höhere PS-zahl = höherer verbrauch?

  • Wenn man jetzt von Motoren eines Herstellers und einer Art (Benzin oder Diesel) ausgeht kann man sagen: Ja... mehr Leistung erfordert auch mehr Kraftstoff.


    Ausnahmen gibts aber natürlich auch... zB. die TFSI-Motoren mit 1.4liter und 170Ps... der Verbrauch ist dort niedriger als bei einem leistungsgleichen Saug-Motor aufgrund der Direkteinspritzung und der Bi-Aufladung und natürlich den geringeren Hubraum.

  • Kommt ganz auf die Fahrweise drauf an.


    Wir sind mal mit zwei Golf3 (ich 90PS, Kollege hatte einen VR6) in den Bergen gefahren und dabei hat meiner um einiges mehr gebraucht als der VR6.


    Der Grund ist ganz einfach: Der Kollege fuhr vorraus und hat auf mich gewartet - dabei musste er nur wenig Gas geben und ich Vollgas.


    :D

  • Hmm also das stimmt nicht ganz.
    Das 1er Coupé von BMW. 125i - 218 PS verbraucht rund 11 Liter bei flotter Fahrweise...
    Das bekomm ich bei meinem Golf mit gerade einmal 98 PS locker raus.
    Das kommt darauf an wie neu die Fahrzeuge sind.
    Mein Fiat Coupe 20VT braucht rund 14-15 Liter wenn man ihn ordentlich tritt, das braucht heutzutage nicht einmal mehr ein Porsche 911 Turbo.
    Der Wagen begnügt sich mit gut 13 Litern wenn man ihn tritt ;)

  • Also meiner verbraucht, wenn ich normal Fahre:


    30 km/h - 3.Gang ~ 5,5 L
    30 km/h - 4.Gang ~ 4,8 L
    50 km/h - 4.Gang ~ 6,3 L
    50 km/h - 5.Gang ~ 5,8 L
    80 km/h - 5.Gang ~ 6,8 L
    (angaben laut MFA)


    Der "Bestwert" =) beim Kampf gegen ´n´O... 1,6 16V lag beim beschleunigen bei 52,? L. Da hab ich auch jedesmal bis Anschlag drehen lassen. :D

  • Zitat

    Original von easy_ci
    Wenn man jetzt von Motoren eines Herstellers und einer Art (Benzin oder Diesel) ausgeht kann man sagen: Ja... mehr Leistung erfordert auch mehr Kraftstoff.


    ich hab ja extra nicht von anderen Marken gesprochen... ist klar das ältere Motoren mehr verbrauchen und das Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Verbrauchswerte erzielen!

  • Nicht nur von Hersteller zu Hersteller, sondern auch von Motor zu Motor.
    Oben war ja schon das Beispiel VR6 vs 90PS aufgeführt.
    Das sind zwar unterschiedliche Generationen, aber das wäre prinzipiell auch mit einem PF ähnlich ausgegangen.


    Die Motorsteuerung ist auf einen Kompromiss aus Leistung und Verbrauch ausgelegt.
    Spätestens wenn das Gaspedal den Boden berührt, sieht die Steuerung aber vor, ohne Rücksicht auf Verluste (Geld, Umwelt), die maximal mögliche Leistung bereitzustellen.
    Wenn man eine identische Strecke, mit identischen Beschleunigungen fahren würde, ist in der Regel der Verbrauch bei Motoren mit mehr Leistung geringer.
    Allerdings ist es wahrscheinlich, daß man sein Fahrverhalten nicht ändert, und die Kraftstoffeinsparung dadurch deutlich geringer ausfällt.

  • Kommt auch immer drauf an, ob der Motor zum Auto passt. Bei unserem Peugeot 206 standen wir damals beim Kauf vor der Wahl 1.3er mit 60 PS oder 1.4er mit 75 PS. Der kleine Motor verbraucht allerdings viel mehr im Peugeot 206, weil er sich mit dem Gewicht des Autos zu sehr abmühen muss.


    Im Hyundai i30 einer Bekannten das selbe Spiel. Sie wollte unbedingt den kleinen Motor, wegen Umwelt und Verbrauch und so. Obwohl ihr Bruder, der bei Kia arbeitet (Motoren sind baugleich) ihr geraten hat, auf keinen Fall den Motor zu nehmen. Sie hat's trotzdem gemacht und war hinterher am Jammern über der Verbrauch. Ihr Bruder fuhr das gleich Auto mit einem 1.6er und hatte den deutlich geringeren Verbrauch. :P


    Bei meinem ABF-Umbau gehe ich davon aus, dass der Verbrauch zumindest nicht höher liegen wird als mit dem vorher verbauten PN. Obwohl ich die Leistung dann mehr als verdoppelt habe. 8)


    Noch ein Beispiel für viel Leistung und "wenig" Verbrauch: Unseren Cadillac kann ich auch ganz entsprannt mit 14 Litern auf der Autobahn fahren. :D 
    Gut, im Sauerland oder Bergischen Land kann er dafür bei viel Spaß und schwerem Gasfuß auch schon mal die 35-Liter Marke reißen... :whistling: