Zerlegung nach rund 107.000 km

  • Und die Intervalle von 60Tkm ist auch keine Konstante, sondern nach Anzeige der MFA, also kann sein, je nach Betrieb, Fahrweise usw., dass bereits nach 35123km die Inspektionsmeldung angeht. 2 Jahre, dass ist die angabe für Wenigfahrer, die vllt. 10Tkm im Jahr zusammenbringen.


    Richtig. Ein VW-Mensch hat mir mal erzählt, die Kaltstarts (Start des Motors mit Wassertemp.: < 60°C) werden von der Elektronik gezählt und nach Erreichen einer bestimmten Summe, ruft der BC zum Service auf.
    Klingt plausibel und ich wüsste nicht wonach sich die Serviceanzeige sonst noch richten sollte.

  • Du darfst aber nicht vergessen, daß das Werk auch kein Interesse hat, daß der Wagen ewig hält. Deswegen wird ja auch die Lebensdauer diverser Bauteile künstlich niedriger gehalten. Insbesondere im Bereich der Elektronik/Computertechnik ist die geplante Obsolenz ein großes Thema.


    Der Wagen muß möglichst (wen wundert es) problemfrei die Garantiezeit überstehen und ein paar weitere Jährchen halten. Das Du als Kunde am Ende glaubst, Qualität gekauft zu haben. Das heißt demzufolge jedoch noch lange nicht nicht, daß die vom Werk angegebenen Intervalle das optimale Werkzeug für eine ideale Lebensdauer darstellen. Sie sind nur der vom Werk gewollte Kompromiß aus: Der Kunde bekommt ein pflegearmes Produkt und der Haltbarkeit (daß der Kunde wegen der Qualität nicht mosert. Quasi dem Kunden suggerieren, Sieh mal an Dein Neuer muß nur alle 2 Jahre in die Werkstatt und der sagenhaften Langlebigkeit, wo die Hersteller aber bewußt gezielt mit der Vergangenheit spielen (Käfer etc.), ohne das es signifikante Nachweise gibt, daß die neuen Autos ähnlich hohe Lebenserwartungen aufweisen.


    Das Potential daß der Wagen 15 oder 20 Jahre hält statt zum Beispiel nur 10 Jahren liegt nicht bei den werksseitig angegebenen Intervallen sondern dem eigenmächtigen Kundenentscheidungen zu sagen ok mir sind die Intervalle zu lang. Ich investiere freiwillig in neues Motoröl und ich fahre den Wagen freiwillig warm und kalt beim Turbo. Das schadet auch der Garantie nicht. Anders bei einer Überschreitung der werksseitig vorgegebenen Intervalle.


    Ich bin ja mal gespannt, wie lange mein Golf 6 schlußendlich durchhält. Mein BMW E36 Compact wurde z.B. unter dem Strich "nur" rund 13 Jahre alt (EZ 1996). Dann war er an dem Punkt, wo die Reparatur unwirtschaftlich war. Stoßdämpfer rundum waren fällig, alle Radlager, Auspuffanlage, diverse Elektronikschwächen. Alles Kleinigkeiten im Prinzip. Der eigentliche KO kam mit dem Getriebeschaden (der 2. Gang sprang dauernd raus). Das ganze bei einem Wagenwert von rund 1200-1500 EUR. Da kam die AWP gerade passend. Ich bin aber eigentlich sonst ein Verfechter der Nutzung solange es nur geht und war erschrocken, was manche für Fahrzeuge bei der AWP geopfert haben, um schlußendlich einen Dacia Logan zu fahren..... Grausig....

    Betreffs der Intervalle: Neben den Kaltstarts könnte ich mir noch vorstellen, daß der Ölgütesensor bei entsprechend schlechter Ölqualität den Service anfordert. D.h. Wassergehalt im Öl, verdreckt etc. Das wird neben den gezählten Kaltstarts ein weiterer Faktor sein. Ebenso könnte ich mir vorstellen, daß das Steuergerät registriert, wie lange ein Auto unter Vollast bzw. bei hohen Drehzahlen und Tempo bewegt wurde. Quasi eine halbe Fahrprofilanalyse.