Tacho-Manipulation wird zur Straftat.

  • Tacho-Manipulation wird zur Straftat


    Wer den Tacho am Auto manipuliert, muss künftig mit saftigen Strafen rechnen. Eine entsprechende Änderung des Straßenverkehrsgesetzes hat Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe in Absprache mit Justizministerin Brigitte Zypries heute in Berlin angekündigt. "Illegale Änderungen am Kilometerzähler können künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe sanktioniert werden", sagte Stolpe. "Auch Mitarbeiter von Werkstätten, die im Auftrag elektronische Kilometerzähler zurückstellen, werden wir künftig hart bestrafen." Anders als etwa in der Schweiz oder Frankreich drohte hierzulande bislang in der Regel kein juristischer Ärger, wenn Fahrzeuge hinsichtlich ihrer Laufleistung künstlich "verjüngt" wurden.


    Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa ein Drittel aller Tachos manipuliert. Und nach Erkenntnissen des ADAC lassen sich diese Manipulationen fast nie nachweisen. Professionelle Tachofälscher verfügen inzwischen über Equipment, mit dem sich die Tacho-Mechanismen jedes beliebigen Fahrzeugs auslesen, Speichermodule in der Fahrzeugelektronik neu programmieren und anschließend auch noch alle Spuren der Manipulation verwischen lassen. Der ADAC hatte deshalb vom Gesetzgeber gefordert, für die Manipulation des Kilometerzählers einen Straftatbestand "Vorbereitung zum Betrug" zu schaffen oder den Begriff "Fälschung technischer Aufzeichnungen" auf Kilometerzähler auszuweiten.


    "Mit dem Gesetz schützen wir insbesondere Käuferinnen und Käufer von Gebrauchtwagen besser vor Übervorteilungen. Der Kilometerstand eines Kraftfahrzeuges ist schließlich ein ganz wesentlicher Punkt bei der Kaufentscheidung. Einschlägige Internetseiten werben sogar ausdrücklich damit, dass das Manipulieren am Kilometerzähler straffrei ist. Dem schieben wir jetzt einen Riegel vor", erläuterte Justizministerin Zypries. Sicherheitsexperten glauben allerdings nicht, dass sich der "Volkssport Tacho-Manipulation" einzig durch Strafandrohungen aus der Welt schaffen lässt. Sie fordern vielmehr eine konzertierte Aktion der Automobilindustrie und deren Zulieferer, mit Kryptoverfahren geschützte Kilometerzähler einzuführen, die nur in einem zugewiesenen Fahrzeug funktionieren und ihre Daten nur autorisierten Stellen preisgeben.


    Quelle: www.heise.de

    "Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet." (Rita Mae Brown)

  • Eben. Da hat man vielleicht was in 15 Jahren von. Aber bei den Autos bis Heute wird doch gemacht, was man will. Außerdem bleibt ja, obdenn der Codierung die Möglichkeit das ganze Kombiinstrument zu tauschen. Schwarze Schafe gibt es jetzt und wird es auch zukünftig geben.