Mein Golf II GL von 1988 aus Brüssel

  • Gestern war ich mit dem Auto mal wieder in der Mietwerkstatt Hubraum hier in Leipzig, um folgendes zu erledigen:


    - Ölwechsel inkl. Ölfilter (verwendetes Öl: Meguin Power Synt 10W40)
    - in der Zwischenzeit, in der das Öl abtropfte, den kompletten Unterboden inkl. Querlenker, Motorträger, etc. mit Korrosionsschutz auf Wachsbasis eingestrichen
    - Querstrebe (191 898 335) am Unterboden angebracht
    - Benzinfilter gewechselt


    Beim letzten Ölwechsel hatte ich eine magnetische Ölablasschraube verwendet, an der aber nur feiner Metallstaub anhaftete. Über den Sinn der Querstrebe kann man sich natürlich streiten,ich habe es einfach mal gemacht, weil die Möglichkeit bestand und ich das Teil da hatte. Auf jeden Fall kann man nun nicht mehr den Auspuff verlieren :wink: 
    Mein Unterbodenschutz war zwar noch weitgehend intakt (das letzte mal vor drei Jahren gemacht), aber bei den aktuellen heißen Temperaturen bot es sich einfach an. Auf den Fotos sieht das Zeug zwar aus wie schwarzer Teer (was ich nie verwenden würde), es ist aber eher goldbraun und von dünnflüssiger Substanz (aus Bundeswehr-Restbeständen). Jetzt steht das Auto in der prallen Sonne und es kann sich ein zusammenhängender Film bilden, der in alle Ritzen kriecht. Der Mietwerkstattinhaber hat mir erzählt, daß viele Leute sowas beim Wechsel auf die Winterreifen machen und sich dann wundern, warum das Zeug nicht trocknet :D

  • Warum gebt ihr Geld für Miete Werkstatt aus.


    Für Öl Wechsel brauchst keine Bühne das geht so.



    Und Hör auf mit dem Dreck der Bundeswehr ans Auto zu schmieren .


    Das Zeug zieht mehr Rost an als das der Mist andere Sachen macht.


    Und was bringt die strebe da genau ?

  • Keine Sorge, hab mir das schon gut überlegt :wink:


    Wie gesagt, hab ich das Zeug schon über drei Jahre auf dem Unterboden (und mein Golf steht im Gegensatz zu Deinem nicht die ganze Zeit in der Garage, sondern ist mein Alltagsfahrzeug). Wenn das getrocknet ist, was es angesichts der drückenden Hitze gerade gut tun kann, klebt da kein Dreck dran und man kann auch wieder bis aufs Blech sehen, da es leicht transparent ist. Auf jeden Fall sehe ich, wo der originale Unterbodenschutz mal beschädigt war und wo nicht. Außerdem weißt Du nicht, welchen Korrosionsschutz ich genau verwende, da es auch bei der Bundeswehr mit Sicherheit unterschiedliche gibt und mein Kanister schon mehrere Jahre alt ist.


    Für Ölwechsel braucht man sicher nicht zwingend eine Hebebühne, da ich mehrere Arbeiten miteinander kombiniert habe, lohnte es sich trotzdem. Außerdem kann ich das Altöl so gleich direkt entsorgen und einen Ölwechsel auf der Straße mache ich nicht. Das Geld für die Mietwerkstatt investiere ich gerne, wenn ich dadurch den Zustand meines Golfs genau prüfen kann. Und billiger, als den Golf bei VW abzugeben, kommt es mich allemal. Sehe da also kein großes Problem ?(


    Zur Strebe kursieren einige Meinungen im Netz, ich zitiere mal eine aus dem VW-Board: "Die Stebe geht hinten am Ende des Mitteltunnels unter dem Auspuff durch und verbindet die durch den Mitteltunnel getrennten Unterbodenbereiche mieinander und stabilisiert/versteift so den Unterboden". Wie gesagt, würde ich da nicht drauf schwören, aber es wird schon einen Sinn gehabt haben, daß VW dieses Teil entwickelt hat. Da es nicht viel wiegt und ich mir schon die Arbeit gemacht hatte, es neu zu lackieren, gehörte es jetzt auch mal verbaut.

  • Denn Unterboden Schutz haben wir hier komplett entsorgt .


    Weil die Fahrzeuge deswegen weg gegammelt sind.


    Wozu sollet ich auch bei 1600km im Monat Benziner fahren .


    Und er steht ja nur in der Garage weil ich die gratis hab.


    Und wird während der Saison so oft bewegt wie es geht.


    Sonst wäre da nur noch in Werkstatt wegen stand Schäden .



    Beim Bund gibt es nur einen Hersteller für so Gelumpe :wink:


    Was meinst warum des Zeug so billig ist.

  • Mein Golf hat sich zwar äußerlich nicht verändert, aber da ich ihn heute anläßlich einer Geländeaktion in Sachsen-Anhalt mal wieder über eine etwas längere Strecke bewegt habe, gibts hier einfach mal eine kleine Impression...

  • Im Post #126 (Februar dieses Jahres) hatte ich ja schon von der undichten Türfolie hinten links berichtet. Nachdem ich das provisorisch mit einem Klebeband gerichet hatte, habe ich mich nun mal der Tür angenommen und die Folie ausgetauscht. Im Zuge dieser Arbeit habe ich gleich einen Seitenaufprallschutz für diese Tür nachgerüstet. Bei den hinteren Türen kann man die Stange einfach so reinschieben, wenn man vorher den Fensterheber ausbaut, auch die Löcher zum Verschrauben der Stange waren schon vorhanden und mit Plastik- bzw. Gummikappen abgedeckt. Angeblich soll man beim fünftürigen Golf 2 die Stangen auch bei den vorderen Türen gerade so reinbekommen, ohne dafür das große Loch bohren zu müssen, was dann später mit der Gummikappe (191 837 865) abgedeckt wird. Ob das stimmt, werde ich dann hier berichten, wenn ich mich zu dieser Arbeit durchgerungen habe. Denn der ätzendste Arbeitschritt ist das Entfernen der Klebereste an den Türen, damit die neue Folie dann auch absolut dicht wird.


    Schon bei nur einer Tür hat man sehr damit zu kämpfen, mit Spritus und Scheuerschwämmen war der Erfolg sehr bescheiden. Erst als ich es spaßeshalber mal mit WD40 versuchte, lösten sich die Klebereste und bildeten eine schleimige Masse, die man sehr viel besser entfernen konnte als das vorher noch harte Zeug. Habe die Klebereste dann auch wirklich zu 100% entfernen können, WD40 ist wirklich eine Allzweckwaffe :]


    Durch das ganze Schrubben war der Lack dann aber teilweise ab, so daß ich mich zwecks Rostvorbeugung dazu entschloss, die Innenseite der Tür vorher noch neu zu lackieren. Musste ja nicht perfekt sein, da man es später ohnehin nicht mehr sieht. Nachdem die Farbe zwei Tage trocknen konnte, habe ich heute die neue Schutzfolie (3A0 867 201 H) mit dem doppelseitigen KLebeband (AKL 434 019 25) befestigt und peinlichst darauf geachtet, daß sich nicht wieder eine Falte bildet. Da es am wichstigsten ist, daß die Folie unten an der Tür absolut dicht ist, habe ich die Folie von unten nach oben geklebt. Das Ergebnis hat mich dann auch zufriedengestellt. Bevor ich die Türpappe wieder drauf mache, beobachte ich jedoch erstmal, ob es wirklich dicht ist, sollte aber.


    Von einer anderen Stelle gibt es leider nicht so schönes zu berichten. Wollte ursprünglich nur zwei angerostete Steinschläge am Schweller abschleifen, bis ich mich entschlossen habe, den Schweller komplett von vorne bis hinten abzuschleifen und auch die vor vier Jahren zugespachtelten Stellen wieder freizulegen, um sicherzustellen, daß sich unter dem Spachtel kein Rost befindet (hatte damals nur mit Baumarktmaterial gearbeitet, da ich mich noch nicht so gut damit auskannte). Jetzt werde ich das blanke Metall erst mit Fertan behandeln, dann mit Brantho-Korrux nitrofest und erst dann spachteln. Am vorderen Ende des Schwellers habe ich an der Unterseite dann auch eine üble Roststelle entdeckt, die sich noch unter dem originalen Unterbodenschutz befand. Auch wenn es sehr übel aussah, war es zum Glück keine Durchrostung, konnte das blanke Metall an allen Stellen wieder frei schleifen.

  • Kann sein, daß die Türfolie aus dem Passat-Programm stammt, es handelt sich aber um eine Universal-Folie, die man noch zuschneiden muß. Habe sie vorher nicht gemessen, aber es war ordentlich Überschnitt vorhanden, so daß die Folie sicher auch bei den längeren Türen der dreitürigen Golf 2 passt. Da die originalen Golf 2-Türfolien nicht mehr lieferbar sind, ist es wahrscheinlich die beste Wahl aus dem aktuellen VW-Programm. Es handelt sich um etwas dickeren, leicht aufgeschäumten Kunststoff, der sicher eine etwas bessere Dämmwirkung als z.B. Teichfolie hat, die man auch verwenden kann. Allerdings reißt die Folie auch leichter als die originale und man sollte bei der Verarbeitung darauf achten, nicht aus Versehen mit dem Cutter oder Schraubendreher an die Folie zu kommen, sonst hat man gleich ein Loch drin. Auch lässt sie sich kaum zerstörungsfrei wieder abziehen. Dafür geht das Zuschneiden wirklich sehr leicht und man macht es am besten erst, wenn die komplette Folie bereits klebt. Entscheidend ist jedoch die Verwendung des VW-Klebebands, da selbst vergleichbar teure Klebebänder aus dem Baumarkt (angeblich auch hitzebeständig und für den Außenbereich konzipiert) bei mir versagten und nicht zu empfehlen sind.

  • So, nachdem die Türpappe schon mal ab war, hatte ich mir vorgenommen, an dieser Tür gleich alles zu machen, was möglich ist, um dann nach und nach alle Türen mit Seitenaufprallschutz und Dämmung auszustatten. Habe zuerst auf die Innenseite der Türpappe eine selbstklebende Schwerschichtmatte aufgebracht, diese ließ sich wirklich sehr gut verarbeiten, mit einem Heißluftfön legte sie sich problemlos in alle Vertiefungen. An den hinteren Türen habe ich zwar keine Lautsprecherboxen, so daß es nicht unbedingt notwendig ist, die Tür zu entdröhnen, aber ich wollte es bei allen Türen einheitlich machen. Auf die Schwerschichtmatte habe ich dann noch eine 10 mm dicke Dämmatte geklebt. Natürlich besteht die Gefahr, daß diese sich bei einer undichten Türfolie (die noch vor der Matte an der Tür klebt) mit Feuchtigkeit vollsaugt, aber durch die Beklebung mit der Schwerschichtfolie kann nun wenigstens die Türpappe selbst nicht mehr feucht werden. Außerdem soll die schwarze Oberseite der Dämmatte wasserabweisend sein. Mit dieser aufgebrachten Dämmung hatte die Türpappe nun auch ein ganz ordentliches Gewicht und es kostete mich einige Mühe, sie wieder an der Tür zu montieren, da die Abstände zum Blech doch teilweise sehr knapp waren (hatte anfangs auch die Mulde für die Armablage mit Dämmatte beklebt, dies war jedoch zuviel, da die Türpappe hier schon ohne Dämmaterial Kontakt mit dem Türblech hat). Nun passt jedoch alles und die leichte Verarbeitung hat mich ermutigt, dies demnächst auch bei der Fahrertür durchzuführen, zumal ich hier gerade ohnehin eine Reparatur durchführe, bei der ich die Türfolie aufschneiden musste. Also kommt auch hier der SAPS rein, was natürlich zumindest für den Fahrer auch am sinnvollsten ist. Die Beifahrerseite muß dann wahrscheinlich bis zum nächsten Jahr warten.

  • So, es ist mal wieder Zeit für eine kleine Fotodokumentation: Selbstversuch Lackieren. Ein altes Problem, das ich schon mal im Beitrag #6 behandelt hatte, brach im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf. Beim Kauf des Golf im Jahre 2009 (auch schon wieder lange her) hatte die Fahrertür eine kleine aber hässliche und bereits leicht rostige Beule, die ich ziemlich bald ausbeulen ließ und dann selbst entrostete, spachtelte und lackierte. Ich verwendete damals Metallspachtel und zum Ausbessern von kleinen Unebenheiten noch Feinspachtel. Da sich der Metallspachtel etwas schlecht verarbeiten ließ, verwendete ich offenbar zu viel Feinspachtel, der dieses Jahr zur Bildung von Rissen neigte (erstes Foto).
    Habe daraufhin die Stelle großflächig bis aufs Blech abgeschliffen (zweites Foto) und dann alles mit Fertan Rostumwandler behandelt (drittes Foto), zwei Tage einwirken lassen und dann mit Wasser abgewaschen. Dann habe ich zwei bis drei Schichten Brantho-Korrux nitrofest aufgetragen und so weit es ging nass eben geschliffen (viertes Foto). Da nun immer noch minimale Unebenheiten und Vertiefungen vorhanden waren, ich andererseits aber keinen Feinspachtel mehr verwenden wollte, habe ich mit Grundierspray gearbeitet und mehrmals gesprüht und wieder abgeschliffen, teilweise mit verschiedenen Farben, um alles besser kontrollieren zu können (fünftes Foto).
    Ursprünglich wollte ich nur den mittleren Teil der Fahrertür lackieren (vom Klebestreifen in der Sicke bis zur Zierleiste, die beide ideale Grenzen für Lackierarbeiten darstellten), doch stellte ich im unteren Teil der Fahrertür zwei kleine rostige Steinschläge fest, so daß ich mich entschloß, auch diesen Teil zu lackieren (hier nicht komplett bis aufs Blech geschliffen). Ebenso wies der Schweller ein paar rostige Steinschläge auf, den ich dann ebenfalls gründlich abschliff und mit Brantho-Korrux nitrofest konservierte. Der Golf sah nun insgesamt etwas wüst aus (sechstes Foto), war aber immerhin lackierbereit.
    Ich ließ mir drei Dosen LP7V in einem Farbgeschäft hier in Leipzig anmischen, dazu Klarlack mit Härter. Da ich bereits beim Aufbringen der Grundierung gemerkt hatte, daß der Wind unberrechenbar war und ich das Risiko von Insekten auf der frisch lackierten Fläche minimieren wollte, entschied ich mich für die Mietwerkstatt Hubraum hier in Leipzig, in deren Halle ich lackieren und das Auto auch über Nacht stehen lassen konnte (Foto 7).
    Das Ergebnis war nicht so perfekt, wie ich es mir erhofft hatte, aber für eine Spraydosenlackierung ist es wohl noch ganz gut geworden (achtes Foto). Der Klarlack ist knapp unterhalb der Kante, wo die Zierleiste sitzt, auf der gesamten Länge verlaufen, aber zum Glück wird dies später komplett durch die Zierleiste verdeckt (Foto 9). Wie es insgesamt geworden ist, lässt sich erst in den nächsten Tagen beurteilen, da das Auto durch den Staub der Schleif- und Lackierarbeiten derzeit ziemlich verdreckt ist und die lackierte Fläche natürlich heraussticht und der Farbton nicht direkt vergleichbar ist. Bis ich das Auto wasche, warte ich jedoch noch ein paar Tage, dann wird die lackierte Fläche evtl. auch noch vorsichtig mit Kratzerentferner behandelt und poliert. Erst wenn die Zierleiste wieder montiert ist, dürfte ein abschließendes Urteil zu fällen sein. Die Tüllen für die Clipse habe ich heute erstmal bei VW bestellt, da sich die alten nicht zerstörungsfrei entfernen ließen.

  • Nachdem die Tür lackiert war (ich werde es aber irgendwann sicher wieder neu lackieren, zum einen wegen der Mängel, zum anderen, weil die Farbe doch etwas zu hell ist), habe ich nun auch bei der Fahrertür einen Seitenaufprallschutz nachgerüstet. Bei den vorderen Türen ist es etwas umständlicher, als bei den hinteren. Es ist leider auch bei ausgebauten Fensterhebern nicht möglich, die Stange irgendwie in die Tür "reinzukanten", wie es jemand in einem anderen Forum geschrieben hat. Deshalb musste ich leider schlosseitig ein Loch zum Einführen der Stange bohren. Weiterhin musste ich zwei Löcher zum Festziehen der Stange bohren, wo die Schrauben durchgeführt werden. Das klappte sehr gut, doch das große Loch ist etwas unsauber geraten und auch nach dem Wegfeilen der Grate nicht sehr schön, doch kommt hier ja die Abdeckkappe drauf.
    Die Tür habe ich von innen noch mit Schimmelreiniger gesäubert, anschließend konserviert (Wachs in den Fugen war noch vorhanden) und auch die Teile für den Fensterheber habe ich mit Fett, WD-40 und Silikonöl behandelt, so daß alles wieder schön leichtgängig ist. Dann kam der ätzende Teil mit dem Entfernen der alten Klebereste, um die neue Türfolie später auch dicht zu kriegen. Wie immer habe ich nur das originale doppelseitige Klebeband von VW verwendet. Der Nachteil: einmal geklebt, ist eine Korrektur schwer möglich, so daß ich an der Seite eine leichte Falte habe. Am wichtigsten ist jedoch, daß sich an der unteren Kante, wo sich das Wasser sammelt, beim Kleben keine Falten bilden. Dort wo die Klipse zum Fixieren der Türpappe eingesteckt werden, habe ich die Folie nochmal mit etwas Gewebekleband verstärkt, damit sie mir dort nicht reisst, genauso wie an den Durchführungen für die Stecker für die elektrischen Außenspiegel und den Aktivlautsprecher. An der oberen Kante (dort wo später der mit Kunstleder bezogene Teil der Tür aufliegt) habe ich noch einen Streifen Zellkautschukdichtungsband verklebt, weil es noch über war und dort nicht fehl am Platze ist, wenn man ab und zu mal seinen Ellbogen dort ablegt. Nach der ganzen Fummelarbeit und weil ich demnächst keine Zeit mehr dafür haben werde, wird das SAPS-Nachrüsten für die Beifahrerseite wahrscheinlich aufs nächste Jahr verschoben. Aber nun weiß ich immerhin, wie es geht, und die Arbeit sollte mir dann leichter fallen.

  • Noch ein Nachtrag zur Türpappe: nachdem ich diese ebenfalls mit Schwerschichtfolie und einer Dämmatte beklebt hatte und die Türpappe natürlich ein entsprechendes Gewicht aufwies, nervten mich diese kleinen Plastikklipse, die zur Fixierung der Türpappe dienen. Diese werden ja bekanntlich mit Plastikstiften in das Türblech gedrückt und halten auch bei unverstärkter Türpappe nicht immer, sondern lösen sich immer genau dann, wenn man denkt, die Türpappe würde nun perfekt sitzen. Deshalb habe ich diese mal versuchsweise mit Schrauben befestigt. Die Klipse funktionieren ja nach dem Prinzip von Spreiznieten und so wird der Druck durch einen größeren Durchmesser der Schrauben im Vergleich den Plastikstiften erhöht. Vergrößerte Rostgefahr besteht nicht, da die Schrauben ja keinen direkten Kontakt zum Türblech haben. Die Klipse sitzen nun bombenfest, die Türpappe ließ sich einwandfrei befestigen und liegt nun auch an den Seiten bündig an der Tür an, obwohl durch die aufgebrachte Dämmung ja eigentlich etwas mehr Abstand bestehen würde. Die Türpappe wird zwar vor allem durch die Verschraubungen an Türgriff und Fensterkurbel gehalten, so daß nicht allzuviel Gewicht auf den Klipsen lastet, aber die Plastikstifte sind dafür eben nicht ausgelegt. Die etwas hässliche Stelle rund um die Öffnung für die SAPS-Stange werde ich irgendwann auch nochmal richtig lackieren, nur fehlt mir jetzt die Lust dazu, nachdem das Ergebnis an der Fahrertür nicht so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt hatte.
    Ich habe dazu mal ein Foto gemacht, bei dem ich die Zierleiste eingesteckt habe (noch ohne Tüllen, damit ich sie leicht wieder abnehmen kann). Man sieht schon einen Farbunterschied. Das Anmischen der Farbe hat also keinen wirklichen Vorteil gebracht und ich werde beim nächsten Mal wieder auf Spraydosen der Marke Motip zurückgreifen, die etwas dunkler sind. Dann werde ich auch erstmal nur den oberen und anschließend erst den unteren Teil der Fahrertür lackieren, so lassen sich Fehler besser kontrollieren. Die Zierleiste habe ich übrigens noch mit Zellkautschukdichtungsband abgeklebt, da das ursprüngliche Gummi doch schon sehr hart war und man sehen konnte, daß die Zierleiste Kratzer im Lack verursacht hatte. Das Dichtungsband wirkt etwas dick (3mm), aber es steht ja unter Druck, wenn die Zierleiste erstmal an der Tür angebracht ist und schrumpft unter Witterungsbedingungen auch noch etwas zusammen. Sollte man dann also nicht so sehr sehen.

  • Auch im Motorraum hat sich wieder einiges getan, was ich hier mal kurz zusammenfasse. Da es mich genervt hat, daß das Hitzefangblech inkl. dem Stutzen (030 253 043 und 052 253 513 B) über dem Krümmer immer so schnell rostet und ich nicht jedes Mal ein neues kaufen will, habe ich ein gutes gebrauchtes abgeschliffen und mit hitzefester Farbe in anthrazit lackiert, wie ich es ein paar Wochen zuvor auch schon bei der Ansaugbrücke getan hatte. Die Ansaugbrücke habe ich vorher noch von außen rundum glatt geschliffen, ebenso die Alu-Einspritzleiste. Beides hält nun schon seit gut zwei Monaten, ohne daß die Farbe Blasen geworfen hätte (habe bis 800°C festen Lack von Motip verwendet). Wollte eine etwas dezentere Farbe und nicht alles in glänzendem Silber lackieren, da war Anthrazit die beste Wahl, zudem harmoniert es auch sehr gut mit dem Atlasgraumetallic. Auf dem Foto vom Motorraum ist auch noch der neue Getriebehalter für die kleinen 5Gang-Getriebe zu sehen (tatsächlich noch bei VW lieferbar, über Ebay gebraucht kaum zu kriegen). Vorher hatte ich an meinem alten MH-Motor ja ein 4Gang-Getriebe drin, von dem der alte Halter mittels einer zusätzlichen Bohrung provisorisch angepasst wurde. Jetzt ist es so, wie es auch ab Werk gewesen wäre.

  • Konnte letztens mal wieder ein Schnäppchen machen und ein originales 1985er Golf 2 Lederlenkrad für unter 50€ (inkl. Versand) erstehen, das sich wirklich in einem absoluten Top-Zustand befindet. Habe es noch nicht mit Pflegemittel behandelt, nur den Staub abgewischt. Der Vorbesitzer hatte es offenbar kurz nach Erwerb seines Golfs ausgebaut und im Keller eingelagert :]



    Außerdem habe ich an meinem NZ-Motor mal die Drosselklappe gewechselt und konnte damit jetzt ENDLICH den Verursacher für den unruhigen Leerlauf im warmen Zustand ausmachen. Obwohl ich sowohl bei VW als auch beim Bosch-Dienst zur Motor-Einstellung war, haben diese nichts zur möglichen Fehlerquelle Drosselklappe gesagt. Entweder hatte der Drosselklappenschalter einen Defekt oder die Einstellung war nicht korrekt. Auf jeden Fall läuft der Motor mit der "neuen" (natürlich gebraucht gekauften und vor dem Einbau intensiv gereinigten) Drosselklappe jetzt sehr stabil. Bei der Drosselklappe habe ich außerdem den Unterdruckkanal, der zum Zündverteiler führt, mit einem 1mm Bohrer wieder frei gemacht, da dieser bei fast allen gebrauchten Drosselklappen dicht ist. Habe den Leerlauf jetzt soweit angepasst, daß er im warmen Zustand bei etwa 900 U/min liegt. Eine 200km lange Fahrt konnte ich damit bei spritsparender Fahrweise mit weniger als 10l zurücklegen, mein Verbrauch lag bei 4,9l/100km :]

  • 4,9 Liter sind erste Sahne ( habe ich nicht mal mit meinem 1,0 Polo 86C geschafft). :] Davon bin ich mit meinem Lichtjahre entfernt. Danke für den Tipp vielleicht habe ich ja Glück und bei mir hilft es auch wobei ich nicht unbedingt 4,9L erwarte hauptsache es sind nicht mehr 9 Liter. Hast du eigentlich 4 oder 5 Gänge ?
    Mach aufjedenfall weiter so du behandelst und pflegst deinen Golf wirklich super schau immer gerne hier rein, wenn es etwas neues gibt.

  • Oh, mal wieder ein Feedback - und dann gleich zwei :D
    Naja, mir ist schon bewusst, daß meine Art des "Tunings" nicht so viele Leute vom Hocker reisst, dafür müsste ich mir wohl einen 2,0Liter-Motor reinhängen, mindestens 17-Zoll-Reifen mit hochglanzpolierten Chromfelgen montieren und das alles natürlich so tief wie möglich. Aber mein Golf bleibt im originalen Look und auch dem NZ werde ich treu bleiben, wenn er sich weiter so sparsam wie jetzt fahren lässt.


    @TheGreg46: eine gereinigte Drosselklappe ist auf jeden Fall besser für den Motor, mit dem Tauschen ist es eher eine Glückssache, ob denn auch alles zusammen passt. Luftmengenmesser und Drosselklappe sind ja aufeinander abgestimmt, eine Drosselklappe von einem fremden Motor könnte bei einem gut laufenden Motor auch zu einer Verschlechterung führen. Habe meine alte, vom Bosch-Dienst eingestellte auch behalten, da ich damit die letzte AU bestanden habe und weiss, dass die Werte stimmen. Da ich mich an die Feineinstellung der Drosselklappe (DK) ohne entsprechende Messgeräte nicht rantrauen wollte, habe ich eben probehalber eine fremde DK eingebaut, bei der ich auch nur etwas an der Leerlaufschraube gedreht habe (im kalten Zustand identische Einstellung wie die alte, nur beim warmen Motor sackt nun der Leerlauf nicht mehr in den Keller und auch der Motor ist mir bisher nicht mehr abgesoffen, wenn ich mal an der Ampel stand und wieder losfahren wollte). Also kann ich zufällig eine erwischt haben, bei der die übrigen Einstellungen soweit zu meinem Motor passen und/oder der DK-Schalter meiner alten war defekt.


    @nähmaschine: Wenn Deiner 9l verbraucht, läuft er definitiv zu fett und irgendetwas ist nicht in Ordnung. Eine Grundeinstellung des Motors bei VW oder Bosch (in meinem Fall war der Bosch-Dienst besser) kann da schon helfen, Du kannst es aber natürlich auch erstmal selbst mit einer anderen DK testen, die Ersatzteile für den NZ sind ja unschlagbar günstig. Habe für meine gerade mal 10€ gezahlt - und das vom Händler. Habe während der Fehlersuche aber auch fast alle möglichen Fehlerquellen beim NZ bearbeitet und Teile erneuert, inkl. Ultraschallreinigung der Einspritzdüsen etc. Wenn die Einstellungen stimmen, sollte meiner also nun wirklich perfekt laufen und das nicht nur wegen der DK. Wegen des Getriebes: habe ein 5Gang, das 8P aus dem Polo, da ja mein gesamter Motor aus einem Polo stammt. Ansonsten danke für das Lob :]

  • Naja, mir ist schon bewusst, daß meine Art des "Tunings" nicht so viele Leute vom Hocker reisst,

    ich find das super, was du mit deinem auto machst und schaue hier immer sehr gerne rein, wenn es was neues gibt 8o ich belasse meinen ja auch original/OEM (bis auf mein CD/USB radio und die stärkeren lautsprecher, die ich nicht mehr missen möchte) :wink:


    ich hab sogar schon ein problem lösen können, wo ich dachte "verdammt, das hast du doch schon mal irgendwo gelesen".
    da hab ich dann hier reingeschaut und zack, ein paar minuten später hatte ich problemschilderung und dazugehörige lösung schwarz auf weiss vor mir :]

  • Naja, mir ist schon bewusst, daß meine Art des "Tunings" nicht so viele Leute vom Hocker reisst, ...


    Modifikationen zum nachahmen empfohlen.


    ...dafür müsste ich mir wohl einen 2,0Liter-Motor reinhängen, mindestens 17-Zoll-Reifen mit hochglanzpolierten Chromfelgen montieren und das alles natürlich so tief wie möglich.


    Wem's gefällt... :wacko: