Mein Golf II GL von 1988 aus Brüssel

  • Heute habe ich mich wieder der Fehlersuche für den unruhigen Motorlauf gewidmet. Nachdem ich ja bereits alles mögliche getauscht und gereinigt habe (Unterdruckschläuche, Drosselklappe, Luftmengenmesser, Zündverteiler, Lichtmaschine, etc.) bin ich auf eine weitere mögliche Ursache gestoßen: die Motorentlüftung. Den Ölabscheider und die ganzen Schläuche hatte ich ja schon gewechselt oder gereinigt, es gab da aber noch den Entlüfter direkt am Motorblock (Teile-Nr. 036 103 129). Der besitzt im Inneren ein Ölsieb, das sich gerne zusetzt. Als Folge kann der Motor nicht mehr entlüften und der Druck führt früher oder später dazu, daß das Öl aus der Öffnung für den Ölpeilstab gedrückt wird. So weit war es bei mir noch nicht, aber daß der Motor im Leerlauf zu viel Druck aufbaut, konnte man schon durch die starken Vibrationen sehen. Da man man das Ding nicht überprüfen kann, ohne es auszubauen, bestellte ich mir lieber gleich eine neue Entlüfterdose. Bei VW derzeit nicht mehr lieferbar (aktueller Preis 62,87 €), konnte ich trotzdem noch eine originale für gut 30 € auftreiben. Der Entlüfter ist in den Motorblock gepresst und ich musste ihn mit Schlitzschraubendreher und Hammer gewaltsam entfernen. Selbst nach einer durchaus möglichen Reinigung empfiehlt sich daher am besten gleich ein Neuteil, auch weil man die Arbeit nicht unbedingt zweimal machen muss. Für den Ausbau musste ich wieder die Ansaugbrücke abbauen, aber da ich darin ja schon Erfahrung habe, ging es diesmal wesentlich leichter. Zum Glück braucht man für die Aktion keine Hebebühne, so daß ich es ohne Zeitdruck auf der Straße machen konnte.


    Hier der Blick von oben auf die Entlüfterdose (Halbkugel), der dicke Schlauch führt zum Ölabscheider, der dünne zum Ventildeckel. Die Auslassöffnung war bereits gut mit Öl zugesetzt (der Schlauch zum Ölabscheider war ebenfalls sehr ölig, obwohl letztes Jahr gereinigt).


    Die Öffnung am Motorblock, in der der Entlüfter sitzt (bereits leicht gereinigt, deshalb nicht verölt). Blick auf das Sieb, das stark mit altem Öl verstopft ist (der Blickwinkel auf dem Foto lässt es etwas besser aussehen, als es tatsächlich ist).


    Meiner Meinung nach war das Ölsieb bereits dicht. Ich habe die Entlüfterdose mit einer Feinwaage gewogen und es waren 21,2 g mehr als das Neuteil. Morgen werde ich dann mal den neuen Entlüfter einbauen und hoffen, daß der Motor dann besser läuft. Schaden kann es ihm jedenfalls nicht.

  • So, habe gestern endlich die Entlüfterdose bezwungen und in den Motorblock gepresst. Das ganze gestaltete sich etwas umständlich, da die Dose nur aus dünnem Blech besteht und man nur auf den Rand schlagen kann. Schlägt man jedoch auf die eine Seite, springt sie an der anderen wieder raus, selbst wenn sie vorher gerade drin saß. Also habe ich mir einen Aufsatz aus Holz gebaut, der möglichst umfassend auf dem Rand auflag. Trotz kräftiger Hammerschläge wiederholte sich jedoch das Spiel und die Dose sprang immer wieder raus. Also mit dem Fahrrad ab in den Baumarkt und einen 1000g Fäustel besorgt. Dieser sorgte dann schließlich für den gewünschten Erfolg :]


    Die neue Entlüfterdose hatte durch die unzähligen Versuche zwar bereits eine leichten Delle, dies tut der Funktion jedoch keinen Abbruch. Auf den Rand hatte ich noch Dirko HT Dichtmasse geschmiert (rot).


    Nun konnte ich den Motor endlich wieder zusammenbauen. Anbei noch ein Foto mit dem "neuen" Luftmengenmesser, den ich heute nach einer ersten Probefahrt eingebaut habe. Der Motor lief danach noch einen Tick besser, nachdem das Ruckeln im Leerlauf bereits verschwunden war. Insgesamt fuhr es sich so gut, wie schon lange nicht mehr - das Wechseln des Entlüfters hat sich also auf jeden Fall gelohnt :]
     
    Ob sich das auch auf den Verbrauch auswirkt, muß sich noch zeigen. Ich kann die Operation aber für alle empfehlen, die mit ihrer Fehlersuche nicht weiterkommen. Der Materialaufwand hält sich in Grenzen und der Wechsel ist auf der Straße durchführbar, wenn man die Ansaugbrücke abnimmt (in diesem Fall natürlich noch eine neue Dichtung besorgen). Keine der Werkstätten (inkl. VW) haben dieses Problem genannt/erkannt, nur durch eine intensive Suche im Internet bin ich auf diese mögliche Ursache gestoßen, nachdem ich bereits zahlreiche andere Fehlerquellen durch Erneuern der Teile ausschließen konnte. Fazit: der NZ ist ein komplexer Motor, der es einem nicht gerade leicht macht.

  • hier für alpha42-06 die gewünschten Fotos vom Lenkrad und den Lenkradschaltern:




    Ließ sich etwas schlecht fotografieren, aber ich hoffe, es ist alles zu sehen? Wenn bei Dir etwas anders sein sollte, sind natürlich auch Fotos erwünscht :wink: Wie man sieht, habe ich aber genügend Abstand zum Lenkrad und Fernlicht funktioniert auch problemlos. Gruß!

    So nun komme ich endlich mal zum Antworten.


    Vielen Dank für die Bilder!


    Der Abstand und alles andere schaut bei mir genau so aus, und trotzdem klappt es nicht mit dem einschalten des Fernlichts.
    Der Hebel liegt bereits ganz am Lenkrad an wenn es aufleuchtet. Zum einrasten müsste er noch weiter vor, das geht aber nicht weil da dann das Lenkrad im Weg ist.


    Ich vermute stark, das es Produktionsunterschiede in den Hebeln selbst sind. Die sind ja nicht immer vom selben Zulieferer hergestellt.

  • @ dreitürer & CL-Extra: Danke! Aber eigentlich stand ja die Dokumentation des Entlüfterwechsels im Vordergrund :wink:


    Der Kabelschutz ist natürlich nicht original, sondern nachgerüstet. Neben einem nicht zu unterschätzendem optischen Effekt hat man für Materialkosten von knapp 20€ Schutz vor Mardern und ähnlichem Getier, was einem die Kabel durchbeissen könnte. Offen sind jetzt nur noch die Kühlwasserschläuche. Das wäre zwar genau so ärgerlich, aber die Fehlersuche und die Ersatzbeschaffung dürfte in diesem Fall wesentlich leichter sein.


    alpha42-06 : Wirklich merkwürdig, wahrscheinlich sind es nur 1-2 mm Unterschied. Vielleicht lässt sich ja noch irgendwo ein Ring bzw. eine Scheibe zwischenschieben, um für etwas mehr Abstand zu sorgen?

  • Heute habe ich mich um die endgültige Konservierung der Tanköffnung gekümmert. Beim Wechsel des Tankhalters sah es ja so aus, als wäre da nur leichter oberflächlicher Rost - aber getäuscht! Je mehr ich die folgenden Tage schliff, desto mehr Rost kam unter der Karosserieschutzmasse zum Vorschein. Habe letzlich dann alles um die Tanköffnung freigeschliffen und mehrmals mit Rostumwandler behandelt, am Ende mit Fertan (schwarz). Beim anstehenden Wechsel auf die Winterreifen habe ich auf der Hebebühne dann erst alles großflächig mit Aluminiumspray eingesprüht und danach mit Unterbodenschutz auf Wachsbasis (das graue Zeug).


    Die Tanköffnung ist von außen jetzt auch wieder frisch lackiert und wie "neu" - keine Übergänge sichtbar :]


    Der rostfreie Dom mußte geschweißt werden, da durch das Heraustrennen des alten Tankhalters ein paar kleinere Löcher entstanden waren. Später dann Schweißpunkte abgeschliffen und ohne zu spachteln (kommt ja ohnehin der Teppich drüber) ebenfalls neu lackiert.


    Außerdem habe ich eine Motorspülung mit Liqui Moly Pro-Line gemacht und dem frischen Öl (Shell Helix 10W-40) eine halbe Dose Ceratec beigegeben. Das Öl nach der Motorspülung war entsprechend schwarz, aber das war es vorher eigentlich auch schon. Brocken sind jedenfalls nicht mit rausgekommen.


    Leider musste ich beim Reifenwechsel feststellen, daß die Spurstange, die ich vor fast genau einem Jahr in der Werkstatt habe wechseln lassen, schon wieder defekt war :cursing: 
    und das nach nur 7.000 km! Werde morgen mal in die Werkstatt, wo ich das habe machen lassen und auf den Mängel hinweisen.


    EDIT: Über die Produktnummer auf der Werkstattrechnung habe ich herausgefunden, daß die Spurstange von MAPCO ist. Mal ein bisschen im Internet recherchiert und auf etliche Fälle gestoßen, wo die Spurstangen sehr schnell defekt waren. Dachte eigentlich, die Werkstatt würde schon wissen, welche Marken was taugen - ein Fehler. Deshalb rate ich allen dringend von MAPCO ab! Werde es auf jeden Fall reklamieren, aber nochmal kommt mir der Schrott nicht ins Auto, da kaufe ich mir lieber selbst eine von Lemförder, das ist wenigstens VW-Erstausrüsterqualität.


    Zum Schluß habe ich mein Auto nach ca. 1,5 Jahren mal wieder poliert, damit der Lack im Winter etwas geschützter ist.


    Auch wenn er jetzt wieder wie neu glänzt, hat der Lack in den 24 Jahren Jahren doch schon etliche Kratzer abbekommen und auf den Fotos sieht es besser aus, als es in Wirklichkeit ist. Müsste auch einige Stellen ausbessern, aber in der letzten Zeit hatten andere Dinge Vorrang, so daß ich Spachteln und Lackieren aufs nächste Jahr verschieben muss. So ein Auto kostet leider viel Zeit und Geld, wenn man es in einem einigermaßen gepflegtem Zustand erhalten will.

  • Lob an DICH!!!


    Du erhälst den Golf nicht im gepflegten Zustand, sondern im PERFEKTEN Zustand!!!!!
    Ich glaub so viel Geld und Liebe hat noch niemand in ne 1.3er gesteckt.


    Ach und ne Spurstange is dochn Klacks, halbe Stund und 20 € und gut ;)
    Hast du ne billige verbaut ??
    Meine erste im CL hat 240.000km gehaltren (noch die mit dem aufgepressten Kopf)


    Was noch fehlt sind entweder die schwarzen Abdeckungen auf den Felgen oder das silberne Deckelchen,


    Gute Arbeit am Tankstutzen :]


    dann isser Perfekt :]

  • @ OEM-Style (Antwort 101) und vespa1993: Danke :]


    Es ist eben mein erstes Auto und mich interessiert es eigentlich wenig, ob es nun ein 1,8er oder nur ein 1,3er ist - ich kenne es nicht anders und bin zufrieden, wenn es technisch und optisch in gutem Zustand ist. Je weniger PS man hat, desto mehr ist man gezwungen, vorausschauend zu fahren. Riskante Überholmanöver kommen für mich so überhaupt nicht in Frage, da muß ich schon 100% sicher sein. Und für alles andere muß man halt etwas mehr Zeit einplanen, aber Hauptsache, man erreicht unbeschadet sein Ziel. Um mich selbst mache ich mir dabei weniger Gedanken, als um das Auto, aber das eine bedingt das andere.


    Meine erste Spurstange (auch mit aufgepresstem Kopf) hat 120.000km gehalten. Die Billigware von Mapco nur 7.000km :[ 
    Wie geschrieben, war es mein Fehler, der Werkstatt zu vertrauen, ich selbst hätte so eine Billigware nie gekauft. Der Ersatz ist jetzt von Lemförder (komplette Spurstange mit Kopf für 30€) und falls die rechte irgendwann mal defekt sein sollte, habe ich seit dieser Woche eine originale Spurstange von VW (Neuware und für ganze 7 € ersteigert) auf Reserve gelegt.


    Für die Felgen hab ich natürlich noch die Abdeckungen und die Zierringe (siehe Beitrag 13), das Foto ist nur direkt nach dem Reifenwechsel entstanden.


    Heute habe ich meine kürzlich für 5€ erworbene beleuchtete Sonnenblende verbaut. Den Strom dafür habe ich mir an der Innenraumleuchte geholt, allerdings nicht mit Stromdieben (sowas kommt mir nicht ins Auto), sondern mit einer Steckverbindung. Da ich den Himmel nicht zu stark runterbiegen wollte, hat es etwas gedauert, bis ich gemerkt habe, daß ich das Kabel durch einen Metallschacht direkt an der Winschutzscheibe durchführen muß und nicht unter dem Himmel.


    Nach der ganzen Fummelarbeit war das Ergebnis dann doch recht zufriedenstellend und sogar bei Tageslicht noch ziemlich hell. Brauchen werde ich das Teil sicher selten, aber es ist immer gut, wenn man Beifahrer mit ein paar Extras überraschen kann, die nicht jeder hat. Schon die Zentralverriegelung sorgt regelmäßig für Erstaunen und die Leute bleiben meist solange an der Tür stehen, bis ich sage, daß schon offen ist :D

  • Habe meinem Innenraum ein weiteres seltenes Teil hinzugefügt, das eigentlich recht unscheinbar ist und aus dem US-Programm stammt. Aber keine Angst, ich habe nicht vor, meinen Golf auf US-Style umzubauen. Es passt auch so ganz gut, da ich ja erstens ohnehin einen GL fahre und zweitens durch den NZ-Motor auch noch das "I" für Einspritzer abgedeckt ist, selbst wenn die Motoren der GLI-Ausstattung etwas mehr PS hatten. Schon deshalb kommt ein silbernes GLI-Emblem am Frontgrill für mich aber wohl nicht in Frage, da etwas zu auffällig und zu "gewollt" wirkend (in etwa vergleichbar, als wenn ich an meinem 55PS-Auto ein GTI-Emblem anbringen würde).


    Zuerst der ungereinigte Kaufzustand, unten der Einbauort an Stelle der drei Blindschalter. Fügt sich sehr gut ins Gesamtbild ein, ohne hervorzustechen. Das Emblem hat die Teilenummer 165 957 087 A. Wurde schon mal im "seltene Teile"-Thread behandelt und ist offenbar seit 1986 entfallen.

  • In der Zwischenzeit konnte ich eine Fahrersonnenblende aus einem Golf 2 Carat mit abdeckbarem Spiegel für 6€ erstehen und so das Set komplettieren. Gibt es zwar auch noch neu bei Classicparts zu kaufen, aber 60€ sind mir dann doch etwas zuviel. So habe ich für beide Sonnenblenden (die bei Ebay schon mal für 80€ weggehen) nur 11€ gezahlt.


    Bei dem durchgehend dichten Nebel der letzten Woche (immerhin so dicht, daß eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80km/h herrschte) konnte ich meine Nebelscheinwerfer auch mal einsetzen, aber leider haben mir diese auf einer knapp 200km langen Autobahnfahrt fast die Batterie leergesaugt, nachdem ich auch noch eine ganze Weile im Stau stand. Wäre fast auf der linken Spur liegengeblieben, Warnanzeige flackerte bereits, der Motor ging mir ein paarmal aus und ich schob etwas Panik, weil sich zwischen den LKWs keine Lücke auftat, um auf die rechte Spur zu wechseln. War wohl doch etwas zuviel für meine 34Ah Batterie, die allerdings noch kein Jahr alt ist. Zuhause gleich ausgebaut und an mein Ladegerät angeschlossen, das allerdings nur anzeigt, ob es lädt oder entlädt (Batterietrainer). Als es nach 4 Tagen immer noch am Laden war ohne in den Entlademodus zu wechseln, wollte ich mir schon ein besseres (aber natürlich auch teureres) Ladegerät kaufen, das auch tiefentladene Batterien wiederbeleben kann (z.B. von Ctek). Da ich im Netz aber gelesen hatte, daß gerade diese billigen Ladegeräte ohne zusätzliche Funktionen in so einem Fall auch helfen können, wartete ich noch etwas. Am 5. Tag war die Batterie dann doch endlich voll geladen und der Batterietrainer ging zum entladen über. Mal sehen, wie zuverlässig die Batterie jetzt noch ist. Da es sich eigentlich um eine gute Batterie handelt (eine ECO 45b von IQ Power mit einer angeblichen Kapazität von 45AH und einer Garantie von drei Jahren) möchte ich diese noch nicht so schnell aufgeben und lasse den Zyklus jetzt ein paarmal durchlaufen; habe zum Glück aus einem Garantiefall noch eine zweite Batterie über.

  • @ Golf_DD: stimmt, ist wohl wirklich relativ selten, deshalb habe ich auch nicht lange gezögert und es mir für 20€ unter den Nagel gerissen :wink:


    Heute habe ich mal präventiv die Zündspule gewechselt und beim Reinigen der Steckkontakte ein Kabel entdeckt, was sich wohl demnächst verabschiedet hätte.


    Auf das abgeknickte Kabel habe ich dann anschließend eine neue Flachsteckhülse gesetzt habe und die neue Zündspüle (original von Bosch) verbaut.

  • 1.3 erMichel : Du hast den Plan erkannt :wink: Es ging mir aber auch darum, eine Fehlerquelle auszuschließen. Und da die Investion überschaubar und der Arbeitsaufwand gering war, habe ich einfach mal ein weiteres Teil gewechselt. Da dies jedoch keine Auswirkungen auf den Motorlauf hatte, war die alte Zündspule offenbar noch in Ordnung und wird als Ersatzteil aufbewahrt.


    CL-Extra : Danke, aber mir reicht zurzeit ein Auto. Ich möchte mir auch lieber nicht vorstellen, die ganzen Prozeduren nochmal an einem anderen Auto durchführen zu müssen.


    Heute habe ich mal den Gaszug anders verlegt und die Drosselklappe getauscht, da mir aufgefallen war, daß der Gaszug beim Golf 2 eigentlich vorne verläuft und nicht hinter dem Motor, wie es bei mir der Fall war. Mein Motor stammt ja ursprünglich aus einem Polo und hier ist es offensichtlich anders geregelt, inkl. anderer Aufnahme an der Drosselklappe. Mein Gaszug war für diese Art der Verlegung wohl etwas zu lang und ich konnte ihn nie richtig spannen. Der Leerlauf ist nun etwas zu hoch (ca. 1200), er läuft jedoch zumindest im kalten Zustand sehr stabil. Da ich demnächst ohnehin beim Bosch-Dienst nochmal alles neu einstellen lassen wollte (CO-Wert, etc.) kann ich es nun gleich mit einer anderen Drosselklappe versuchen. Zur Erinnerung: Meine Probleme bestehen in einem deutlich zu niedrigen Leerlauf bei warmem Motor und einem zu hohen Spritverbrauch. Alle bisherigen Maßnahmen brachten, wenn überhaupt, nur eine kurzfristige Besserung (auch eine Grundeinstellung bei VW und eine neue Lambdasobde halfen nicht).


    Auf den Fotos sind der Halter des Gaszugs und der Gaszug selbst markiert, der bisher an der Rückseite des Motors entlang der Spritzschutzwand verlief. Die Position des Halters unterscheidet sich beim Golf 2 und Polo 86c, obwohl der Motor (und insbesondere die Ansaugbrücke) sonst identisch ist.


    Ich habe nun den Halter umgesetzt und die andere Drosselklappe verbaut (Aufnahme für den Gaszug ist nun weiß statt schwarz). Man sieht, daß die Distanz zum Halter des Gaszuges nun deutlich größer ist und der Gaszug sich deshalb auch besser spannen lässt. Gefahren bin ich noch nicht damit, im Stand lief er jedoch sehr gleichmäßig, wenn auch mit zu hoher Drehzahl. Wie geschrieben, werde ich damit demnächst mal zum Bosch-Dienst fahren und alles einstellen lassen.


    Morgen werde ich mich erstmal um einen anderen Golf II GL kümmern, der leider geschlachtet wird. Die Innenausstattung und andere Teile sind schon mal für mich reserviert 8)

  • CL-Extra : Der Ausgleichsbehälter ist deshalb so orange, weil es eine GL-Sonderausstattung ist :wink: 
    Nee, ist natürlich auf das Alter zurückzuführen. Kühlwasser habe ich jedoch schon komplett gewechselt, das ist nicht orange. Bei Gelegenheit werde ich den AGB auch mal gegen einen "weißen" wechseln, hat aber keine Eile, da alles noch dicht ist und mich die etwas kräftige Farbe nicht stört.