Anzugsmoment Wellenmutter (vor Radlager) hinten?

  • Moin



    habe hinten Trommelbremse, ab ca. 60 bis 180 km/h hinten ein Wummern und Summen, möchte gerne die Radlager wechseln.


    Daher in aller Kürze mein Anliegen: Mit welchem Anzugsmoment soll die Mutter hinten angezogen werden?


    Ich hoffe mal, der WEchsel des Radlagers ist ähnlich zum POlo 86c, da gings in ca. 10 Minuten bei großer Sorgfalt.


    Danke für Eure Antworten!!

  • Du hast ja hinten eine Kronenmutter mit splint und hinter der kronenmutter so ein plätchen, und nun drehst du die Kronenmutter so fest an das du mit einem schraubenzieher das plätchen verschieben kannst, dann nur noch den splinten einsetzen und fertig.


    Grüsse

  • vorher aber die mutter einmal ganz fest anziehen damit sich das lager richtig setzt und dann soweit lösen das du das plätchen mit einem schraubenzieher verschieben kannst .. muss man aber ein gefühl für haben darf nich zu leicht und nicht zu schwer zu verschieben gehn

  • Ja richtig, so sehe ich das auch (und praktizier das auch so) Radlager ist bei allen älteren VW´s hinten im Prinzip gleich.
    Das mit dem "einmal richtig fest ziehen" darf man natürlich auch nicht übertreiben.

    Fehlende Leistung ist durch puren Wahnsinn zu ersetzen.
    ++technical courage is faster than money++

  • das ist klar aber einmal fest machen das es sich setzt das man da nich mit 5 meter verlängerung und dann noch draufstellen ... sollte einem klar sein


    einfach mit ner wasserpumpenzange einmal festmachen das reicht völlig

  • Jungs, wie definiert Ihr denn "Plättchen" ?


    Auf den Innenring vom Kegelrollenlager drückt eine Unterlegscheibe, darauf dann die Wellenmutter, auf die Mutter kommt die Krone und dann der Splint.


    Soweit alles roger, habe die Wellenmutter einmal richtig angezogen, dann wieder soweit gelöst, dass sich die Unterlegscheibe (Ist das Euer Plättchen?) mit der Mutter mitdreht (das heißt, sie ist gelöst)...


    Gehe ich also richtig in der Annahme, dass die Mutter mit Drehmoment = 0 Nm angezogen wird, also GAR nicht?

  • Tach!


    Bisschen Spiel ist schon ok, habe ich bei ALLEN 4 Gölfen in meinem Familienumfeld (NACH dem Einstellen logischerweise...).


    Lieber das Radlager etwas lockerer als zu fest...


    Wenn du die Kronenmutter nach dem Strammziehen wieder etwas löst, und die Unterlegscheibe (das "Plättchen") sich mitdreht, kann das Lager doch noch zu viel Vorspannung haben.
    Bedenke: Die U-Scheibe liegt unten auf der Innenhülse des Lagers auf (die sich ja relativ leicht drehen kann) und oben auf der Mutter (Reibkraft zwischen 2 Stahlflächen). Also dreht sie sich solange mit, bis da gar keine Anpresskraft mehr ist.


    Wie weiter oben schon geschrieben wurde:


    Mutter so weit lösen, dass die U-Scheibe mit einem Schraubendreher verschoben werden kann. Und das "leicht saugend", wie man so schön sagt. Also nicht so, dass man mit dem Schraubendreher zwischen Bremstrommel und U-Scheibe brutal "hebeln" muss.


    Gruss,


    Chris

  • Hi,


    Werkzeug: Hämmerchen, Stumpfer Meißel, Schraubendreher Flach (nicht gerade so ein Uhrmachergerät), Wasserpumpenzange und nen Seitenschneider.


    Also den Splint (Centartikel) würde ich auf jeden Fall erstzen. Kostet ja nicht die Welt. Nicht vergessen, das neue Lager mit gutem Lagerfett schmieren!

    ______________
    gruß
    André


    Signatur "entfallen ohne Ersatz" :cursing:


    GTI Status:... It's rollin
    Variant Status: Sommerschlaf :D :]

  • Für das Eintreiben der Fettkappe entweder einen Gummihammer (nicht so gut, besteht die Gefahr, die Fettkappe zu verbeulen - geht aber auch) oder ein Rohr mit einem Innendurchmesser von glaube ich etwa 40 mm, das Rohr muss auf der Wulst der Fettkappe aufliegen. Plastikrohr von der Wasserinstallation geht NICHT, aber es ist schön anzusehen, wie die Splitter fliegen :D Evtl. geht auch einer von den alten Lagerringen, weiß ich jetzt nicht hundertprozentig.
    Fettkappe mit handgeklöppelter Zierbeule nach der Gummihammermethode:


    Teilchennummer und Preise für Fettnäpfchen und Splinte: http://www.doppel-wobber.de/wb…nterachse-und-Splint.html

    In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis schon.
    Tausendzweihunnertunndreisechzisch Kubik, vierunnfuffzich PS und NIX jedrosselt!
    "Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, verschwinden die Mysterien und das Leben ist erklärt." - Mark Twain
    Golfschrauben ist wie Schach. Nur halt ohne die Würfel.

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  • Zitat

    ür das Eintreiben der Fettkappe entweder einen Gummihammer...


    Ich hab dazu nen normalen Zimmermannshammer verwendet.. ein Holz untergelegt und mit dem Zimmermannshammer drauf ge-"zimmert" :D Hatte dann zwar auch so eine schöne Zierbeule aber an sich nicht weiter schlimm..
    Mit nem Gummihammer hab ich se erst überhaupt net draufbekommen. War aber auch net so ein hammer wie er dem in der Medizin verwendeten ähnlich sieht (Genannt wird der heute glaub ich "Schonhammer") sondern noch so ein Asbachuralt Plasterstein hammer... großer, schwarzer Kopf komplett aus Gummi mit Holzstiel.. 8)


  • Falsch!!
    Vorne sollte an den Radlagern natürlich kein Spiel spürbar sein, aber an der Hinterachse ist es notwendig ein bisschen Spiel zu haben, da man sich sonst die Lager ganz schnell zerstört. Wie schon oben weiter geschrieben, sollte man die Scheibe mit einem Schraubendreher hin und her schieben können.


    EDIT: Die Unterschiede des Lagerspiels hängt von der Bauart der Lager ab. Vorne sind Rillenkugellager verbaut, wo die Lagerluft bereit vom Lagerhersteller eingestellt ist. An der Hinterachse sind 2 Kegelrollenlager verbaut, die sich gegeneinander abstützen, allerdings muss hier die Lagerluft selbst eingestellt werden, wenn die Lagerluft zu gering ist, dann verspannen sich die Kegel in den Lagerlaufbahnen und der Verschleiß nimmt zu.

  • Vor der Brett-Methode war ich kurz davor :D :D :D Irgendwann überkam mich dann der Grimm, als das Käppchen schon wieder auf der anderen Seite rausgesprungen war. Und dann hab' ich nochmal draufgetrümmert und das Teil war vollständig drin :D
    Der Trick dabei ist wohl, fest genug und parallel zur Achse genug draufzuhauen. Und natürlich auf den Rand des Näpfchens zu treffen, da es da steifer ist und sich weniger einbeult. Beweisstück A der Staatsanwaltschaft im Verfahren BRD/CeEl wegen des Verdachts der Wildbeulerei:


    BTW: Natürlich gibt es da auch ein VAG-Spezialwerkzeug NR. Haumichblau für - aber wo bleibt da das Drama? :D


    EDIT: Wegen dem Lagerspiel: Schließe mich da Pogo an. Steht so beim Etzold, autoschrauber.de, der Mann der Werkstatt meinte, dass es besser ist, da zuviel Spiel zu haben und MIT Spiel habe ich TÜV erhalten.

    In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis schon.
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  • Das sind Schrägrollenlager. Die müssen Spiel haben.


    Hier ein aus Auszug aus dem E__A W_N.


    Abb.4 Radlagerspiel einstellen


    Hinweis:


    Druckscheibe muß mit einem Schraubenzieher durch Fingerdruck ohne Hebelbewegung zu verschieben sein.


    Mit Kronensicherung und neuem Splint sichern