbeleuchtung eingebunden.



    Nachdem das alles erledigt war, habe ich damit begonnen den Kabelbaum für den Tempomaten im Fahrzeug zu verlegen. Das Steuergerät wird am original Einbauort hinter der Mittelkonsole verbaut. Das Kabel zu den Ventilen an der Pedalerie muss ich noch austauschen. Da hatte jemand mal einen Stromdieb draufgewürgt und damit das Kabel quasi getrennt. Die Lenkstockschalter wurden dann auch angeklemmt und die untere Abdeckung der Lenksäule montiert. Danach habe ich die Gedanken kreisen lassen, wie ich den Faltdachschalter vom Polo 6N und den SSHD-Motor vom Audi V8 miteinander verkabeln werde. Das der Schiebedachmotor fährt war nicht das Problem, nur bin ich mir jetzt mit der Richtung nicht schlüssig. Bei den Fensterheberschaltern ist es ja klar: unten drücken=Scheibe runter / oben drücken=Scheibe rauf. Ich habe dann im Internet gesucht und rausgefunden, dass beim Polo das Faltdach auffährt, wenn man den Schalter oben drückt und zufährt, wenn man den Schlter unten drückt. Bin gerade etwas unschlüssig, ob ich das nicht vielleicht umdrehen sollte... Was mein ihr? Wie würdet ihr das lösen?


  • Ich habe das auch so, Motor vom V8 und Schalter vom Faltdachpolo. Ich hab oben drücken auf, nach unten zu.


    Hallo Harti; vielen Dank für die Infos.



    Und wieder was geschafft. Zuerst habe ich den Schalter für das SSHD angeklemmt und die Kabel durch die A-Säule bis zum Schiebedachmotor gezogen. Danach setzte ich mich mit der Alarmanlage auseinander. Als erstes ging es um die ganzen Einbauorte der Komponenten. Bei der ganzen Ausstattung im Golf wird der Platz im Bereich des Armaturenbretts langsam knapp :huh: Nachdem ich diesen Punkt geklärt hatte, ging es daran den Kabelbaum zu konfigurieren. Also die Kabel entsprechend zusammengelegt und dann in einen Kabelschlauch geschoben; danach das Ganze im Golf untergebracht und die Kabel zu den jeweiligen Positionen geführt.


    Beim Motorhaubenkontakt bin ich auf was ganz besonderes gestoßen. Ich habe damals, als der Golf zum Lackierer ging, eine neue Motorhaube bei VW gekauft. Die alte Haube hatte mal eine Berührung mit einem Rehbock gehabt und wurde dabei kaltverformt. In dieser neuen Haube ist rechts neben dem Haubenschloss eine Bohrung und ein quadratischer Durchbruch vorhanden. Mir war das noch bei keiner Motorhaube aufgefallen und mit kam der Gedanke, dass dort eventuell ein Türkontaktschalter passen könnte. Also einfach einmal einen Türkontaktschalter vom Passat 35i rausgekramt.



    Danach versucht den Schalter in der Haube anzubringen; und BINGO :thumbsup: Passt wie angegossen.



    Also ein Kabel im Rahmen der Motorhaube eingezogen und unten auf der Fahrerseite aus dem Rahmen raus und am Haubenschanier entlang in den Wasserkasten geführt. Von dort geht es durch die Bohrung, wo normalerweise das Antennenkabel entlanggeführt wird, in den Innenraum.



    Danach kam mir noch die Idee, dass ich im Wasserkasten lieber ein Steckergehäuse verbauen sollte. So kann ich im Reparaturfall das Kabel dort trennen und die Haube demontieren. Also noch schnell ein einpoliges Steckergehäuse angebracht.



    Als I-Tüpfelchen habe ich dann noch die Staubkappe auf dem Türkontaktschalter aufgeschoben. Diese Lösung gefällt mir sehr viel besser, als diese Nachrüstkontakte, die bei den Alarmanlagen dabei sind.



    Für den Kofferraumkontakt habe ich den original vorhandenen genutzt. Wo ich dort gerade am verkabeln war habe ich auch gleich noch die Signalleitung für das "Kofferraum offen"-Symbol im Tacho mit aufgeklemmt.


    Im Anschluss war die Status-LED an der Reihe. Dieses klobige Ding wollte ich nicht im Armaturenbrett montieren. VW verbaute ab Werk schon einmal was viel schöneres.



    Bei den Teilen handelt es sich um die LED und die Rosette vom Passat 35i-Facelift mit DWA. Dort ist die LED in der Türverkleidung auf der Fahrerseite montiert. Ich prüfte dann auch noch diese Einbauposition und war begeistert, dass es auch am Golf 2 dort passt.



    Also noch die Kabel in die Fahrertür gezogen und mit dem entsprechenden Steckergehäuse versehen.