Auto selbst lackieren

  • Hi,


    Auch wenn ich schon länger nicht mehr zu euch gehöre, möchte ich trotzdem euere Meinung hören! :wink: Und bitte nicht gleich wieder auf die Suche oder an die "richten" Lackierer verweisen oder closen, ich hab die Suche natürlich benutzt! :)


    Und zwar ist mein W168 jetzt fast an die 11 Jahre alt und auch die knapp 200tkm haben ihre Spuren (Kratzer, Steinschläge, ein bisschen Rost) hinterlassen, jetzt sollte 2013 mein Auto außen eine neue Farbe bekommen, am liebsten wäre mir so richtig geiles "matt schwarz".


    Wo wir auch schon beim Problem sind...


    Der W168 ist ja nicht gerade vollverzinkt (rostet), was also am besten machen?


    Lackieren lassen? Hab schon 2011 bei sämtliche Lackierer in der Gegend nachgefragt, die wollten allein für die Steinschläge in der A-Säule und den hinteren Kotflügel (damals noch Smart Repair) ~2500€ haben oder haben abgewunken und gemeint das es keinen Wert mehr hätte, also hab ich mich selbst darum gekümmert! Rost kam bis jetzt an den von mir behandelten Stellen nicht wieder!


    Folieren lassen? Wäre ne Alternative, ich hab aber Angst das es unter der Folie irgendwann wieder zu gammeln anfängt und dann? Folie wieder runter reißen?!


    Auto selbst matt schwarz lackieren / rollen? Das Auto muss keinen Schönheitspreis mehr gewinnen, aber es sollte auch nicht zu 3/4 aus Lacknasen bestehen!


    Hab natürlich schon eure Suche bemüht! Aber irgendwie komm ich nicht so ganz klar, es wird des öfteren Hammerite empfohlen... Aber auf der Webseite vom Hammerite wird davon wiederrum abgeraten!


    Welche Rolle nimmt man dafür am besten?! Es sind doch solche Rollen damit gemeint, mit dehnen man auch die Wände streicht oder? Lieber doch eine billige Pistole kaufen? Kompressor ist vorhanden.


    Was is mit den alten Lack? Kann / soll man den mit Abbeitzer runter machen und dann schleifen (aufrauen) oder sollte der alte Lack besser drauf bleiben und geschliffen werden?

  • VW
  • Wenn der Haufen eh keinen Schönheitspreis gewinnen soll dann einfach so lassen! Spätestens in 4 Jahren verschrottest den Karren sowieso, da ist jeder investierter € einer zu viel. Lieber das Geld sparen und davon mal wieder ein Auto kaufen, A-B-C-E Klasse aus der Generation wie deiner war einfach nur Müll, rosten die zufälligerweise mal nicht ists halt die Technik die den Autos den Garaus macht. Durfte berufsbedingt all diese Wunderautos fahren, aber zum Glück sind die alle in Fernost oder Afrika gelandet.

  • Ich will aber die Farbe ändern! :]

    Zitat

    Spätestens in 4 Jahren verschrottest den Karren sowieso

    Ne, eigentlich soll des Ding soll mal ein "Oldtimer" werden! |(

  • Wenn es ein Oldtimer werden soll, wird das aber nichts mittels Mattschwarz und Farbrolle :pinch:


    Meine erste Kiste haben wir einfach angeschliffen und mittels Baumarktlack lackiert.
    Das war innerhalb von 2 Tagen erledigt und sah aus 5 Metern Entfernung noch gut aus.


    Mattlack hat nur das Problem das es so gut wie unmöglich ist etwas auszubessern, ohne das es auffällt.

  • Wenn es ein Oldtimer werden soll, wird das aber nichts mittels Mattschwarz und Farbrolle :pinch: 

    Naja hä hä, ich weiß schon das für einen richtigen Oldtimer einige Kriterien erfüllt werden müssen! Mein W168 soll kein Oldtimer mit H-Kennzeichen werden, das geht schon allein wegen TFL und Comand nicht, sondern ein "Oldtimer", den man täglich fahren kann! 8o 

    Zitat

    Mattlack hat nur das Problem das es so gut wie unmöglich ist etwas auszubessern, ohne das es auffällt.

    Das geht bei einer Folierung auch nicht! :P

  • Hallo,


    die Qualität die ich von Anfang der 2000er Benze kenne ist einfach so grottenschlecht dass die nicht älter als 20 werden können, wenn überhaupt. Alles andere als selber rollen und warten bis der auseinanderfällt ist maximal unwirtschaftlich. 2500 ist doch schon mehr als der in rostfrei wert wäre.


    Gibt da so ein Indianersprichwort: wenn du merkst dass du ein totes Pferd reitest steig ab.


    Grüße, Der Golf Zwei

  • Hi,


    es ist schön, dass du dich ab und zu meldest, auch wenn du mittlerweile ins DB-Lager umgeschwenkt bist. :wink: 
    Zum Stichpunkt Lack, Lackieren etc. wurde auch schon einiges im Forum gesagt.
    Grundsätzlich kann man viel selbst machen bzw. sich erarbeiten. Das hängt von deiner handwerklichen Begabung und deinen Umständen ab. Semiprofessionelle Qualität ist möglich bei entspr. Übung, theoretischer Grundlagen und guter Ausrüstung.
    Z.Bsp. habe ich 2012 an den Radläufen einiges beilackiert - mit den Multicolor-Produkten - und auch ohne Kompressor eine gute Qualität erreicht. Das sollte an so begrenzten Flächen wie der A-Säule auch möglich sein. Da sind dann nur die sichtbaren Übergänge eine Herausforderung, aber das bekommt man auch hin.
    Ob sich das lohnt, beurteile ich nicht. Kleine Lackierungen sollten sich lohnen.
    Aber grundsätzlich, wenn du einen Benz als Oldtimer fahren möchtest, würde ich mir eine ältere Generation suchen - die User DoppelWoblerFan und Sciroccobenz haben da Erfahrungen. Deiner ist ja eher als Elch oder Kutschbock aufgefallen! :D
    Der SLK dieser Zeit ist auch ohne Rostprobleme - hat mein Nachbar vom Schwiegervater und gibt den nicht mehr ab.


    Berichte, wenn du deine Entscheidung getroffen hast.


    Grüsse

  • Also technisch gesehen ist mein Auto in Top Zustand, liegt vielleicht daran das ich schon einen Facelift fahre, oder das ich meinen Sommerurlaub geopfert habe! Impressionen davon gibts hier, wenn nur der Krüppel lackmäßig net schon so versaut wäre... :wacko:


    Letztes Frühjahr hab ich meinen Elch untenrum mal komplett nackig gemacht (Plastikverkleidung vom Unterboden abgebaut)! Unterbodenschutz?! - Fehlanzeige! Hohlraumwachs?! - Fehlanzeige! Wurde alles von mir nachgeholt, zum Glück hatte ich am Unterboden noch keine Korrosion. 8o


    Ich hab hier mal eine Anleitung gefunden! (Achtung der Link führt zur "Konkurrenz"), beantwortet eigentlich fast alle meine Fragen, aber was mach ich jetzt mit den alten Lack? Drauf lassen und anschleifen? Oder mit Abbeizer "runter waschen" und dann anschleifen?


  • Gibt da so ein Indianersprichwort: wenn du merkst dass du ein totes Pferd reitest steig ab.

    Er hat den Gaul gefüttert, ob die große Henkersmahlzeit sich rechnet? :wink:


    Zum Thema, alles was du an Lackaufbau zerstörst beim Schleifen etc. mußt hinterher wieder aufbauen. Bedenke auch das was gerolltes immer deutlich dicker ist und mit herkömmlichen Autolack nix mehr gemein hat. Solltest du wirklich in 10 Jahren oder wann auch immer dich darauf besinnen das der Benz mit Originallack doch schöner war hast jedemenge Arbeit alles wieder runterzubekommen.

  • alles was du an Lackaufbau zerstörst beim Schleifen etc. mußt hinterher wieder aufbauen.

    Ergo: lieber den alten (original) Lack drauf lassen, anschleifen, entfetten, rollen? :huh:


    In 10 Jahre... Hm... dann bin ich ca. 38, ich glaub dann mach ich das nicht mehr selbst, sondern lass es (machen) :P


    Sobald das Wetter es zulässt werd ich mich wohl ma an meiner Motorhaube versuchen, da hab ich nämlich noch eine Ersatz auf dem Dachboden rum liegen! :D

  • Es ist nichts besser als der Orginallack bzw. dessen Aufbau. Zumindest vom Prinzip.
    Wie das bei der Fertigung von deinem Benz war, kann ich nicht beurteilen. Die fehlende Konservierung spricht Bände!
    Wenn du einen anderen Farbton haben möchtest, lass den orginalen Lackaufbau unangetastet. Es genügt, das fein anzuschleifen, zu mattieren. Verstehen kann ich das allerdings nicht. Und so eine Roll-Lackierung kannst du auch nur partiell anwenden - du hast da nicht die Erfahrung dazu. Ich denke auch, da muss man mit den Viskositäten experimentieren etc. Der Lack muss länger offen bleiben.
    Viell. muss man einen Beilackverdünner wegen dem Verlauf sprühen. Das gezeigte Bsp. taugt nicht viel, da er nur bei ebener Fläche gerollt hat. Wie das bei senkrechten Flächen aussieht, ist eine ganz andere Frage.
    Wenn du das bei einer Türe testest, und das nach mehrmaligem Versuch erfolgreich hinbekommst, kannst du ja starten.
    Abkleben musst du genauso, als beim Sprühverfahren. Vorteil ist höchtens der grossflächige Bereich.
    Das könnte ich aber mit der Sprühdose auch; man muss eben mehrere parallel verwenden und einen Föhn am laufen haben wegen dem Sprühdruck. Da ist dann ein kleiner Kompressor und eine gute Lackierpistole besser angelegt.

  • Wieso taugt das gezeigte Bsp. nix? Er hat doch das ganze Auto gerollt... ?(


    Ich werd wie gesagt (wenn die Temperaturen passen) erstmal mit der Haube anfangen, die sieht "konstruktionsbedingt" am "ekligsten" momentan aus, dann kommen wohl die Stoßfänger hinten und vorne dran, Kotflückel vorn, Heckklappe und Türen (bau ich ab und leg sie auf Böcke) und ganz zum Schluß der Rest, also A-Säulen, Dach und C-Säule

  • Also...


    Ich konnte nicht wiederstehen und hab heute mal ein bisschen eingekauft! 8)


    Ausgangssituation:
    sam_0768sqzp8.jpg


    Mal eins der "Einschusslöcher" näher:
    sam_07691pzra.jpg


    Schleifen & Spachteln:
    sam_0773rszjf.jpg


    andere Perspektive:
    sam_0774rsb8t.jpg


    morgen geht´s weiter! 8o

  • fast 200.000km... steht aber auch bei Spritmonitor. :wink: Ja, 2011 hab ich auch viel schrauben müssen, Anlasser ausbauen, Längslenker Lager der HA, waren nur 2 Aktionen wo ich kurz vor der Verzweiflung war...


    Anlasser: Da muss der Motor abgesenkt werden um ordentlich ran zu kommen, es gibt zwar auch "speziallisten" die das von oben machen, aber wäre mir zu umständlich... 6 oder 8 Schrauben lösen, Motor absenken, Anlasser tauschen, fertig


    Längslenkerlager: Hier, sieht man den Rep.-Satz, wenn man den sieht denkt man sich "Naja Schraube auf, austreiben, neue lager rein, schraube rein, fertig..." Von wegen, hab mindestens 4 Stunden mit´n Feustel auf den Schraubkopf geklopft, bis das Ding sich endlich mm für mm austreiben lies, danach war der 22er Torx ein 24er Torx! :pinch: Lagerschalen gingen natürlich auch nicht sooo einfach raus, die musste ich mit´n Dremel auf Trümmer raus holen. War halt alles rein korrodiert...

  • Tja...


    Ich hab gestern Abend noch den Kunstharzlack mit einen Drahtbürstenaufsatz wieder runter "schrubben" dürfen... Der 2. Anstrich hatte irgendwie ziemlich viele Luftblasen, die konnte man zwar zerdrücken, hatte dann aber Fingerabdrücke im Lack!


    Woran´s lag? Keine Ahnung!
    Ich vermute mal die Temperatur war zu niedrig! Es waren nur 10° bis 12° Oder evtl. etwas zu fest mit der Schaumstoffrolle aufgedrückt...

  • Hi, Ich hab den Thread hier nicht vergessen!


    Ich hab die Motorhaube nochmal komplett abgeschliffen und mit KH-Lack von militaerlacke.de lackiert. Zuerst wollte ich rollen, hab´s dann aber nur bei einen Feldversuch gelassen, hatte beim ersten Mal "Kocher" im trockenen Lack und war auch nicht wirklich glatt, war allerdings mit einer "normalen" Schaumstoff Rolle (ohne runde
    Ecken). Also nochmal komplett runter geschliffen!


    Letztendlich hab ich dann doch gespritzt, allerdings mit einer Wagner W550 mit "Brilliant" Aufsatz, also elektrisch. Den Lack hab ich auf 30 sec.
    eingestellt und an der Pistole die Mengenschraube erst ganz raus gedreht und anschließend wieder 2 Umdrehungen rein gedreht. Hab so keine Läufer oder Orangenhaut bekommen. smile.png


    Allerdings hab ich etwas mehr Geld ausgegeben, war insgesamt bei 300€ für Lack, Klarlack, Grundierung und Kleinigkeiten (Verdünnung, Schleifmittel, Rost Primer usw.)



    Leider geil! :]


    sam_0819wurgj.jpg